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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 "Spartas Rückkehr zur Macht"
Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

25.05.2007 17:13
RE: Kapitel XV + Epilog Thread geschlossen

Kapitel XIV + Epilog
Sommer 129 v.Chr. – Sommer 121 v.Chr.



Den Angriff auf Cotais führte Pharsanzes von Heracleia im Sommer 129 v.Chr. durch. Die kleine Garnison unter dem parthischen Prinzen und Thronfolger des Großkönigs Vahumisa von Zabdicene war ohne Chance, mit 1.400 gegen 17.000 Soldaten. Die Stadt fiel und der Partherfeldzug stand kurz vor dem Ende, nur noch Arsakia wurde von Aloeus von Zuegma belagert, wenn die Stadt fiel war der Sieg nahe. Cotais wurde Bundesgebiet, die Provinz Colchis ebenso, Pharsanzes ihr Verwalter.

Das Lager des Eteonous wurde mittlerweile von einer römischen Armee belagert. Befehlshaber dieses Heeres war das Oberhaupt der Bruti-Familie Decimus Alimentus, der ehemals römischer Konsul gewesen war, sein Stellvertreter war Luca Vulso, seines Zeichens ebenfalls ehemaliger Konsul, amtierender römischer Zensor und der designierte Nachfolger des Decimus Alimentus als Oberhaupt der Familie. Sie verfügten über etwa 8.500 Mann und waren der Armee des Eteonous, welche aus 17.000 erfahrenen Veteranen bestand, eigentlich nicht gewachsen. Eteonous sah es ebenso und befahl den Ausfall. Die schweren Katapulte feuerten auf die Linien der Römer um den Ausmarsch der Truppen zu unterstützen. Allein das genügte um die Römer vom Schlachtfeld zu vertreiben.

Die Stadt Sardes erhielt in diesem Sommer einen neuen Verwalter nachdem die Stadt seit dem Tod des Glaukos von Thessalia praktisch führerlos war. Theophrastus von Leucas, Sohn des Antaeus, war erwachsen geworden, trat seinen Dienst für Sparta an und übernahm die Verwaltung von Sardes.

In Cydonia brach zu dieser Zeit eine Seuche aus, die Götter straften die Hellenen für ihren Frevel, worin auch immer er bestand. 49.000 Bürger und 1.700 Soldaten der Garnison kamen in den 18 Monaten ums Leben in der die Seuche in der Stadt hauste.

Im folgenden Winter zeigten die Götter ihr Wohlwollen mit der Geburt des Laertes von Lilybaeum, dem Sohn des Cronos von Lilybaeum.

Auch die Kämpfe flammten wieder auf. Eteonous ging nun daran die römischen Truppen um Porolissum herum einzeln anzugreifen und zu vernichten. Als erstes griff er eine 7.000 Mann starke Streitmacht südwestlich der Stadt an. In Folge der Übermacht von Eteonous’ Truppen zogen sich die Römer zurück bevor es zur Schlacht kommen konnte, jedoch war Eteonous ihnen gefolgt und griff sie bei der erstbesten Gelegenheit erneut an. Mit seinen 17.000 Soldaten vernichtete er die römische Streitmacht fast gänzlich, nur wenige kamen mit dem Leben davon, die eigenen Verluste waren unbedeutend.

Im Sommer 128 v.Chr. setzte Eteonous zu seinem nächsten Angriff an, westlich der Stadt standen römische Truppen in Gesamtstärke von 24.000 Mann. Das Kommando führten wieder Decimus Alimentus, der nun amtierender Zensor war und Luca Vulso, der es erneut zum amtierenden Konsul gebracht hatte.


Die Schlacht von Porolissum im Sommer 128 v.Chr.







Meine Brüder,

wieder einmal erwartet uns ein schwerer Kampf, doch bin ich mir sicher, dass wir auch diese Prüfung bestehen werden. Nicht mehr lange und der Sieg wird unser sein. Deshalb müssen wir heute noch einmal alles geben und den Römern einen weiteren Schlag versetzen. Ihre Zahl nimmt ab und ihre Angriffe werden weniger und ihre Truppen immer schwächer. Bald schon werden sie nicht mehr gegen uns kämpfen können und müssen endlich Frieden schließen und ihn halten.

Nun macht euch bereit!!!






Eteonous platzierte seine Männer am Rand eines Waldstückes um die Römer über die Stärke seiner Reiterei, die er im Wald verbarg, hinwegzutäuschen. Die Verstärkung der Römer war indes noch nicht auf dem Schlachtfeld eingetroffen.





Nachdem die Katapulte ihrer Munition verschossen hatten rückt Eteonous mit seinen Truppen vor um die Bogenschützen zum Einsatz bringen zu können.









Als dann die Verstärkung der Römer eintraf, rückte Decimus Alimentus mit seinen Truppen vor um die Linie von Eteonous’ Truppen angreifen zu können.





Bei diesem Angriff fiel der zweite Anführer der Römer, Luca Vulso, im Kampf.







Die erste Armee der Römer verließ nun das Schlachtfeld und Eteonous befahl erstmal den Rückzug auf eine strategische günstigere Position um den Aufmarsch und das Verhalten der zweiten römischen Armee abzuwarten.





Schließlich rückte Eteonous wieder vor und provozierte einen Angriff der römischen Truppen, der an der Phalanx der Hopliten blutig scheiterte.







Der Einsatz der Reiterei vernichtete die römischen Truppen fast restlos, nur wenige entkamen dem Gemetzel.





Eteonous Sieg in der Schlacht war allumfassend, Luca Vulso fiel im Kampf, ebenso 23.400 römische Soldaten und etwa 800 Soldaten des Bundes.

