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 "Spartas Rückkehr zur Macht"
Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

14.04.2007 15:50
RE: Kapitel XII Thread geschlossen

Kapitel XII
Sommer 159 v.Chr. – Winter 150 v.Chr.



An der Grenze der Provinzen Propontis und Macedonia traf Aesepus von Phoenicia, der Verwalter von Byzantium, zu Beginn des Sommers 159 v.Chr. auf die Aufständischen. Mit seinen 5.700 Mann war Aesepus den Rebellen, etwa 5.400 Mann, zahlenmäßig leicht überlegen. Dies genügte, die Rebellen zum Rückzug zu veranlassen. Unerbittlich zwang Aesepus aber die Rebellen die Schlacht anzunehmen, jedoch hatten sie keine Chance. Fast 2.500 starben auf dem Schlachtfeld, Aesepus verlor nur etwa 300 Mann.

Auch der Aufstand in Cappadocia wurde nach dem gleichen Muster niedergeschlagen. Eucarpus von Messana, der Verwalter von Eusebia, zog mit 4.100 Mann in die Schlacht, die Aufständischen boten 4.500 Mann auf. Aber auch sie konnten die Schlacht nicht gewinnen, zu stark waren die Soldaten des Bundes. 1.600 Tote auf Seite der Rebellen und 250 Tote auf Seite des Bundes waren die Bilanz der Schlacht.

Kaum waren diese beiden Aufstände niedergeschlagen brach auf der Insel Sicilia eine weitere Rebellion aus.

Unterdessen wurden die Hochzeit von Borus von Delos mit der thebanischen Prinzessin Ianthe (geb. 187 v.Chr.), sowie die Geburt von Ione, der Tochter des Eteonous, gefeiert.

Etwa sechs Monate später brachen die Ägypter den vereinbarten Waffenstillstand und der Krieg wurde fortgesetzt. Nun aber wollte Eteonous in die Offensive gehen und befahl mit der Aushebung einer starken Armee zu beginnen, die den Krieg in die ägyptischen Provinzen tragen sollte.

Im Sommer des Jahres 158 v.Chr. näherte sich Patrobas von Messana, Verwalter von Messana, mit seiner 4.100 Mann starken Streitmacht dem Sammelpunkt der aufständischen Sicilier. Die 4.600 Rebellen entzogen sich durch ihren Rückzug dem Zugriff von Patrobas, so dass dieser gezwungen war eine länger andauernde Verfolgung aufzunehmen.

Die Stadt Salamis auf der Insel Cyprus erhielt in diesem Sommer einen Verwalter zugewiesen. Es handelte sich um den gerade erwachsen gewordenen Cleombrotos, ältester Sohn des Posidonios, der vor seiner Abreise noch mit der argosischen Prinzessin Iomene (geb. 170 v.Chr.) verheiratet wurde. Agetos von Phoenicia, Sohn des Aesepus von Phoenicia, wurde ebenfalls erwachsen und seinem Vater als Stellvertreter in Byzantium zugeteilt.

Im folgenden Winter kam Patrobas bei der Verfolgung der Rebellen diesen immer näher, jedoch stellten sie sich erneut nicht zur Schlacht. In einem Gewaltmarsch rückte Patrobas daraufhin so nahe an die Rebellenstreitmacht heran, dass sie keine Wahl hatten als zu kämpfen. Das Ende war schnell gekommen, 2.000 Rebellen und 170 Soldaten des Bundes ließen ihr Leben.

Wieder einmal kam es zu schweren Unruhen in der Stadt Tarsos. Bei zahlreichen Straßenkämpfen kamen 13.700 Bürger und 1.300 Soldaten der Garnison ums Leben. Danach beruhigte sich die Lage sichtlich.

Die zu dieser Zeit stattfindende Hochzeit von Calypso, der Tochter des Posidonios, mit Antaeus von Leucas (geb. 193 v.Chr.) blieb von den Ereignissen unberührt. Antaeus ging danach als Verwalter nach Aquincum, der nördlichsten Stadt des Bundes.

