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 "Spartas Rückkehr zur Macht"
Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

03.05.2007 20:04
RE: Kapitel XIII Thread geschlossen

Kapitel XIII
Sommer 149 v.Chr. – Winter 140 v.Chr.



Verabredungsgemäß hielt das Protektorat mit dem Senat nur ein halbes Jahr an, diese Zeit genügte Eteonous für sein Vorhaben. Auch die Römer schienen die Zeit genutzt zu haben, denn umgehend stand eine Armee vor den Toren Romas und errichtete einen Belagerungsring um die Stadt.

Eteonous verlegte in diesem Sommer die crotonische Flotte unter Admiral Xenagoras dauerhaft nach Tarentum. Ebenso erhielt die sinopische Flotte einen neuen Oberbefehlshaber, da der bisherige, Admiral Pistias, verstorben war. Sein Nachfolger wurde der 20 Jahre alte Admiral Admetos. Auch die nicomedische Flotte war von einer Umstrukturierung betroffen, der bisherige Befehlshaber Admiral Taureas wurde von dem 21 Jahre alten Admiral Eumaeus abgelöst.

In Rhodos kam es zu einer personellen Umbesetzung in der Verwaltung, der stellvertretende Verwalter Plato von Samothrace wurde abberufen und durch seinen jüngeren Bruder Damian von Samothrace ersetzt, der gerade erwachsen geworden war. Plato wurde von Eteonous als Verwalter nach Thermon beordert.

Unterdessen war Eteonous mit seinem Heer vor Sidon angekommen und begann mit der Belagerung der Stadt.

In der Heimat, in der Provinz Attica kam es zu einer kleinen lokalen Erhebung, der sich Podalinus, Verwalter Athenaes, annahm. Mit seiner Leibwache jagte er die Aufständischen bis an die Grenzen der Provinz ehe die sich dem Kampf stellten. Die 1.100 Männer zu Fuß konnten den über 400 schweren Reitern der Leibwache nicht standhalten und wurden niedergeritten. Etwa 250 starben, ehe die Aufständischen aufgaben, Podalinus hatte hingegen nur eine handvoll Reiter verloren.

Nicomachos, Verwalter Romas, entschloss sich zum Ende des Sommers zu einem riskanten Unterfangen. Mit seinen 19.000 Soldaten wagte er einen Ausfall. Doch mittlerweile hatten sich weitere römische Truppen der Belagerung angeschlossen, sodass Nicomachos’ Truppen einer gewaltigen Übermacht gegenüber standen. Neben der ursprünglichen 13.600 Mann starken Belagerungsarmee waren nun noch 10.200 Soldaten unter Servius Iulius, 450 Mann unter dem ehemaligen römischen Konsul Iulianus Metellus, 700 Mann unter dem ehemaligen römischen Ädil Titus Pontius, 600 Mann unter dem ehemaligen römischen Quästor Caius Caecus, sowie weitere 8.500 Soldaten der Senatsarmee unter der Führung eines Centurios dazu gestoßen. Insgesamt standen den 19.000 hellenischen Soldaten über 34.000 römische Soldaten gegenüber.


Die Schlacht von Roma im Sommer 149 v.Chr.










Männer,

heute ist ein glorreicher Tag. Glorreich für die, die siegen und überleben werden. Vor den Toren dieser Stadt, wartet der Feind, unbarmherzig, grausam und verschlagen. Seit vielen Jahren bekämpfen wir ihn schon. Doch er ist wie eine Hydra, für einen abgeschlagenen Kopf wachsen zwei neue nach. Deshalb ist es unsere oberste Pflicht alles zu kämpfen als gäbe es kein morgen mehr. Und eines Tages werden wir so viele Köpfe abgeschlagen haben, dass keiner mehr nachwächst. Bis dahin werden wir uns damit begnügen die Römer zu schlagen wo sie uns begegnen.

Für den König!!!





Obwohl sich die Verstärkung der Römer verspätete, waren sie zahlenmäßig klar überlegen. Jedoch hatten die Truppen des Nicomachos, den Vorteil der Mauer auf ihrer Seite.





Nach und nach fielen die Anführer der verschiedenen römischen Armeen. Ein Großteil der Truppen waren vernichtet oder auf der Flucht.



Nicomachos schickte dann die Reiter um den Römern den Rest zu geben.




Doch Nicomachos schaffte das schier Unmögliche. Mit einer List, er öffnete eines der Stadttore, lockte er die römischen Truppen an. Dadurch gerieten sie in Reichweite der Verteidigungstürme der Stadtmauer. Das Tor selbst sperrte er mit seinen Hopliten, die die eindringenden Römer in der Enge des Tores in Phalanxformation erwarteten und sie nach und nach niederstachen. Es wurde ein furchtbares Gemetzel. Die Verluste auf römischer Seite waren niederschmetternd, lediglich 3.200 von 34.000 Mann kamen mit dem Leben davon. Die Verluste von Nicomachos waren mit 3.400 toten Soldaten vergleichsweise unbedeutend.

Im folgenden Winter konnte die, seit dem Winter 150 v.Chr., in Sparta grassierende Seuche endgültig besiegt werden, der seit dem Ausbruch fast 48.000 Bürger und fast 2.000 Soldaten der Garnison zum Opfer gefallen waren.

Dadurch konnten die drei anstehenden Hochzeiten ausgelassener gefeiert werden. Epicurus von Messana wurde mit der thessalischen Prinzessin Calliphana (geb. 175 v.Chr.) vermählt, während Deukalos von Heracleia die argosische Prinzessin Alcyone (geb. 171 v.Chr.) heiratete. Zu guter letzt wurde dann die Heirat von Canace, der Tochter des Nicomachos, mit Thrasidaios von Portaes (geb. 182 v.Chr.) gefeiert. Thrasidaios wurde sofort Nicomachos als Stellvertreter zugewiesen. Außerdem nahm Borus von Delos den verdienten Söldnerführer Pharsanzes von Heracleia an Stelle eines Sohnes in seine Familie auf. Eteonous hatte für Pharsanzes sofort Verwendung und beorderte ihn zu sich um ihm das Kommando über eine Armee zu übergeben, mit der er, den von Eteonous ausgearbeiteten, Feldzugsplan gegen Ägypten, unterstützen sollte.

Währenddessen brach in Epirus ebenfalls ein Aufstand aus, die Rebellen sammelten sich nahe Apollonia, doch Hippias von Delphi, Verwalter Apollonias, sah vorerst keine Grund dieser Erhebung allzu viel Aufmerksamkeit zu schenken und tat nichts zur Niederschlagung.

