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 "Das Erbe Urartus"
Hannibal Barkas Offline




Beiträge: 732

05.07.2007 20:04
RE: Teil 1 Thread geschlossen

Die Herrschaft von Rusa



Nachdem für die Verteidigung der Heimat gesorgt war, zog ich mit einer kleinen Armee aus 7.000 Soldaten in den Osten, ins Land Albania. Die Hauptstadt der hier lebenden Meder war eine mit hohen Mauern geschützte Stadt am Meer und es zeigte sich daß ihre Eroberung alles andere als einfach sein würde.

Während ich hier im Osten den Krieg führte, nutzte mein Vater die Möglichkeiten der Diplomatie um für Frieden und Wohlstand für uns zu sorgen. Mit den Pontiern und Sarmaten wurde ein Bündnis geschlossen, Handelsrechte mit den Parthern. Dies alles würde sich noch mehr auszahlen wenn wir über einen Hafen verfügten.

Die Belagerung zog sich über drei Jahre hin, ein Sturm der Stadt kam wegen der geringen Anzahl von Soldaten nicht früher in Frage, die Kräfte mussten geschont werden. Schließlich schien der richtige Zeitpunkt für den Angriff gekommen zu sein. Der Kampf war trotzdem sehr schwer und kostete mich sehr viele Soldaten, allein 1.700 starben während der Kämpfe, dazu kamen viele Verwundete. Aber die Stadt fiel, nachdem alle 6.500 Verteidiger getötet waren. Die Stadt war nun unser, und ich ließ aus Rache für die Jahre der Knechtschaft 12.500 medische Bewohner der Stadt umbringen. Außerdem fiel mir eine reiche Beute in die Hände, über 10.000 Goldstücke wurden erbeutet. Dies war ein guter Anfang und würde die Kosten für diesen Feldzug decken.









Nach der Zurücklassung einer Garnison, die ich dem Befehl meines jüngeren Bruders Zipoetes unterstellte, brach ich mit meinen Soldaten auf um nach Westen zu ziehen. Dort gab es eine ehemals griechische Stadt, sie lag im Land Colchis, die ich erobern wollte. Sie hieß Kotais und war ebenfalls am Meer gelegen und konnte durch den Bau eines Hafens wichtig für uns werden.

Mittlerweile war es schon vier Jahre her, seit ich mit meinen Soldaten die Heimat verließ um Krieg zu führen und während ich mit meinen Truppen nach Westen vorrückte, kam ein Bote aus Artaxarta und unterrichtete mich davon daß mein Vater gestorben war und mein Bruder Aramu mich vor dem Volk als neuen König ausgerufen hatte. So hatte sich meine Besorgnis, bezüglich eines Thronanspruches meines Bruders, schnell gelegt und ich wusste das Reich in guten Händen, so daß ich beruhigt Krieg führen konnte.

Durch den Tod meines Vaters änderte sich einiges innerhalb der Familie, sodass ich zuerst nach Hause zurückkehrte, bevor ich den Feldzug begann. Mein Bruder Aramu wurde von mir zum Nachfolger ernannt und agierte als Regent in Armavir. Ihm oblag vor allem die Knüpfung von diplomatischen Beziehungen.

Ziemlich rasch erreichte er ein Bündnis mit den Griechen, Thrakern, Galliern, Germanen, Illyrern und Makedonen, sowie Handelsrechte mit den Ptolemäern, den Römern und den Iberern. Jedoch zerbrach das Bündnis mit den Makedonen und den Illyrern kurz darauf wieder, da beide Völker die Griechen angriffen und wir hatten nicht die Absicht uns daran zu beteiligen.

Nachdem alles geregelt war nahm ich den Feldzug gegen Colchis auf, jedoch brachten meine Späher schlechte Nachrichten: Kotais wurde von zu starken Kräften verteidigt denen wir momentan nicht gewachsen waren. So brach ich den Feldzug ab und entschloss mich zu einer Unternehmung im Süden. Dort gab es eine weitere medische Stadt und ich hatte meine Rache an den Medern noch nicht gestillt. So ging es nun nach Süden zur Mederstadt Phraaspa.
Als ich vor Phraaspa ankam, wurde mir bewusst, daß es auch hier nicht ohne schweren Kampf ablaufen würde. Deshalb stockte ich während der Belagerung Phraaspas meine Truppen durch Anwerbung von Söldnern und anderen Truppen auf 11.000 Soldaten auf. Nach zwei Jahren der Belagerung ließ ich dann die Stadt stürmen. Die Ausfälle meiner Truppen lagen bei 1.000 Soldaten, während über 5.500 medische Soldaten den Tod gefunden hatten.





