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Dieses Thema hat 211 Antworten
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 Medieval Total War II - Modvorstellung
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Wüstenkrieger Offline




Beiträge: 235

26.12.2007 22:53
RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Das Projekt Reconquista





Für die Frage, welche Fraktionen eine Daseinsberechtigung im Mod haben stehen zwei Aspekte im Vordergrund. Erstens der geographische und zweitens der zeitliche Rahmen.

Im Zentrum des Geschehens von "Reconquista" steht selbsterklärenderweise die christliche Rückeroberung der iberischen Halbinsel und der Versuch der islamischen Fraktionen eben dies zu vereiteln. Ein weiterer wichtiger Schauplatz ist die Margreb-Region Nordafrikas, in welchen die verschiedenen islamischen Fraktionen, die zeitweise mindestens ebenso zersplittert waren wie die christlichen, ihrerseits um die Vorherrschaft ringen. Der Magreb stellt auch eine Art Rückzugsgebiet dar, dass die Möglichkeit bietet, Kräfte für eine erneute Invasion in Europa zu sammeln, falls die islamischen Völker bereits in der Frühphase in Spanien unterliegen oder der Spieler zu einen taktischen Rückzug gezwungen wird. In gleicher Weise fungieren auch die an der iberischen Halbinsel angrenzenden europäischen Regionen, allen voran das südliche Frankreich, als Rückzugsregionen für in Bedrängnis geratende christliche Fraktionen. Teile Italiens, vor allen aber Sizilien und die Inseln des westlichen Mittelmeers, gerieten zeitweise ebenfalls unter den islamischen Machtbereich und sollten auch wegen der Interessenpolitik der sizilianischen Normannen, sowie Aragons und der italienischen Seerepubliken nicht fehlen. Weitere Regionen, die aus Gründen der geographischen Raumaufteilung zwangsläufig in das Geschehen hineinragen und die Option einer Kolonisierung Amerikas runden das Umfeld ab.
Als Startjahr wurde 1035 gewählt, da zu diesen Zeitpunkt die christlichen Fraktionen in Nordspaniens noch als mehr oder weniger labile Kleinreiche existierten, was der spielerischen Vielfalt zugute kommt. Das selbe gilt für die islamischen Fraktionen, bei denen sich bezüglich der Herausbildung einer alles dominierenden Großmacht ein zweiter Anlauf anbahnte und mehrere Kandidaten ihre Ansprüche geltend machten. So gesehen stehen sich im Kernbereich des Schauplatzes der Kampagne zwei große Teams gegenüber, deren Teamgeist jedoch sehr brüchig ist und gelegentlich bei den christlichen Fraktionen von Seiten des Papstes angemahnt werden muss.