Aloeus rückte derweil zur Unterstützung von Eteonous in Richtung Sidon vor und traf nahe der Stadt auf eine ägyptische Armee unter dem Adligen Pamir Epiphanes, die er umgehend angriff. Die Ägypter boten etwa 10.500 Soldaten auf, während Aloeus 17.300 Soldaten in die Schlacht führte. Der Kampf war kurz, aber heftig und Aloeus siegte allein aufgrund der Tatsache, dass seine Truppen nicht vom Schlachtfeld flohen. Die Verluste waren auf beiden Seiten hoch, Aloeus büßte 4.500 Mann ein, die Ägypter hatten 6.500 Tote.

Zu Beginn des Sommers 248 v.Chr. rückte Hippias von Delphi mit einer 3.600 Mann starken Streitmacht aus, um den Aufstand in Epirus niederzuschlagen. Als er sich mit seinen Truppen den 4.000 Rebellen näherte zogen diese sich zurück, da sie eine offene Schlacht vermeiden wollten. Hippias setzte nach und erzwang die Schlacht. Seinen Truppen konnten die Rebellen nicht standhalten. 300 Soldaten des Bundes und 1.950 Rebellen fielen im Kampf.

Nahe Cydonia auf Creta traf die athenische Flotte unter Admiral Pittacus auf die versprengten Reste einer römischen Flotte. Admiral Pittacus griff sofort an und konnte die Römer schlagen. Die Verluste auf beiden Seiten waren nicht erwähnenswert und die Römer konnten mit dem Großteil ihrer Schiffe entkommen.

Eteonous wurde während der Vorbereitungen zum Sturm Sidons von außerhalb des Belagerungsringes angegriffen, die eingeschlossenen ägyptischen Truppen unter dem Kommando des Adligen Wah Kasaros unterstützen den Angriff, sodass den 15.500 Soldaten von Eteonous insgesamt 17.500 ägyptische Soldaten gegenüberstanden.


Die Schlacht bei Sidon im Sommer 148 v.Chr.







Meine tapferen Soldaten,

wir stehen am Beginn eines großen Feldzuges mit dem wir unsere ärgsten Feinde, die Ägypter ein für alle mal unterwerfen wollen. Zulange schon bedrohen sie unsere Grenzen, zu viele unserer Brüder fanden durch sie den Tod. Wir beginnen hier und heute unser Werk, hier vor den Mauern Sidons. Und seid gewiss, in den nächsten Jahren werden wir noch viele Mauern sehen, aber keine wird es vermögen uns aufzuhalten. Die Götter stehen uns bei, Ares der große Kriegsgott selbst steht an unserer Seite, ebenso Nike die schon seit jeher über die Heere des Bundes wacht und der große Göttervater Zeus, der hoch auf dem Olymp thront hat seinen Beistand für unsere Sache von jeher gezeigt.

Heute ehren wir die Götter mit dem Blute unserer Feinde!!!





Eteonous setzte auf seine bewährte Taktik und ließ die Katapulte und Bogenschützen den Gegner unter Beschuss nehmen, während die Hopliten diese vor den ägyptischen Reitern und Streitwagen schützten.



Ein versuchte Überflügelung konnte unter Einsatz der gesamten Reiterei abgewiesen werden. Die Verluste auf ägyptischer Seite stiegen. Als schließlich der Anführer der Ägypter fiel, flüchteten diese in Panik vom Schlachtfeld.


Der Angriff der Ägypter schlug auf der ganzen Linie fehl und wurde von Eteonous’ Truppen zurückgeschlagen. Es war ein Heroischer Sieg, wie es ihn selten zuvor gegeben hatte. Fast 3.000 seiner Männer hatte Eteonous verloren, die Ägypter jedoch weit über 16.000 Mann, darunter ihren Anführer Wah Kasaros. Sidon war nun ohne Verteidigung sodass Eteonous nun in die Stadt einrücken konnte, 140.000 Einwohner wurden getötet.

Eteonous unterbrach nun den Feldzug um seine Truppen neu zu organisieren und aufzufrischen. Er beorderte auch die Armee von Aloeus nach Sidon und nach dem Eintreffen des Pharsanzes von Heracleia sollten vier Armeen gebildet und voll ausgerüstet werden um den Feldzug zu Ende zu bringen. Ziele für Eteonous’ Armee waren Alexandreia, Memphis, Thebae und Hierosolyma. Aloeus sollte mit seiner Armee Bostra einnehmen, Pharsanzes die Stadt Dumatha. Die vierte Armee sollte Neokles, der Sohn des Eteonous, übernehmen nachdem er alt genug sein würde für den Kriegsdienst und damit Petra einnehmen. Bis dies soweit war, wären auch die Vorbereitungen für den weiteren Feldzug abgeschlossen.

Zu dieser Zeit verstarb Maeonia, die Frau des Enops von Dimale, im Alter von 65 Jahren.

Die rhodische Flotte unter Admiral Acrisias stieß im Winter 148 v.Chr. südlich Cretas ein weiteres Mal auf eine versprengte Römerflotte, es waren die Schiffe die der athenischen Flotte vor sechs Monaten entkommen waren. Die rhodische Flotte beendete die Existenz dieser Flotte ohne eigene Verluste.

Die barbarischen Einwohner von Galatia probten zu dieser Zeit wieder einmal den Aufstand, sodass Syagros von Samothrace, Verwalter von Ancyra, gezwungen war mit einer starken Streitmacht auszurücken um den Aufstand niederzuschlagen.

Auch auf diplomatischer Ebene konnte in diesem Winter ein großer Erfolg erzielt werden. Mit den Armeniern, die an der Nordostgrenze des Bundesgebietes lebten, wurde durch eine, in deren Hauptstadt, geschickte Gesandtschaft, ein Protektorat Armeniens durch den Bund vereinbart, welches diesem die horrende Summe von 2.000.000 Goldstücken einbrachte und dazu eine ruhige Grenze.

Unterdessen wurde die Hochzeit des Pharsanzes von Heracleia mit der cyrenischen Prinzessin Berenike (173 v.Chr.) gefeiert.

Zu Beginn des Sommers 147 v.Chr. stellte Syagros von Samothrace die galatischen Aufständischen unter ihrem Anführer Cocolitanus von Geneva am Halys zur Schlacht. Die Rebellen zählten 4.900 Mann während Syagros etwa 7.200 Mann zur Verfügung hatte. Der zahlenmäßige Vorteil wirkte sich auf den Ausgang der Schlacht, in der die Rebellen schließlich unterlagen, entscheidend aus. Am Ende hatten sie 3.100 Tote zu beklagen, Syagros hatte 1.400 Mann Verluste erlitten.