Nun griff auch Periandros von Perrhaebia in die Kämpfe ein und attackierte eine römische Armee, die sich nahe seinem Lager aufhielt. Die Armee der Römer zählte über 8.500 Mann und stand unter dem Kommando des ehemaligen römischen Konsul Tiberius Sempronius. Periandros führte seinen Angriff mit fast 17.000 Mann. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit war es ein harter Kampf, denn hier standen römische Elitetruppen vorwiegend Söldnertruppen gegenüber. Es gelang Periandros trotzdem zu siegen, aber die Verluste waren schwer, allein seine Truppen hatten an die 5.000 Tote, die Römer auch noch mal 4.400. Aber sie waren geschlagen und zogen sich zurück, nun konnte Periandros zu Eteonous aufschließen und gemeinsam begannen sie den nächsten Angriff. Ziel waren die Überreste römischen Truppen unter dem Kommando des Decimus Alimentus die sich nach Porolissum zurückgezogen hatten, aber noch außerhalb der Stadt standen. Periandros führte den ersten Angriff mit seinen Truppen, etwa 13.300 Mann, gegen Decimus Alimentus direkt. Dieser verfügte lediglich noch über seine schwere Reiterei, etwa 300 Reiter, und war dem Angriff von Periandros hilflos ausgesetzt. Deshalb kam ihm Placus Classicianus, Statthalter von Porolissum und ehemaliger römischer Konsul mit allen seinen Truppen, rund 14.900 Mann, zu Hilfe. Darauf hatte Eteonous gewartet, denn nun konnte auch er, mit seinen 16.200 Männern, eingreifen. Die Schlacht verlief teilweise sehr ungünstig, die Verluste waren sehr hoch und nur der Kampfkraft von Eteonous’ Truppen war der Sieg zu verdanken. Aber der Blutzoll war gewaltig, allein an die 10.000 Soldaten des Bundes waren gefallen, so viele Verluste hatte es in den letzten Jahrzehnten selten gegeben, darunter war auch der 52-jährige Periandros der seinen Elan mit dem Leben bezahlt hatte. Auch die Römer hatten schwere Verluste, sowohl Decimus Alimentus als auch Placus Classicianus gingen den Weg alles Irdischen und mit ihnen 14.400 römische Soldaten, ein Adler wurden ebenfalls erbeutet. Porolissum war nun ohne Schutz und Eteonous besetzte die Stadt. An der Bevölkerung ließ er ein Massaker verüben, über 117.000 Einwohner wurden ermordet, die Stadt geplündert. Eteonous entschloss sich die Stadt zu halten, zu viele seiner Soldaten hatten dafür ihr Leben gelassen.







Die rhodische Flotte erhielt zu dieser Zeit einen neuen Oberbefehlshaber, da der langjährige Kommandeur Admiral Acrisias im Alter von 63 Jahren gestorben war. Sein Nachfolger wurde der 20 Jahre alte Admiral Lysagoras.

Im folgenden Winter zogen die Römer erneut mit einer starken Armee in Richtung Roma. Thrasidaios sammelte Truppen und zog ihnen entgegen, nahe der Stadt kam es dann zur Schlacht. Thrasidaios bot 19.400 Mann auf, die Römer 18.700, jedoch waren die Truppen des Thrasidaios mittlerweile sehr erfahren im Kampf gegen römische Truppen und fügten den Römern eine schwere Niederlage zu. Dabei erbeuteten sie einen Legionsadler und töteten 11.400 römische Soldaten, die eigenen Verluste betrugen 2.000 Mann.





Eteonous wollte nach der Einnahme von Porolissum die Bedrohung durch die Bruti endgültig ausschalten, aus diesem Grund sammelte er seine Armee und zog mit ihr in Richtung Olbia.

Da Bylazora nach dem Schlachtentod des Periandros von Perrhaebia erneut ohne Verwalter war, wurde nach der Heirat von Kypris, Tochter des Dorian von Pella, mit Isodemos von Demetrias (183 v.Chr.), dieser sogleich zum Verwalter dieser Stadt ernannt. Auch gab es eine Geburt zu feiern, Doto, Tochter des Deukalos von Heracleia, war zur Welt gekommen.

Ebenso erhielt die tarsische Flotte einen neuen Befehlshaber. Der bisherige, Admiral Demokritus, war im Alter von 64 Jahren gestorben. Ihm folgte der 20 Jahre alte Admiral Demonous nach.

Der folgende Sommer brachte zunächst mehrere Todesfälle in der Familie. Astera, die Frau des Königs Eteonous, verstarb im Alter von 67 Jahren in Sparta. Ebenso verstarb, im Alter von 71 Jahren, Cyrene, die Frau des Aesepus von Phoenicia. Vor allem die Bürger Spartas trauerten um Astera und beteten darum, dass ihnen ihr König noch lange erhalten bleiben möge.

Doch bald gab es einen erfreulichen Grund zum Feiern. Coronos von Corinthus, Sohn des Timotheus von Corinthus, war erwachsen geworden, zum Vertreter seines Vaters als Verwalter seiner Heimatstadt ernannt worden und sollte nun heiraten. Seine Braut war die cypriotische Prinzessin Parthenope (geb. 139 v.Chr.).

Ein in diesem Sommer ausgebrochener Aufstand in der Provinz veranlasste Menestas von Gomphi, stellvertretender Verwalter der Stadt Aquincum, zum Ausrücken mit großen Teilen der Garnisonstruppen. Die Streitmacht der Rebellen, etwa 4.800 Mann, sammelte sich nahe der Stadt, Menestas griff sie genau dort an. Mit rund 7.500 Mann schlug er die Rebellen und den Aufstand nieder. Menestas hatte 1.900 Tote zu beklagen, die Rebellen etwa 2.400. Anschließend zog Menestas zum Danubius, vereinigte seine Truppen mit denen von Antaeus von Leucas und bezog ein Sicherungsfort am Flussübergang.

Eteonous war inzwischen vor den Mauern Olbias angekommen und er zögerte keinen Moment mit dem Angriffsbefehl für seine 17.500 Soldaten. Die Garnison der Stadt war nicht gerade klein, sie umfasste 15.600 Soldaten, doch waren sie in Erfahrung, Kampfkraft, Siegeswillen und Moral den Truppen Eteonous’ unterlegen. So endete der Angriff auf die Stadt auch mit der totalen Niederlage der Römer, die Stadt fiel. Nur rund 300 römische Soldaten überlebten den Kampf, Eteonous hatte 1.400 Mann verloren. Nach der Einnahme gab er die Stadt zur Plünderung und Brandschatzung frei, wieder verloren etwa 124.000 Einwohner ihr Leben, auch Olbia wurde vom Bund gehalten und in diesen integriert.

