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 "Didos Erben"
Mandelus Offline




Beiträge: 4.651

13.06.2007 23:40
RE: Prolog Thread geschlossen

Geschichte neu schreiben!

Jeder Interessierte für die antike Geschichte weiß, dass Karthago von den Römern vernichtet wurde.
Mit dieser Kampagnengeschichte möchte ich aber ein anderes fiktives Szenario versuchen, wo die Geschichte anders abläuft.
Ich möchte daher alle einladen, den Aufstieg Karthagos zur Weltmacht der Antike zu verfolgen und auch seinen Wandel von der Handelsmacht zur Kriegsmacht zu verfolgen, so wie es das Spiel Rome Total War eventuell zulassen wird.

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich hier einen Mod nehmen soll und auch welche Karte. Letztlich habe ich mich dazu entschlossen, die normale Standardkarte ohne geografische Veränderungen zu nehmen.
Allerdings habe ich mir eine leicht verbesserte Ausgangslage gegeben, in dem ich hier Karthago – Stadt etwas mehr ausbaute. Mehr wurde jedoch bei Karthago nicht verändert. Damit die KI Völker besser dastehen, vor allem die schwachen Völker, wurde ihnen mehr Geld und allgemein eine etwas bessere Armee zum Start gegeben.

Prolog

Mein Name ist Jubal vom Geschlecht der Barka. Ich lege hier den Aufstieg meiner Heimat zur Weltmacht dar, welches gleichzeitig auch die Geschichte des Geschlechtes der Barka ist, denn ihr Eifer und ihr Einsatz ermöglichten erst die Position in der Welt, die heute Karthago hat.
Die Geschichte meines Volkes geht lange zurück. Etwa 900 vor der christlichen Zeitrechnung wurde Karthago aus seinen phönizischen Wurzeln heraus gegründet. Die Urahnin unseres Volkes ist die phönizische Prinzessin Elissa, welche vor ihrem machtgierigem Bruder nach Afrika floh. Der dortige Herrscher gestand ihr ein Gebiet als neue Heimat zu, unzwar soviel, wie sie mit einer Kuhhaut umspannen könne. Elissa war eine kluge Frau und schnitt die Kuhhaut in schmale Streifen, so das sie damit ein Gebiet umschließen konnte, welches den Kern unserer Hauptstadt bildete.
Nachdem die phönizischen Urahnen gegen die Perser verloren, blieben wir in Karthago als Erben des phönizischen Reiches übrig. Nach einem verlustreichen Krieg behaupteten wir unsere Stellung im westlichen Mittelmeer und konnten letztlich unser Gebiet durch Gründung von Küstenkolonien festigen. Neben unseren afrikanischen Besitzungen fasten wir vor allem auf Sardinien, Korsika, Sizilien und in den Säulen des Herkules festen Fuß.
Sizilien teilten wir uns nach einem langen Krieg letztlich mit dem griechischen Städtebund. Lange Zeit konnten wir in relativem Frieden leben. Im Osten zog Alexander der Große gegen die Perser zu Felde und eroberte ein Weltreich von kurzer Dauer. Nach seinem Tot zerfiel sein Großreich in kleine Reiche. Wir beobachteten die Entwicklung mit wachem Auge, denn die Sehnsucht nach dem Wiedererlangen unserer alten Besitzungen schlummerte immer in uns. Doch in diese Wirren ließen wir uns nicht mit hineinziehen, vor allem weil uns im Westen ein neuer mächtiger Gegner erwuchs – Rom!
Wir waren mittlerweile zur mächtigsten Seemacht im Mittelmeer aufgestiegen, auch wen uns diese Position immer wieder streitig gemacht wurde. Unsere Flotte blieb aber immer siegreich. Nachdem sich das Verhältnis zu Rom immer mehr verschlechterte, schien der Krieg unausweichlich. Mit allerlei Diplomatie und auch als Zeitweiser Verbündeter von Rom konnten wir uns weitestgehend aus den Kriegen zu Lande heraushalten, doch für wie lange?

Wir waren schon damals ein reiches Volk und Reichtum weckt Neider! Mit gierigen Augen betrachteten uns unsere Nachbarn, auch wenn sie von unserem Handel mit ihnen immer profitierten.
Karthago war eine Seemacht, keine Landmacht. Unsere Armee war schwach und wir verließen uns zum Schutz unserer Gebiete überwiegend auf Söldner. Lange Zeit machten wir nur friedliche Eroberung über Verträge mit diversen Völkern, selten griffen wir zum Schwert.