Der Verwalter von Tarsos, Borus von Delos, entschloss sich den verdienten Söldnerführer Aloeus von Zuegma (geb. 188 v.Chr.) in seine Familie an Sohnes statt aufzunehmen. Damit stand dem spartanischen Königshaus ein erfahrener Anführer zur Verfügung. Eteonous befürwortete die Entscheidung und übertrug Aloeus als Zeichen des Vertrauens den Oberbefehl über das Heer für den Ägyptenfeldzug. Er erhielt als erstes Ziel die Stadt Hatra, die nach der Einnahme den verbündeten Seleukiden zurückgegeben werden sollte. Danach sollte er nach eigenem Ermessen vorgehen bis Eteonous mit seinem Heer ebenfalls im Osten eingetroffen ist.

Im Alter von 68 Jahren verstarb, im Winter 157 v.Chr., der Verwalter der Stadt Sardes, Dismas von Samos. Sein Nachfolger als Verwalter wurde sein Schwiegersohn Glaukos von Thessalia.

Nachdem in Tarsos wieder Ruhe eingekehrt war, wurde es in Crotona wieder unruhig. Es schien als würden sich diese beiden Städte mit den Unruhen in regelmäßigen Abständen abwechseln. Schwere Kämpfe und viele Tote waren die Folge, 15.500 Bürger und 1.100 Garnisonssoldaten kamen ums Leben. Auf Dauer musste Eteonous etwas unternehmen bevor die Unruhe in diesen beiden Städten auf weitere übergriff. Nach seinem Eintreffen im Osten würde er sich auch darum kümmern. Aber noch war der Marsch lang und es galt noch den Hellespont zu überqueren.

Aloeus fiel im folgenden Sommer mit seiner 16.500 Mann starken Armee in das ägyptische Gebiet ein. Am Euphratus traf er auf eine kleine ägyptische Vorausabteilung die jedoch sofort kehrt machte und sich zurückzog. Gemäß seinen Anweisungen setzte Aloeus nach und stellte die Ägypter zum Kampf. Mehr als ein kurzes Scharmützel war es nicht, die Ägypter wurden, ohne eigene Verluste, Mann für Mann niedergemacht. Ehe er weiter zog, sperrte Aloeus den Übergang, den er mit seiner Armee nutzte, mit einem Sicherungsfort.

Eine schlechte Nachricht traf kurz darauf bei Eteonous ein: Admiral Kallinicus, der über 40 Jahre lang als Oberbefehlshaber die athenische Flotte geführt hatte, war überraschend verstorben. Sein Nachfolger wurde der 20 Jahre alte Admiral Pittacus.

In Bylazora wurde trotz allem eine große Feier abgehalten, als der Verwalter der Stadt, Arcesilaus von Same, mit der bithynischen Prinzessin Nikaia (geb. 206 v.Chr.) vermählt wurde.

Des Weiteren wurde Epicurus von Messana, Sohn des Eucarpus von Messana, zu dieser Zeit erwachsen und seinem Vater als Stellvertreter in Eusebia zugeteilt.

In den Straßen der Stadt Byzantium hielt unterdessen der Tod Einzug, die Götter hatten die Seuche in die Stadt geschickt. In den Monaten des Wütens fielen ihr 58.000 Einwohner und 3.000 Soldaten zum Opfer.

Ein halbes Jahr später brach die Seuche auch in Tarentum aus. Auch hier wütete sie unerbittlich über Monate hinweg und kostete über 50.000 Bürger und 3.100 Soldaten das Leben.

Doch damit gaben sich die Götter nicht zufrieden, denn sie holten auch noch Oreithyia zu sich. Die Witwe des Ceas von Zacynthos verstarb im Alter von 64 Jahren in Syracusae.

Von den weit reisenden Händlern des Bundes wurden Gerüchte in die Heimat gebracht wonach das barbarische Reitervolk der Skythen von seinen Feinden, den Römern, vernichtet worden war.



Aloeus stieß derweil nahe des Euphratus auf eine 2.200 Mann starke ägyptische Streitmacht. Mit seinen 11.600 Soldaten wollte Aloeus die Schlacht erzwingen, jedoch zogen sich die Ägypter zurück. Aloeus war gezwungen nachzusetzen ehe sich die Ägypter der Schlacht stellten. Wieder wurden die ägyptischen Soldaten allesamt niedergemacht, jedoch fügten sie Aloeus’ Truppen einige Verluste zu, etwa 1.100 Soldaten des Bundes waren gefallen. Nach diesem Sieg war der Weg nach Hatra frei.

