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 "Res Gestae Gens Iulii"
Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

11.12.2006 16:39
RE: Res Gestae Gens Iulii - Kapitel VI Thread geschlossen

Kapitel VI

Die Jahre 288 – 298


Das Jahr 289 war noch nicht alt, als es zu zwei größeren Aufständen kam, der eine in der Provinz Narbonensis, der andere in der Provinz Noricum. Die Statthalter reagierten umgehend und schlugen die Aufstände nieder. Appius Lucullius, Statthalter der Provinz Narbonensis, stellte die Aufständischen erstmals nördlich von Narbo Martius, jedoch zogen sich diese zurück. Lucullius nahm die Verfolgung auf und stellte die Rebellen im Grenzgebiet zur Provinz Aquitanien ein zweites Mal. Diesmal war kein Entkommen möglich. Der XXXI.Legion waren die Rebellen aber nicht gewachsen. Von den rund 5.000 Rebellen starben über 2.000 in der Schlacht. Die römischen Verluste betrugen rund 1.400 Mann. Währenddessen war auch Spurius Lucullius, Statthalter von Noricum und Bruder des Appius, mit der XXII.Legion auf die Rebellen getroffen. Beim Anblick der kampfbereiten römischen Legion zogen es die 5.000 Rebellen vor den Rückzug anzutreten, jedoch hatte Lucullius nicht vor sie ziehen zu lassen. Er erzwang die Schlacht und seine Soldaten töteten rund 2.300 Rebellen. Lucullius verlor etwa 800 Soldaten.

Auch Cassius Curtius konnte in diesem Sommer den ersten Teil seiner Aufgabe erledigen, da er die Rebellion in Zentralgallien niederschlug. Beim ersten Aufeinandertreffen wichen die 3.000 Rebellen noch aus, aber Curtius setzte mit der XLIII.Legion nach und stellte die Rebellen im Grenzgebiet zur Provinz Belgica zur Schlacht. Die Rebellen waren chancenlos und verloren rund 1.500 Mann, die XLIII.Legion hatte 1.100 Mann Verluste.

Im Sommer des gleichen Jahres verfügte Marcus die Aufstellung der VI.Flotte unter dem Kommando von Admiral Herennius. Als Stützpunkt sollte Numantia dienen und von dort aus war die neue VI.Flotte zusammen mit der IV.Flotte zur Sicherung des Mare Cantabricum vorgesehen.

Im Winter des Jahres 289 wurde dem Numerius Iulius der lang ersehnte Sohn geboren. Er wurde Tiberius genannt. Dieses freudige Ereignis wurde allerdings vom Tode Fadias, der Schwester des Numerius, überschattet. Sie starb im Alter von 64 Jahren.

In dieser Zeit erledigte Cassius Curtius den zweiten Teil seiner Aufgabe, mit der XLVI.Legion rückte er gegen die Rebellen vor. Die nur rund 1.500 Rebellen wollten sich jedoch nicht sinnlos opfern und flohen beim ersten Zusammentreffen. Curtius kannte aber keine Gnade und in der darauf folgenden Schlacht wurden die Rebellen besiegt. Den rund 500 Mann Verluste auf Rebellenseite standen etwa 350 Mann Verluste auf römischer Seite gegenüber. Nach dem Abschluß der Kämpfe kehrte Curtius in die, ihm als Statthalter unterstellte, Provinz Lugdunensis zurück.

Unterdessen konnte die Blockade des Hafens von Patavium durch die II.Flotte errichtet werden.

Die Ergebnisse der Wahlen für die Senatsämter der Jahre 290 – 294 wurden im Sommer 218 bekannt gegeben. Folgende Senatoren waren gewählt worden:

Pontifex Maximus: Manius Iulius

Zensor: Marcus Iulius

Konsul: Amulius Iulius

Prätor: Valerius Iulius der Ältere

Ädil: Spurius Constantius

Quästor: Quintus Scipio


Der Senat erbat zu dieser Zeit eine Blockade des Hafens der Stadt Apollonia. Die II.Flotte setzte umgehend Kurs nach Apollonia und noch im Winter dieses Jahres stand die Blockade.