Und auch Arsakia, die Parther-Hauptstadt, fiel nun endlich dem Bund in die Hände. Aloeus von Zuegma, der die Stadt schon mehrere Jahre lang mit 27.000 Mann belagert hatte, war des Belagerns überdrüssig geworden und hatte den Sturm der Stadt befohlen. Die 9.000 Verteidiger, durch die Belagerung schon zermürbt leisteten nur kurz Widerstand, dann fiel die Stadt. 4.500 der parthischen Soldaten waren gefallen, dazu 1.800 Mann von Aloeus’ Truppen. Aloeus blieb seiner Linie treu, die Stadt und die Bewohner wurden verschont. Aloeus etablierte eine Verwaltung und übernahm diese als Verwalter des Bundes. Damit war der Partherfeldzug nun auch endlich abgeschlossen, die Parther als ernstzunehmender Gegner ausgeschaltet.

Im folgenden Winter gab es erneut eine Hochzeit zu feiern, Phaedre, die Tochter des Hippias von Delphi, wurde mit Hippostratos von Antigonela (geb. 173 v.Chr.) verheiratet. Eteonous beorderte Hippostratos umgehend nach Porolissum um dort die Verwaltung zu übernehmen. Auch in Aquincum war gab es Grund zum Feiern, denn dem Antaeus von Leucas wurde eine Tochter geboren, sie erhielt den Namen Castianiera.

In den Provinzen Epirus und Dacia kam es zu größeren Aufständen, zumindest der Aufstand in Epirus wurde durch sofortigen Einsatz der Streitkräfte niedergeschlagen. Die Streitmacht der Rebellen, rund 5.700 Mann, sammelte sich nahe der Stadt Apollonia. Von Salonae kam der stellvertretende Verwalter Hagias von Heracleum mit 4.500 Mann heran. Einem ersten Zusammentreffen wichen die Rebellen durch Rückzug aus, beim zweiten Mal kämpften sie und unterlagen. 2.500 von ihnen fielen, Hagias’ Verluste beliefen sich auf rund 150 Tote.

Unterdessen hatten die Römer mit einer Armee, 7.800 Mann unter dem Kommando des Legaten Secundus Camillus, das Fort in welchem sich Antaeus von Leucas und Menestas von Gomphi aufhielten eingeschlossen. Doch nur kurz nach der Einschließung führten die Eingeschlossenen, insgesamt 10.000 Mann, einen Ausfall durch. Die römischen Truppen wurden geschlagen und über den Danubius zurückgedrängt. Die Verluste waren auf beiden Seiten in etwa gleich hoch, 3.100 Bundessoldaten und 3.600 römische Soldaten waren in den Kämpfen gefallen. Menestas und Antaeus zogen im Anschluss an diesen Sieg nach Westen um einer aus Noricum in die pannonische Provinz eingefallenen römischen Armee entgegenzutreten. Im Grenzgebiet trafen die beiden mit ihren 8.400 Soldaten auf den römischen Legaten Valerius Maximian, der das Kommando über die 5.800 Mann starke römische Armee führte. In der sich entwickelnden Schlacht unterlagen die Römer, dabei verloren sie 2.900 Mann, die Verluste auf Bundesseite waren nicht geringer und betrugen 3.000 Mann.

Im Sommer 126 v.Chr. kam es nördlich von Roma erneut zu einer Schlacht zwischen Truppen des Bundes und einer eingefallenen römischen Armee. Die Bundestruppen zählten 19.000 Mann und wurden von Thrasidaios von Portaes befehligt, die römische Armee war zahlenmäßig 1:2 unterlegen und zählte 9.300 Mann. Schnell war die Schlacht entschieden zu groß war die Übermacht der Truppen des Thrasidaios. Die Römer büßten bei dieser Niederlage 5.700 Mann und einen Legionsadler ein, Thrasidaios hatte 2.100 Mann verloren.





Derweil wurde Iolaos von Naulochus erwachsen und wurde seinem Vater als stellvertretender Verwalter Cydonias zugewiesen. Auch für Olbia gab es nun einen viel versprechenden Kandidaten für die Stelle des Verwalters, es war Megadates von Aegium (geb. 179 v.Chr.), der gerade Megaera, Tochter des Aschreas von Heracleia, geheiratet hatte. In Ermangelung weiterer Kandidaten wurde ihm schließlich diese Stelle übertragen. Weiteren Grund zum Feiern bot die Geburt von Leto, Tochter des Euenor, welche auch ausgiebig gefeiert wurde. Doch die Götter schienen unzufrieden zu sein, denn Hades holte ein weiteres Mitglied der Familie zu sich, Kallisto, Witwe des Dorian von Pella, starb im Alter von 68 Jahren.

Einen weiteren Aufstand gab es in Pontus, wo sich Provinzbewohner erhoben. Echephron von Dimale, Verwalter von Sinope rückte sofort mit Truppen aus, erreichte das Lager der Rebellen aber nicht mehr vor dem Ende des Sommers, sodass er erst im folgenden Winter gegen die Rebellen losschlagen konnte. Nahe der Grenze zu Armenia konnte er die Rebellen, rund 1.400 Mann, mit seiner Leibwache stellen. Das Gefecht war kurz, dann lagen eine handvoll Reiter von Echephron und 350 Rebellen tot am Boden.

Über die italischen Gebiete brach in diesem Winter der Zorn der Götter herein, und sie mussten wahrhaft zornig sein, denn gleich in drei Städten brach eine Seuche aus. Einzelne Fälle grassierten zwar schon ein halbes Jahr in den Städten, aber zum richtigen Ausbruch kam es erst jetzt. Die betroffenen Städte waren Roma, Tarentum und Capua. Das Unglück brach über die braven Bürger völlig unvermittelt herein und in den eineinhalb Jahren in denen die Seuche wütete kamen nicht weniger als 165.000 Bürger und mindestens 10.000 Soldaten ums Leben.