Im Sommer des Jahres 155 v.Chr. waren die Sorgen des Königs zwar nicht weniger geworden, immer noch tobte die Seuche in Byzantium und Tarentum, aber es gab wieder erfreuliche Ereignisse. Podarge, des Königs Tochter, wurde mit Timotheus von Corinthus (geb. 181 v.Chr.) verheiratet. Dieser wurde nach der Hochzeit in seine Heimatstadt als stellvertretender Verwalter entsandt. Agetos von Phoenicia, Sohn des Aesepus von Phoenicia, heiratete ebenfalls, seine Braut war die rhodische Prinzessin Aethre (geb. 179 v.Chr.).

Außerdem wuchsen zwei Söhne des spartanischen Königshauses heran: Pandion, Sohn des Podalinus, wurde als stellvertretender Verwalter zu seinem Vater nach Athenae geschickt und Deukalos von Heracleia wurde als Verwalter in die Stadt Crotona entsandt.


Zwischenstand I

Zwischenstand II

Zwischenstand III

Zwischenstand IV

Zwischenstand V

Zwischenstand VI

Zwischenstand VII

Zwischenstand VIII

Zwischenstand IX

Zwischenstand X

Zwischenstand XI


Im folgenden Winter erreichte Aloeus mit seinem Heer, inzwischen etwa 18.100 Mann, die Stadt Hatra und begann umgehend mit seinem Angriff. Die Stadt wurde von 6.200 Soldaten verteidigt, jedoch waren sie nicht lange in der Lage den Angriff abzuwehren. Schließlich brach die Verteidigung zusammen und die ägyptischen Soldaten verloren ihr Leben. Aloeus Verluste waren vergleichsweise gering und betrugen fast 800 Mann. Nach der Einnahme der Stadt wurde diese der seleukidischen Verwaltung unterstellt und Aloeus zog mit den Truppen in Richtung Euphratus nach Westen ab.

Eine weitere Hochzeit stand in diesem Winter noch an. Deiphobe, Tochter des Podalinus, heiratete Strophius von Mylae (geb. 174 v.Chr.). Auch dieser wurde kurz darauf mit einem Verwalterposten bedacht. Die Stadt Syracusae war seit dem Tod des Ceas von Zacynthos ohne Verwalter, dies sollte sich nun ändern.

Keine sechs Monate nachdem die Seuche besiegt schien, kam es in der Garnison der Stadt Byzantium zu einem erneuten Ausbruch, der schnell auf die Stadt übergriff. Wieder ließen 30.000 Einwohner und 1.800 Soldaten in den folgenden Monaten ihr Leben.

Auch der Krieg mit den Römern begann in dieser Zeit erneut. Die Überreste der Bruti-Flotte hatten sich gesammelt und begannen eine Blockade des Hafens von Nicomedia. Eteonous versetzte die Flotte des Bundes in Bereitschaft und ließ Pläne für eine Offensive gegen die Bruti-Flotte ausarbeiten.

Doch boten bald zwei Hochzeiten für hinreichend Ablenkung von den täglichen Sorgen. Barbara, Tochter des Dismas von Samos, heiratete Hero von Messene (geb. 175 v.Chr.) der daraufhin zum Verwalter der Stadt Tarentum ernannt wurde. Syagros von Samothrace wurde mit der epirotischen Prinzessin Pyrrha (geb. 179 v.Chr.) verheiratet.

Außerdem kam es zu kleinen Umbesetzungen in der Verwaltung der Stadt Byzantium, der bisherige Stellvertreter Agetos von Phoenicia wurde abberufen und durch seinen, gerade erwachsen gewordenen, Bruder Ennomus von Phoenicia ersetzt. Agetos selbst wurde zum Verwalter der Stadt Capua befördert.

Nach fünf kinderlosen Jahren, gab es im Winter 154 v.Chr. wieder Nachwuchs in der Königsfamilie von Sparta. Cytheris, Tochter des Oedipus von Zacynthos, wurde geboren.