Nach der Einnahme und Plünderung der Stadt fielen uns etwa 14.000 Goldstücke als Beute in die Hände, etwa 16.000 Bewohner waren auf meinen Befehl getötet worden.
Nachdem die Stadt gesichert war und mein Schwiegersohn Artashes von Rhizus, er hatte vor Jahren meine Tochter Arao geheiratet, das Kommando über die dortigen Truppen übernahm, kehrte ich mit dem Großteil meiner Truppen nach vier Jahren in die Heimat zurück. Ich musste mich um wichtige Staatsangelegenheiten kümmern und wollte den nächsten Feldzug planen, der nochmals auf das Land Colchis zielte um auch im Westen über einen Hafen zu verfügen.

Zur Unterstützung des Feldzuges gegen die Stadt Kotais im Land Colchis nahm ich Aram von Kainepolis, der meine Nichte Hurriya geheiratet hatte und damit der Schwiegersohn meines Bruders Aramu war, mit. Er sollte das Kriegshandwerk erlernen um für sein weiteres Leben gerüstet zu sein. Nach nur einem Jahr in der Heimat brach ich mit 11.000 Soldaten erneut auf. Kaum hatte ich die Belagerung der Stadt Kotais begonnen, als Späher mir den Anmarsch weiterer Truppen der Colchier meldeten. Aram erhielt deshalb von mir den Auftrag mit der Reiterei den Gegner an der Überquerung des Phasis zu hindern. Ihm gelang es, ohne einen Soldaten zu verlieren, den Gegner zu zerschlagen. Nach seinem Sieg kehrte er zur Belagerungsarmee zurück. Die Belagerung der Stadt zog sich über Jahre hin, denn die zahlreichen Verteidiger der Stadt, rieten nicht zu einer unbedachten Aktion und so kam es, daß die Colchier durch einen Angriff aus der Stadt heraus versuchten die Belagerung zu brechen. Jedoch hatte die Zeit der Belagerung ihren Tribut gefordert und die Truppen der Colchier dezimiert. Dem Angriff ihrer insgesamt 9.500 Soldaten vermochte ich mit einer Hinhalte- und Zermürbungstaktik standzuhalten und im Gegenzug in die Stadt einzudringen und die zurückkommenden Truppen zu vernichten und nachdem sämtliche Soldaten der Colchier umgekommen waren, war der Sieg unser. Meine eigenen Verluste mit 600 Toten waren doch recht überschaubar.

Nun war uns eine weitere Stadt in die Hände gefallen, 19.500 Bewohner wurden getötet und eine Beute aus 17.000 Goldstücken wurde nach Armavir abtransportiert. Meinen Sohn Sarduri, der vor kurzem zu meinen Truppen stieß, ließ ich mich einigen Truppen in der Stadt zurück und kehrte mit dem Rest der Truppen in die Heimat zurück.















Kurze Zeit vor dem Fall von Kotais war auch das Bündnis mit den Pontiern gescheitert, denn sie griffen die Seleukiden an und ich entschied, daß wir zu unseren langjährigen Verbündeten halten würden. Mein Bruder Aramu hielt aber weiterhin diplomatischen Kontakt und nachdem er mit Karthago Handelsrechte vereinbart hatte, konnte er die Pontier zur Einstellung des Krieges gegen die Seleukiden überreden und als sie um ein neues Bündnis baten, wurde dem entsprochen. Doch erneut wurden wir von den Pontiern enttäuscht, denn sie begannen erneut den Krieg gegen die Seleukiden. Ich entschloss mich daher zu einem waghalsigen Unterfangen, sollte es erfolgreich sein, kämen wir in den Besitz einer weiteren Stadt, scheiterte es, wäre das der Verluste eines Großteils unserer Truppen sowie ein Krieg mit Pontus in welchem wir höchstwahrscheinlich unterliegen würden. Aus diesem Grund musste der nächste Schritt gut geplant werden.

Zu einer ersten Verzögerung kam es, als sich in der Heimat eine Rebellion entzündete, die erst einmal gestoppt werden musste. Dazu zog ich mit meinen Truppen in den Süden Armeniens wo die Rebellion stattfand. Aramu’s Sohn Waradsin, mein Neffe, und sein Schwiegersohn Aram von Kainepolis begleiteten mich in den Süden.

