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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 1.757 mal aufgerufen
 Rome Total War
Seiten 1 | 2
Hippostratos Offline




Beiträge: 3.234

09.05.2007 18:49
#16 RE: Steinschleuderer antworten

aber davon gleich ins gras beissen?
kann ich mir nicht so recht vorstellen

Stolzer Freund des edlen und erwähnenswerten RobertNestaMarley





Pullo Offline




Beiträge: 810

09.05.2007 18:50
#17 RE: Steinschleuderer antworten

Mein ich ja. Das hat nicht nur weh getan, sondern auch knacks gemacht. => Kampf- und weitestgehend auch bewegungsunfähig. Und darauf kommts ja taktisch gesehen auch an, töten ist da nicht zwingend notwendig. Strategisch gesehen wäre ein tödlicher Treffer eher im Sinne des Feldherren, denn dann kommt der Kamerad im nächsten Frühjahr nicht wieder.

Azur ( gelöscht )
Beiträge:

19.07.2008 01:54
#18 RE: Steinschleuderer antworten

Die steinmschleuderer haben ihren job in antiken schlachtvormationen sicher gut erfüllt beispiel Hannibal Barca
bei der Schlacht von Cannae so wie ich dass mitbekam lies er vor dem angriff die schleuderer einmal werfen nicht unbedingt um die römer zu töten aber um sie kampfunfähig zu machen wie z.B. der schienbein knacks^^ außerdem ist es fackt dass ein gekonnter steinschleuderer mit dem geschoss römische helme durchtringen oder wenn ihr wollt zermatschen kann

zu den "slingern" in rtw am meisten werden sie ja eingesetzt gegen berittenebogenschützen da sie ja nicht genau zielen sondern ein regelrechten felbeschuss starten und die "ha" so besser treffen klingt komisch ist aber so außerdem richten slinger enormenschaden gegen phalanx an.

Scipio Offline



Beiträge: 135

14.11.2008 19:30
#19 RE: Steinschleuderer antworten

ich hab' in irgendeiner Geschichtszeitschrift gelesen, das die
Steinschleuderer aus den Balearen "einem römischen Feldherren auf 100m Entfernung dem Helmbusch vom Kopf schießen konnten".
Soweit ich weiß gab's in der Antike noch keine Ganzkörperpanzer, und wer so genau auf so ne große Distanz schießen kann, dem ist es dann glaub' ich egal, ob der Gegner ne Rüstung trägt oder nicht.

Der Computer ist die Logische weiterentwickelung des Menschen:
Intelligenz ohne Moral

Scipio Offline



Beiträge: 135

17.11.2008 20:10
#20 RE: Steinschleuderer antworten

Mit Els Foners Balears (katalanisch) werden historische Steinschleuderkämpfer auf den Balearischen Inseln bezeichnet.

Die Urbevölkerung der Balearen ist vermutlich von der Iberischen Halbinsel aus eingewandert; erste Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Bereits in dieser Zeit benutzten die ersten Jäger Schleudern sowie Steine von ei- oder kugelähnlicher Form als Projektile. Später wurde diese Technik auch als Verteidigungswaffe eingesetzt. Die Treffsicherheit war schon damals hoch. Wurfweiten von mehr als 150 Meter sind durch Rekonstruktion und Versuche belegt. Die Projektile hatten ein Gewicht zwischen 100 und 500 Gramm. Die hohe Kunst des Steinschleuderns machte später die Ur-Mallorquiner zu beliebten und gut entlohnten Söldnern in den karthagischen und römischen Armeen.

Um 1500 v. Chr. begann die Talayot-Kultur, die balearische Variante der Bronze- und Eisenzeit. Aus dieser Zeit stammen die ersten Funde über die Steinschleuderer Els Foners, die nun nicht nur Steine als Geschosse verwendeten, sondern auch Bronze- und Eisengeschosse. Die Bronze-Projektile waren zum Teil mit Gravuren zum Hohn der Gegner versehen. Es wurden nicht nur natürliche Steine benutzt, sondern auch eigens behauene Steine. Gegen die Invasion der Römer wurden die Foners aktiv eingesetzt und leisteten einen erheblichen Widerstand gegen die römischen Truppen. Vor der Küste von Polença wurden mit dieser Steinschleudertechnik ganze Schiffe der Römer versenkt.

123 v. Chr. fand eine römische Invasion statt. Caecillius Metellus Balearicus gründete die Städte Pollentia (heute Alcúdia) und Palma (v. lat. palma „(Sieges-)Palme“).

Durch eine geschickte Anordnung von zwei Werfergruppen erzielten die Foners einen einem Vorhang gleichenden Abwehrriegel, so dass der Gegner es schwer hatte, unverletzt durchzukommen.


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Die Wucht der Geschosse war (und ist noch heute) so groß, dass dem Gegner der Kopf vom Leibe getrennt werden konnte. Die Wurffrequenz jedes einzelnen Werfers lag wesentlich höher als bei einem Bogenschützen.