Derweil kam es in Illyria zu einem Aufstand, der den Verwalter Segesticas, Onamakritos von Chalcidice, zwang mit Truppen auszurücken.

Eteonous hatte im Rahmen der Planungen für die Kämpfe gegen die römische Flotte befohlen in Nicomedia eine weitere Flotte zu bauen um den Pontos Euxinos besser kontrollieren zu können. Das Kommando über die Flotte erhielt der 20 Jahre alte Admiral Taureas. Unterdessen war die pergamonesische Flotte unter Admiral Podes nahe Cydonia auf Creta auf eine kleine Flotte der Bruti getroffen. Admiral Podes ließ sofort angreifen und vernichtete die Römerflotte, ohne eigene Verluste, fast gänzlich, nur wenige Schiffe entkamen.

Auch im folgenden Sommer kam es zu Kämpfen mit römischen Flotten. Nahe Creta traf Admiral Podes auf die entkommenen Schiffe aus der Schlacht im letzten Winter, diesmal vollendete er sein Werk, ohne eigene Verluste versenkte er die Flotte der Römer. Die byzantinische Flotte, unter Admiral Telemachos, traf nahe ihres Heimathafens auf eine römische Flotte. Der Kampf währte nur kurz, zu groß war die Übermacht für die Römer, die Hälfte ihrer Flotte ging verloren, Admiral Telemachos hatte fast gar keine Verluste erlitten.

Mit etwa 4.700 Soldaten näherte sich Onamakritos von Chalcidice unterdessen der Streitmacht der Rebellen in Illyria. Überraschenderweise stellten sich 3.900 Rebellen der Schlacht. Im Endeffekt half es ihnen aber nicht, sie wurden klar geschlagen. 400 Soldaten des Bundes sowie 1.800 Rebellen waren gefallen.

Am Euphratus wurde Aloeus mit seiner Armee, rund 16.500 Soldaten, überraschend von einem ägyptischen Heer angegriffen. Die Ägypter verfügten über 11.000 Mann und begannen die Schlacht ziemlich siegessicher. Aloeus verhielt sich jedoch clever und postierte seine Truppen jenseits der Euphratus-Brücke, wodurch die Ägypter ihre Beweglichkeit einbüßten und auf engen Raum gegen die Phalanx kämpfen mussten.


Die Schlacht am Euphratus im Sommer 153 v.Chr.







Tapfere Krieger von Hellas,

seht über den Fluss und dann seht ihr wie es denjenigen ergeht die sich von ihren Wurzeln abwenden. Einst waren sie stolze Hellenen und Krieger Alexanders, aber nun sind die Abkömmlinge des Ptolemaios nur noch ägyptische Schwächlinge. Kein Funken Stolz und Ehre tragen sie mehr in sich! Gegen solche Tiere das Schwert zu erheben ist nicht mehr als eine Jagd auf schlechte Beute. Lassen wir sie also über den Fluss kommen und erlösen wir sie von ihrem irdischen Martyrium.

Macht euch bereit und kämpft für Hellas!!!





Aloeus konzentrierte seine Truppen an der Brücke, sodass die Ägypter gezwungen waren diese zu überqueren.



Dadurch waren die Ägypter den Steinschleuderern und den Katapulten ausgeliefert und erlitten durch diese hohe Verluste. Die Linie der Phalanx konnten sie dabei auch nicht überwinden und zogen sich schließlich aus der Schlacht zurück.


Aber die Ägypter kämpfen trotzdem und obwohl sie unterlagen hatten sie Aloeus’ Truppen beträchtliche Verluste zugefügt. Mindestens 3.100 Soldaten waren gefallen, etwa 6.700 Ägypter ebenfalls.

Die Stadt Sinope erhielt einen stellvertretenden Verwalter als Echephron von Dimale, Sohn des Enops von Dimale, erwachsen wurde und seinem Vater zugeteilt wurde.

Im folgenden Winter verstarb der langjährige Oberbefehlshaber der pergamonesischen Flotte, Admiral Podes in hohem Alter. Sein Nachfolger wurde der 20 Jahre alte Admiral Neritos.