Im Winter 290 gab es gleich doppelten Grund zur Freude, denn Marcus wurde gleichzeitig Vater und Großvater. Während er noch eine Tochter von den Göttern geschenkt bekam, wurde sein jüngster Sohn Valerius zum ersten Mal Vater. Auch ihm wurde eine Tochter geschenkt. Marcus’ Tochter erhielt den Namen Ustina und Valerius’ Tochter den Namen Lepida.

Ein halbes Jahr später brach in der Provinz Lugdunensis eine neue Rebellion aus und venetische Rebellen fielen in die Provinz Noricum ein und verwüsteten diese. Spurius Lucullius, der Statthalter Noricums zog den einfallenden Rebellen mit der XXII.Legion entgegen. Zuerst zogen sich die Rebellen zurück, doch dann stellten sie sich zum Kampf. Jedoch war es ein ungleicher Kampf und so war der Ausgang auch von vornherein klar. Roms Truppen obsiegten wieder einmal. Von den über 4.500 Rebellen fanden an die 2.000 den Tod. Rund 350 Mann der XXII.Legion starben ebenfalls. Um die Rebellion in der Provinz Lugdunensis kümmerte sich, der in diesen Dingen mittlerweile sehr erfahrene, Cassius Curtius mit der XVI.Legion. Beim ersten Zusammentreffen mit den rund 3.500 Rebellen nördlich der Stadt Lugdunum, zogen sich diese zurück. Die Verfolgung endete dann am Rhodanus wo sich die Rebellen stellten. 1.500 von ihnen fielen im Kampf, dazu 500 römische Soldaten.

Und auch der Senat überraschte mit einer großen Aufgabe: der Eroberung der makedonischen Hauptstadt Thessalonica. Damit würden die Iulier endlich einen Handelszugang zum Mare Aegaeum und damit zu den Ländern im Osten und nach Ägypten erlangen. Aufgrund der immer noch prekären Finanzlage überaus wichtig. Marcus hielt sich mit der I., II. und III.Legion nahe der Grenze zum makedonischen Königreich auf und marschierte nach Erhalt der Senatsnachricht unverzüglich auf Thessalonica zu und konnte bereits im Winter 291 die Belagerung beginnen.

Im Sommer 292 wurde Popilia, die Tochter des Kaeso Mettius, mit dem aus dem Geschlecht der plebejischen Silier stammenden Quintis Silius (geb. 263) verheiratet. Da Mettius selbst aus plebejischem Geschlecht stammt hielt sich Marcus mit seinem Einwand zurück. Zumal Quintis Silius auf militärischem Gebiet hervorragende Anlagen zeigte. Mettius vertraute seinem Schwiegersohn denn auch umgehend die Statthalterschaft der Provinz Ligurien an, da Marcus ihn zum Statthalter der Provinz Zentralgallien berufen hatte.

Bereits im folgenden Winter wurde Kaeso Mettius nochmals Vater. Es war sein erster Sohn, er erhielt den Namen Sextus. Zur gleichen Zeit ließ Marcus seine Truppen den Sturm auf Thessalonica eröffnen. Seinen drei Legionen mit rund 14.500 Mann standen etwas 13.000 makedonische Soldaten, unter der Führung des makedonischen Adligen Koinos, gegenüber.



Die Eroberung Thessalonicas im Winter 292


Persönliche Aufzeichnungen des Marcus Iulius

5.Tag des Ianuarius im Jahr 280
Vorabend der Schlacht
Legionslager vor Thessalonica


Im Morgengrauen werden wir dem Willen des römischen Senats nachkommen und den Makedonen diese Stadt wegnehmen. Meine Soldaten werden die ihnen gestellte Aufgabe meistern, darüber gibt es keinen Zweifel. Ich muss allerdings sagen, dass mich die ständige Bevormundung durch den Senat sehr stört, die momentane Situation verlangt allerdings, dass wir uns dem Senat fügen. Eines Tages wird aber der Zeitpunkt kommen, an dem sich der Senat unserem Willen fügen uns.