Als ob dieses Unglück allein nicht genügte nahm Hades erneut Mitglieder der Königsfamilie zu sich. Ianthe, Witwe des Borus von Delos, starb im Alter von 61 Jahren, Medesicaste, Frau des Eucarpus von Messana, verstarb im Alter von 64 Jahren. Zudem verstarb der langjährige Oberbefehlshaber der Roma-Flotte, Admiral Pylas, im Alter von 61 Jahren. Ihm folgte der 20 Jahre alte Admiral Kalchas als Oberbefehlshaber nach.

Unter dem Eindruck der Ereignisse wurden die Geburt von Cymothoe, Tochter des Poliades von Mylae, und die Hochzeit des Theophrastus von Leucas mit der cretischen Prinzessin Tyro (geb. 138 v.Chr.), zur unbeachteten Nebensache.

Zu allem Überfluss bauten die Römer wieder eine Belagerung der Stadt Roma auf. Eine weitere Armee war im Anmarsch. Thrasidaios von Portaes und Nicomachos entschieden der Belagerung und der anmarschierenden römischen Armee offensiv zu begegnen. Mit allen Truppen, etwa 17.800 Mann, führten sie einen Ausfall gegen die Belagerungsarmee, rund 7.400 römische Soldaten, durch. Die Entscheidung war schnell gefallen, die Römer geschlagen, 4.200 von ihnen gefallen, während die eigenen Verluste bei etwa 800 Mann lagen. Ein römischer Legionsadler wurde ebenfalls erbeutet.





Nun zog Thrasidaios mit 17.000 Mann gegen die zweite römische Armee, die über 6.200 Soldaten verfügte. Diese zog sich in Anbetracht der feindlichen Übermacht aber nach Norden zurück, sodass Thrasidaios sie verfolgen musste um die Schlacht zu erzwingen. Als es dann zur Schlacht kam waren die Römer dem Untergang geweiht. Ihre Reihen waren schnell durchbrochen, genauso wie ihr Kampfgeist, nachdem 4.100 von ihnen gefallen waren und sie einen Adler verloren hatten. Seinen Sieg bezahlte Thrasidaios mit dem Leben von 1.200 seiner Soldaten.





Der Sommer 125 v.Chr. brachte einen weiteren Seuchenausbruch, diesmal in der Stadt Thermon. Mindestens 50.000 Bürger und über 3.000 Garnisonssoldaten fielen der Seuche zum Opfer, ehe sie besiegt werden konnte. Zu dieser Zeit erlag auch Hero von Messene, der Verwalter von Tarentum, im Alter von 49 Jahren der Seuche und die Stadt war für die nächste Zeit ohne Verwalter. Just zu dieser Zeit lag die Stadt unter einer Belagerung durch römische Truppen. Unter der Führung des Hauptmannes Philiskos stürmten die Garnisonstruppen aus der Stadt und griffen die Belagerer an. Den 17.800 entschlossenen Soldaten des Bundes konnten die rund 10.000 römischen Soldaten nicht standhalten und wurden geschlagen, beide Seiten erlitten hohe Verluste, die Römer 5.800 Tote, der Bund 7.000 Tote. Die Römer ließen zudem einen Legionsadler auf dem Schlachtfeld zurück.





Unterdessen wurde in Syracusae die Hochzeit von Parthenia, der Tochter des Strophius von Mylae, mit Hyrtius von Lamia (geb. 141 v.Chr.) gefeiert. Dieser wurde nach der Hochzeit zum Stellvertreter seines Schwiegervaters ernannt und konnte ihn Syracusae bleiben. Noch erfreulicher war die Geburt von Agathonice, einer weiteren Tochter des Strophius, die kurz nach der Hochzeit ihrer Schwester zur Welt kam.

Der erwachsen gewordene Harmocydes von Drepana, Sohn des Doreios von Drepana, wurde nun seinem Vater in Pergamon als stellvertretender Verwalter der Stadt zugewiesen.

Eteonous konnte sich zu dieser Zeit endlich um den, in der Provinz Dacia, tobenden Aufstand kümmern. Mit seiner Armee spürte er die Rebellen unter dem abtrünnigen dacischen Adligen Dapyx auf. Diese zogen sich daraufhin zurück, doch Eteonous ließ sie nicht entkommen. Mit Schweren Katapulten und cretischen Bogenschützen löschte er die Rebellen bis auf rund 60 Mann, die entkamen, aus, Verluste hatte er dabei nicht erlitten.

Am Danubius überfielen römische Truppen die Armee des Menestas von Gomphi, die sich auf dem Marsch nach Aquincum befand. Für die Truppen des Menestas, etwa 4.900 Mann, kam der Angriff der über 12.000 Römer völlig überraschend, nur mit Mühe konnten sie sich auf dem Schlachtfeld behaupten. Als dann auch Menestas im Kampf fiel schien der Untergang nahe, doch die Leibwache des Menestas kämpfte nach dessen Tod noch verbissener und sprengte die römischen immer mehr auseinander sodass sie von den eigenen Truppen eliminiert werden konnten. Schließlich traten die Römer den Rückzug an, sie ließen 6.700 tote Männer zurück, die Truppen des Bundes hatten 2.700 Mann verloren.

Parthische Truppen waren zu dieser Zeit über das Kaukasische Gebirge in Bundesgebiet eingefallen. Aloeus von Zuegma zog ihnen mit Truppen entgegen und stellte sie am Mare Caspium zur Schlacht. Während er über 7.100 Soldaten verfügte, konnte der parthische Adlige Melchior von Palmyra, der die parthischen Truppen anführte, nur 2.800 Mann aufbieten. Dementsprechend verlief die Schlacht und endete mit einem Sieg des Aloeus. Er hatte dabei etwa 800 Mann verloren, die Parther 1.500 Soldaten.


Zwischenstand I

Zwischenstand II

Zwischenstand III

Zwischenstand IV

Zwischenstand V

Zwischenstand VI

Zwischenstand VII

Zwischenstand VIII

Zwischenstand IX


Im nachfolgenden Winter erschienen die Römer erneut mir einer Armee vor Tarentum und begannen mit der Belagerung der Stadt, jedoch war diese Armee 12.500 Mann stark und bestand vorwiegend aus Elitetruppen, so dass die Garnisonstruppen keinen Ausfall machten, sondern sie wollten die Römer vor den Mauern verbluten lassen.