Eteonous, gerade mit seiner Armee über den Hellespont gesetzt, ließ Aloeus durch einen Boten mitteilen, dass er nahe Pergamon gelandet war und Aloeus nun mit seinem Angriff auf Palmyra beginnen konnte. Eteonous setzte seinen Marsch fort und fiel mit seinem Heer in das Land der rebellischen Galater ein und bedrohte deren Hauptstadt Ancyra.

Aloeus brach nach Erhalt der Botschaft des Königs sofort auf, traf jedoch kurz darauf auf ein 4.500 Mann starkes ägyptisches Heer unter dem Kommando des Adligen Ptolemy Neos Philopator. Da Aloeus mit seinen 13.400 Soldaten stark überlegen war, griff er unverzüglich an. Er schlug schnell und gezielt zu und konnte das Heer der Ägypter schnell zerschlagen. Die eigenen Verluste waren gering und betrugen gerade einmal 230 Soldaten, die Verluste auf der Gegenseite waren beträchtlich, 4.000 ägyptische Soldaten lagen in ihrem Blut auf dem Schlachtfeld.

Der Sommer des Jahres 152 v.Chr. brachte großes Chaos. Da die Thraker einen Krieg mit dem Bund vom Zaun brachen endeten das Bündnis mit den Seleukiden und das Protektorat über Makedonien. Eteonous reagierte umgehend und beauftragte Ennomus von Phoenicia mit der Eroberung von Tylis, der Hauptstadt des Thraker-Reiches. Dieser rückte mit einer starken Armee von Byzantium aus gegen Tylis vor.

Eteonous selbst hatte mit seinen Truppen zwischenzeitlich Ancyra erreicht und zögerte nicht damit den Angriff auf die Stadt zu beginnen. Mit seinen 15.300 Soldaten stürmte er die Stadt, die 10.500 Verteidiger konnten diesem Ansturm nur kurz standhalten. Gnadenlos töteten die Soldaten des Bundes alle Verteidiger und nahmen die Stadt ein. Syagros von Samothrace wurde nach Ancyra beordert um die Verwaltung zu übernehmen. Eteonous brach kurz darauf wieder auf und setzte seinen Marsch ins Land der Ägypter fort. Dort hatte Aloeus inzwischen die Stadt Palmyra erreicht. Jedoch waren seine Truppen zu erschöpft um noch einen Angriff führen zu können. Aloeus hatte somit ausreichend Zeit seinen Angriff zu planen.

Bei Thessalonica griff die byzantinische Flotte unter ihrem neuen Oberbefehlshaber, Admiral Thrasilaus, eine römische Flotte an und konnte sie unter geringsten eigenen Verlusten zur Hälfte vernichten. Die Überreste wurden von der pergamonesischen Flotte unter Admiral Neritos bei Halicarnassus vernichtet.

Der Bruder des Syagros, Plato von Samothrace, wurde zu dieser Zeit erwachsen. Eteonous bedachte ihn mit einem weniger bedeutenden Posten, nämlich dem des stellvertretenden Verwalters der Stadt Rhodos und damit Vertreter seines Vaters und Nachfolger seines Bruders Syagros.

Erneut wurde Oedipus von Zacynthos Vater einer Tochter, sie erhielt den Namen Charis.

Gegen Ende des Sommers griffen die Thraker die Armee des Ennomus von Phoenicia nahe der Stadt Tylis an. Dabei erhielten sie Verstärkung aus der Stadt selbst. Die angreifende thrakische Armee unterstand dem Kommando des Adligen Mukazeis, die Verstärkung aus der Stadt wurde vom thrakischen Thronfolger Prinz Suratralis befehligt. Zusammen verfügten die Thraker über 8.500 Mann. Damit waren sie Ennomus haushoch unterlegen, denn er verfügte über 13.800 kampferprobte Soldaten.


Die Schlacht bei Tylis im Sommer 152 v.Chr.