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Aua, ich glaube, davon beißt man dann schon sofort ins Gras

Vorteile

Gegenüber anderen Fernwaffen wie Speer, Armbrust oder Bogen hat die Schleuder einige Vorteile:

* Die Schleuder ist extrem billig und leicht herzustellen. Bogen und Armbrust sind im Vergleich teuer und erfordern besondere Materialien. Wegen des niedrigen Preises und geringen Gewichtes kann ein Schleuderer problemlos eine Ersatzschleuder bei sich tragen (Z. B. als Stirnband).
* Die Munition liegt in Form von Steinen quasi auf dem Boden[1]. Schleudergeschosse aus Blei lassen sich an jedem Lagerfeuer herstellen. Schleudergeschosse können aus vielen Materialien hergestellt werden (siehe unten). Pfeile und Armbrustbolzen erfordern besondere Materialien (Holz, Metall, Federn) und müssen von Facharbeitern hergestellt werden.
* Die Schleuder ist nahezu unempfindlich gegen Witterung, schwer zu beschädigen und leicht zu ersetzen. Bögen und Armbrüste sind empfindlich gegen Nässe und Kälte, leicht zu beschädigen und schwer zu reparieren. Besonders die berühmten Kompositbögen der Mongolen und anderer Reitervölker waren gegen nasskaltes Wetter empfindlich.
* Die Schleuder lässt sich zusammengerollt leicht in der Tasche transportieren. Ein Bogen oder eine Armbrust muss sorgfältig verwahrt werden und ist wegen der Größe beim Transport unpraktisch.
* Die Schleuder ist extrem leicht. In Zeiten, in denen jeder Soldat seine Ausrüstung auf tagelangen Märschen selbst transportieren musste, war das ein beachtlicher Vorteil [1].
* Pfeile sind im Flug leicht zu erkennen, metallene Schleudergeschosse nicht. Das macht Überraschungstreffer wahrscheinlicher [2].
* Die Wurffrequenz eines Werfers liegt wesentlich höher als die eines Bogenschützen.
* Der Schleuderer benötigt nur eine Hand um seine Waffe zu bedienen, im Gegensatz zu einem Bogenschützen, der seine Waffe mit beiden Händen bedienen musste. Er kann sich mit der anderen Hand festhalten oder einen Schild tragen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere das Bild der Schlacht von Nájera im Abschnitt „Europäisches Mittelalter“ zu beachten.
* Die Schleuder ist nahezu lautlos.

Nachteile

Die Schleuder hat folgende Nachteile:

* Das Schleudern erfordert sehr viel Übung. Viele Herrscher versuchten gar nicht erst, die eigenen Soldaten im Umgang mit der Schleuder auszubilden, sondern warben kompetente Schleuderer an. Bekannt wurden zum Beispiel die balearischen Schleuderer als Söldner in der römischen Armee. Schleuderer gehören zu den ersten historisch nachweisbaren Söldnertruppen.
* Im Wald oder im vom Gestrüpp bewachsenen Gelände fehlte oft der Raum, um die Schleuder zum Einsatz zu bringen.
* Die Wirkung der Handschleuder gegen Rüstungen ist begrenzt.


Stabschleuder

Man kann die Hebelwirkung der Schleuder verbessern, indem man sie am Ende eines Stabes anbringt. Dies ist die Stabschleuder, Stockschleuder oder Fustibal (lateinisch Fustibalus).

Die Stabschleuder wird von dem spätrömischen Militärschriftsteller Vegetius in seiner Abhandlung „De Re Militari“ als übliche Waffe der römischen Armee erwähnt. Die ersten bildlichen Darstellungen finden sich in byzantinischen und mittelalterlichen Werken. Die Stabschleuder konnte schwere Steine, aber auch Brandsätze und später Handgranaten werfen.

Bola Perdida

Dies ist ein Stein, an dem eine Schnur oder ein Riemen befestigt ist – effektiv ein Schleudergeschoss mit daran befestigter Schleuder. Die Bola Perdida – der Name bedeutet ‘verlorene Kugel’ – ist bei den Eingeborenen von Patagonien (den Tehuelche) nachweisbar. Siehe auch: Bola

Kestrosphendone

Das Kestrosphendone (auch Kestrosphendon oder Kestros) war eine Schleuder, mit der kurze, schwere Pfeile verschossen wurden. Der Name setzt sich aus den griechischen Wörtern Kestros (Pfeil) und Sphendon (Schleuder) zusammen.

Das Kestrosphendone kam im dritten makedonisch-römischen Krieg zum Einsatz. Von Polybios (Geschichte, Kapitel 27 Abschnitt 11) und Titus Livius (Geschichte, Kapitel 42 Abschnitt 65) wird es erwähnt, aber nicht ausreichend genau beschrieben. Das Kestrosphendone wird später nicht mehr erwähnt.

Das Aussehen und die genaue Funktionsweise sind nicht klar. Eine mögliche Rekonstruktion ist hier zu sehen. Eine weitere Rekonstruktion ist im Artikel „A new reconstruction of the kestros or cestrosphendone“ nachzulesen (siehe Literaturverzeichnis). In diesem Artikel wird ein nachgebauter Pfeil mit einem Gewicht von 184 Gramm beschrieben.

Speerschleuder

Ein entfernter Verwandter der Schleuder ist die Speerschleuder (auch bekannt unter dem aztekischen Namen „Atlatl“). Dabei handelte es sich um einen Stab mit einem kleinen Haken am Ende, in den ein Wurfspeer eingelegt wurde. Der Stab verstärkte wie die Schleuder die Hebelwirkung des Wurfarmes.

Die Schleuder als Belagerungsmaschine

Die Blide ist eine Belagerungsmaschine, die der Stabschleuder ähnelt.

Ich sag nur noch


[ Editiert von Scipio am 17.11.08 20:18 ]

[ Editiert von Scipio am 17.11.08 20:27 ]

[ Editiert von Scipio am 17.11.08 20:29 ]

[ Editiert von Scipio am 17.11.08 20:31 ]

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