Antaeus von Leucas musste sich am Danubius erneut mit römischen Truppen herumschlagen. Eine 5.500 Mann starke römische Streitmacht wurde von ihm mit 12.800 Mann angegriffen, doch zogen die Römer den Rückzug vor. Antaeus folgte ihnen und erzwang die Schlacht, die er schließlich gewinnen konnte. Die Verluste betrugen 3.400 Mann, auf römischer Seite 2.700 Mann. Den erbeuteten Adler der Römer schickte man nach Aquincum.





Erstmals seit vielen Jahren mussten wieder umherstreifende Piraten bekämpft werden. Die byzantinische Flotte unter Admiral Ermaeus lief aus und stellte die Piraten nahe Byzantium. Ohne eigene Verluste wurden die Piraten geschlagen, rund 300 waren gefallen, die Flotte zersprengt.

Zuwachs in der Familie gab es in diesem Winter ebenfalls. Acte, die Tochter des Athenodorus von Phthiotis, wurde geboren. Zudem nahm Cronos von Lilybaeum den verdienten Söldnerführer Synges von Gordiucome (geb. 153 v.Chr.) anstelle eines Sohnes in die Familie auf. Synges wurde auch gleich mit einer verantwortungsvollen Aufgabe betraut, der Führung der Verwaltung der Stadt Artaxarta, da er mütterlicherseits parthischer Herkunft war, bot sich diese Aufgabe geradezu an.

Etwa ein halbes Jahr später wurde die Hochzeit des Harmocydes von Drepana mit der ithakischen Prinzessin Scylla (geb. 136 v.Chr.) gefeiert.

Auch die Römer entschlossen sich zur Beibehaltung alter Traditionen und begannen erneut mit einer Armee die Belagerung der Stadt Roma.

Zu dieser Zeit trafen Nachrichten aus den Provinzen Galatia, Bithynia und Thracia ein, die von größeren Aufständen berichteten. Eteonous wies die Provinzverwalter an mit größter Härte gegen die Rebellen vorzugehen. Er selbst begab sich mit seinen Truppen an die Grenze der dacischen Provinz unweit der römischen Siedlung Salca und bezog dort mit seiner Armee ein festes Lager.

Syagros von Samothrace ging als erster gegen den Aufstand in seiner Provinz Galatia vor. Südlich der Stadt Ancyra griff er die 4.000 Mann starke Rebellenstreitmacht, unter der Führung der abtrünnigen galatischen Adligen Togodumnus von Silva, mit 8.400 Mann an. Unter einigen Verlusten, 400 Mann waren gefallen, schlug er die Rebellen klar, diese hatten über 2.000 Tote zu beklagen. Auch Ennomus von Phoenicia ging in Thracia gegen die Rebellen vor, mit 3.800 Mann griff er die Rebellen, etwa 3.300 Mann, westlich der Stadt Tylis an und besiegte sie. Dabei verlor er über 250 Mann, die Rebellen 1.900 Mann. Zuletzt schlug auch Athenodorus von Phthiotis die Rebellen in Bithynia. Mit 6.400 Mann war er gegen die Rebellen gezogen. Die 7.500 Mann starke Streitmacht der Rebellen zog sich aber in Richtung auf die phrygische Grenze zurück. Athenodorus verfolgte sie und stellte sie zur Schlacht in der er sie klar besiegte. Seine Verluste waren im Vergleich zu denen der Rebellen, mit 150 Mann, gering, denn diese büßten über 3.300 Mann ein.

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




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25.05.2007 17:19
#2 RE: Kapitel XV + Epilog Thread geschlossen

Nahe Arsakia kam es ebenfalls zu einem kurzen Geplänkel zwischen Aloeus von Zuegma, der mit seiner Armee in die Stadt zurückkehren wollte, und einer versprengten parthischen Truppe unter dem Adligen Rashne dem Geizigen. Es waren 400 parthische Reiter die der gesamten Armee des Aloeus, insgesamt 13.700 Mann, gegenüber standen, trotzdem fügten sie dieser im folgenden Gefecht einige Verluste zu. Während die Parther nur 150 Mann verloren, waren die Verluste von Aloeus bedeutend höher und lagen bei fast 800 toten Soldaten.

Der Winter 124 v.Chr. brachte großes Unglück über den Bund, denn der erfahrenste Heerführer gegen die Römer, Thrasidaios von Portaes, starb im Alter von 58 Jahren in Roma an der Seuche. Kurze Zeit darauf waren die Römer auch schon mit einer Armee vor den Mauern der Stadt und gingen zur Belagerung über. Nun war es an Nicomachos selbst, in hohem Alter, er war bereits 84 Jahre alt, den Ausfall der Truppen zu befehligen. Mit 17.000 Mann zog er aus gegen 23.600 römische Soldaten. Der Ausfall brachte einen großartigen Sieg, bei 2.800 Mann eigenen Verlusten konnten fast 18.000 römische Soldaten getötet werden. Einen Legionsadler mussten die Römer außerdem zurücklassen. Den Resten der römischen Truppen widerfuhr aber keine Gnade, Nicomachos griff nochmals an und seine Soldaten tötete bei diesem zweiten Angriff noch einmal 2.800 Mann, sie selbst büßten noch einmal über 1.000 Mann ein.





Auch vor Tarentum kam es zur Schlacht, Deukalos von Heracleia, Verwalter von Crotona, war von dort mit Entsatztruppen herangekommen und griff nun die Belagerer von außen an. Mit den Truppen aus Tarentum verfügte er nun über 27.500 Soldaten, währenddessen sein Gegner, der römische Legat Galerius Propertius, über rund 12.600 Mann verfügte. Aufgrund seiner zahlenmäßigen Überlegenheit siegte Deukalos, dabei verlor er 2.100 Mann, die Römer hingegen fast 7.500 Mann, sowie einen Legionsadler. Nun übernahm Deukalos in Anbetracht der drohenden Gefahr die Verwaltung von Tarentum.