Problematisch ist vor allen die Frage, welche Provinzen weder der einen noch der anderen Seite zugute kommen, da es politisches Niemandsland in Form von rebellischen Regionen zumindest nicht in den Umfang gab, wie es für eine ausgewogene Ausgangslage zuträglich wäre. Da der Mod nun einmal auf Basis eines Strategiespiels und nicht einer Simulation ensteht, fallen die Entscheidungen in dieser Frage eher zugunsten von mehr rebellischen Regionen. Auf der iberischen Halbinsel werden daher viele der zentral und westlich gelegenen Regionen rebellisch sein, was sich noch am ehesten mit den Zerfall der islamischen Taifa-Königreiche und der daraus resultierenden Anarchie erklären lässt. Das gleiche gilt für den Magreb, wo die rebellischen Provinzen den Umstand Rechnung tragen, dass viele der dort ansässige Bewohner stärker ihrem lokalen Stammesfürsten verhaftet waren, als irgendeinem in den Küstenstädten residierenden Emir. Ähnlich, wenngleich etwas kompakter, verhält es sich in den Nebenschauplätzen der Kampagne. Frankreich und das Heilige Römische Reich werden ihre Ansprüche gegen den ein oder anderen aufmüpfigen Fürsten oder Grafen erst noch geltend machen müssen. Die italienischen Seerepubliken hingegen, müssen bei den von ihnen beanspruchten Handelsposten die Machtfrage erneut stellen. Im westlichen Balkan, der zwangsläufig auf der Karte auftaucht, sorgen die Randfraktionen Ungarn und Kroatien dafür, dass nach Osten expandierende Völker nicht konfliktlos Raumgewinne erzielen können.
Eine gleichfalls wichtige Frage ergibt sich aus dem strategischen Potential der verschiedenen Fraktionen. Szenarien, in denen nach hundert Runden ein Nebenkriegschauplatz das Geschehen dominiert und zum Aufblühen von exotischen Reichen führt, sollte zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, aber zumindest in einer angemessen geringen Häufigkeit auftreten. Die Entwicklung der Kampagne wird daher in den Bereichen gefördert, wo sie halbwegs historisch nachvollziehbare Bahnen einschlägt. In den ersten Spielrunden wird erfahrungsgemäß vor allem das militärische und finanzielle Gewicht der Startbedingungen ausschlaggebend sein. Die Fraktionen erhalten hierbei soviel Unterstützung, dass die Überlebenschancen der bedeutenden Kandidaten etwas besser ausfallen, ohne aber jene aus der zweiten und dritten Reihe gleich ins Abseits zu drängen. Die Balance zwischen den christlichen und islamischen Blöcken sollte hingegen auch mittelfristig gewahrt bleiben, um das zentrale Thema nicht zu gefährden. Die wichtigsten Stellschrauben für die Erfolgschancen einer Fraktion in einer laufenden Kampagne liegen in den Bereichen der Spielmechanik und der Events. Die Einheitenbalance hingegen wird von den meisten Spielern auf der strategischen Ebene überschätzt und entfaltet sich mehr in der direkten militärischen Konfrontation auf dem Schlachtfeld.

Die Gewichtung der Fraktionen unterliegt also vielen Faktoren, die erst im Verlauf der Mod Entwicklung ausreichend geprüft werden können. Die hier vorgestellten Entwürfe, sind daher das was Entwürfe naturgemäß sind: Aus der historischen Überlegung in das Experiment gestellte Wagnisse, mit der Option, Teile davon zu korrigieren und neu anzupassen. Es ist also bis zu einen gewissen Arbeitsfortschritt nicht auszuschließen, dass eine Fraktion wieder verworfen wird und eine andere hinzukommt.


Das Team Reconquista

  • El Cheffe and Master of the Mod: Adorno
  • Spieß Wüstenkrieger

    Das Team:
  • Alphatester, Sound: RobinCato
  • Alphatester, Kampagnenberichte: BerndK
  • Alphatester: LordHotte
  • Alphatester: Agrask
  • Alphatester: Felicano
  • Alphatester: Argus
  • Alphatester: dayrider
  • Alphatester: TheDeathknight


[ Editiert von Wüstenkrieger am 09.08.08 17:10 ]

Wüstenkrieger Offline




Beiträge: 235

26.12.2007 22:59
#2 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Gesamtübersichtskarte



Stratmap

Hier nur mal ein Vorgeschmack auf die Gesamtansicht der Karte für den Mod Reconquista.




Provinzübersicht

Hier mal die vorläufige Provinzübersicht der Karte. Ich weise explizit auf den vorläufgen Charakter hin.



Übersicht Religion

Übersicht über die Religionsverteilung im Jahre AD 1035.



Kartenausschnitte

Hier kann man sehr schön die tatsächlichen Größenverhältnisse der Map erkennen.

Östliche Pyrenäen



Balearen



Provence



Venetien



Sizilien



Schott Dscherid



Nördliches Marokko



Dalmatien



Schweizer Alpen



Nordamerika



Kuba





Stand 01.12.07

Wüstenkrieger Offline




Beiträge: 235

26.12.2007 23:00
#3 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Die Fraktionen des Mod Reconquista




Für die Frage, welche Fraktionen eine Daseinsberechtigung im Mod haben stehen zwei Aspekte im Vordergrund. Erstens der geographische und zweitens der zeitliche Rahmen.