Zu den Kriegsvorbereitungen kam noch eine weitere wichtige Angelegenheit: nämlich die der Thronfolge. Bisher war mein Bruder Aramu, der ein Jahr jünger war als ich, zum Thronfolger bestimmt. Ich wollte aber einen jungen Erben, der unser Volk viele Jahre führen konnte. Deshalb erwog ich einen Erben aus der jüngeren Generation. Kandidaten gab es einige, da ich meinem Bruder einst versprach auch seine Söhne bei der Nachfolge zu berücksichtigen. Neben meinen eigenen Söhnen Aram und Sarduri, gab es noch meinen jüngsten Bruder Zipoetes als möglichen Thronfolger, sowie die Söhne Aramu’s Eminos und Waradsin. Irgendwann würde ich mich entscheiden müssen und jede Entscheidung würde Enttäuschungen und Neid wecken.

Ziemlich schnell stieß ich bei dem Marsch nach Süden auf die Aufständischen und griff sie umgehend an. Ohne eigene Verluste wurden die Aufständischen vernichtet.

Nach diesem Sieg zog ich mit meinen Truppen nun nach Westen um mit einem Überraschungsangriff auf die pontische Stadt Pharnacia, die Pontier unvorbereitet treffen zu können.

Auf der Hälfte des Weges wurde ich von einem Boten eingeholt, der aus der Stadt Phraaspa kam. Er überbrachte mir eine unangenehme Nachricht. Wir waren von den Seleukiden verraten worden. Während ich einen Angriff auf die Pontier plante, um meine Verbündeten zu unterstützen, hintergingen diese mich und begannen eine Belagerung Phraaspas.

Sofort kehrte ich um und versuchte im Eilmarsch nach Phraaspa zu gelangen. Ich wusste um die Stärke der Seleukiden und um die Schwäche der eigenen Truppen in Phraaspa. Denn aus finanziellen Gründen war es mir bisher nicht möglich gewesen ausreichend Truppen in der Stadt zu stationieren. Ich hoffte dass ich die Stadt noch rechtzeitig erreichen würde um meinen Schwiegersohn Artashes sowie den Mann meiner Enkelin Donatiya, der Artashes zur Seite stand, unterstützen zu können.

Derweil ließ Aramu wieder seine diplomatischen Fähigkeiten hervortreten, denn in kürzester Zeit waren Bündnisse mit den Baktrern, Pontiern, Parthern und Karthagern geschlossen. Zwar wurde das Bündnis mit Griechen von diesen, aufgrund des Krieges mit den Seleukiden, aufgekündigt und auch das Bündnis mit den Baktrern hielt nicht lange, sie erfüllten trotzdem ihren Zweck.

Doch die ganze Eile nutzte nichts mehr, denn nach kurzer Belagerung gingen die Seleukiden zum Angriff über. Die Truppen in der Stadt verteidigten sich unter der Führung von Artashes, der von Partatua von Phasis, seinem Schwiegersohn, unterstützt wurde, zwar hervorragend und fügten den Seleukiden schwere Verluste zu, aber schließlich unterlagen sie der zahlenmäßigen Übermacht der Seleukiden. Artashes und Partatua fielen mit all ihren Soldaten. Aber auch die Seleukiden büßten einen großen Teil ihrer Truppen ein, fast 5.000 Soldaten hatten den Tod in der Schlacht gefunden.













Dieses Opfer bot mir jedoch einen Vorteil bei der geplanten Rückeroberung der Stadt, denn bereits kurz nach dem Fall der Stadt war ich mit meinen Truppen vor Ort und begann mit der Belagerung, dadurch waren die Seleukiden nicht mehr in der Lage die erlittenen Verluste auszugleichen.

Nach dreijähriger Belagerung hielt ich den Zeitpunkt für gekommen, einen Angriff auf die Stadt zu wagen. Mit etwa 14.000 Soldaten zog ich in die Schlacht. Aber die Seleukiden hatten von meinen Truppen gelernt und verteidigten sich ebenfalls verbissen und auch ich erlitt, beim Kampf um die Stadt, große Verluste. 4.800 meiner Soldaten verloren ihr Leben, aber die Einnahme der Stadt gelang trotzdem. Einwohner die sich den Seleukiden gebeugt hatten, ließ ich töten, es waren an die 14.000 Menschen. Ebenfalls fiel mir die Truppenkasse der Seleukiden in die Hände, somit flossen fast 13.000 Goldstücke in unsere Schatzkammer.









Ein Jahr nach der Wiedereinnahme der Stadt standen die Seleukiden erneut vor der Stadt. Da ich dies erwartet hatte, war ich mit Waradsin und einem großen Teil der Truppen außerhalb der Stadt in einen Hinterhalt gegangen und wartete auf diesen Angriff. Aram, der Schwiegersohn meines Bruders Aramu, führte die Verteidigung der Stadt.

