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 "Utopia"
Sandrokottos Offline




Beiträge: 924

19.07.2007 17:09
RE: Kapitel I - Blitzkrieg antworten

KAPITEL I - BLITZKRIEG


Alle beteiligten wussten, dass man schnell handeln musste, wollte man sich in Kleinasien etablieren. Ähnlich stellte sich die Situation in Griechenland dar. Deshalb war es unbedingt erforderlich, die makedonische Besatzung in Korinth zu beseitigen, um auf dem Peloponnes frei gegen die Spartaner agieren zu können, ohne dass die Gefahr eines Angriffs im Rücken der Front bestand.
Zeitgleich begannen die Beduinenstämme Arabiens, ihre Truppen vor Bostra zu sammeln, um mit diesen gegen Ägypten vorzustoßen. Auch wurden gleich zu Beginn die Länder im Norden aufgegeben, da in ihnen der Rückhalt in der Bevölkerung so gering war, dass dort keine Truppenrekrutierung mehr möglich war. Die Barbaren sollten sich in Themiskyra sammeln.
Lugdunum evakuierte seine Einwohner in das nahe gelegene Massilia.
Unterdessen begann Iollas mit einer großen Werbekampagne, um dringend benötigte Söldner zur Verstärkung seiner schwachen Truppen anzuwerben.
Hopliten, Steinschleuderer und Bogenschützen schlossen sich ihm an.
Demosthenes tat in Griechenland das Selbe. Dort konnte er Hopliten und Peltasten gewinnen.

Dann begann der Angriff an zwei Fronten, zuerst in Kleinasien, wo Iollas zur Belagerung von Sardis aufbrach. Er legte eine Belagerung um die Stadt und ließ mehrere große Rammen fertigen.
Etwa zeitgleich belagerte Demosthenes Korinth.
Beide Städte mussten sich schon im Winter desselben Jahres einem Angriff stellen:

Zuerst bekam Alexander in Sardis die Rache seines Bruders zu spüren. Iollas Armee war bedeutend größer und besser ausgebildet als die sardeische Garnison, was vor allem den zahlreichen Söldnern zuzuschreiben war.

Entsprechend schnell waren die Seleukiden von der Mauer verdrängt und viele ihrer Hopliten von den Kreta-Bogenschützen niedergeschossen worden.

Dann rückten die Hopliten aus Lykien in die Stadt ein und sperrten die Zugangswege.

Alexander, der sich wohl irrtümlicherweise selbst mit seinem großen Namensvetter verwechselt hatte, stürmte ungestüm vor –und wurde von einem Wall aus hunderten Speeren aufgehalten, was ihm den Tod brachte.

Dann war der Widerstand gebrochen und Iollas konnte Sardis besetzen.

Er verweilte jedoch nur kurz und marschierte weiter auf Pergamon, das eigentlich nicht sein Ziel sein sollte. Mit den freien Griechen wollte Demosthenes verhandeln.
Iollas sollte nach der Eroberung von Sardis die schwachen Truppen in Galatien und Bithynien verstärken.
Da sein Eintreffen jedoch noch in weiter Ferne lag, begannen beide Völker vorsorglich mit der Befestigung ihrer Siedlungen.

Im Januar erfolgte auf der Schwelle zum Peloponnes der Angriff auf das schwer befestigte Korinth, wo der Statthalter Damasos jedoch nur zwei Einheiten Miliz-Hopliten und eine Einheit Bogenschützen zur Verfügung hatte. Einzig die Stadtmauer stellte eine Gefahr dar.

Daher wurde sie sorgfältig untergraben und zum Einsturz gebracht.

Eine Söldner-Einheit sicherte mit Leitern die unbesetzte Stadtmauer und nachgerückte Peltasten schleuderten ihre Speere auf die Hopliten, die die Lücke in der Mauer versperrten.
Diese zogen sich zurück und die Reste wurden von den Besatzungen der Türme niedergeschossen.
Die Einheit Bogenschützen, die bisher auf der anderen Seite der eingestürzten Mauer verharrt hatte, versuchte nun auch den Rückzug, wurde jedoch von Demosthenes und seiner Leibwache erschlagen.
Der Rest war Routine und Damasos wurde auf dem Platz getötet.


Somit war der Weg auf den Peloponnes frei.

Wenig später reiste Demosthenes nach Athen zurück, um dort die Gespräche mit Sparta und den anderen griechischen Städten zu führen.
Diese verliefen äußerst erfolgreich und man stand kurz vor einem Vertragsabschluss, als in Athen die Nachricht eintraf, Korinth werde von König Kleomenes von Sparta belagert.
Von den Diplomaten getäuscht ließ Demosthenes diese gefangen nehmen und machte sich sofort auf den Weg zurück nach Korinth, zusammen mit den Generälen Skìlas und Rhesus, zwei Thrakern, die sich in seiner Abwesenheit ihm und dem Bündnis angeschlossen hatten.
Dazu kamen mehrere Einheiten Hopliten.