Den ausbrechenden Aufstand in Ionia schlug der Verwalter der Stadt Sardes, Glaukos von Thessalia, in einer Schlacht nieder. Die 3.400 Aufständischen stellten sich im Grenzgebiet zu Phrygia zur Schlacht. Glaukos schlug die Rebellen mit seinen 2.700 Soldaten klar. Dabei verlor er an die 200 Soldaten, die Rebellen 1.500 Mann.

Auch in Lycia kam es zu einer weiteren Erhebung. Die Rebellen sammelten sich nahe der Stadt Halicarnassus. Der Verwalter der Stadt, Neoptolemos von Epidamnus, rückte mit 10.800 Soldaten aus, doch zogen sich 3.600 Rebellen umgehend zurück. Sie weiter verfolgend gelang es die Rebellen zu überflügeln und die Schlacht zu erzwingen. Die Schlacht war schnell entschieden, die Rebellen unterlagen und verloren 1.700 Mann, ebenso waren etwa 100 Soldaten des Bundes gefallen.

Aloeus von Zuegma, der mit seiner Armee an der Grenze der eroberten Provinz Phoenicia zur ägyptischen Provinz Iudaea Stellung bezogen hatte, sichtete eine ägyptische Streitmacht die sich auf Sidon zu bewegte. Unverzüglich ging er zum Angriff über. Mit insgesamt 33.500 Soldaten vertrieb er kampflos die 7.000 Mann starke ägyptische Streitmacht.

Cordylion, der gerade erwachsen gewordene Sohn des Posidonios, wurde zu dieser Zeit zum stellvertretenden Verwalter von Bylazora ernannt. Cronos von Lilybaeum, Sohn des Pallas von Lilybaeum und ebenfalls gerade erwachsen geworden, wurde zum Verwalter von Thermon ernannt wo er Plato von Samothrace ablöste, der als Stellvertreter des Hippias von Delphi nach Apollonia ging. Zudem wurde Athenodorus von Phthiotis (geb. 163 v.Chr.), der gerade mit Nikasepolis, der Tochter des Epeigeus von Magnesia, verheiratet worden war als dessen Stellvertreter nach Nicomedia entsandt.

Der folgende Winter brachte an der Grenze der Provinz Phoenicia erneut eine Begegnung der Armee des Aloeus von Zuegma, diesmal etwa 29.000 Mann, mit der bereits eine halbes Jahr zuvor vertriebenen ägyptischen Streitmacht. Wieder zogen sich die Ägypter aufgrund ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit zurück.

Ebenso verhielt sich eine 9.000 Mann starke Streitmacht unter dem Kommando des ägyptischen Adligen Khnumhoptep als sie nahe der gleichen Grenze auf König Eteonous und seine Armee, fast 31.000 Soldaten, traf.

Am Danubius, an der Grenze der Provinz Pannonia, waren Truppen der Römer aufgezogen, sodass sich Onamakritos von Chalcidice, Verwalter von Salonae, genötigt sah mit einigen Truppen an die Grenze zu eilen um einen eventuellen Einfall der Römer zu verhindern. Im Winter 147 v.Chr. überschritten die Römer den Danubius und griffen die Truppen von Onamakritos annahm. Die Armee des Onamakritos bestand zur Gänze aus Söldnern und zählte rund 21.000 Mann, die Römer verfügten hingegen nur über 9.300 Mann. Trotzdem griffen sie an. Jedoch gelang es ihnen nicht die Schlacht zu gewinnen, im Gegenteil sie wurden schwer geschlagen, nur 600 römische Soldaten überlebten die Schlacht. Die Verluste des Bundes betrugen rund 2.800 Mann.

Ein halbes Jahr später sichtete Onamakritos am Danubius eine römische Reiterabteilung unter dem Kommando des ehemaligen römischen Quästors Caius Caecus. Die Abteilung bestand aus 650 Mann schwerer Reiterei. Onamakritos sammelte für den Angriff rund 10.000 Mann um zu verhindern, dass die Römer entkommen konnten. Als die Armee des Onamakritos zum Angriff überging, setzten sich die Römer ab, jedoch genau in die Richtung in der Onamakritos einen Großteil seiner Truppen in den Hinterhalt gelegt hatte und so schnappte die Falle zu. Die Römer waren umzingelt, doch kämpften sie aufopferungsvoll und nahmen über 1.300 Soldaten des Onamakritos mit in den Tod.

Der in Bithynia ausgebrochene Aufstand wurde derweil vom stellvertretenden Verwalter Nicomedias, Athenodorus von Phthiotis, niedergeschlagen. Mit 4.100 Mann war zur Grenze zu Phrygia gezogen, wo sich die Rebellen aufhielten. Beim Anmarsch des Heeres zogen sich die 4.800 Rebellen über die Grenze zurück. Jedoch konnte dies Athenodorus nicht aufhalten und es kam zur Schlacht. Die Niederlage der Rebellen, 420 tote Soldaten des Bundes und 2.300 gefallene Rebellen waren das Ergebnis.

In Sidon traf zu dieser Zeit Neokles, der Sohn des Königs, der nun erwachsen war, ein. Cronos von Lilybaeum und Ochesius, Vetter des Neokles und Sohn des Posidonios, wurden zur dieser Zeit verheiratet. Cronos mit der syracusischen Prinzessin Iris (geb. 158 v.Chr.) und Ochesius mit der epirotischen Prinzessin Iaera (170 v.Chr.).

Im folgenden Winter dann auch wurde Patrobas von Messana mit der makedonischen Prinzessin Helice (geb. 158 v.Chr.) verheiratet.

Die Römer hatten unterdessen an der gesamten Danubius-Grenze Truppen zusammengezogen. Mit einer 11.500 Mann starken Armee überschritten sie im Sommer 145 v.Chr. den Danubius und fielen in die Provinz Dardania ein. An der Morava wurden sie jedoch aufgehalten. Arcesilaus von Same, Verwalter von Bylazora, Dorian von Pella, Verwalter von Thessalonica, und Plato von Samothrace, stellvertretender Verwalter von Apollonia waren bereits mit zahlreichen Truppen zur Grenze unterwegs gewesen und stellten die Römer nun zur Schlacht. Arcesilaus verfügte über 11.300 Mann, Dorian über 7.900 Mann und Plato über 7.000 Mann. Zwar stellten sich die Römer trotz der Übermacht der Schlacht, doch schon kurz nach Beginn der Schlacht flohen sie dann doch vom Schlachtfeld, wobei sie über 1.000 Tote zurückließen.