Im Zentrum des Geschehens von "Reconquista" steht selbsterklärenderweise die christliche Rückeroberung der iberischen Halbinsel und der Versuch der islamischen Fraktionen eben dies zu vereiteln. Ein weiterer wichtiger Schauplatz ist die Margreb-Region Nordafrikas, in welchen die verschiedenen islamischen Fraktionen, die zeitweise mindestens ebenso zersplittert waren wie die christlichen, ihrerseits um die Vorherrschaft ringen. Der Magreb stellt auch eine Art Rückzugsgebiet dar, dass die Möglichkeit bietet, Kräfte für eine erneute Invasion in Europa zu sammeln, falls die islamischen Völker bereits in der Frühphase in Spanien unterliegen oder der Spieler zu einen taktischen Rückzug gezwungen wird. In gleicher Weise fungieren auch die an der iberischen Halbinsel angrenzenden europäischen Regionen, allen voran das südliche Frankreich, als Rückzugsregionen für in Bedrängnis geratende christliche Fraktionen. Teile Italiens, vor allen aber Sizilien und die Inseln des westlichen Mittelmeers, gerieten zeitweise ebenfalls unter den islamischen Machtbereich und sollten auch wegen der Interessenpolitik der sizilianischen Normannen, sowie Aragons und der italienischen Seerepubliken nicht fehlen. Weitere Regionen, die aus Gründen der geographischen Raumaufteilung zwangsläufig in das Geschehen hineinragen und die Option einer Kolonisierung Amerikas runden das Umfeld ab.
Als Startjahr wurde 1035 gewählt, da zu diesen Zeitpunkt die christlichen Fraktionen in Nordspaniens noch als mehr oder weniger labile Kleinreiche existierten, was der spielerischen Vielfalt zugute kommt. Das selbe gilt für die islamischen Fraktionen, bei denen sich bezüglich der Herausbildung einer alles dominierenden Großmacht ein zweiter Anlauf anbahnte und mehrere Kandidaten ihre Ansprüche geltend machten. So gesehen stehen sich im Kernbereich des Schauplatzes der Kampagne zwei große Teams gegenüber, deren Teamgeist jedoch sehr brüchig ist und gelegentlich bei den christlichen Fraktionen von Seiten des Papstes angemahnt werden muss.

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Problematisch ist vor allen die Frage, welche Provinzen weder der einen noch der anderen Seite zugute kommen, da es politisches Niemandsland in Form von rebellischen Regionen zumindest nicht in den Umfang gab, wie es für eine ausgewogene Ausgangslage zuträglich wäre. Da der Mod nun einmal auf Basis eines Strategiespiels und nicht einer Simulation ensteht, fallen die Entscheidungen in dieser Frage eher zugunsten von mehr rebellischen Regionen. Auf der iberischen Halbinsel werden daher viele der zentral und westlich gelegenen Regionen rebellisch sein, was sich noch am ehesten mit den Zerfall der islamischen Taifa-Königreiche und der daraus resultierenden Anarchie erklären lässt. Das gleiche gilt für den Magreb, wo die rebellischen Provinzen den Umstand Rechnung tragen, dass viele der dort ansässige Bewohner stärker ihrem lokalen Stammesfürsten verhaftet waren, als irgendeinem in den Küstenstädten residierenden Emir. Ähnlich, wenngleich etwas kompakter, verhält es sich in den Nebenschauplätzen der Kampagne. Frankreich und das Heilige Römische Reich werden ihre Ansprüche gegen den ein oder anderen aufmüpfigen Fürsten oder Grafen erst noch geltend machen müssen. Die italienischen Seerepubliken hingegen, müssen bei den von ihnen beanspruchten Handelsposten die Machtfrage erneut stellen. Im westlichen Balkan, der zwangsläufig auf der Karte auftaucht, sorgen die Randfraktionen Ungarn und Kroatien dafür, dass nach Osten expandierende Völker nicht konfliktlos Raumgewinne erzielen können.
Eine gleichfalls wichtige Frage ergibt sich aus dem strategischen Potential der verschiedenen Fraktionen. Szenarien, in denen nach hundert Runden ein Nebenkriegschauplatz das Geschehen dominiert und zum Aufblühen von exotischen Reichen führt, sollte zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, aber zumindest in einer angemessen geringen Häufigkeit auftreten. Die Entwicklung der Kampagne wird daher in den Bereichen gefördert, wo sie halbwegs historisch nachvollziehbare Bahnen einschlägt. In den ersten Spielrunden wird erfahrungsgemäß vor allem das militärische und finanzielle Gewicht der Startbedingungen ausschlaggebend sein. Die Fraktionen erhalten hierbei soviel Unterstützung, dass die Überlebenschancen der bedeutenden Kandidaten etwas besser ausfallen, ohne aber jene aus der zweiten und dritten Reihe gleich ins Abseits zu drängen. Die Balance zwischen den christlichen und islamischen Blöcken sollte hingegen auch mittelfristig gewahrt bleiben, um das zentrale Thema nicht zu gefährden. Die wichtigsten Stellschrauben für die Erfolgschancen einer Fraktion in einer laufenden Kampagne liegen in den Bereichen der Spielmechanik und der Events. Die Einheitenbalance hingegen wird von den meisten Spielern auf der strategischen Ebene überschätzt und entfaltet sich mehr in der direkten militärischen Konfrontation auf dem Schlachtfeld.