Männer

heute haben wir die Gelegenheit den Makedonen ihre Hauptstadt zu entreißen. Welch ein Triumph für uns. Wir erstürmen die Mauern und jagen die Makedonen aus der Stadt. Wer sollte uns aufhalten. Etwa dieser kleine Haufen Soldaten in der Stadt. Die Götter scheinen Sinn für Humor zu haben.

Vorwärts zum Sieg!!











Die Schlachtaufstellung zu Beginn der Schlacht.





An strategisch günstigen Punkten gelangen meine Truppen über Leitern auf die Mauer.









Nachdem durch meine Katapulte ein Tor zerstört werden konnte, griff meine Reiterei in den Kampf ein und trieb die Makedonen zurück.



Ich brachte meine Truppen rund um die Piazza in Stellung.











Dem finalen Angriff hielten die Makedonen nicht lange stand, der Sieg war unser.


Der Kampf war lang und hart. Doch Roms Soldaten, unter der erfahrenen Führung des Marcus Iulius, nahmen die Stadt schließlich ein. Bis auf knapp 100 Mann wurden die Verteidiger alle getötet, doch auch der römische Blutzoll war hoch, fast 3.600 Mann waren gefallen. Nachdem die Stadt erobert war, versklavte Marcus rund 4.500 Menschen und richtete eine neue Provinz ein. Es war die 17.iulische Provinz und trug den Namen Makedonien. Als Garnisonstruppen wurden die LII., LIII. und LIV.Legion aufgestellt.



Kampagnenshot 215 v.Chr.


Im Sommer 293 erging vom Senat der Auftrag den Hafen von Patavium zu blockieren. Da die II.Flotte zu dieser Zeit in Ariminum, zur Aufnahme von Verstärkungstruppen für Marcus’ Legionen, vor Anker lag, wurde Admiral Flavius dieser Auftrag übertragen und noch im selben Sommer war die Blockade errichtet.

Mit der I.Legion zog Marcus zu dieser Zeit nach Norden um ein makedonisches Heer aus der Provinz zu vertreiben. Die Makedonen vermieden die Schlacht zunächst, stellten sich dann aber im Grenzgebiet zu der Provinz Paionien zur Schlacht. Die knapp 5.000 Mann hielten aber nicht lange stand und wurden restlos niedergemacht. Marcus hatte gerade mal rund 170 Tote.

Im Winter des gleichen Jahres verstarb Domitilla, die Frau von Amulius, im Alter von 69 Jahren. Dieses Unglück unterbrach die Feierlichkeiten von Decimus, dem Sohn der Domitilla, der zu dieser Zeit mit Hostia (geb. 256), aus dem Geschlecht der patrizischen Sestier, verheiratet wurde. Der Senat hielt ebenfalls einen überraschenden Auftrag in der Hand: Einnahme der karthagischen Stadt Corduba. Damit wäre Karthago wieder auf seine afrikanischen Besitzungen zurück gedrängt. Marcus war sich aber noch nicht sicher ob er diesen Auftrag ausführen lassen würde. Dies musste erst wohl durchdacht werden. Und ein weiterer Todesfall sorgte für Trauer, den Admiral Julianus, Befehlshaber der I.Flotte, verstarb ebenfalls in diesem Winter. Damit war ein weiterer Veteran und Kampfgefährte des Flavius gestorben. Neuer Befehlshaber der I.Flotte wurde Admiral Cassius.

Die Ergebnisse der Wahlen für die Senatsämter der Jahre 294 – 298 wurden im Sommer 294 bekannt gegeben. Folgende Senatoren waren gewählt worden:

Pontifex Maximus: Marcus Iulius

Zensor: Manius Iulius

Konsul: Valerius Iulius der Ältere

Prätor: Spurius Constantius

Ädil: Valerius Iulius der Jüngere

Quästor: Numerius Iulius


Zur gleichen Zeit wurde dem Cnaeus Commodus sein zweites Kind geboren, es war eine Tochter die den Namen Tranquillina bekam. Sein Erstgeborener wurde zu dieser Zeit auch alt genug zum Anlegen der Männertoga. Er wurde als stellvertretender Statthalter seinem Vater in Segestica zugewiesen.