Nachdem die Seleukiden die Belagerung begonnen hatten marschierte ich mit meinen Truppen nach Phraaspa und befahl Aram mit allen Truppen den Angriff auf die Belagerer, den ich von außen unterstützen wollte. Dem gleichzeitigen Angriff von zwei Seiten konnten die Seleukiden nicht entgegenwirken und wurden unter starken Verlusten vom Schlachtfeld gejagt, jedoch kam Aram in den Kämpfen ums Leben. Deshalb erhielt Waradsin das Kommando über Phraaspa. Nun war die Stadt sicher vor weiteren Angriffen, jedoch musste ich weitere Schritte unternehmen um dies auch zukünftig gewährleisten zu können.









Deshalb plante ich nun den Angriff auf die nächstgelegene Seleukidenstadt, sie hieß Epiphaneia und bildete eines der Militärzentren der Seleukiden. Der Verlust der Stadt würde zu einer starken Schwächung der seleukidischen Streitkräfte führen. Für dieses Unternehmen begann ich mit einer großen Rekrutierungsaktion von Söldnern um meine Truppen zu verstärken.

Nach Abschluss der Rekrutierung brach ich auf und erreichte die Stadt bald nach dem Aufbruch. Sofort nach dem Eintreffen vor den Mauern der Stadt, baute ich mit 13.000 Soldaten einen Belagerungsring um Epiphaneia auf.

Währenddessen kam es nahe Phraaspa, durch Übermut, erneut zu einem Kampf mit den Seleukiden. Waradsin, dem ich das Kommando über die Truppen in Phraaspa übertragen hatte und erst kürzlich öffentlich zum Erben des armenischen Thrones ernannt hatte, wurde durch Späher berichtet, daß sich Truppenreste der Seleukiden in der Nähe der Stadt befanden. Er wollte sich militärische Lorbeeren verdienen und beschloss die Seleukiden anzugreifen. Mit rund 5.000 Soldaten machte er sich auf. Der seleukidische Truppenführer verfügte über 1.500 Soldaten weniger und verhielt sich dementsprechend defensiv in der Schlacht. Waradsin ließ schließlich alle Vorsicht fahren, zu sicher war er sich des Sieges. Mitten in der Schlacht geschah, was geschehen musste, Waradsin kam zu Tode. Die eigenen Truppen standen kurz davor vom Schlachtfeld zu fliehen, jedoch waren die Unterführer geschulte Soldaten und hielten die Männer zusammen und erfochten trotzdem noch einen Heroischen Sieg. Die seleukidischen Soldaten kamen zum großen Teil um. Neben Waradsin kamen 400 weitere armenische Soldaten zu Tode.



Der Tod Waradsin’s war ein herber Verlust für das Königreich Armenien, denn auf ihm ruhten die Hoffnungen des Volkes, sowie meine eigenen. Ich rief wegen des Todes von Waradsin dessen älteren Bruder Eminos nach Phraaspa um das Kommando zu übernehmen. Auch musste ich einen neuen Erben ernennen. Diesmal nahm ich aber keine Rücksicht mehr auf Aramu, ich war zu alt für solche Spiele und meine Zeit lief ab, deshalb ernannte ich meinen jüngsten Sohn Sarduri zu meinem Erben.

Und als käme ein Unglück selten allein, wurden meine Truppen vor Epiphaneia von einer seleukidischen Entsatzarmee angegriffen. Zwar waren sie zahlenmäßig unterlegen, aber es handelte sich um geschulte Truppen, während meine Truppen vorwiegend aus Söldnern bestanden. Ich erwartete eine harte Schlacht, die dann auch noch härter wurde als erwartet. Da die in der Stadt eingeschlossenen Truppen der Seleukiden den Angriff unterstützten, kamen die Angreifer in zwei Wellen. In dieser Schlacht war ich selbst gezwungen unvorsichtig zu agieren, mehr als einmal trieb ich meine Leibwache in die offenen Flanken der Seleukiden um ihren Angriffsschwung zu brechen. Insgesamt dreimal musste ich mich feindlichen Generälen stellen bis sie endlich alle getötet waren. Allmählich bekamen meine Truppen die Lage unter Kontrolle und nachdem ich noch mehrmals Attacken angeführt habe, zogen sich die wenigen überlebenden Soldaten der Seleukiden zurück. Der Blutzoll auf beiden Seiten war horrend, beinahe 8.800 meiner Männer lagen tot auf dem Schlachtfeld, auf der Seite der Seleukiden wurden 8.400 Tote gezählt.