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Die Gewichtung der Fraktionen unterliegt also vielen Faktoren, die erst im Verlauf der Mod Entwicklung ausreichend geprüft werden können. Die hier vorgestellten Entwürfe, sind daher das was Entwürfe naturgemäß sind: Aus der historischen Überlegung in das Experiment gestellte Wagnisse, mit der Option, Teile davon zu korrigieren und neu anzupassen. Es ist also bis zu einen gewissen Arbeitsfortschritt nicht auszuschließen, dass eine Fraktion wieder verworfen wird und eine andere hinzukommt.
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[ Editiert von Wüstenkrieger am 09.08.08 17:11 ]

Wüstenkrieger Offline




Beiträge: 235

26.12.2007 23:06
#4 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Königreich von Leon





Leon gilt als das Nachfolgereich des im 10. Jahrhunderts untergegangenen Reichs von Asturien. Zum Zeitpunkt des Starts der Kampagne befindet sich Leon in unmittelbaren Konflikt mit seinen Nachbarn Kastilien. Ob diese Konkurenz ein versöhnlichen Ausgang nimmt und in ein Bündnis mündet oder aber zum Untergang von einen der beiden Reiche führt, hängt wesentlich von der frühen Entwicklung der Kampagne ab.

Königreich von Aragon





Im Jahre 1035 stieg die Grafschaft Aragon zu einen Königreich auf. Doch bevor sich Aragon auf eine gleiche Augenhöhe mit seinen Nachbarreichen Kastilien und Leon befindet muss es die strategisch wichtige Stadt Zaragoza einnehmen. Aufgrund seiner Nähe zu den französischen Landen und den Mittelmeer zählt Aragon zu den Fraktionen, die ihre Interessen auch jenseits der iberischen Halbinsel geltend machen. Dies führt zwangsläufig auch zu Konflikten mit anderen europäischen Mächten.

Königreich von Kastilien





Dieses, zum Zeitpunkt des Kampagnenstarts noch kleine Reich, hat sich im Laufe der Reconquista, da die Krone Kastilien militärische Überlegenheit und diplomatisches Taktieren geschickt einzusetzen verstand, zur alles beherrschenden Macht auf der Iberischen Halbinsel entwickelt. Kastilien wird daher etwas bessere Ausgangsbedingungen vorfinden, die es allerdings geschickt einsetzen muss, um den Vorsprung auch mittelfristig zu halten.

Königreich von Navarra





Diese Fraktion wurde recht bald von den Erfolgen der anderen christlichen Reiche, im Zuge der Rückeroberung Spaniens, überflügelt. Durch seine Lage ist das Königreich von Navarra relativ isoliert, kann aber um so ungestörter nach Aquitanien ausweichen. In seiner Geschichte war dieses Reich lange Zeit den Launen des französischen Throns ausgesetzt.

Königreich Portugal





Wenngleich die Portugiesen im Jahre 1035 noch kein unabhängiges Reich gegründet haben, so existierte mit der Grafschaft Portucale zumindest schon die Keimzelle für das zukünftiges portugiesiches Reich. Leon und Kastlilien werden die Bestrebungen Portugals nur begrenzt unterstützen. Die Missionsziele dieser Fraktion berücksichtigen auch den Umstand, dass Portugal hervorragende Seefahrer hervorgebracht hat.