Im Winter 294 heiratete Kaeso Mettius’ zweite Tochter Pulcheria. Sie wurde mit Marcellus Pedianus (geb. 278) vermählt. Dieser übernahm die Statthalterschaft der Provinz Zentralgallien, da Kaeso Mettius von Marcus zum Statthalter der Provinz Belgica ernannt worden war.

Zur gleichen Zeit betrat ein fremdes Heer erstmals seit langer Zeit römischen Boden. Die Makedonen landeten mit einer Armee östlich von Kroton und bedrohten damit die Provinz Bruttium.

Weitaus schlimmer war die Nachricht vom Kriegsausbruch mit Karthago. Die Karthager hatten überraschend mehrere Häfen blockiert und damit den Krieg eröffnet. Dadurch kündigten die Germanen den seit 50 Jahren bestehenden Bündnisvertrag, die Britannier beendeten das römische Protektorat ihre Gebiete und schickten eine Armee in gallisches Territorium.

Die I.Flotte unter Admiral Cassius lief deshalb sofort aus und durchbrach die Blockade. Die Verluste während des Seegefechtes waren auf beiden Seiten ungefähr gleich groß. 200 Gefallene auf römischer Seite, 270 auf makedonischer Seite.

Um die Provinz Keltiberien zu schützen wurde im Sommer 295 wegen des Krieges mit den Karthagern ein Bündnis mit den Spaniern geschlossen. Außerdem marschierte Cnaeus Iulius von Numantia aus mit der XXXVII. und XXXVIII.Legion zur karthagischen Stadt Corduba. Der Gegenschlag sollte schneller erfolgen als die Karthager dachten. Damit kam Marcus nun doch dem Senatsauftrag nach.

Der Winter 295 brachte gleich zweifache Trauer ins Haus der Iulier. Decius Iulius verstarb im Alter von 63 Jahren in Aquincum und Manius Iulius im Alter von 67 Jahren in Lemonum. So war auch die Hochzeit von Aulus Commodus mit Fabia (geb. 283), aus der angesehenen patrizischen Familie der Metilier, den Umständen angepasst. Neuer Statthalter der Provinz Pannonien wurde Secundus Coruncanius, während Marcellus Iulius neuer Statthalter der Provinz Aquitanien wurde.

Zur gleichen Zeit erhob sich in Dalmatien eine Rebellion unter der Führung des dalmatischen Adligen Hermon von Catana.

Die nächste Hochzeit im folgenden Sommer wurde schon wieder ausgelassener gefeiert. Servilia, die Tochter von Cassius Curtius, wurde mit Caius Ulpianus (geb. 280) verheiratet. Ulpianus erhielt die Statthalterschaft über die Provinz Ätolien und begab sich kurz darauf nach Thermon.

Im Sommer 296 erreichte Cnaeus mit seinen Legionen die Stadt Corduba und begann die Belagerung. Die IV.Flotte unter Admiral Cornelius vernichtete bei Londinium eine Piratenflotte. Unterdessen durchbrach die III.Flotte unter Admiral Tiberius die Blockade Massilias. In der anschließenden Seeschlacht konnte die karthagische Flotte geschlagen werden. Die Verluste betrugen auf römische Seite rund 600 Mann, die Karthager verloren etwa 500 Mann. Nahe Apollonia gelang der II.Flotte unter Admiral Flavius ein Sieg gegen eine makedonische Flotte. Während die Makedonen rund 650 Mann verloren, waren die römischen Verluste bedeutend geringer und betrugen nur etwa 130 Mann.