Männer,

hinterhältig haben die Thraker uns den Krieg erklärt. Dabei wurden sie sehr schlecht beraten, denn mit dem Bund der Hellenen einen Krieg zu führen ist töricht! Zahlreiche Beispiele gibt es dafür! Nun stehen wir nahe ihrer Hauptstadt und aus Angst greifen sie uns bereits jetzt an. Sie kommen mit zwei Armeen, aber wir brauchen uns nicht zu sorgen, denn wir haben schon größere Heere vernichtet als das thrakische. Unser großer König erwartet von uns einen klaren Sieg und die Einnahme von Tylis, ich denke wir sollten ihn nicht enttäuschen!

Für den König und den Bund!!!







Ennomus erwartete die Thraker in einfacher Formation in strategisch günstiger Position. Einen Teil seiner Truppen legte er in einen Hinterhalt nahe der Route welche die Thraker nehmen mussten.



Von Tylis her näherte sich bereits die Verstärkung der Thraker.



Nun brachen die verborgenen Truppen aus der Hinterhalt hervor und fielden den Thrakern in den Rücken, während Ennomus mit der Hauptstreitmacht nun vorrückte um die Thraker anzugreifen. Schließlich fiel der Anführer der thrakischen Armee Mukazeis.



Nun galt es die herangekommene Verstärkung anzugreifen und zu vernichten. Ennomus mit der Hauptstreitmacht von vorne und beherzte Reiterei- und Plänkelangriffe in die Flanke setzten den Thrakern zu.





Als schließlich Prinz Suratralis in der Schlacht den Tod fand, brach die thrakische Armee zusammen und floh vom Schlachtfeld.




Dennoch wurde es ein schwerer Kampf in dem 4.000 Soldaten des Bundes und 6.200 Thraker den Tod fanden, ehe sich die Reste der thrakischen Armee geschlagen in die Stadt flüchteten. Mukazeis und Prinz Suratralis waren ebenfalls unter den Toten. Ennomus begann nach seinem Sieg die Belagerung der Stadt.

Im folgenden Winter kam es zu kombinierten Angriffen auf die römische und die thrakische Flotte im Mare Aegaeum und im Pontos Euxinos. In drei Seeschlachten zerschlugen die byzantinische Flotte unter Admiral Thrasilaus, die pergamonesische Flotte unter Admiral Neritos und die rhodische Flotte die römische Flotte bei Pergamon, Byzantium und Rhodos. Dabei hatte der Bund nur geringe Verluste, die römische Flotte wurde fast gänzlich vernichtet, etwa 500 Römer fielen.

Die byzantinische Flotte und die nicomedische Flotte unter Admiral Taureas operierten danach bei Byzantium und Nicomedia gegen die thrakische Flotte und fügten dieser in zwei Schlachten schwere Niederlagen zu. Der Bund büßte 300 Mann ein, die Thraker etwa 1.600. Durch diese Siege war die thrakische Flotte weitgehend ausgeschaltet und stellte keine direkte Bedrohung mehr da.

Auch zu Lande kam es zu Kämpfen. Aloeus griff nun Palmyra an. Die kleine Garnison von 2.600 Mann konnte den 13.900 Soldaten von Aloeus keinen Widerstand leisten und wurde ausnahmslos getötet, etwa 350 Soldaten des Bundes fielen ebenfalls. Nachdem die Stadt eingenommen war, wurde sie verabredungsgemäß an das seleukidische Reich abgetreten. Aloeus ging nun mit Elan weiter vor und griff die nahe gelegene Stadt Damascus ebenfalls an. Auch hier war die 3.000 Mann starke Garnison chancenlos und wurde von den 15.000 Soldaten des Aloeus restlos niedergemacht. Auch Damascus wurde den Seleukiden übergeben und Aloeus zog weiter nach Süden und sperrte den wichtigen Versorgungsweg der Ägypter über die Golanhöhen und war auch in der Lage Sidon aus dem Süden anzugreifen.

Der Tod von Myrine, der Witwe des Aeson von Libethron, die im Alter von 61 Jahren verstarb, dämpfte zwar die gute Stimmung aber dies nur kurzzeitig, zu groß waren die militärischen Erfolge.