Königreich Burgund





Zum Zeitpunkt des Kampagnenstarts befand sich Burgund bereits im Niedergang, da es in die Abhängigkeit zum Heiligen Römischen Reich geriet. Später schrumpfte das Territorium Burgunds infolge von Gebietsabtretungen an Frankreich. Dieser Auflösungsprozeß vollzog sich in kleinen Schritte und endete erst im 14. Jahrhundert. Im Jahr 1035 hat Burgund aber noch genügend Chancen, um seinen Nachbarn die Stirn zu bieten und das durch die Geschichte vorgeschriebene Schicksal zu vereiteln.

Republik Genua





Genua hat bereits recht früh einen Weg eingeschlagen, der zur schrittweisen Abnabelung vom Heiligen Römischen Reich und der Herausbildung einer Republik führte. Die Stadt Mailand hingegen, steht zukunftsweisend für die spätere Herausbildung der Lega Lombarda (Lombardenbund). Beide Städte bilden in "Reconquista" eine politische Einheit im westlichen Oberitalien. Diese Einheit wird jedoch des öfteren durch innere Streitigkeiten, wie beispielsweise die Machtkämpfe der Visconti oder durch die äußeren Anfeindungen anderer italienischer Stadtstaaten, gefährdet.

Emirate der Almoraviden





Das Reich Almoraviden ist jung und - obschon es zum Zeitpunkt der Kampagne mit territorialer Größe glänzen kann - noch relativ ungefestigt. Auf der iberischen Halbinsel befinden sie sich in direkter Rivalität zu den Ziriden. Zwar konnten sich die Almoraviden dort letztendlich durchsetzen und große Einfluß erzielen, doch blieb dieser Erfolg nur von kurzer Dauer, da sie im 12. Jahrhundert den aufstrebenden Almohaden unterlagen. Dieser Machtwechsel wird in "Reconquista" berücksichtigt und für die KI mit einer 75% Chance zugunsten der Almohaden entschieden. Der Spieler hingegen kann sich frei für oder gegen die Vor- und Nachteile eines Machtwechsels entscheiden.

Emirate der Ziriden





Die Ziriden waren ursprünglich, wie ihre Nachbarn die Hammadiden, Vasallen der Fatimiden, lösten sich aber mehr und mehr aus dieser Bindung und schlugen im 11. Jahrhundert zunehmend eigene Wege ein. Neben ihren politisches Zentrum in Ifriqiya (Tunesien), kontrollieren die Ziriden auch die wichtige Stadt Granada. 1027 schlug eine Invasion der Ziriden auf Sizilien fehl, wo im Vorfeld bereits ein anderes islamisches Reich, nämlich das Kalbiten zusammengebrochen war. Aufgrund der großen Distanzen und ihrer wagemutigen Unternehmungen zur See, werden die marinen Einheiten der Ziriden etwas größere Vorteile aufweisen, als die der anderen islamischen Fraktionen

Emirate der Hammadiden





Die Hammadiden haben sich 1014, also kurz vor dem Beginn der Kampagne, für unabhängig von den Ziriden erklärt, unterlagen aber im 12. Jahrhundert im Konflikt mit den Almohaden. Diese Fraktion fördert die Balance innerhalb der islamischen Reiche, da sie durch ihre Anwesenheit und Konkurrenz die Herausbildung eines übermächtigen Großreiches in Nordafrika zumindest in der Anfangsphase erschwert. Ihre Startprovinzen verfügen über sehr gewinnträchtige Resourcen.

Königreich von Frankreich





Im Jahr 1035 regierte Henri I. aus dem Haus der Kapetinger auf den französischen Thron. Noch fehlt es Frankreich an jenen Nationalgefühl, mit dem es sich später im Konflikt gegen England auszeichnen sollte. Die Auswahl der Startegionen beschränkt sich aus Gründen der strategischen Balance auf die königlichen Domänen und einige getreue Grafschaften und Herzogtümer, die ihrerseits von zahlreichen unabhängigen Provinzen umgeben sind. Damit Frankreich im Zuge seiner unvermeidlichen Expansion in die rebellischen Ländereien nicht all zu schnell erstarkt, werden diese mit starken Garnisionen ausgestattet sein. Die später einsetzende englische Invasion wird für eine zusätzliche Herausforderung sorgen.

