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 "Spartas Rückkehr zur Macht"
Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

25.03.2007 12:38
RE: Kapitel X Thread geschlossen

Kapitel X
Sommer 179 v.Chr. – Winter 170 v.Chr.



Während des Sommers des Jahres 179 v.Chr. rückte Milanion mit seinem Heer weiter auf Tarentum vor. Nachdem er eine römische Streitmacht, 1.400 Mann unter Führung des amtierenden römischen Quästors Amulius Lucullius, ohne eigene Verluste fast vollständig vernichtete, stand er mit seinem Heer schließlich vor den Mauern Tarentums. Lucullius jedoch entkam mit wenigen Überlebenden nach Norden, doch sollte er schneller zurückkehren als gedacht. Nun da er vor den Toren Tarentums stand, erkannte Milanion, dass ein Frontalangriff ohne Vorbereitung nur unter schweren Verlusten zum Erfolg führen würde, denn Tarentum verfügte über starke Mauern und eine ebenso starke Garnison. Deshalb entschloss sich Milanion zu einer längeren Belagerung und begann mit unverzüglich mit den Vorbereitungen zum Sturm der Stadt.

Unterdessen kam es in Cappadocia erneut zu einer Erhebung. Eine 5.300 Mann starke Streitmacht der Rebellen sammelte sich im Osten der Provinz. Der Verwalter von Eusebia, Aeson von Libethron, rückte mit 11.500 Mann der Stadtgarnison aus um die Rebellen zu stellen.

Derweil wurde die Hochzeit von Amathea, der Tochter von Aetios von Eritrea, mit Dismas von Samos (geb. 225 v.Chr.) gefeiert. Dieser erhielt auch sogleich eine wichtige Position anvertraut, nämlich die des Verwalters der Stadt Sardes.

Ebenso kam es in Byzantium zu einer Veränderung in der Verwaltung. Aesepus von Phoenicia, in diesem Sommer erwachsen geworden, wurde zum stellvertretenden Verwalter der Stadt ernannt und somit seinem Vater Salmoneus von Phoenicia unterstellt.

Ein halbes Jahr später konnte Aeson von Libethron mit seinem Heer die Rebellen in der Provinz Cappadocia stellen. Diese wollten aber die offene Schlacht vermeiden und zogen sich zurück. Aeson nahm die Verfolgung auf und konnte schließlich doch die Schlacht erzwingen. Erwartungsgemäß wurden die Rebellen geschlagen, etwa 2.600 Mann getötet. Aesons Truppen büßten etwa 1.100 Soldaten ein.

Zum Ende des Winters griffen die Römer dann überraschend die Armee von Milanion an. Unter der Führung von Amulius Lucullius hatte sich ein starkes römisches Heer genähert und attackierte nun den Belagerungsring um die Stadt. Zusammen mit der Garnison der Stadt verfügte Lucullius über fast 17.000 Mann. Milanions Heer war zwar zahlenmäßig unterlegen, es umfasste etwa 15.500 Soldaten, jedoch waren seine Truppen kampferprobt und befanden sich in der Verteidigungsposition, wodurch sich die taktische Überlegenheit stärker auswirkte und v.a. die Fernkampfwaffen den Römern gefährlich werden konnten.


Die Schlacht von Tarentum im Winter 179 v.Chr.





Meine treuen Gefährten,

unzählige Schlachten schlugen wir zusammen und wie ich, seid ihr des Kampfes müde. Aber das Ziel ist nahe. Heute müssen wir uns gegen die Römer verteidigen. Aber wir werden sie schlagen und dann werden wir diejenigen sein, die angreifen werden. Tarentum liegt vor uns, der Feind steht aber auch hinter uns. Doch ihr werdet nicht verzagen und dem Feind standhalten. Wir werden ihn an unserer Phalanx verbluten lassen.

Macht euch bereit zum Kampf!!!





Milanion stellte sein Truppen nach zwei Seiten hin auf, die Hauptstreitmacht in Richtung auf Tarentum von wo der Großteil der römischen Streitmacht anrücken würde. In entgegengesetzter Richtung wartete er selbst mit einem Trupp Reiterei auf den Feind.







Sofort als der römische General auf dem Schlachtfeld erschien griff ihn Milanion mit seinen Truppen an. Schnell war die gegnerische Leibwache geschlagen, der römische General entkam aber knapp Milanions Männern.









Unterdessen nahmen die Katapulte und die cretischen Bogenschützen, die heranrückende römische Armee unter Beschuss und fügte ihr schwere Verluste zu. Die Truppen die nicht von den Pfeilen niedergestreckt wurden, fielen im Kampf gegen die Elefanten die Milanion nun einsetzte oder liefen in die spartanische Phalanx hinein aus der es kein Entkommen gab. Schließlich zogen sich die Römer zurück.


Die Römer erlitten eine vernichtende Niederlage. Milanions Truppen kämpften überlegt und todesverachtend. Die römischen Truppen wurden total zerschlagen, 14.000 Soldaten waren gefallen, die wenigen Überlebenden, darunter Lucullius zogen sich in die Stadt zurück. Milanions Verluste waren bedeutend geringer und betrugen etwa 1.000 Mann.

Zu dieser Zeit wurde erneut eine große Hochzeit gefeiert. Eucarpia, die Tochter von Laodamas, wurde mit Iambulus von Samothrace (geb. 211 v.Chr.) verheiratet. Kurz nach der Trauung sollte Iambulus als stellvertretender Verwalter nach Rhodos entsandt werden.