In Thermon verstarb in diesem Sommer der Verwalter der Stadt, Pallas von Lilybaeum, im Alter von 65 Jahren. Seine Nachfolge trat sein Sohn Cronos von Lilybaeum an, der bisher stellvertretender Verwalter der Stadt gewesen war. Außerdem wurde Idomeneus von Zacynthos, Sohn des Oedipus von Zacynthos und gerade erwachsen geworden, zum stellvertretenden Verwalter von Segestica ernannt, der ebenfalls erwachsen gewordene Simonides von Pella, Sohn des Dorian von Pella, wurde als stellvertretender Verwalter nach Thessalonica geschickt.


Zwischenstand I

Zwischenstand II

Zwischenstand III

Zwischenstand IV

Zwischenstand V

Zwischenstand VI

Zwischenstand VII

Zwischenstand VIII

Zwischenstand IX

Zwischenstand X


Etwa ein halbes Jahr später brachen die Seleukiden das jahrelang bestehende Bündnis mit dem Hellenenbund und belagerten die Armee des Aloeus in dessen Grenzfort nahe Sidon. Mit dem Kriegsausbruch kündigte auch Karthago das Bündnis mit dem Bund auf. Der gesamte Ägyptenfeldzug stand auf dem Spiel. Eteonous handelte weise und ließ die Diplomaten das Problem lösen. Eine in die Seleukidenhauptstadt Hatra, geschickte Gesandtschaft führte dem König Pyrrhus von Soli vor Augen welche Konsequenzen sein Handeln haben könnte und verwies auf die immense Macht des Bundes. Der König der Seleukiden ließ sich einschüchtern und bot einen sofortigen Friedensschluss und die Wiederaufnahme des Bündnisses an. Eteonous hatte aber den Diplomaten genaue Bedingungen mit auf den Weg gegeben. Diese sahen ein Protektorat für das Reich der Seleukiden durch den Bund vor. Dazu mussten außerdem 2.200.000 Goldstücke als Reparation bezahlt werden. Der Seleukidenkönig nahm die Bedingungen an und somit war der Frieden wiederhergestellt.

Cappadocische Aufständische nahmen diese Ereignisse zum Anlass sich zu erheben. Etwa 1.400 Rebellen sammelten sich nahe Eusebia. Der Verwalter der Stadt, Eucarpus von Messana, beauftragte seinen Sohn und Stellvertreter Epicurus von Messana mit der Niederschlagung des Aufstandes. Dieser rückte mit seiner Leibwache aus um die Rebellen zu stellen. Diese vermieden aber die offene Schlacht und versuchten aus der Provinz zu entkommen, jedoch holte Epicurus sie schnell ein, griff an und schlug sie unter geringen Verlusten. Die Rebellen verloren etwa 350 Mann.

Auch in Illyria kam es zu einer kleineren Erhebung, jedoch waren keine Truppen verfügbar um sie niederzuschlagen, da die Grenzsicherung am Danubius oberste Priorität hatte.

Die Römer schickten sich zu dieser Zeit erneut an mit einer Armee den Danubius zu überschreiten. Um dem vorzugreifen gingen die vereinten Armeen des Arcesilaus von Same, des Dorian von Pella und des Plato von Samothrace, insgesamt fast 38.000 Mann, ihrerseits zum Angriff über. Die bereitstehende 9.500 Mann starke Armee der Römer war zwar in der taktisch besseren Position und bestand zum Teil aus Elitetruppen, jedoch waren sie 1 zu 4 in der Unterzahl. Die Schlacht wogte lange hin und her bis sich die zahlenmäßige Überlegenheit der Bundestruppen auswirkte. Trotz des Sieges waren die Verluste verheerend, an die 6.700 Soldaten waren gefallen, ebenso Plato von Samothrace, die Römer verloren 9.100 Soldaten, sowie einen Adler.







Besonders tragisch war der Tod Platos, da nur wenige Wochen seine Hochzeit mit der carischen Prinzessin Omphale (geb. 166 v.Chr.) im Rahmen einer ganzen Reihe von Feierlichkeiten begangen worden war, so wurde auch die Geburt des Theophrastus von Leucas, dem Sohn des Antaeus von Leucas, zelebriert. Ebenso die Hochzeit des Königssohns Neokles mit der phrygischen Prinzessin Aerope (geb. 167 v.Chr.) und die Hochzeit des Euenor, Sohn des Gurgos, mit der dalmatischen Prinzessin Demophile (geb. 157 v.Chr.). Zwar waren die Feierlichkeiten überschattet vom plötzlichen Tod von Astyoche, der Frau des Aschreas von Heracleia, die im Alter von 64 Jahren gestorben war, doch an eine solche Tragödie wie den Tod des Plato dachte niemand, einzig die Götter wussten um die Notwendigkeit dieses Ereignisses.

Im Sommer 144 v.Chr. begann die zweite Phase des Ägyptenfeldzuges. Neokles rückte von Sidon aus mit seiner Armee auf Petra vor.

Dem Aloeus von Zuegma wurde zu dieser Zeit eine Tochter geboren, sie erhielt den Namen Megare.

Unvermutet verstarb im Feldlager am Danubius Arcesilaus von Same im Alter von 62 Jahren, somit hatten die am Danubius stationierten Truppen innerhalb kurzer Zeit zwei ihrer Führer verloren und Dorian von Pella war nun alleiniger Befehlshaber über die Grenzverteidigung am Danubius. Die Nachfolge Von Arcesilaus als Verwalter trat der bisherige Stellvertreter Cordylion an. Als von den Spähern eine sich nähernde römische Armee gemeldet wurde, überschritt Dorian mit 40.000 Mann den Danubius und griff an. Die 10.500 Mann starke römische Armee wurde von diesem Angriff überrascht. Die Schlacht währte aber nicht lange, dann zogen sich die Römer vom Schlachtfeld zurück. Sie hatten etwa 1.500 Mann verloren, Dorian büßte 400 Mann ein. Nach dem Sieg über die Römer entschloss sich Dorian, mit einem Teil seiner Armee, etwa 17.500 Mann, nun auch den Aufstand der Illyrer niederzuschlagen.

Währenddessen brachten Diplomaten die Nachricht, dass der Bund bei der Protektion der Armenier versagt hatte, denn diese waren von ihren Feinden, den Parthern, ausgelöscht worden.





Mittlerweile hatte Dorian im Winter 144 v.Chr. den Fluss Savus erreicht, wo er das erste Mal auf die kleine Streitmacht der Rebellen, etwa 4.000 Mann, traf. Die Rebellen flohen über den Fluss vor Dorians Truppen, dieser hatte aber Vorsorge getroffen und konnte die Schlacht erzwingen. In deren Verlauf wurden die Rebellen klar besiegt, etwa 3.500 von ihnen fielen, Dorians Verluste waren minimal.

Die Götter schienen den Hellenen wieder einmal wohl geneigt sein, denn sie schenkten dem Strophius von Mylae eine Tochter die den Namen Hero erhielt.