Währenddessen hatte eine römische Armee das Lager des Eteonous östlich von Salca eingeschlossen und belagerten es. Angeführt wurden die römischen Truppen von Lentulus Lucullus, dem amtierenden römischen Zensor und ehemaligen Konsul, sowie Caius Publilius einem ehemaligen römischen Prätor. Die beiden verfügten dabei über 13.500 Soldaten während Eteonous’ Heer 17.500 Mann zählte. Eteonous ging denn auch gleich zum Angriff über und ließ seine Katapulte das Feuer eröffnen. Noch bevor alle Truppen das Fort verlassen hatten zogen sich die Römer, nach dem Verlust von 1.900 Mann, vom Schlachtfeld zurück.

Im Sommer 123 v.Chr. suchten die Götter erneut eine Stadt des Bundes heim. Sie ließen den Fluss Danubius durch anhaltende Regenfälle ansteigen bis er das ganze Land bis zur Stadt Tylis überflutet hatte. Auch die Stadt selbst wurde in Mitleidenschaft gezogen, neben schweren Schäden an weiten Teilen der Stadt gab es 2.800 Bürger und 60 Soldaten betrauern, sie waren in den reißenden Fluten ertrunken.

Diagoras von Phoenicia, Sohn des Agetos von Phoenicia, erreichte in diesem Sommer das Mannesalter und trat in den Dienst Spartas ein. Er wurde seinem Vater als Stellvertreter als Verwalter von Capua zugeteilt.

Im folgenden Winter erhoben sich die unzufriedenen Galater erneut und versetzten die Provinz in Unruhe. Syagros von Samothrace, Verwalter von Ancyra, sah sich aber nicht veranlasst dagegen vorzugehen. Vielmehr lies er die Rebellen über ein Jahr lang gewähren bis er etwas gegen sie unternahm und mit Truppen ausrückte. Mit 6.000 Mann traf er am Halys auf die 5.200 Rebellen. Nach kurzem Kampf waren sie besiegt, etwa 600 Mann waren gefallen, die Rebellen verloren 3.500 Mann.

Auch nahe Thermon kam es zu einem Gefecht mit Aufständischen, nachdem der Verwalter Thermons, Cronos von Lilybaeum, von dem Aufstand in Kenntnis gesetzt worden war. Er rückte mit 1.900 Mann gegen die 3.600 Mann starke Rebellenstreitmacht aus. Bei einem ersten Zusammentreffen kam es zu keinem Kampf da die Rebellen die Flucht wählten. Beim zweiten Mal jedoch mussten sie kämpfen, jedoch taten sie dies glücklos. Sie wurden klar geschlagen und verloren 1.600 Mann, Cronos hingegen nur 100 Soldaten.

Am Fluss Cyrus musste Synges von Gordiucome einen parthischen Einfall auf Bundesgebiet verhindern. Der parthische Prinz und Thronfolger Melchior von Palmyra wollte mit einer 1.600 Mann starken Reitertruppe die Provinz in Aufruhr versetzen. Synges kam aus Artaxarta an den bedrohten Grenzabschnitt und stellte sich mit den Truppen der Grenzsicherung, insgesamt 13.400 Mann, den Parthern entgegen. Der Übermacht waren die Parther nicht gewachsen und zogen sich nach kurzem Geplänkel zurück, Synges verlor 650 Mann, die Parther 800.

Zu dieser Zeit erhielt die syracusische Flotte nach dem Tod des langjährigen Oberbefehlshabers Admiral Myrto, dieser verstarb im Alter von 62 Jahren, einen neuen Kommandeur, den 20 Jahre alten Admiral Aischylos.

Die Götter schienen mittlerweile Gefallen an ihrem Tun gefunden zu haben, denn sie straften erneut eine Bundesstadt mit einer Seuche. Diesmal traf es Crotona, die Seuche grassierte fast zwei Jahre in den Straßen der Stadt und tötete rund 59.000 Bürger und 3.600 Soldaten.

Eteonous plante nun den letzten Teil seiner Operationen zur Befriedung der Danubius-Grenze. Er rückte mit seiner Armee vor die römische Stadt Salca und ging zum Angriff über. Seinen 17.500 Soldaten standen 18.500 römische Soldaten gegenüber. 7.400 Soldaten unter dem Befehl des amtierenden römischen Pontifex Maximus und ehemaligen Konsuls Tiberius Sempronius, der zudem auch der designierte Nachfolger als Oberhaupt der Bruti-Familie war, in der Stadt selbst. Dazu kamen 11.100 Soldaten die unter Führung des amtierenden römischen Ädilen und ehemaligen Konsuls Titus Mamaea standen und sich außerhalb der Stadt bereithielten.


Die Schlacht um Salca im Winter 122 v.Chr.





Tapfere Krieger von Hellas,

erneut stehen wir den Römern gegenüber, erneut wollen sie eine Stadt gegen uns verteidigen und erneut werden sie unterliegen in ihrem Vorhaben. Keine Armee der Welt ist in der Lage uns zu besiegen und so wird es auch heute sein. Mit der Einnahme dieser Stadt machen wir unsere Grenzen ein für alle Mal sichern, so dass die Bürger unserer Städte in Zukunft einen ruhigen Schlaf haben werden.

Auf zur Stadt, auf zum Sieg!!!






Eteonous’ Truppen fingen die römischen Verstärkungen noch vor der Stadt ab und vernichteten sie durch den Einsatz der Bogenschützen und Hopliten. Titus Mamaea, der Anführer fiel ebenfalls.





Die versprengten Überlebenden versuchten in die Stadt zu gelangen, aber der Großteil wurde von der Reiterei niedergemach.





Nun griff Eteonous die Stadt selbst an, nach und nach wurde die Garnison unter dem Feuer der Katapulte und Bogenschützen aufgerieben, bis schließlich auch Tiberius Sempronius, der Befehlshaber der Garnison fiel, die Stadt war verloren.


Doch Eteonous ließ sich nicht aufhalten, er vernichtete die römischen Truppen und nahm die Stadt ein. 1.700 seiner Soldaten fielen, dazu kamen fast alle römischen Soldaten, bis auf etwa ein Dutzend die überlebten, die beiden römischen Heerführer waren unter den Gefallenen. Eteonous erbeutet einen Legionsadler in der Schlacht.