Die drei konnten den Herrscher in offener Feldschlacht stellen, wo die Leibwachen sich ein erbittertes Einzelgefecht lieferten.

Jedoch wurde Kleomenes' Einheit von der Masse der Gegner eingeschlossen und restlos vernichtet, wobei auch er fiel.
Dann stellten sich die feindlichen Hopliten dem Nahkampf, schon beunruhigt durch den Tod ihres Feldherrn.
Folglich überkam sie schnell der Wunsch, das Schlachtfeld zu verlassen. Diesem Bestreben verweigerte Demosthenes jedoch die Zustimmung und ließ alle auf der Flucht töten.

Im Anschluss begann er damit, einen Belagerungsring um die Hauptstadt der Griechen zu ziehen.
Iollas, der sich durch den Angriff des Kleomenes in seinen Unternehmungen bestärkt sah, griff in der Folge das völlig ungeschützte Pergamon an.

Die kleine Garnison war eine Leichtigkeit für die kretischen Bogenschützen und die Rhodier. Es gab fast keine Verluste.

Nun war ganz Westkleinasien fest in seiner Hand. Jetzt bequemte er sich auch endlich einmal dazu, die bedrängten Bithynier zu unterstützen.
Von Pontus aus machte sich nämlich Prinz Pharnaces mit einem Heer auf den Weg, um Nikomedia zu erobern.

Während im Osten alles besser als ursprünglich erwartet vonstatten ging, ereilte die Generäle vor Sparta jedoch schon die nächste Hiobsbotschaft, dieses Mal aus Epirus, wo die Römer mit einer großen Armee gelandet waren und nun Apollonia bedrohten.
Die Truppen aus dem benachbarten Salona wurden zur Unterstützung geschickt und die Armee in Norditalien vorsorglich in Alarmbereitschaft versetzt.
Hilfe aus Südgriechenland konnten die Epiroten aufgrund der starken makedonisch-griechischen Präsenz in Ätolien jedoch nicht erwarten.

Als die Römer ein halbes Jahr später mit einer weiteren Streitmacht vor der Hauptstadt erschienen und angriffen, war die Besatzung hoffnungslos unterlegen und wurde dementsprechend geschlagen, die Bevölkerung in die Sklaverei verkauft.

Als Reaktion wurde das Heer aus Italien zurückbeordert, um den Vormarsch der Bruti, so nannten sich die Führer der Römer, schnellstmöglich zu stoppen.

An ganz anderer Stelle gab es derweil eine günstigere Entwicklung:
Die vereinigten Stämme der arabischen Beduinen, die sich in einer großen Armee vereinigt hatten, drangen über Judäa in Ägypten ein und konnten mit ihren Bogenschützen die Grenzverteidigung ohne Probleme ausschalten.

Dann zog sie weiter ins Nilland, wo ein junger Briganten-General namens Taharqa Neos Philopator etwa zeitgleich ein Söldnerheer aufgestellt hatte, mit dem er nun unerwartet gegen Theben vorging.
Dieses konnte er in einer verlustreichen Schlacht besetzen.

Bald darauf machten die Griechen einen Fehler, der sie ihre Hauptstadt kosten sollte.
Da sie immer noch die beherrschende Seemacht in der Ägäis waren, sandten die Griechen eine Flotte nach Sparta, um die dortigen Truppen zu unterstützen. Diese Unterstützung sollte jedoch nur eine Einheit Peltasten sein. Diese zwangen die Spartaner zur offenen Feldschlacht, wo sie von den schlechter ausgebildeten aber zahlreicheren Hopliten der Allianz eingekreist wurden. Damit war ihr Untergang besiegelt und die Stadt fiel danach kampflos an Demosthenes.

Auch Iollas konnte weitere Erfolge verbuchen: Als er Bithynien erreichte, gab Pharnaces die Belagerung von Nikomedia auf und verfolgte ihn. Auf ebenem Gelände trafen die Heere aufeinander. Sowohl Pharnaces als auch Iollas suchten den persönlichen Zweikampf, wobei Iollas jedoch eingeschlossen wurde und fast seine gesamte Leibwache einbüßte. Er entkam gerade noch rechtzeitig dem Pfeilhagel der Bogenschützen, dem der Pontier und sein Gefolge zum Opfer fielen.
Die restlichen versprengten Kavallerie- und Infanterieeinheiten wurden so lange mit Pfeilen und Steinen eingedeckt, bis kaum noch ein Mann am Leben war. Wieder hatte Iollas einen klaren Sieg errungen, war aber selbst nur knapp mit dem Leben davongekommen!