Eteonous’ Armee, mit der er, südwestlich der Stadt Hierosolyma nahe der iudäischen Grenze, ein festes Lager bezogen hatte, wurde von einer ägyptischen Streitmacht belagert. Mit 8.400 Soldaten hatte der ägyptische Khnumhoptep dieses Unterfangen begonnen. Als nun Eteonous mit seinen 16.900 Soldaten einen Ausfall unternahm, führte er sein Heer schon vom Schlachtfeld als die schweren Katapulte aus dem Lager das Feuer eröffneten. 300 ägyptische Soldaten kamen dabei um. Nun konnte Eteonous mit seinen Truppen den langen Weg nach Alexandreia fortsetzen. Zur gleichen Zeit waren auch Aloeus von Zuegma und Pharsanzes von Heracleia zu ihren Zielen aufgebrochen, Aloeus nach Bostra, Pharsanzes nach Dumatha. Sidon selbst wurde zerstört und aufgegeben. Von nun an operierten die vier Armeen unabhängig voneinander und waren auf sich selbst gestellt, erst zur Belagerung Hierosolymas war ein Zusammentreffen der Armeen geplant.

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




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03.05.2007 20:06
#2 RE: Kapitel XIII Thread geschlossen

Der folgende Sommer des Jahres 143 v.Chr. war ereignisreich in vielerlei Hinsicht. Nicopolis, Tochter des Dismas von Samos wurde mit Panares von Olympia (geb. 159 v.Chr.) verheiratet, dieser dann sogleich nach Apollonia geschickt wo er die Stelle des gefallenen Plato von Samothrace als stellvertretender Verwalter antreten sollten. Weitere Hochzeiten folgten, Idomeneus von Zacynthos heiratete die messenische Prinzessin Theano (geb. 155 v.Chr.), Ennomus von Phoenicia wurde mit der seleukidischen Prinzessin Maera (geb. 159 v.Chr.) vermählt und schließlich heiratete Cordylion von Sparta die pannonische Prinzessin Dexamene (155 v.Chr.).

Auch Hades ließ sich nicht lange bitten und nahm dem spartanischen Königshaus zwei seiner Angehörigen. Der Verwalter von Rhodos, Iambulus von Samothrace, verstarb im Alter von 68 Jahren in seiner Stadt, sein Nachfolger wurde sein Sohn Damian. Nikaia, die Frau des Arcesilaus von Same, starb im Alter von 63 Jahren.

Doch die Göttin Artemis stand Sparta zur Seite und sorgte für einen männlichen Nachkommen. Coronos von Corinthus, der Sohn des Timotheus von Corinthus, wurde geboren.

In der Stadt Sidon kam es nach dem Abmarsch der Bundestruppen zu Anarchie, Mord und Totschlag, über 5.000 Bürger kamen zu Tode.

In der Provinz Thracia schlossen sich unzufriedene Provinzbewohner zusammen und rebellierten gegen die bestehende Ordnung. Ennomus von Phoenicia, Verwalter von Tylis, rückte mit 1.600 Mann aus um die Unruhen niederzuschlagen. An der Grenze zur Provinz Propontis traf er erstmals auf die 3.800 Aufständischen, die jedoch den Rückzug statt des Kampfes wählten. Ennomus nahm notgedrungen die Verfolgung und konnte die Rebellen abermals stellen, diesmal kämpften sie, doch das Ergebnis war vorhersehbar. Unter geringsten eigenen Verlusten schlugen Ennomus’ Soldaten die Rebellen und tötete 1.400 von ihnen.

Am Danubius kam es erneut zu einer größeren Schlacht als Dorian von Pella, der ein römisches Marschlager jenseits des Danubius belagerte, von einer römischen Streitmacht angegriffen wurde, die herbeigeeilt war um das eingeschlossene Lager zu entsetzen. Die Eingeschlossenen unterstützten den Angriff und so sah sich Dorian in der Defensive, aber auch ihm eilte jemand zu Hilfe. Antaeus von Leucas, Verwalter von Aquincum, hielt sich mit Truppen in einem nahen Grenzfort auf und rückte unverzüglich heran. Die römischen Streitkräfte verfügten zusammen über 19.400 Soldaten, demgegenüber verfügte Dorian über 17.400 Soldaten und Antaeus brachte 7.500 Soldaten als Verstärkung mit.


Die Schlacht an der pannonischen Grenze im Sommer 143 v.Chr.



Tapfere Hellenen,

wieder einmal bedrohen die Römer unsere Grenzen und wieder einmal stellen wir uns ihnen entgegen. Und wie zuvor werden wir siegen, dessen bin ich gewiss. Es wird die Zeit kommen, da wir wieder die sein werden die angreifen und Grenzen unsicher machen, dies wird aber erst dann der Fall sein, wenn unser großer König aus dem Osten wiederkehrt. Dann werden unsere Truppen wieder marschieren. Solange müssen wir eine unüberwindliche Mauer bilden an der die Römer jedes Mal scheitern werden.

Macht euch bereit für den Kampf!!!





Der Kampf war hart und lang, aber am Ende siegten die tapferen hellenischen Soldaten. Dabei büßten Dorian und Antaeus etwa 5.200 Mann ein, die römischen Verluste waren ungleich höher und beliefen sich auf 10.500 Tote, außerdem büßten sie einen Adler ein.



Neokles konnte sich erste Lorbeeren verdienen als er mit seiner Armee die Stadt Petra erreicht hatte. Unverzüglich startete er den Angriff auf die Stadt, die von 10.200 ägyptischen Soldaten verteidigt wurde. Mit seinen Katapulten und Elefanten durchbrach er die Tore der Stadt und seine 13.600 Soldaten strömten in die Straßen der Stadt. Wo sich Widerstand formierte, wurde er gebrochen und schnell war die Schlacht entschieden und die Stadt gefallen. Fast die gesamte Garnison wurde niedergemacht, die eigenen Verluste waren erträglich, fast 750 Soldaten waren gefallen. Neokles ließ nun erst einmal seine Truppen auffrischen, ehe er den Weisungen seines Vaters Folge leistete.

Ein halbes Jahr später revoltierte dann die Bevölkerung Sidons und die Ägypter bekamen die Stadt wieder unter ihre Kontrolle. Neokles zerstörte weisungsgemäß, nachdem seine Truppen aufgefrischt waren, die Stadt Petra und zog mit seinen Truppen nach Norden auf Hierosolyma zu, wo er sich bereithielt um mit den drei anderen Armeen befehlsgemäß zusammenzutreffen.