In dieser Zeit war auch ein weiteres makedonisches Heer mit annähernd 22.000 Mann vor Thessalonica erschienen und begann mit der Belagerung der Stadt. Obwohl Marcus’ Legionen stark angeschlagen waren und nur noch 10.000 Soldaten umfassten, riskierte er einen Ausfall. Jedoch gelang es ihm nicht die Makedonen zu schlagen. Er konnte ihnen aber bedeutende Verluste zufügen, rund 12.000 makedonische Soldaten waren gefallen. Die eigenen Verluste umfassten gerade einmal etwa 270 Männer. Nachdem die Makedonen daraufhin die Belagerung abbrachen, sah Marcus seine Chance gekommen. Das makedonische Heer umfasste nur noch rund 9.500 Mann, deshalb verfolgte er dieses Heer hartnäckig. Zuerst konnte es sich noch der Schlacht entziehen. Marcus ließ jedoch nicht locker und zwang die Makedonen zur Schlacht. Seine Männer hielten grausige Ernte unter den geschwächten und demoralisierten Makedonen. Nur rund 400 Makedonen entkamen lebend dem Gemetzel. Marcus’ Legionen hatten fast keine Verluste. Die schweren Katapulte und der massive Einsatz der Bogenschützen ermöglichten diese Kampftaktik erst. Die Makedonen kamen fast gar nicht an die römischen Linie heran ohne schon vorher stark dezimiert worden zu sein.

Im Winter 296 konnte Quintis Iulius die Rebellion des dalmatischen Adligen Hermon von Catana unter Kontrolle bringen. Mit der XXVIII.Legion stellte er die Aufständischen zweimal, jedoch kämpften sie erst beim zweiten Aufeinandertreffen. Von den rund 6.000 Rebellen kamen dann etwa 2.400 in der Schlacht um. Die XXVIII.Legion verlor an die 400 Soldaten.

Der Sohn des Spurius Constantius, Lentulus, wurde im Sommer 297 erwachsen und sollte als stellvertretender Statthalter unter seinem Vater in der Provinz Paionien dienen. Unterdessen war Marcus mit seinen drei Legionen nach Süden marschiert. Dabei waren sie im Grenzgebiet der Provinz Makedonien auf ein weiteres makedonisches Heer gestoßen. Die Makedonen waren von diesem Zusammentreffen sichtlich überrascht und traten umgehend den Rückzug an. Marcus dachte aber nicht daran sie entkommen zu lassen. Mit der bewährten Taktik des Katapult- und Bogenschützeneinsatzes wurde das makedonische Heer unter geringen Verlusten zerschlagen. Von den etwa 11.500 makedonischen Soldaten blieben 11.000 tot auf dem Schlachtfeld zurück.

Im Winter des Jahres 297 gab es gleich zwei Geburten in der iulischen Familie. Die Götter schenkten dem Quintis Silius einen Sohn, der den Namen Publius erhielt und dem Spurius Constantius wurde eine Tochter geschenkt. Sie erhielt den Namen Euphemia.

Des Weiteren brach zu dieser Zeit ein Aufstand in der Provinz Ligurien aus, der das Eingreifen des dortigen Statthalters Quintis Silius nötig machte. Mit der X.Legion schlug er den Aufstand des rund 6.500 Mann starken Rebellenheeres nieder. Obwohl diese der Schlacht auswichen konnte Silius sie nördlich der Stadt Segesta endgültig stellen und vernichten. Rund 3.000 Rebellen fielen, während auf römischer Seite die Verluste bedeutend geringer waren und etwa 1.200 Mann betrugen.

Die Ergebnisse der Wahlen für die Senatsämter der Jahre 298 – 302 wurden im Sommer 298 bekannt gegeben. Folgende Senatoren waren gewählt worden:

Pontifex Maximus: Valerius Iulius der Ältere

Zensor: Marcus Iulius

Konsul: Spurius Constantius

Prätor: Valerius Iulius der Jüngere

Ädil: Numerius Iulius

Quästor: Kaeso Mettius


Im Sommer 298 herrschte große Trauer im Iulischen Haus, als Amulius im Alter von 73 Jahren in Salona verstarb. Sein Sohn Quintis Iulius wurde sein Nachfolger als Statthalter der Provinz Dalmatien.

Sextus Curtius, in diesem Sommer alt genug zum Anlegen der Männertoga, wurde als Nachfolger von Cnaeus Iulius als Statthalter der Provinz Keltiberien nach Numantia beordert.