Im Jahre 270 vor der christliche Zeitrechnung änderte sich aber alles grundlegend, auch wenn es zunächst nicht danach aussah. Das Geschlecht der Barka gewann im heiligen Rat von Karthago an Macht und Einfluss.
Hanno Barka war ein Meister der politischen Ränkelaien und stach nach und nach seine Widersacher im Rat aus. Er ergriff hier eine klare Stellung und legte die karthagische Politik in eine andere Richtung aus. Die Zeit des fast kompromisslosen Friedens war vorbei.
Es gab heftige Debatten im Rat, denn viele wollten diese Änderung nicht mitgehen. Lieber viel Geld für einen Frieden bezahlen als viel Geld für den Krieg ausgeben, war eine Meinung, die im Rat oft vertreten wurde. Auch wurde oft unsere starke Flotte aufgeführt, die als Friedensgarant dienen würde.
In einer historischen Rede vor den Mitgliedern des Rates legte Hanno endgültig den Umschwung in der karthagischen Politik durch und seine Widersacher verstummten, vorerst!

„Ihr redet vom Frieden und vom Gewinn unseres Handels, der den Frieden garantieren würde. Nun gut, unser Handel wirft viel Gewinn ab und wir sind reich, das ist richtig! Aber wie viel wollt ihr bezahlen, um euch weiterhin einen Frieden zu erkaufen, der nur so lange wehrt, bis unsere Widersache wieder die eine Hand aufhalten und mit der anderen Hand das Schwert drohend erheben?
Nicht Geld erhält den Frieden! Ich möchte ein Sprichwort unserer Widersacher nennen, welches voller Wahrheit ist: Nur Waffen erhalten en Frieden am Ende, wenn der Menschenverstand von Gier befallen ist!
Wir haben eine starke Flotte, das ist richtig! Aber wie stark ist sie noch wirklich? Ich habe mir unsere Schiffe angesehen und ich weiß um die Bemühungen unserer Widersacher, uns hier gleich zu tun! Wir können auf dem Wasser jederzeit siegen und wir können hier den Widersachern mit einer besseren und größeren Flotte entgegentreten. Schiffe kämpfen aber im Wasser und nicht an Land!
Karthago ist von einer mächtigen Mauer umgeben und kann sich jederzeit verteidigen, aber wie sieht es in unseren anderen Besitzungen aus? Wie gut können sich Liliybaeum, Thapsus, Caralis, Palma und Corduba verteidigen?
Wir stützen uns an Land auf angeheuerte Söldner. Sie erfüllen weitestgehend ihren Zweck, aber wie zuverlässig sind sie? Sie kämpfen nur um des Geldes willen und sie kosten unser Geld! Wie oft haben wir schon arge Probleme mit meuternden Söldnern gehabt und hatten mit kostspieligen Aufständen zu tun?
Rom bezieht seine Macht aus seiner Armee. Seine Armee ist eine Armee aus Landeskindern und nicht aus Söldnern! Die Moral einer Armee, de für ihr Volk kämpft und nicht nur um Beute und für Geld ist höher und wer die höhere Moral hat, der siegt oft auch über bessere Waffen!
Rom dehnt sich aus und das Geschlecht der Scipionii hat sich schon Massena bemächtigt. Syrakus it noh griechisch, aber die Griechen sind schwach. Wollen wir tatenlos zusehen, wie sich Rom unseren Grenzen nähert und früher oder später Syrakus den Griechen wegnimmt? Als nächstes würden die Römer Lilybaeum fordern! Wolle wir ihnen Lilybaeum geben oder sie mit viel Gold besänftigen?
Ich sage nein!!!
Es wird Zeit, dass wir uns auf den Krieg mit unseren Widersachern vorbereiten und nicht ständig die Hand in den Staatsschatz legen um den Frieden zu erhalten!
Nehmen wir lieber das Geld und schaffen uns eine starke Armee und eine starke Flotte, mit der wir unseren Widersachern Auge in Auge gegenüberstehen! Vor allem gegen Rom wird ein Krieg über kurz oder lang unausweichlich werden, also bereiten wir uns mit aller Kraft darauf vor!“

Es gab noch weitere Debatten im Rat, doch mit dieser Rede von Hanno begann der Umschwung! Er setzte sich letztlich auch als Führer der karthagischen Nation durch und riss die Macht an sich, auch wenn er weiterhin auf en Rat angewiesen war. Der Rat war das Volk und das vergaßen die Barka niemals!
Hanno setzte eine Heeresreform ein und begann den Anteil er Söldner Zug um Zug zu verringern. Stattdessen wurden loyale Landeskinder rekrutiert und von erfahrenen Kriegern ausgebildet. Dieses bildete den Grundstock unseres Erfolges, denn unsere Armee wurde nun mächtig und schlug bald zu!






"This is madness....!!!" - "Madness? THIS IS [color=navy]ANTIQUAE!!!"[/color]

NO retreat... NO surrender... THAT is Antiquae law! And by the law we will fight and win or dine in hell tonight! [color=red]Ahu !!![/color]

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