Eteonous war mit einem Gewaltmarsch vor die Mauern Alexandreias gelangt. Die Mauern waren zwar hoch, aber Eteonous wollte nicht über Belagerungstürme in die Stadt kommen, sondern bequem eines der Tore benutzen. Mit seinen schweren Katapulten verschaffte er sich Einlass in die Stadt. Die 3.600 Mann starke Garnison unter dem ägyptischen Pharao Milkyaton Ilipa konnte seinen fast 17.000 Soldaten nicht einmal ansatzweise standhalten. Zusammen mit ihrem Pharao wurden sie niedergemacht. Eteonous hatte etwa 700 Mann verloren. Nach der Einnahme der Stadt gab Eteonous Befehl die Stadt zu plündern und die Einwohner, wenn sie Widerstand leisteten, zu töten. 200.000 Tote waren Beleg dafür, dass seine Soldaten keinen Unterschied machten ob Widerstand geleistet wurde oder nicht.

Zur selben Zeit wie Alexandreia fiel, überschritt Dorian von Pella wieder einmal den Danubius um eine sich nähernde römische Armee anzugreifen. Die 4.200 Mann starke Streitmacht wurde von dem Angriff der 16.000 Soldaten des Dorian überrascht und allesamt niedergemacht. Dorian verlor etwa 1.100 Mann.

Im Sommer 142 v.Chr. zog Eteonous, nachdem er die Stadt zerstört hatte, aus Alexandreia ab und fiel über die Stadt Memphis her. Nach bewährtem Muster drang er in die Stadt ein, machte die kleine Garnison, etwa 1.900 Mann, nieder, plünderte die Stadt und ließ einen Großteil der Bürger, fast 167.000 Menschen, grundlos töten.

Petra, aus der Neokles mit allen Truppen vor sechs Monaten abgerückt war, wurde nun für eine kurze Zeit von Unruhen erfasst, in denen einige Bürger umkamen, doch beruhigte sich die Lage bald wieder sichtlich.

Zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit überschritt Dorian mit einer Armee den Danubius um einem römischen Heer entgegen zu ziehen. Die römische Armee wurde vom ehemaligen römischen Konsul und amtierenden Prätor Lentulus Lucullus kommandiert und umfasste fast 11.000 Mann. Dorian führte hingegen über 17.000 Soldaten mit sich und diese Überzahl machte sich auch in der Schlacht bemerkbar. Den Römern gelang es nur kurze Zeit den Kampf zu führen, ehe dann ihre Linien unter dem Druck zusammenbrachen. Dorian bezahlte den Sieg mit dem Leben von 1.500 Soldaten, die Römer hatten fast ihre gesamte Armee verloren, bis auf etwa 1.000 Mann die lebend vom Schlachtfeld fliehen konnten.

Auch auf ehemals römischem Boden kam es, erstmals seit längerer Zeit, wieder zu Blutvergießen. Der stellvertretende Verwalter Romas, Thrasidaios von Portaes, wollte sich Ruhm erwerben und erbat die Erlaubnis eine Armee des Senats nahe der Stadt angreifen zu dürfen. Die römische Armee umfasste 6.500 Mann und stand unter dem Kommando des Legaten Lucius Fuscus. Thrasidaios rückte mit einer starken Armee, etwa 14.500 Mann, aus und griff die Römer an. Es gelang ihm unter geringen Verlusten, 500 Soldaten waren gefallen, zu siegen, die Römer büßten 3.500 Soldaten ein. Thrasidaios eroberte außerdem einen Adler von den Römern.





In der Provinz Dardania kam es zu dieser Zeit zu einer lokalen Erhebung um die sich Cordylion, der Verwalter Bylazoras, erst in ungefähr sechs Monaten kümmern konnte, da er mit den Vorbereitungen für seinen Zug an die Danubius-Grenze beschäftigt war, wo momentan noch Dorian von Pella, der aus Pannonia nach Dardania geeilt war, Einfälle der Römer in die Provinz verhinderte.

Im Winter 142 v.Chr. war es dann soweit, dass Cordylion mit seiner Leibwache ausrücken konnte um die Rebellen zu vernichten. Nahe Bylazora traf er das erste Mal auf sie, doch entzogen sie sich dem Zugriff von Cordylion. Dieser verfolgte die Rebellen bis sie schließlich doch den Kampf annahmen, die 1.100 Mann hatten keine Chance und wurden geschlagen, 300 fielen, Cordylions Verluste waren sehr gering. Nun konnte er beruhigt an die Grenze im Norden reisen.

In der Nachbarprovinz Dardanias, in Thracia, kam es zum wiederholten Male zu einem Aufstand. Auch hier musste der Verwalter der Provinz eingreifen. Ennomus von Phoenicia sammelte seine Leibwache und zog aus. Nahe Tylis kamen die 1.100 Rebellen zusammen. Ennomus wollte sofort angreifen, doch die Rebellen zogen sich zurück. Sie weiter verfolgend konnte Ennomus dann die Schlacht erzwingen. Kurzerhand ließ er die Rebellen nieder reiten, fast ohne eigene Verluste siegte er, die Rebellen hatten rund 300 Tote.

In Petra revoltierten die Bürger und so etablierte sich derweil eine neue Führung, doch es war keine ägyptische, die parthischen Einwohner der Stadt stellten die neue Verwaltung und so wurde die Stadt ein parthischer Vorposten tief im ägyptischen Gebiet. Und während die Parther gleich darauf dem Bund der Hellenen den Krieg erklärten, standen die Römer wieder einmal mit einer Armee vor den Toren Romas und bauten eine Belagerung auf.

Nachdem seine Truppen Memphis zerstört hatten, rückte Eteonous nach Süden ab um das letzte Ziel anzugreifen, Thebae, im alten Reich einst die prächtigste Hauptstadt der ägyptischen Pharaonen.

Wie zur Belohnung der Taten des Eteonous schenkten die Götter dem spartanischen Königshaus wieder einmal Nachwuchs. Iolaos von Naulochos, Sohn des Dionysos von Naulochos, wurde geboren.

Etwa sechs Monate später war Thebae erreicht und Eteonous ging auch hier sofort zum Angriff über. Die Garnison der Stadt bestand aus 4.200 Soldaten, die aber für die 16.700 Soldaten des Eteonous keine wirkliche Gefahr darstellten. Schnell war der Kampf entschieden, die Garnison besiegt. 1.400 ägyptische Soldaten und etwa 150 Soldaten des Bundes waren gefallen. Wieder ließ Eteonous seine Soldaten plündern und morden, wieder starben über 145.000 Menschen.