Um den Angriff auf Epiphaneia durchführen zu können, musste ich meine Truppen mit weiteren Söldnern verstärken. Schließlich konnte ich 6.000 Soldaten aufbieten, mit denen ich dann die Stadt nach kurzem Kampf einnahm. Da Epiphaneia eine sehr große Stadt war konnte ich mir für die Rache an den Seleukiden genug Einwohner der Stadt aussuchen und diese töten lassen, so verloren 85.000 Menschen ihr Leben. Auch die Schatzkammern der Stadt quollen über vor Steuergeldern und so wurden 86.000 Goldstücken nach Armavir abtransportiert.

Die Ungestümheit musste in der Familie meines Bruders weit verbreitet sein, denn auch Eminos legte sie an den Tag und zog in ein Gefecht mit den Seleukiden. Diesmal war der Ausgang besser, die seleukidischen Truppen wurden vernichtet und kein einziger unserer eigenen Soldaten verlor sein Leben.

Sein Vater erreichte unterdessen, daß die Seleukiden in einen Waffenstillstand und Handelsrechte einwilligten. Er konnte außerdem ein weiteres Mal ein Bündnis mit den Baktrern vereinbaren. Kurz darauf starb mein Bruder Aramu.

Nach einigen wenigen Jahren der Ruhe brach erneut ein Unglück über das Königreich herein. Unsere Verbündeten, die Parther, griffen aus heiterem Himmel Epiphaneia mit einer starken Armee an. Erneut waren wir von Verbündeten betrogen worden. Eine weitere ihrer Armeen drang in unser Land ein. Bevor ich mich darum kümmern konnte, musste ich erst die Truppen vor der Stadt schlagen. Also trieb ich alles an Soldaten auf, was ich in der Stadt fand und griff die Parther an. Mein Plan war einfach, nämlich sie in die Reichweite der Verteidigungstürme der Stadt locken. Die Parther mögen gute Reiter sein, aber von Taktik und Fallen schienen sie nichts zu wissen, denn sie ritten mir blindlings in die Falle. Verstärkt wurde das Abwehrfeuer der Turmbesatzungen durch die Bogenschützen, die ich auf den Mauern postiert hatte. In perfektem Zusammenwirken wurden die parthischen Truppen größtenteils aufgerieben, der Rest versuchte das Schlachtfeld schnellstens zu verlassen.





Es war ein Heroischer Sieg, doch der Stolz hielt nicht lange an, denn die zweite Parther-Armee hatte zwischenzeitlich kehrt gemacht und nahm nun die Belagerung der Stadt wieder auf. Aber es war mir genug Zeit geblieben um Eminos aus Phraaspa mit Verstärkungstruppen nach Epiphaneia zu beordern. Nachdem er im Rücken des Feindes eingetroffen war ging ich wieder zum Angriff über. Die vereinten Truppen wüteten furchtbar in den Reihen der Parther, mindestens 7.500 wurden erschlagen, die wenigen Überlebenden flohen so schnell sie konnten. Jedoch verfolgte ich sie und vernichtete in einem weiteren Gefecht auch noch die restlichen Truppen, anschließend kehrte ich nach Epiphaneia zurück.

Nachdem auch hier für Ruhe gesorgt war, wollte ich nach vielen Jahren wieder in die Heimat zurückkehren. Ich hoffe, daß meine Anwesenheit in Epiphaneia nicht mehr lange erforderlich sein wird …………………………..


Bilanz:

Regierungszeit: Sommer 276 v.Chr. – Sommer 246 v.Chr.

Eingenommene Städte: 4

Getötete Einwohner: 147.035

Beute: 139.755

Geschlagene Schlachten: 18 (->> 2 Heroische Siege, 11 Klare Siege, 3 Normale Siege, 1 Knapper Sieg, 1 Klare Niederlage)

Eigene Verluste: 23.760 Soldaten

Medische Verluste: 12.225 Soldaten

Colchische Verluste: 10.790 Soldaten

Parthische Verluste: 16.745 Soldaten

Seleukidische Verluste: 30.965 Soldaten

Verluste der Aufständischen: 1.205 Soldaten

Ich bin Hannibal Barkas, Führer der Barkiden, größter Feldherr und Sufet Karthagos. Erzogen wurde ich von einem Sohn Spartas, ich siegte am Tagus, ich eroberte Saguntum. Ich überquerte die Alpen, schlug die Römer am Ticinus, an der Trebia, am Trasimenischen See und bei Cannae. Ich war ihr schlimmster Albtraum. Doch Albträume enden, so wie das Leben!

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