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 "Makedoniens Kampf um die Suprematie"
Strategos Offline



Beiträge: 1.470

12.04.2007 17:00
RE: Kapitel I - Makedoniens Kampf um die Suprematie Thread geschlossen

Makedoniens Kampf um die Suprematie

Die Jahre 272 v. Chr. bis 268 v. Chr.

Startbedingungen Makedoniens:





Antigonos, König von Makedonien, stand mit seinem Heer bereits vor Athenai. Er ging sofort zur Belagerung über. Der Hellenische Bund, Koion Hellenon, sammelte unterdes ein Heer vor Sparta unter Führung des Areus Eurypontidos Lakedaimonios, und versuchte gen Athenai vorzudringen. Nur den heldenhaften Bemühungen der makedonischen Besatzungen in Korinthos war zu verdanken, das Areus Eurypontidos Lakedaimonios den Isthmos nicht überqueren konnte.

Im Winter 272 v. Chr. begann Antigonos den Sturm auf die
Stadt Athenai.


Männer! Zu den Waffen! Steht aufrecht, und denkt an bessere Tage, denn diese Tage werden kommen! Heute stehen wir den Athenern gegenüber – tapfere Männer – doch tapfer genug euch zu schlagen, die ihr Nachkommen von Zeus, Achilles und Alexander seid? Die Götter lächeln euch zu, denn sie haben den Fall Athenais beschlossen! Hört ihr das Donnergrollen in der Ferne? Das ist Zeus, der euch den nötigen Mut spendet. Die langen Mauern Athenais werden bereits in diesem Augenblicke untergraben, schon bald werden sie wanken, genau wie die Athener bei eurem Anblick. Denkt an Chaironeia, wo unsere tapferen Vorfahren die Athener und Thebaner zum Hades schickten. Und nun, wo sie von Verbündeten verlassen sind, denken sie sie könnten euch besiegen. Lehrt sie eines besseren!

Seine Truppen untergruben die Langen Mauern Athenais, so dass sie einstürzten und Antigonos Soldaten durch die Bresche vorstoßen konnten.





Die feindlichen Truppen leisteten erstaunlich wenig Widerstand, und erst auf der Agora sammelten sie sich zu einem letzten und heldenhaftem Widerstand. Das Gemetzel innerhalb der Mauern Athenais dauerte fünf Stunden, so heftig tobte der Kampf. Denn die Soldaten des Koion Hellenon dachten nicht daran sich zu ergeben oder zu fliehen, und so wurden alle vernichtet.

Die Bevölkerung Athenais verhielt sich aus Angst vor einem Massaker, oder darauf vertrauend, dass die Makedonen, von denen sie schon unter Alexander milde behandelt worden waren, erstaunlich ruhig. So konnte Antigonos es wagen, mit einem Großteil der Truppen nach Korinthos aufzubrechen, um dort die Mauern zu verstärken, denn dort rechnete man nun stündlich mit einem Angriff des Koion Hellenon, zu dessen Truppen auch einige Eliteeinheiten der Spartaner gehören sollten.




Philippos rückte etwas zu dieser Zeit mit einer kleinen Armee aus Demetrias gen Thermon vor.

Im Sommer 271 heiratete Tychikos Delphikos Iphianassa, die Tochter des Antigonos. Zudem gelang es den Diplomaten einen Waffenstillstand mit den Getai, ein kriegerisches Volk aus dem Norden, zu vereinbaren. Zudem wurde ein Handelsvertrag mit den Pontiern vereinbart. Diese guten Nachrichten wurden durch die Meldung getrübt, dass der Koion Hellenon nun Korinthos belagerte. Bald darauf gingen die feindlichen Truppen auch schon zum Angriff über. Die Truppen waren etwa gleich stark, und so versprach es ein harter Kampf zu werden.

Männer von Korinth! Männer Makedoniens! Dies ist sie die große Stunde, die große Schlacht, in der wir den Spartanern beweisen werden, dass sie besiegbar sind. Nicht zum ersten mal – erinnert euch, es gab eine Zeit, in der die Spartaner glaubten, sie wären noch nie in einer offenen Feldschlacht besiegt worden. Lächerlich! Einige Thebaner reichten aus, sie eines besseren zu belehren! Doch dies ist keine Feldschlacht. Sie müssen erst diese mauern überwinden, um überhaupt mit uns kämpfen zu können. Werden sie dies überhaupt schaffen? Solchen Toren ist es nicht unbedingt zuzutrauen. Doch wir werden sehen. Und wenn sie kommen – empfangt sie mit Speer und Schild, und schenkt ihnen nichts, aber nehmt ihnen alles was sie haben!



Die Hellenen rückten gegen die Mauern Korinthos vor, und ihr Rammbock wurde von den Verteidigern zerstört, bevor er die Mauern überhaupt erreichte.



Nun versuchten die Hellenen über Leitern die Mauern zu überqueren, doch nach kurzem Kampf waren die meisten von ihnen besiegt. Die Spartaner hingegen führten einen Belagerungsturm erfolgreich gegen die Mauern, und töteten viele Makedonen doch nach langem Kampf wurden sie bis auf den letzten Mann vernichtet.



Nun plante Antigonos mit der gesamten Kavallerie einen Ausfall, bei dem die Leibwache des Areus Eurypontidos Lakedaimonios vollständig vernichtet wurde, er selbst fiel im Kampf. Das brachte die entscheidende Wendung. Die Feinde bekamen Panik und flohen. Sie wurden bis auf den letzten Mann vernichtet.