Markgrafschaft Florenz





Die Toskana, mit ihrer bedeutendsten Stadt Florenz, war bis 1176 eine Markrafschaft. Wie die meisten oberitalienischen Städte, so setzte sich auch Florenz gegen die Herrschaftsansprüchen der Karolinger (HRR) erfolgreich durch und rief sich nachfolgend zu einer Republik aus, die von den führenden Familien der Stadt gelenkt wurde. Die Konflikte zwischen den beiden führenden Parteien, den Ghibellinen und Guelfen, werden für die Events von Florenz ebenso im Mittelpunkt stehen, wie die Auseinandersetzungen mit Pisa und Genua.

Republik Pisa





Die Stadt Pisa gehörte territorial zur Toskana, schlug aber sehr früh einen eigenständigen Weg ein. Anfang des 11. Jahrhunderts versuchten die Sarazenen die Stadt zu erobern und wurden dabei erfolgreich zurückgeschlagen. Aus den nachfolgenden Offensiven der Pisaner gegen die Sarazenen im westlichen Mittelmeer, ging Pisa soweit gestärkt hervor, dass die Stadt zu einer bedeutenden Seefahrerrepublik aufstieg. Pisa startet mit zwei sehr kleinen Provinzen, wird aber bei der Eroberung Korsikas und Sardiniens durch unterstützende Events besonders begünstigt.

Das Heilige Römische Reich





Diese Fraktion hat schon allein wegen ihrer Dominanz auf dem politischen Parkett des Mittelalters eine besondere Daseinsberechtigung, zumal Teile des Territoriums vom HRR ausreichend tief in den Schauplatz der Kampagne hineinreichen. Das Heilige Römische Reich, zu seiner Zeit noch nicht ausdrücklich mit den Zusatz "Nationis Germanicae" versehen, machte vor allem durch seine Rivalität zu den italienischen Stadtstaaten von sich Reden. Um die Chancengleichheit gegenüber seinen kleineren Nachbarn zu Beginn der Kampagne zu wahren, verfügt das HRR nicht über den Umfang an Provinzen, das ihm zustünde. Einige Grafschaften und Fürstentümer werden aber auch nachdem die Autorität des Kaisers dort wieder hergestellt ist, eine gewisse Aufmüpfigkeit an den Tag legen.

Republik Venedig





Die wohl bekannteste und älteste aller italienischen Seerepubliken ist ohne Zweifel Venedig. Diese Fraktion findet in Reconquista im Vergleich zur Originalkampagne bessere Startbedingungen vor, weil ihre östliche Flanke nicht in die Einflußsphäre von Byzanz und den aufstrebenden Turkvölkern hinein reicht. Doch der Schein trügt. Gleichwohl lauern auch im Osten Gefahren. Der Spieler sollte sich auf gelegentlich Gastauftritte einfallender Gegner einstellen. Ferner werden einige Events auf die Geschehnisse in Osteuropa und den Nahen Osten eingehen, die je nach Lage der Dinge Vor- oder Nachteile mit sich bringen.

Normannisches Reich





Diese Fraktion zählt, was ihre Platzierung im Jahr 1035 anbelangt, zu den umstrittensten. Da es nicht möglich ist, eine spielbare Fraktion im Hordenmodus zu integrieren, musste die endgültige territoriale Etablierung der Normannen in Apulien um zwanzig Jahre vorverlegt werden. Gleichwohl hatte Tankred von Hauteville, dessen Wappen hier vertreten ist, zum Zeitpunkt des Kampagnenstarts bereits alle Vorkehrungen getroffen, um die Ländereien im Süden Italiens in seinen Besitz zu bringen. Die Normannen werden später durch Events die Gelegenheit erhalten, das Sizilianische Königreich zu gründen, welches wiederum Konflikte mit Aragon und den Heiligen Römischen Reich zur Folge haben wird.