Unterdessen konnte die II.Flotte unter Admiral Flavius bei Tarentum eine weitere makedonische Flotte unter geringen eigenen Verlusten schlagen.

Nach zwei Jahren Belagerung entschloß sich Cnaeus zum Sturm auf Corduba. Während die XXXVII. und XXXVIII.Legion mit etwa 15.000 Mann in die Schlacht zogen, wurde Corduba von rund 10.000 karthagischen Soldaten, unter der Führung des karthagischen Adligen Xenophanes, verteidigt.



Die Eroberung Cordubas im Sommer 298


Persönliche Aufzeichnungen des Cnaeus Iulius

11.Tag des Iunius im Jahr 298
Vorabend der Schlacht
Legionslager vor Corduba


Der Marsch hierher war lang, ebenso die Belagerung. Morgen aber ist der Tag gekommen an dem sich Rom an den punischen Bastarden rächen wird. Mein Vater vertraut meinen Fähigkeiten und ich habe nicht vor ihn zu enttäuschen. Durch diesen Sieg werden wir die Punier endgültig nach Afrika zurücktreiben und unseren Machtbereich weiter vergrößern. Uns gehört jetzt schon die halbe Welt, den Rest holen wir uns auch.




Meine tapferen Soldaten,

die Stunde der Wahrheit ist gekommen. Der Sturm soll beginnen. Wir werden den Puniern heute zeigen, was es bedeutet uns zu verraten. Wir werden ihnen die Stärke und Überlegenheit Roms demonstrieren damit sie erkennen welch törichte Tat sie begingen als sie uns angriffen. Diese Stadt mit ihrem Reichtum wird uns gehören dafür werdet ihr gewiss sorgen.

Auf zu reicher Beute!!








Die Schlachtaufstellung zum Beginn der Schlacht.









Zuerst bringe ich meine Belagerungstürme an den schwach besetzten Punkten an die Mauer um frühzeitig die Kontrolle über die Verteidigungstürme zu erlangen.



Auf der Mauer kommt es zu ersten harten Kämpfen.



Durch ein eigenommenes Tor greifen erste Reitereieinheiten in die Schlacht ein und treiben die Infanterie der Karthager Richtung Stadtmitte.



Auch auf den Mauern werden trotz schwerer Verluste Erfolge errungen und der Gegner zurückgetrieben.





Die letzten versprengten Einheiten des Gegners werden vernichtet. Der gegnerische General fällt in der Schlacht.















Der Kampf war hart, die Verluste hoch.




Es wurde ein schwerer Kampf. Aber die Einnahme der Stadt gelang, wenn auch unter schweren Verlusten. Etwa 7.500 tapfere römische Soldaten mussten ihr Leben lassen. Die karthagische Garnison wurde bis auf wenige Überlebende komplett vernichtet. Danach wurden auf Cnaeus Befehl über 100.000 Menschen dieser blühenden Großstadt versklavt bzw. massakriert. Die Empörung in Rom war dementsprechend groß, noch nie hatte ein Feldherr eine solche Bluttat angeordnet. Auch Marcus war alles andere als erfreut, seit Flavius wurde sehr genau darauf geachtet sich ehrenhaft zu verhalten und dem Iulischen Haus keine Schande zu bereiten. Was sein Sohn getan hatte schadete dem Ansehen der Iulier und dem Ansehen Roms. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war Marcus glücklich darüber, dass er nicht Cnaeus sondern dessen jüngeren Bruder Valerius zum Nachfolger designiert hatte. Weitere Konsequenzen blieben aber aus. Cnaeus richtete nun vielmehr die 18.iulische Provinz ein und übernahm die Statthalterschaft. Die Provinz erhielt den Namen Baetica und als Sicherungstruppen wurden die LV., LVI. und LVII. Legion aufgestellt.



Kampagnenshot 210 v.Chr.


Bereits ein halbes Jahr später, im Winter 298, brach eine erste Rebellion in der neuen Provinz Baetica aus.

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