Nun stellte sich für Antigonos die Frage, ob er weiter gegen Sparta vorstoßen sollte, um die nun fast wehrlose Stadt einzunehmen, und somit die Spartaner gänzlich vernichten sollte. Er entschied sich schließlich dafür und entsandte ein kleines Heer unter Tychikos Delphikos nach Sparta.
Unterdessen besiegte Philippos die schwachen Streitkräfte Thermons und gliederte diese Stadt in das immer größer werdende Königreich Makedonien ein.

Im Winter 270 v. Chr. adoptierte Antigonos Eubontides Datos. Die Feierlichkeiten in Korinthos wurden von der Nachricht überschattet, das Alexandros Aiakides von Epeiros die Stadt Pella belagerte. Die Truppen Pellas rückten jedoch gegen den Belagerer vor, und schlugen die Feinde vernichtend.

Zur gleichen Zeit begann Tychikos Delphikos den Sturm auf Sparta. Die schwache Besatzung Spartas erhielt Verstärkung durch Hauptmann Phrixos aus Rhodos, so dass die Truppen nun etwa gleich stark waren.



Männer Makedoniens! Wir alle wissen, dass die Spartaner tapfere Kämpfer sind. Doch wir haben sie vor Korinthos bereits aufgerieben! Dies ist nur ein Überbleibsel einstiger spartanischer Stärke. Und diese Männer wollen euch gegenübertreten? Nun, sie verteidigen ihre Heimat, ihr Stadt. Aus Angst vor uns haben sie sogar eine schwache Holzmauer um ihre vier Dörfer gezogen! Wir werden sie vernichten, die Hauptstadt des Koion Hellenon, dem danach nur noch Rhodos als letzte Festung bleibt. Und von dort kommen Verstärkungen hierher! Es steht uns also die gesamte Macht der Hellenen gegenüber. Wie schwach sie also sind! Heute können wir unsere Feinde endgültig zerschmettern!

Die Spartaner zogen sich auf die Agora zurück, und von Süden zogen die Verstärkungen zu ihnen in die Stadt. Von Norden begannen die Makedonen die Holzmauer niederzurammn und wurden dabei nicht behindert.



Erst in den Straßen Spartas entbrannte ein heftiger Kampf.



Doch die Hellenen mussten sich der Überlegenheit der Makedonen bald beugen. Nur wenige überlebten das Massaker. Tychikos Delphikos ließ die Stadt besetzen, und blieb als Statthalter in Sparta. Die Bevölkerung wagte nicht zu revoltieren, im falle der Heloten und Perioiken, die noch von Sparta abhängig waren, wurden die Eroberer sogar freudig empfangen.

Nun gehörte bis Auf Epeiros ganz Hellas zum Herrschaftsgebiet des Antigonos. Er fand, dass es nun Zeit war, die Soldaten sich erholen zu lassen, und sah keine großen militärischen Aktionen für die nächsten Jahre vor. Die Finanzlage Makedoniens, die infolge der Kriege und damit verbundenen Truppenaushebungen sich recht bedenklich entwickelt hatte, konnte sich nun entspannen.

Und so wurde das Jahr 269 v. Chr. auch ein recht ruhiges Jahr. Dem Tychikos Delphikos wurde ein Sohn geboren, und er beschloss ihn Herakleides zu nennen. Mit den Senatus Populusque Romanus konnte zu dieser Zeit ein Handelsabkommen geschlossen werden. Nun wurde es Antigonos des Friedens zu fiel, und er beschloss eine kleine Streitmacht nach Rhodos zu entsenden, um den letzten Stützpunkt des Koion Hellenon zu vernichten. Er wollte damit auch die Schmach des Koloss von Rhodos vergelten und diesen niederreißen.

Im Winter selben Jahres konnten die Diplomaten ein Handelsabkommen mit den Aedui abschließen, ein kriegerisches Volk aus dem Norden. Die Flotte, die auf dem Weg nach Rhodos von Eleutheroi (Rebellen) abgefangen wurde, schlug diese vernichtend.

Im Sommer 268 v. Chr. adoptierte Antigonos Dionysos Idomeneus, welcher sich als wahrer Makedone in vielen Schlachten Ruhm erworben hatte. Etwa zur selben zeit beglückten die Götter das Haus der Antigoniden mit einem weiteren Kind, welches Isodoros Delphikos genannt wurde.
Es herrscht einige Aufregung, als die Nachricht zu Antigonos gelange, dass die Hellenen vor Mytilene gelandet waren. Dies war ein harter Schlag für ihn, hatte er doch die dortige Garnison für den Rhodosfeldzug geschwächt. Die Nachricht, das die Hellenen nur in schwaches Heer hatten und nicht sofort mit der Belagerung begannen, beruhigte ihn wiederum.

In den letzten Jahren hatte sich das Haus der Antigoniden prächtig entwickelt; es umfasste jetzt schon siebzehn Familienmitglieder. Der makedonischen Oberherrschaft unterstanden acht Provinzen, um die in den letzten Jahren sechs siegreiche Schlachten geschlagen worden waren, und nicht eine einige Niederlage konnte den überlegenen makedonischen Heeren beigebracht werden.

Die Diplomatie sah nicht ganz so gut aus: Die Feinde waren nicht weniger geworden, es zählten immer noch zu ihnen Epeiros, Koion Hellenon, Ptolemaioi und Eleutheroi (Rebellen)

Keine Macht wollte ein Bündnis mit Makedonien eingehen, ob sie nun die wachsende macht der Antigoniden oder anderes fürchteten, bleibt ihr Geheimnis. Nur die Arche Seleukeia hielten treu zu Makedonien.


Finanzen:




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