Pharsanzes von Heracleia war mit seinen Truppen derweil quer durch die Wüste marschiert und stand nun vor der Stadt Dumatha, umgehend begann er mit der Belagerung. Somit war ein großer Teil des Feldzugplanes umgesetzt, einzig Aloeus von Zuegma war mit seinen Truppen noch im Rückstand. Gegen ihn schienen sich aber die Götter verschworen zu haben, denn er fand keine Lücke zwischen den ägyptischen Armeen um auf Bostra vorstoßen zu können. So marschierte er stets von hier nach da, sorgte für Unruhe in den ägyptischen Provinzen und hoffte seinen Auftrag doch noch irgendwie ausführen zu können.

Unterdessen kamen bei der erneuten Machtergreifung der Ägypter in Alexandreia 3.900 Bürger ums Leben, in Memphis herrschte Anarchie, auch hier kamen Menschen zu Tode, insgesamt um die 7.200.

In der Provinz Acarnania wurde es auch unruhig, da sich unzufriedene Provinzbewohner erhoben. Der Verwalter Thermons, Cronos von Lilybaeum, kümmerte sich um die Rebellion und zog mit fast 2.000 Mann gegen die 4.100 Mann starke Streitmacht der Rebellen die sich nahe Thermons sammelten. Es kam sofort zur Schlacht in deren Verlauf die Rebellen geschlagen wurden, etwa 2.000 von ihnen fielen, ebenso 150 Soldaten des Bundes.

Eine römische Armee, bestehend aus 14.700 Soldaten, unter dem Kommando des ehemaligen römischen Konsuls Decimus Alimentus zog im Sommer 141 v.Chr. in Richtung Danubius. Dorian von Pella, der immer noch den Oberbefehl über die Grenzverteidigung hatte, Cordylion war noch nicht eingetroffen, preschte den Römern mit allen verfügbaren Truppen, über 36.000 Mann, entgegen und griff die Römer an. Dorian wäre beinahe in den Untergang geritten, denn was ihm da von römischer Seite entgegen kam waren durchweg Elitetruppen, bestehend aus schwerer Infanterie und schwerer Reiterei. Gewarnt von einem Späher ließ Dorian seine Truppen stoppen und Verteidigungsposition einnehmen. Der gesamte Plan Dorians war nun hinfällig, es galt dem unausweichlich kommenden Angriff der Römer standzuhalten. Es wurde ein harter Kampf ehe die Römer erkannten, dass sie sich an den Phalangen des Dorian die Zähne ausbeißen würden, und sich aus der Schlacht zurückzogen. Die Verluste waren auf beiden Seiten fast gleichhoch. Dorian hatte durch sein forsches Vorpreschen 7.200 Soldaten verloren, die Römer etwa 8.000.

Fernab der Schlachtfelder gab es wieder einmal Grund zum Feiern. Diesmal war es die Geburt des Harmocydes von Drepana, des Sohnes von Doreios von Drepana.

Ein halbes Jahr später verstarb Podalinus, der Verwalter Athenaes, im Alter von 61 Jahren Sein Nachfolger als Verwalter wurde sein Sohn Pandion, der bisher Stellvertreter seines Vaters gewesen war.

Die Stadt Memphis revoltierte und setzte wieder eine ägyptische Verwaltung in der Stadt ein, im Verlauf der Revolte kamen 2.800 Bürger um. Zur gleichen Zeit ordnete Eteonous den Abmarsch seiner Truppen aus Thebae an, nicht ohne vorher noch die Stadt zerstören zu lassen. Nun galt es für Eteonous sich nach Hierosolyma durchzuschlagen und zum letzten Schlag gegen die Ägypter auszuholen. Wenn ihre derzeitige Hauptstadt gefallen, geplündert und zerstört wäre, würden die Ägypter wirtschaftlich und militärisch noch schlechter dastehen als der barbarischste Bergstamm im Tauros-Gebirge. Ein Protektorat durch den Bund musste dann für sie wie ein Geschenk der Götter scheinen, welches sie nicht würden ablehnen können.

Der zögerliche Aloeus von Zuegma wurde derweil am Jordanus in seinem Marschlager von den Ägyptern eingeschlossen. Diese hatten mit 9.500 Soldaten einen Belagerungsring um die Stadt gezogen. Doch Aloeus hatte das Kämpfen noch nicht verlernt und schickte alle seine Truppen, fast 21.000 Mann, zum Angriff auf die Belagerer. Nach kurzem Kampf zogen sich die Ägypter dann zurück. Dabei ließen sich 5.400 Tote auf dem Schlachtfeld zurück, auch Aloeus hatte zahlreiche Soldaten verloren, insgesamt 3.600 Mann.

Dorian von Pella sah sich in diesem Winter erneut veranlasst mit seinen Truppen den Danubius zu überschreiten um einen römischen Einfall auf Bundesgebiet zu unterbinden. Mit rund 15.000 Mann stellte er sich einem römischen Heer, etwa 7.800 Soldaten, entgegen und ging zum Angriff über. Die Römer wurden von der Wucht der Attacke voll getroffen und ihre Linien zerbrachen schon beim ersten Ansturm, Panik breitete sich aus und schließlich artete die Panik in eine kopflose Flucht aus. Dorian schickte seine Reiterei hinterher und ließ die Römer niedermachen, nur wenige, nicht mal 300, entkamen dem Gemetzel. Dorian hatte hingegen nur fast 800 Mann verloren, dafür aber einen klaren Sieg erkämpft.

Zum Ende des Winters brach dann wieder einmal in Dardania eine Rebellion aus. Da sich die Rebellen, rund 4.400 Mann, nahe der Grenze zur Provinz Thracia sammelten, übernahm Cordylion die Niederschlagung des Aufstandes. Mit Soldaten der Grenztruppen, insgesamt 4.800 Mann, rückte er im Sommer 140 v.Chr. gegen die Rebellen vor, die sich nach Osten zurückzogen. Cordylion überschritt die Grenze zur Provinz Thracia und stellte die Rebellen zur Schlacht. Bei 600 Mann eigenen Verlusten schlugen die Soldaten des Bundes die Rebellen und töteten über 2.000 in der Schlacht.

Auch in der Provinz Cilicia waren die Bewohner wieder aufsässig geworden und hatten einen Aufstand vom Zaun gebrochen. Etwa 1.100 sammelten sich nahe Tarsos, von wo aus der Verwalter der Stadt, Borus von Delos, mit seiner Leibwache ausrückte und die Rebellen angriff. Diese zogen sich aber an die cilicische Pforte zurück. Borus blieb ihnen auf den Fersen und schlug in einem günstigen Augenblick zu. Bei geringen eigenen Verlusten gewann er das Scharmützel und über 400 Rebellen fanden den Tod.

In Thebae kam es zu schweren Umtrieben und die Anarchie beherrschte die Straßen der Stadt, 1.100 Bürger kamen um.