Im Sommer 151 v.Chr. ließ Ennomus von Phoenicia den Angriff auf Tylis beginnen. Fast 10.000 Soldaten begannen nun mit der Erstürmung der Mauern, die rund 2.900 Verteidiger konnten dies nur kurzzeitig verhindern. Schließlich brach die Verteidigung zusammen und die Stadt war gefallen. 3.400 Soldaten des Bundes und 2.700 Verteidiger waren gefallen. Ennomus zeigte gegenüber der Bevölkerung keine Gnade, 93.000 von ihnen wurden zur Abschreckung abgeschlachtet. Nach dieser Bluttat waren die Straßen der Stadt menschenleer. Ennomus wurde als Verwalter von Tylis eingesetzt.

Nach dem Verlust der Stadt Tylis waren die Thraker schnell zu einem Frieden bereit, doch Eteonous verlangte noch mehr. Neben der Zahlung von 800.000 Goldstücken mussten sich die Thraker dem Bund als Protektorat unterwerfen. Nach dem Abschluss des Vertrages, wurden auch die Bündnisse mit den Seleukiden und den Makedonen erneuert und wieder für Sicherheit an den Grenzen des Reiches gesorgt.

Danach konnte die folgende Hochzeit mit Ruhe gefeiert werden. Aloeus von Zuegma heiratete die carische Prinzessin Proto (geb. 174 v.Chr.). Zudem schenkten die Götter dem Königshaus mal wieder Nachwuchs. Phaethusa, die Tochter des Agetos von Phoenicia, wurde zu dieser Zeit geboren.

Zum Ende des Sommers überschritt Eteonous mit seiner Armee die Grenze zum Seleukidenreich nördlich von Antiochia. Dadurch war es ihm möglich bei der beginnenden Belagerung Antiochias durch die Ägypter einzugreifen. Mit seinen 13.800 Soldaten fiel er der 14.400 Mann starken ägyptischen Armee in den Rücken. Sein Angriff wurde dann noch von der seleukidischen Garnison Antiochias und von in der Nähe stationierten Bundestruppen unterstützt. Damit standen den Ägyptern insgesamt 35.700 Soldaten gegenüber.


Die Schlacht von Antiochia im Winter 151 v.Chr.







Meine Brüder,

einen weiten Weg sind wir marschiert um die Ägypter in ihre Schranken zu weisen. Kaum sind wir hier, erhalten wir auch schon eine Gelegenheit sie zu schlagen. Dummheit hat sie hierher geführt. Nicht nur eine stark befestigte Stadt mit hohen Mauern und einer starken Garnison erwartet sie! Nein, auch eine große Anzahl von Bundessoldaten und nicht zuletzt ihr, meine treuen Gefährten. Ihr seid die ruhmreichste Armee des Bundes, noch nie wurdet ihr besiegt, obwohl ihr schon gegen fast alle bekannten Völker gezogen seid. Heute ist nur der Auftakt für einen weiteren ruhmreichen Feldzug!

Zieht die Schwerter, packt die Schilde, spannt die Bögen und lehrt die Ägypter das Fürchten!!!







Eteonous wählte einfache klassische Schlachtaufstellung: Spartaner und Hopliten in vorderster Linie, dahinter die Bogenschützen und die Reiterei an den Flanken konzentriert.





Die Ägypter näherten sich in breitgefächerter Linie.



Die Verstärkungstruppen von Eteonous waren noch nicht auf dem Schlachtfeld erschienen.



Kaum dass die Ägypter in Reichweite waren eröffneten die cretischen Bogenschützen das Feuer und fügten den Ägyptern erste Verluste zu. Davon anscheinend hinreichend demotiviert traten die Ägypter dann sogleich den Rückzug an!




Dieser Übermacht konnten die Ägypter nicht standhalten und zogen sich kurz nach Beginn der Schlacht zurück. Dabei ließen sie über 6.000 Tote zurück, die Verluste von Eteonous waren sehr gering.

Ein Jahr später, im Sommer 150 v.Chr. war Aloeus gezwungen der Stadt Palmyra zu Hilfe zu eilen. Ein 11.500 Mann starkes Heer der Ägypter belagerte die Stadt. Aloeus’ Angriff kam für die Ägypter überraschend. So mussten sie sich den 15.000 Soldaten von Aloeus, sowie der Garnison Palmyras, etwa 10.000 Mann, erwehren.