Königreich Kroatien





Der Beginn der Kampagne fällt in jene kurze Spanne, in der das kroatische Königreich seine größte Machtfülle zu entfalten begann. Stjepan I. orientierte sich, im Gegensatz zu den anderen südslawischen Reichen, stärker an Rom, paktierte aber auch mit Byzanz. Anfang des 12. Jahrhunderts ging Kroatien mit der pacta conventa eine Personalunion mit den einstigen Gegner Ungarn ein, wodurch das Königreich Kroatien formell aufhörte zu existieren, da das kroatische Königsgeschlecht, in Ermangelung von Nachkommen, keinen eigenen König hätte stellen können. Diese Entwicklung wird in Reconquista durch Events berücksichtigt, bei denen der Spieler im Fall eine gegenteiligen Entscheidung, eine geringere Chance auf Nachkommen in Kauf nehmen muss.

Königreich Ungarn




Das im Jahr 1000 gegründete Königreich Ungarn rundet die Auswahl der spielbaren Fraktionen in Reconquista ab und ist im nordöstlichsten Schauplatz der Kampagnenkarte angesiedelt. Wenngleich Ungarn nur einen geringen Anteil an den Geschehnissen im westlichen Mittelmeer hat, so ist es doch unerlässlich, um den Gebietshunger des Heiligen Römischen Reichs in seine Schranken zu weisen und die strategische Balance zu wahren. Zum Zeitpunkt des Kampagnenstarts wird das Königreich der Ungarn von Stephan I. regiert, jenen legendären König, der die Christianisierung seines Volkes vorantrieb und nach seinen Tod wie ein Heiliger geehrt wurde.

Königreich von England




Bis zur Mitte des 12. Jahrhundert beschränkte sich der Einfluß Englands auf die Normandie. Durch die Heirat Heinrich II. mit Eleonore von Aquitanien konnte die englischen Krone, ihre Ansprüche auf die Grafschaften des westlichen Frankreichs ausdehnen. Diese Entwicklung wurde zum Keim für wachsende Spannungen zwischen England und der französischen Krone, welche sich schließlich im Hundertjähriger Krieg entluden. In Reconquista wird es mehrere Ereignisse geben, die auf diese Geschehnisse eingehen. Die Invasionen Englands in Frankreich berücksichtigen die vorausgehende Entwicklung der Kampagne.

Emirate der Almohaden




Im Jahr 1121 begründete Ibn Tumart eine religöse Bewegung, die sich gegen die Autorität der Almoraviden stellte und die ihre engsten Anhänger aus den Masmuda Stämmen des Hohen Atlas rekrutierte. In nur wenigen Jahrzenten gelang es den Almohaden die Almoraviden und sämtliche andere islamische Reiche des Magreb zu unterwerfen. Die Almohaden erscheinen in "Reconquista" nicht als eigenständige Fraktion, sondern zunächst in Form von Aufständischen, die zielgerichtet bestimmte nordafrikanischen Regionen ins Visier nehmen. Gelingt es den Almoraviden nicht, die Rebellion zurück zu schlagen, so leitet ein Dynastiewechel die Herrschaft der Almohaden über die einstigen almoravidischen Regionen ein. Der Spieler auf Seiten der Almoraviden kann sich optional dafür oder dagegen entscheiden, was freilich mit gewissen Vor- und Nachteilen einher geht.

Banu Hilal





Diese Fraktion hat ihre Ursprünge in Arabien und wurde später wegen ihrer Aufmüpfigkeit in die entlegenen Regionen Ägyptens umgesiedelt. Von dort aus unternahmen sie während des Zerfalls des Reichs der Fatimiden Raubzüge nach Tunesien, wo sie die Ziriden bedrängten. Die Banu Hilal treten bereits ab 1052 in Erscheinung und stellen auch eine Bedrohung für die Hammadiden dar. Diese kommen aber nach einer erfolgreichen Abwehr der Invasoren in den Genuß von speziellen Söldnereinheiten, da sie sich den Interessen der Banu Hilal letztendlich öffneten..