Neokles musste sich derweil mit einer Belagerung seines Marschlagers, südlich von Hierosolyma, auseinandersetzen. Die Ägypter, unter dem Adligen Neferetiabet, hatten ihn und seine fast 13.000 Soldaten mit 9.000 Mann eingeschlossen. Doch er zauderte nicht und befahl umgehend einen Ausfall. Die Ägypter hielten dem Angriff zunächst stand, als aber Neferetiabet fiel, war es mit dem Mut der Ägypter vorbei und sie ergriffen die Flucht. In der Schlacht hatten sie an die 4.400 Mann verloren, auch Neokles’ Verluste waren zahlreich, etwa 2.600 Tote waren zu beklagen.

In Apollonia hielt unterdessen die Trauer Einzug, denn die Frau des langjährigen Verwalters Hippias von Delphi, Persis, verstarb im Alter von 65 Jahren.

Überraschend beendeten die Römer die seit dem Winter 142 v.Chr. andauernde Belagerung Romas und zogen sich zurück. Doch es sollte nur sechs Monate dauern bis die Belagerung Romas erneut erfolgte.

Und auch Thebae löste sich aus dem Griff des Bundes, die Bürger revoltierten und setzten eine neue ägyptische Verwaltung ein. Bei den vorausgegangenen Unruhen waren fast 5.000 Bürger ums Leben gekommen.

Die Göttin Artemis erwies erneut ihre Gunst und schenkte dem Athenodorus von Phthiotis sein erstes Kind. Es war eine Tochter und sie erhielt den Namen Cymodoce.

Bereits zu Beginn des Winters 140 v.Chr. hatte Cordylion offiziell den Oberbefehl über die Grenzverteidigung des Bundes und über alle Truppen am Danubius übernommen. Kein Verwalter durfte Truppenanforderungen von der Grenze ignorieren oder verweigern. Eteonous hatte dem Oberbefehlshaber der Grenzverteidigung weitreichende Kompetenzen eingeräumt die die der Provinz- und Stadtverwalter übertrafen. Dorian von Pella, der in den vergangenen Jahren den Oberbefehl geführt hatte und dafür die Verwaltung Thessalonicas aufgegeben hatte, rückte an die Stelle der Stellvertreters, obwohl er zweifelsohne der bessere und erfahrenere Feldherr war, jedoch galt Cordylion als ein Anwärter auf den Thron Spartas nach dem Tode Eteonous’ und als solchem musste er über eine gewisse militärische Erfahrung verfügen, die er nun im Kampf gegen die Römer erwerben sollte. Er nutzte auch gleich die erste Gelegenheit zum Kampf als sich eine 12.500 Mann starke römische Armee anschickte den Danubius zu überschreiten. Cordylion befahl allen verfügbaren Truppen, etwa 38.000 Mann, den Angriff. Dabei war Cordylion in zweierlei Hinsicht im Nachteil: erstens bestand die römische Armee zu großen Teilen aus Elitetruppen und zum zweiten musste er beim Angriff den Danubius überschreiten, wobei er räumlich stark eingeschränkt war.


Die Schlacht an der dacischen Grenze im Winter 140 v.Chr.







Meine Brüder,

dort über dem Fluss stehen die Römer und warten auf uns. Sie sind in der Erwartung hier, die heutige Schlacht als Sieger zu verlassen. Sicher, sie verfügen über starke Truppen und beherrschen den Flussübergang, aber sie sind wenig an Zahl. Jedoch ist zahlenmäßige Überlegenheit kein Garant für den Sieg, wie einst schon Xerxes an den Thermophylen lernen musste. Aber wir sind motiviert und erfahren im Kampf, dies wird letztendlich dazu beitragen, dass wir heute siegen werden.

Nun denn, auf zu Ruhm und Ehre!!!





Da die Römer den Übergang über die Brücke blockierten, entschloss sich Cordylion seine Truppen über eine seichte Flussstelle in die Flanke der römischen Truppen zu führen.





Der Plan ging auf und die Römer teilten ihre Armee. Cordylion brachte nun die Phalangen zum Einsatz welche die Angriffe der Römer abwehrten.



Gleichzeitig rückten Hopliten über die Brücke vor und veranlassten die Römer zu einem Angriff auf die Brücke.



Als Dorian von Pella mit der Verstärkung auf dem Schlachtfeld erschien, hatte sich das Blatt bereits zugunsten der Bundestruppen gewendet.



Die Linien der Römer brachen nach und nach zusammen und auch eine letzter verzweifelter Angriff auf die Truppen die sich über die Brücke heranschoben brachte nur teilweise Erfolg. Schließlich zogen sich die Römer vom Schlachtfeld zurück.




Unter zahlreichen Verlusten gelang Cordylion der Sieg gegen die Römer, er verlor dabei fast 10.000 Mann, die römische Armee wurde fast gänzlich vernichtet, lediglich 600 Soldaten kamen mit dem Leben davon. Es war ein teuer erkaufter Sieg, aber es war ein Sieg.

König Eteonous kam nun langsam in ein Alter in dem man als König für die Nachfolge gesorgt haben sollte. Bisher war sein Cousin Posidonios offizieller Thronerbe, dieser war aber noch zehn Jahre älter und schied daher auf lange Sicht aus. Nun stellte sich Eteonous die Frage wen er zu seinem Nachfolger ernennen sollte. Nachdem er seinem Vater auf den Thron gefolgt war, favorisierte er eine dynastische Lösung und hätte die Nachfolge nur zu gern auf seinen Sohn übertragen. Jedoch war sein Sohn für einen Spartaner völlig aus der Art geschlagen. Da er sich nicht festlegen konnte und wollte, entschloss er sich einen neuen Weg einzuschlagen. Er berief den Synhedrion, den Rat des Hellenenbundes, ein. Der Rat bestand aus den einzelnen Vertretern der dem Bund zugehörigen Städte und beriet seit Gründung des Bundes den jeweiligen spartanischen König und Hegemon. Dieser Rat sollte nun beraten und den Thronfolger wählen. Eteonous war sich bewusst, dass die Städte mit dem neuen König leben mussten und nicht er selbst, weshalb die Städte auch das letzte Wort in dieser Sache haben mussten. Eteonous nahm nur insoweit Einfluss, als dass er dem Rat eine Liste mit Vorschlägen vorlegte. Der Rat beriet den ganzen Winter hindurch. Gegen Ende des Winters kam es dann zur Abstimmung in der sich 50% der Abgesandten für Cordylion von Sparta als offiziellen Thronfolger aussprachen. Eteonous akzeptierte die Wahl des Rates und setzte für den folgenden Sommer eine Volksversammlung an in der er dem Volk von Sparta seinen Nachfolger bekannt geben wollte.



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