Die Schlacht von Palmyra im Sommer 150 v.Chr.







Meine treuen Soldaten,

viele Jahre nun führen wir Krieg gegen die Ägypter, zahlreiche Schlachten haben wir gewonnen, Städte eingenommen. Nun stehen wir vor dem Abschluss dieses Feldzuges. Unser großer König ist mit seiner Armee nicht weit von uns im Westen auf dem Vormarsch. Unsere Aufgabe ist es seine Flanke zu decken und zu verhindern, dass die Ägypter ihn umgehen und im Rücken angreifen. Dazu müssen wir Palmyra, die Stadt unserer Verbündeten, vor den Truppen des Pharaos retten. Die Seleukiden werden im Moment unseres Angriffs mit ihren Soldaten ausrücken und die Ägypter ebenfalls angreifen. Damit müssen sie nach zwei Seiten kämpften, aufgrund unserer Überlegenheit werden sie dass nicht lange durchstehen.

Nun denn, auf in die Schlacht!!!





Taktisch klug positionierte Aloeus seine Truppen auf einem Höhenrücken um das Erscheinen der Seleukiden auf dem Schlachtfeld abzuwarten. Diese erschienen sogleich nach Beginn der Schlacht und fielen den aufmarschierenden Ägyptern in den Rücken. Diese erlitten die ersten Verluste und waren durch das Erscheinen der Seleukiden demoralisiert, sodass sie nach kurzem Geplänkel, auch mit berittenen Einheiten des Bundes, den Rückzug antraten.




Sie erkannten schnell die Sinnlosigkeit ihres Unterfangens, brachen die Belagerung ab und zogen sich zurück. Die Schlacht kostete sie 4.000 Tote, die Seleukiden verloren 1.500 Mann, die Verluste von Aloeus waren hingegen unbedeutend.

Unterdessen endete die Linie der königlichen Familie der Thraker und somit gab es nach dem Tod des Königs keinen Nachfolger, sodass das Königreich unterging. Die Thraker kehrten zu ihren Ursprüngen als rebellisches Volk zurück.



Die Makedonen hingegen brachen das gerade neu geschlossene Bündnis und belagerten die Stadt Thermon. Eteonous schickte Gesandte an den makedonischen Hof in Pharsalos um die Makedonen daran zu erinnern mit wem sie sich anlegten. Daraufhin lenkten die Makedonen ein, aber Eteonous’ Forderungen waren hart: erneutes Protektorat durch den Hellenenbund und Zahlung von 1.000.000 Goldstücke.

Ochesius, der gerade erwachsen gewordene Sohn des Posidonios, wurde zum Verwalter Lilybaeums ernannt. Pylenor von Phoenicia, Sohn des Aesepus von Phoenicia, war nun ebenfalls erwachsen und wurde zu seinem Vater als stellvertretender Verwalter nach Byzantium geschickt.

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




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14.04.2007 15:51
#2 RE: Kapitel XII Thread geschlossen

Den Winter 150 v.Chr. verbrachte Eteonous damit weiter nach Süden in Richtung Sidon vorzurücken und mit allerlei diplomatischen Angelegenheiten. Während seines Ägyptenfeldzuges brauchte er Ruhe in den westlichen Gebieten des Bundes und deshalb schickte einen Gesandtschaft zum Senat von Rom um über einen allgemeinen Waffenstillstand zu verhandeln. Auf den Rat des Senates wurde, wie nach der Einnahme Romas, ein halbjähriges Protektorat vereinbart, das die römischen Familien an den Verhandlungstisch bringen sollte. Der Senat verlangte aber eine Gegenleistung für seine Unterstützung und war auch nicht bereit zu einer Zahlung an den Bund. So sah sich Eteonous gezwungen den thrakischen Rebellen in der Stadt Poiana 25.000 Goldstücke zu zahlen, damit diese die Stadt verließen und der Bund sie unter seine Kontrolle bringen konnte. Nachdem dies geschehen war bot Eteonous dem Senat Poiana als die verlangte Gegenleistung an, damit konnte der Vertrag besiegelt werden.


Zwischenstand XII

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