An anderer Stelle befanden sich weitere Bundestruppen im Angriff. Antaeus von Leucas, Verwalter von Aquincum, marschierte mit 10.400 Mann am Danubius entlang um eine versprengte römische Truppe, etwa 2.400 Mann, anzugreifen. Die Römer hatten jedoch nicht die Absicht sich abschlachten zu lassen und wichen zurück. Antaeus musste die Verfolgung auf den folgenden Sommer verlegen. Sofort nachdem das Wetter dies zuließ machte sich Antaeus auf und suchte nach den römischen Truppen. Als er sie endlich fand suchten die Römer abermals das Weite, aber diesmal blieb Antaeus ihnen auf den Fersen und konnte sie schließlich an der Grenze zur römischen Provinz Noricum stellen. Dem Angriff von Antaeus hatten die Römer nichts entgegenzusetzen und wurden geschlagen, sie verloren dabei über 1.200 Soldaten, Antaeus’ Verluste lagen bei 250 Mann.

Und nun endlich im Sommer des Jahres 121 v.Chr. hatte das Königreich Sparta und der Bunde der Hellenen den lang ersehnten Thronfolger. Therapon, Sohn des Ochesius, war nun erwachsen und wurde, gemäß der Entscheidung des Synhedrion, von Eteonous offiziell zu seinem Erben bestimmt. In seine Hände sollte nach dem Tod des Eteonous das Schicksal Spartas gelegt werden. Selbst der Tod von Eurycleia, der Frau des Nicomachos, die im Alter von 64 Jahren starb, vermochte die Freude darüber zu trüben.

Zuvor gab es aber noch diverse Kämpfe auszutragen, so einen Aufstand in Illyria um den sich der Verwalter der Stadt Segestica, Onamakritos von Chalcidice, kümmerte. Mit seiner Leibwache rückte er zum Sammelpunkt der Rebellen vor und griff sie an. Die Rebellen, etwa 1.100 Mann, zogen sich jedoch zurück. Die anschließende Verfolgung endete dann doch noch in einem Gefecht, in dem die Rebellen unterlagen. Onamakritos hatte nur geringe Verluste erlitten, die Rebellen hatten über 300 Tote zu beklagen.

Auch am Fluss Cyrus kam es nochmals zu Gefechten zwischen Bundestruppen und parthischen Soldaten. Synges von Gordiucome, griff eine Streitmacht der Parther unter deren Großkönig Kambyses von Lycus, etwa 4.200 Mann, an um einen Einfall zu vereiteln. Mit 13.400 Soldaten war er zahlenmäßig weit überlegen. So gelang es ihm die Parther zu schlagen und zurück zu drängen. Er büßte dabei 1.900 Mann ein, der parthische Großkönig etwa 2.300 Soldaten.

Weiter westlich musste sich Pharsanzes von Heracleia, Verwalter von Cotais, mit der Belagerung des Sicherungsforts nördlich der Stadt auseinandersetzen. Mit 16.900 Mann wagte er einen Ausfall gegen das 7.100 Mann starke Heer der Parther. Die Parther wurden schnell geschlagen und zogen sich zurück. In der Schlacht hatten sie 3.800 Mann verloren, Pharsanzes’ Verluste betrugen 1.500 Soldaten.

Die letzte Schlacht dieses Sommers führte der König selbst. Nördlich von Salca griff er mit etwa 16.000 Mann eine römische Armee an, die sich der Stadt näherte.


Die Schlacht am Karpates-Gebirge im Sommer 121 v.Chr.







Ruhmreiche Soldaten und Söhne von Hellas,

es ist geschafft, die Römer wurden unterworfen. Nur vereinzelt gibt es noch Widerstand, aber auch den werden wir bald gebrochen haben, nach dem heutigen Sieg werdet ihr bald nach Hause zurückkehren können. Ihr werdet die Waffen und Schilde in die Ecke stellen und könnt nun auch einmal etwas anderes vom Leben sehen als nur den Kampf. Ihr werdet sehen wofür ihr gekämpft habt und ihr werdet von euren Mitbürgern verehrt werden wie selten ein Spartaner zuvor. Und die Götter werden auf euch herabsehen und lächeln und über euch wachen.

Nun ziehen wir in die letzte Schlacht und wir werden siegen!!!






Eteonous erwartete den Anmarsch der Römer in einer lockeren Formation. Zur groß war die Überlegenheit seiner Truppen. Frühzeitig eröffneten die Katapulte das Feuer.





Auch die Bogenschützen fielen bald in den Beschuss ein, die Verluste der Römer stiegen rapide an. Die Reiterei sorgte an der linken Flanke der Römer für Unruhe.







Salve auf Salve prasselte auf die römischen Truppen nieder und fügte ihnen schwere Verluste zu.





Schließlich fiel Lucullus, der Führer der römischen Truppen in der Schlacht. Der Sieg war Eteonous’ Truppen nicht mehr zu nehmen.





Die 11.400 Soldaten, unter dem Kommando des ehemaligen Konsuls Lentulus Lucullus, wurden vom Angriff von Eteonous überrascht und fanden keine Zeit mehr ihre Reihen zu ordnen. Die Katapulte und cretischen Bogenschützen dezimierten die römischen Truppen gewaltig, durch den Einsatz der Reiterei wurden dann die Reste vernichtet. Rund 100 Römer überlebten das Massaker, der Rest war gefallen, darunter auch Lentulus Lucullus, Eteonous hielt außerdem einen römischen Adler in den Händen. Eteonous verlor noch mal 600 Mann, es sollten die letzten Verluste in einem lang anhaltenden Krieg gewesen sein.





Eteonous schickte nun Gesandtschaften zum römischen Senat, den Familien der Iulier und Bruti, den Parthern und den Ägyptern. Mit den Ägyptern wurde ein Protektorat seitens des Bundes vereinbart und damit der Krieg beendet. Auch mit allen anderen wurde nun ein Friedensvertrag ausgearbeitet und in Kraft gesetzt. Der Krieg war beendet, die Grenzen nun sicher. Es gab nun nur noch eine wirkliche Großmacht in der bekannten Welt und sie stand unter der Führung des spartanischen Königs.