Nach kurzem Aufenthalt in Nikomedia, wo er seine Truppen aufstockte, zog Iollas weiter gen Osten und überließ die Verteidigung dem jungen Diazelmis, der er kurz zuvor in sein Gefolge aufgenommen hatte.
Im Süden rückte derweil eine ägyptische Armee auf Theben vor und belagerte es.
Da Taharqa selbst nicht in der Lage war die Feinde abzuwehren, brach die zweite Armee ihren Kampf in Judäa ab und machte sich auf den Weg nach Süden.

All diese Ereignisse spielten sich im Zeitraum von nur drei Jahren ab, weshalb Demosthenes dringend Urlaub benötigt hätte, doch die Römer ließen ihm keine Zeit dafür, denn sie bereiteten einen Feldzug gegen Griechenland vor, dem Makedonien zu unterliegen drohte…

Im Herbst des 1. Jahres nach den 127. Spielen (267v.Chr. nach christlicher Zeitrechnung)
versammelten sich die Führer der freien Völker erneut, um die Lage zu beraten.
In dieser Zeit waren zahlreiche Gebiete im Norden gefallen, jedoch konnte sich die Bevölkerung wie geplant zurückziehen.
Das vereinigte Heer der freien Germanen befand sich auf dem Marsch nach Themiskyra.
Das verlassene Lugdunum war bisher noch nicht von den Galliern besetzt worden, weshalb mit dem Gedanken gespielt wurde, es zu befestigen und zu halten.

In Afrika war bisher nichts vorgefallen, alle Städte befanden sich im Besitz ihrer ursprünglichen Herren, obwohl auch hier die Bevölkerung längst in den Osten abgewandert war.
In Ägypten befand sich das erst kürzlich besetzte Theben im Belagerungszustand weshalb auch der Kommandant Taharqa nicht zu diesem Treffen einschienen war.
Hauptmann Zircon, der Führer der Beduinentruppen, erhielt erwartungsgemäß den Befehl, ihn zu unterstützen.

In Arabien war das Inland an die Parther gefallen, jedoch scheuten die Ägypter den Kampf um Bostra und Petra.
In Kleinasien stellte sich die Situation ungemein freundlicher dar, auch wenn Iollas bisher nicht im Ansatz daran gedacht hatte, den Bewohnern der eroberten Städte ihre Freiheit zu geben und ihm dafür heftige Kritik entgegenschlug, war er doch militärisch am erfolgreichsten gewesen. Griechen und Seleukiden waren vertrieben und Pontus nach dem Tod des Erben Pharnaces stark angeschlagen.

In Griechenland schließlich war es gelungen, durch eine unerwartete Wendung den Peloponnes zu besetzen, während die Römer sich allerdings in Epirus festzusetzen imstande waren.

Sorgen machte den Führern jedoch die Staatskasse, die infolge der zahlreichen Rekrutierungen und Schanzarbeiten in vielen Städten kurz vor dem Bankrott stand.
Iollas hoffte, durch die Eroberung des östlichen Kleinasiens, diesem Umstand abhelfen zu können. Daher wurde sein Kommando ausgeweitet und er mit dem Feldzug gegen Pontus betraut.
Am Tag nach dieser Zusammenkunft wurde zudem eine große Gruppe von Freiwilligen zu Generälen ernannt. Viele von ihnen waren Thraker und Juden, aber auch ein Römer war darunter: Zu Feldherren in Griechenland wurden Satres, Sautes, Abraham und Moses ernannt, während Iollas der Römer Posthumus zur Seite gestellt wurde, zusätzlich zu Diazelmis, den er ja bereits selbst ernannt hatte, obwohl dies außerhalb seiner Kompetenzen lag.
Er überdehnte seine Grenzen gefährlich.
In einer anschließenden Debatte um die Organisation des Bundes kam es zum offenen Streit zwischen Demosthenes, der für einen losen dezentralisierten Verteidigungsbund eintrat, und Iollas und seinem Gefolge, die ein stärker zentralisiertes Bündnis mit einer starken, handlungsfähigen Führung bevorzugten.
Am Ende konnte sich jedoch Demosthenes mit seiner Planung durchsetzen, da die wenigsten Völker bereit waren, ihre Freiheit zugunsten eines starken Führers einzuschränken.
Die restliche Zeit berieten sich die einzelnen Vertreter und Generäle untereinander, aber da die folgenden Diskussionen weniger anregend waren, da es sich hauptsächlich um die Versorgung einzelner Regionen mit vorgefertigten Rädern für Karren und ähnliches drehte, wurde die Runde schnell kleiner, bis schließlich auch die letzten zu ihrer Wirkungsstätte zurückkehrten und Vorbereitungen für die folgenden Monate trafen, denn es braute sich etwas zusammen, das spürten alle...

So, nach einer klitzekleinen Panne haben die Bilder jetzt endlich die richtige Größe

[ Editiert von Sandrokottos am 20.07.07 10:00 ]

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