Wüstenkrieger Offline




Beiträge: 235

26.12.2007 23:07
#5 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Kleine Auswahl an neuen Ladeschirmen






















[ Editiert von Wüstenkrieger am 26.12.07 23:07 ]

Wüstenkrieger Offline




Beiträge: 235

26.12.2007 23:09
#6 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

So, puhhh - Fertig.

Also wenn Fragen sind, dann stellt sie. Mir ist klar, das hier nur eine "klitzekleine" MTWII Ecke ist.

[ Editiert von Wüstenkrieger am 26.12.07 23:09 ]

Hemisphere Glaudrung Offline




Beiträge: 1.851

26.12.2007 23:57
#7 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

gibt es den vatikan nicht mehr???

Jounk33 Offline




Beiträge: 763

27.12.2007 00:09
#8 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Hat Adorno es dann doch verwirklicht, seine Reconquista.
Respekt !
Habt ihr schon Pläne für das nächste Projekt ?


IMPERIUM PARSA

Tiberias Offline




Beiträge: 2.643

27.12.2007 13:48
#9 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Wo und wie kann man das kriegen?

Wüstenkrieger Offline




Beiträge: 235

27.12.2007 18:19
#10 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Wir sind noch inmitten der Umsetzung. Die erste spielbare OpenBeta wird im Frühling erscheinen.

Und natürlich gibt es die Papststaaten noch, aber die sind nicht der Mühe wert, extra nochmals erwähnt zu werden - sind da, bleiben da und bringen nichts neues.

Wenn das Projekt fertig ist, wird erst einmal Urlaub gemacht. mal sehen was das neue TW-Spiel bringt.

[ Editiert von Wüstenkrieger am 27.12.07 18:20 ]

Jounk33 Offline




Beiträge: 763

27.12.2007 21:10
#11 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Zitat
Gepostet von Wüstenkrieger


Wenn das Projekt fertig ist, wird erst einmal Urlaub gemacht. mal sehen was das neue TW-Spiel bringt.



Erst mal WinVista, Directx 10 und dazu ein neuer Rechner.


IMPERIUM PARSA

Wüstenkrieger Offline




Beiträge: 235

31.12.2007 01:14
#12 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Das Team von Rconquista wünscht der Community
einen gelungenen Rutsch ins Jahr 2008.





MfG
Wüstenkrieger

[ Editiert von Wüstenkrieger am 31.12.07 1:14 ]

Rj_Abukam Offline




Beiträge: 5.930

31.12.2007 01:44
#13 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Also Vorsatz für das neue jahr: Medival Kingdoms kaufen

Ich finde ihr leistet tolle Arbeit und ich freu mich schon auf die Open Beta. Bis dahin noch fleissig Rome spielen, denn danach kann ich es wieder mal in die Ecke legen.

Reden Sie über Gutes, statt es nur zu tun!
Denn wer redet, macht nichts und wer nichts macht, macht nichts falsch!

Wüstenkrieger Offline




Beiträge: 235

01.03.2008 16:33
#14 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

So, die Arbeit schreitet in Riesenschritten voran.

Wir mussten einiges umstellen....

Hier die aktuellen Kartenausschnitte, der nun vollendeten Arbeit an der Map.



Hier die Provinzen (dort wird sich im Laufe der fortschreitenden Arbeit natürlich noch was verändern. Also wenn ihr Ideen oder Wünsche habt, nur zu.

Wuestenkrieger ( gelöscht )
Beiträge:

12.03.2008 19:23
#15 RE: Vorstellung: Reconquista für MTWII antworten

Jupp - es geht aber stark voran...

Mal ein Beispiel gefällig...

Geburt des Hauses Plantagenêt

Zwar sind die Engländer keine spielbare Fraktion, doch sie werden die Entwicklung in den Provinzen an der französichen Westküste ab der Mitte des 12. Jahrhunderts sehr stark beeinflussen. Ihr Erscheinen fällt zusammen mit der Gründung des Hauses von Plantagenêt. Fraktionen, die in der Duché de Gueynne bereits Fuß gefasst haben, werden in der Regel in einen Krieg mit England hineingezogen. Die englischen Spawnarmeen sind so stark, dass sie gute Aussichten haben, diese Auseinandersetzung erfolgreich zu meistern.



oder hier mal einige neue Skins für Pisa...



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