Der Bund der Hellenen, gegründet in einer Zeit der Gefahr zum Schutze der einzelnen Städte, bestand zu Beginn aus fünf Städten, nun fast 150 Jahre später gehörten dem Bund insgesamt 37 Städte, in ihnen und ihrem Umland lebten rund 5.100.000 Menschen.

Die Armee und die Flotte über die der Bund verfügte waren gewaltig und suchten ihresgleichen in der bekannten Welt:

Zehn Flotten existierten, die die Handelswege des Bundes gegen jede Art der Gefahr schützten, sie hatten ihre Stützpunkte in Syracusae, Roma, Tarentum, Athenae, Sparta, Rhodos, Byzantium, Sinope, Nicomedia und Tarsos. Insgesamt setzten sich die Flotten aus 618 Kriegsschiffen zusammen, im Einzelnen waren es 300 Biremen, 192 Triremen und 126 Quinquiremen mit insgesamt 73.200 Mann Besatzung.

Auch zu Lande war die Macht des Bundes nicht zu unterschätzen. Der Bund verfügte über eine zweigeteilte Armee, einmal ein Heer aus regulären Truppen die überwiegend die Garnison der einzelnen Städte des Bundes bildeten, es bestand aus rund 410.000 Mann davon etwa 19.000 Mann schwere Reiterei, 79.000 Bogenschützen, 77.000 Plänklern, 179.000 Mann Hoplitentruppen und 56.000 Mann leichte Reiterei. Dazu kamen dann noch Söldnertruppen deren Hauptaufgabe die Verteidigung der Grenzen war. Es waren nochmals rund 122.000 Mann, die aus 56.000 Mann Infanterie, 14.000 Mann Hoplitentruppen, 6.000 cretischen Bogenschützen, 40.000 Plänklern und 6.000 Mann schwerer Reiterei bestanden. Damit verfügte der Bund über eine Landstreitmacht von rund 532.000 Mann.

Niemand sonst konnte auch nur annähernd große Streitkräfte aufbieten und so gab es auch niemanden mehr der noch weiter sinnlos Krieg gegen den Bund führen wollte. So hielt denn nun der Frieden Einzug in die Länder rund um das Mare Internum.











Wichtige Personen des Bundes:


Der König

Der Thronfolger

Der Älteste Spartaner I

Der Älteste Spartaner II



Das Gebiet des Bundes:


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Süditalien

Sizilien

Pannonien

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Luca Iulius Cinna Magnus Offline




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25.05.2007 17:21
#3 RE: Kapitel XV + Epilog Thread geschlossen

Epilog


Nun bin ich dem Wunsch des Volkes von Sparta nachgekommen und habe die Geschichte des hellenischen Volkes niedergeschrieben. Eine Geschichte voller Helden, Kriege und Unglücke. Zurückblickend muss man sagen, dass die Gründung des Bundes der Hellenen, das Volk vor dem Untergang bewahrt hat, denn über kurz oder lang hätte es sich entweder gegenseitig vernichtet oder wäre einem hungrigen Nachbarn zum Opfer gefallen. So aber hat der weise König Kleomenes Weitsicht bewiesen und den Grundstein für das gelegt, was der Bund heute repräsentiert, eine starke Gemeinschaft aller hellenischen Städte. Vier Könige folgten auf Kleomenes und jeder hat seinen Teil zur Stärke und Größe des Bundes beigetragen. Wer denn nun der größte von ihnen war, muss das Rad der Zeit der Nachwelt offenbaren. Für diejenigen die unter ihnen gelebt haben, werden sie alle Helden bleiben. Alexander der Große träumte von einem Weltreich, der Bund hat es sich geschaffen, er hat die hellenische Kultur in alle Länder der Oikumene getragen. Der Handel blüht auf, sei es mit dem fernen Reich Han oder dem reichen Samarkand, auf unter den einzelnen Städten ist ein Wohlstand entstanden wie ihn weder das alte Babylon noch sonst eines der alten untergegangenen Imperien jemals erreichte.

Es gilt nun nach vorne zu sehen, denn die Vergangenheit kann nun jederzeit und im Detail nachgelesen werden. Eteonous, unser großer König, regiert nun schon 52 Jahre lang das Königreich Sparta und den Bund der Hellenen, sein Thronfolger Therapon wird eines, hoffentlich noch fernen, Tages ein schweres Erbe antreten. Allerdings haben ihm die Könige vor ihm eine Welt hinterlassen in der Frieden herrscht und der jetzt schon als der „Hellenische Frieden“ bezeichnet wird.

Da die Hellenen aus ihrer Geschichte gelernt haben ist es nicht zu befürchten, dass alte Verhaltensweisen wie die Missgunst unter den einzelnen Städten wieder auftreten werden. So geht der Bund nun einer Zeit entgegen wie es sie in der Geschichte noch nicht gab.

Und auch ich, der ich Leonidas von Sparta bin, dritter Träger dieses Namens in der glorreichen Geschichte dieser Stadt, werde meinen Teil dazu beitragen. Gewiss nicht als Krieger, denn wenn es keine Kriege gibt braucht man nur wenig Soldaten, aber als Reisender in der bekannten Welt. Meine Reisen werden mich an wundervolle und seltsame Orte zugleich führen. Ich werde Alexandreia besuchen die Stadt Alexanders, auch Roma die Stadt der trojanischen Nachfahren werden meine Augen erblicken, Athenae die kulturell größte Stadt des Bundes wird Station sein auf meinen Studien der Rhetorik, Mathematik, Architektur und Naturwissenschaften. Auch die Städte des Ostens wie Antiochia, Sidon oder Susa werde ich besuchen und wenn mich die Götter leiten auch das große Carthago. Und wenn ich mich von so viel Fremdem umringt nach der Heimat sehne, besuche ich Creta, Rhodos, Pergamon, Syracusae und am Ende meines Lebens kehre ich nach Sparta zurück in der Gewissheit die Welt gesehen zu haben, mit den Göttern gewandelt zu sein und kann in Frieden Abschied nehmen von dieser schönen Welt.

Sparta, im Herbst des Jahres 121 v.Chr.

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