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 "Das Erbe Urartus"
Hannibal Barkas Offline




Beiträge: 732

27.06.2007 20:29
RE: Vorgeschichte Thread geschlossen

Vorgeschichte

Ich bin Rusa, der älteste Sohn von Artaxias, dem König von Armenien. Eines Tages werde ich meinem Vater auf den Thron folgen und damit eine schwere Aufgabe übernehmen. Denn die wichtigste Aufgabe des Königs ist sein Volk vor fremden Eroberern zu beschützen. Und von ihnen gibt es sehr viele.

Die Geschichte meines Volkes reicht weit zurück in die Vergangenheit. Vor mehr als 1.000 Jahren war Armenien ein Land voller Kleinkönigreiche, die sich untereinander bekriegten. Der größte Feind von außen waren die Assyrer und sie kamen sehr oft in meine Heimat und verwüsteten und plünderten sie. 200 Jahre lang mussten wir unter der Knute der Assyrer leben ehe ein ruhmreicher König namens Aramu die Reiche vereinte und das Königreich von Urartu begründete. Und tatsächlich gelang es Aramu und seinen Nachfolgern die Assyrer fast 150 Jahre aus Armenien zu vertreiben und das Reich von Urartu zu vergrößern. Am Ende aber siegten die Assyrer unter ihrem König Sargon II. erneut über uns. Das Reich von Urartu ging unter, die letzten Überreste wurden dann einige Jahrzehnte später von den Skythen zerstört, ihnen folgten die Meder und Armenien wurde zu einer Provinz des medischen Reiches.

Nach den Medern kamen die Perser und wieder lebten die Armenier unter dem Joch der Fremdherrschaft. Das Land wurde sogar geteilt. Zwei Jahrhunderte herrschten persische Satrapen in meiner Heimat, ehe sie vertrieben wurden.

Aus dem fernen Westen kam ein großer und mächtiger Feldherr und vernichtete das Reich der Perser. Es war der Makedonenkönig Alexander der Große und er errichtete auf den Trümmern des Perserreiches sein eigenes Weltreich. Und erstmals war Armenien wieder frei von Fremdherrschaft, denn Alexander wollte Armenien nicht und dafür konnten wir dankbar sein. Jedoch war Armenien wieder geteilt, diesmal in vier Teilreiche. Als Alexander dann keine 10 Jahre später starb, bot sich Armenien die Chance zur Selbstständigkeit und mein Vater nutzte diese Chance für sein Reich und ihm gelang es Armenien erstmals wieder zu einen. Unser Haus wird von den Seleukiden als Könige Armeniens geduldet und dies bewahrt noch den Frieden.

Doch die Gefahren sind nicht weniger geworden, wir sind umringt von Feinden, aus dem Norden bedrohen uns die die Pferdeherren vom Volk der Sarmaten, aus dem Westen droht Gefahr von den Pontiern. Südlich des armenischen Reiches liegt das mächtige Reich der Seleukiden und selbst aus dem Osten zieht Gefahr heran, ein weiteres Reitervolk, das sich Parther nennt ist im Begriff sein Herrschaftsgebiet auszuweiten.

Deshalb hat mein Vater entschieden, daß mein Bruder Aramu und ich unser Reich vergrößern müssen um später einmal in der Lage zu sein unser Land gegen unsere Feinde verteidigen zu können. Als erstes benötigen wir einen Zugang zum Meer und damit zum Handel mit dem Osten, einen weiteren Zugang zum Meer im Westen sollten wir ebenfalls ins Auge fassen. Dies ist unsere vordringlichste Aufgabe, weitere werden folgen.

Noch herrscht mein Vater über das Reich, doch er ist alt und es werden nicht mehr viele Jahre vergehen bis er stirbt und dann liegt das Schicksal Armeniens in den Händen seiner Söhne. Aramu war mir bisher ein wichtiger Helfer und ich hoffe daß er seine Rolle akzeptiert, denn es kann nur einer von uns König werden und mein Vater hat keinen Zweifel daran gelassen wer ihm auf den Thron folgen soll. In wenigen Jahren wird auch unser jüngster Bruder Zipoetes seine Aufgabe antreten können und wenn wir drei Brüder zusammenhalten, bin ich sicher, daß Armenien wieder groß werden kann. Und nach uns werden unsere Söhne die Geschicke unseres Reiches lenken. Wer mir auf den Thron folgen wird, wird die Zeit zeigen, jedoch bin ich willens auch Aramu’s Sohn Eminos bei der Thronfolge zu berücksichtigen und nicht nur meine Söhne Aram und Sarduri, ich hoffe meinen Bruder dadurch an mich zu binden, denn zu viele Aufgaben warten auf uns, als daß wir es uns erlauben könnten, einen Bruderkrieg zu führen. Während Aramu unseren Vater bei der Verwaltung des Reiches und der beiden größten Städte Armavir, unserer Hauptstadt, und Artaxarta, unterstützt werde ich mit den wenigen verfügbaren Truppen ins Land Albania ziehen und versuchen es für uns zu erobern.....

Ich bin Hannibal Barkas, Führer der Barkiden, größter Feldherr und Sufet Karthagos. Erzogen wurde ich von einem Sohn Spartas, ich siegte am Tagus, ich eroberte Saguntum. Ich überquerte die Alpen, schlug die Römer am Ticinus, an der Trebia, am Trasimenischen See und bei Cannae. Ich war ihr schlimmster Albtraum. Doch Albträume enden, so wie das Leben!

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