Doch noch vor Ende des Winters zog die Trauer in das spartanische Könighaus ein. Nacheinander starben drei Angehörige der Familie. Zuerst verstarb der Verwalter von Rhodos, Podarces von Pergamon, im Alter von 66 Jahren, sodass schließlich Iambulus von Samothrace dessen Posten übernahm. Kurz darauf wurde Eos, die Witwe des Iphicrates von Philippi, im Alter von 79 Jahren zu Hades gerufen, bevor dann auch Salmoneus von Phoenicia im Alter von 61 Jahren starb. Seine Aufgaben als Verwalter Byzantiums übernahm sein Sohn und Stellvertreter Aesepus.

Nach einjähriger Belagerung befahl Milanion den Angriff auf Tarentum. Mit 14.500 Soldaten begann der Sturm auf die Stadt. Die römische Garnison, unter dem Kommando des ehemaligen römischen Quästors Amulius Lucullius, war zu diesem Zeitpunkt etwa 3.000 Mann stark. Lange konnten die Römer den Angriff nicht abwehren und schließlich fiel die Stadt. Die Garnison wurde bis auf wenige Überlebende vollkommen niedergemacht, Lucullius fiel ebenfalls. Milanion verlor 1.500 Mann. Nach der Befreiung der Stadt von der römischen Knechtschaft wurden alle römischstämmigen Einwohner in die Sklaverei geschickt, insgesamt etwa 75.000 Bürger der Stadt. Es wurde eine hellenische Administration etabliert und die Stadt trat offiziell dem Bund der Hellenen bei.

Doch Milanion ließ seine Truppen nur kurz ruhen ehe er, nach Zurücklassung einer Garnison in Tarentum, mit seinen Truppen wieder nach Norden zog und auf Roma marschierte. Die Hauptstadt der Römer war das Ziel und sollte nach der Einnahme den Frieden bringen. Um die Eroberung zu erleichtern schickte er mehrere Spione in die Stadt, die ihm bei seinem Angriff die Tore öffnen sollten.

Kurze Zeit zuvor war in Apollonia eine Seuche ausgebrochen die in den nächsten 18 Monaten viele Leben forderte, mindestens 31.500 Bürger und 2.100 Soldaten der Garnison kamen ums Leben.

Die im Winter 178 v.Chr. stattfindende Hochzeit von Medesicaste, der Tochter von Enops von Dimale, mit Eucarpus von Messana (geb. 194 v.Chr.) wurde aufgrund mehrerer Todesfälle in einem kleinen schlichten Rahmen gefeiert. Wieder hatte Hades drei Angehörige des spartanischen Königshauses zu sich geholt. Aeson von Libethron, Verwalter Eusebias, starb dort im Alter 65 Jahren, Deipyle, Tochter des verstorbenen Königs Memnon, starb im Alter von 64 Jahren und Zenobia, die Witwe von Permenion verstarb im Alter von 60 Jahren. Nachfolger Aesons, als Verwalter Eusebias, wurde Eucarpus von Messana.

Außerdem trafen aus dem Osten schlechte Nachrichten von den verbündeten Seleukiden ein: Antiochia war erneut an die Ägypter gefallen. Milanion, der mit seinem Heer gerade von Nordosten her in Latium eingefallen war, reagierte und beauftragte den Verwalter von Tarsos, Agapias, mit der Rückeroberung der Stadt. Dieser sammelte ein Heer von 17.000 Mann und marschierte auf Antiochia.

Zu Beginn des Sommers 177 v.Chr. hatte Milanion mit seinem Heer die Stadt Roma erreicht und begann unverzüglich seinen Angriff. Er verfügte dabei über 12.500 Soldaten. Die Garnison der Stadt Roma war nicht sonderlich groß, jedoch befanden sich Truppen des römischen Senats südlich der Stadt und griffen sofort in den Kampf ein. Dadurch standen Milanions Truppen insgesamt 14.500 römische Soldaten gegenüber. Den Oberbefehl führte der ehemalige römische Ädil Herennius Cato.


Der Angriff auf Roma im Sommer 177 v.Chr.







Kameraden,

da liegt sie! Roma, das Herz unseres Feindes! Sie nennen sie die „Ewige Stadt“, seit fast 600 Jahren besteht sie schon. Erst einmal wurden ihre Mauern bisher überwunden, aber heute werden wir sie ein zweites Mal überwinden. Uns kann man aber nicht mit Gold zum Abzug bewegen wie einst die Barbaren aus dem Norden. Wir werden bleiben, wir werden unsere Kultur diesem Volk bringen, damit es sich bessern kann und vor allem ergreifen wir die Chance zum Frieden nach unserem Sieg. Denn der ist gewiss, meine Spione haben dafür gesorgt dass die Tore der Stadt offen sind, wir müssen nur noch durch sie hindurch gehen.

Also nehmt eure Waffen und marschiert los!!!









Da die Spione für offene Tore gesorgt hatten, wurde die Armee aufgeteilt um durch 3 Tore gleichzeitig in die Stadt einzurücken.



Der erste Angriff erfolgte durch das Osttor, angeführt von Milanion selbst.





Durch das Nord- und das Westtor strömten Spartaner in die Stadt und besetzten die Torhäuser.



Die römischen Truppen am Osttor konnten den Einfall nicht mehr stoppen.







Von Süden näherte sich die römische Verstärkung. Milanion befahl die gesamte Mauer und alle Türme in Besitz zu nehmen um die Römer wirksam bekämpfen zu können.









Schließlich trafen die Truppen auf den feindlichen General und seine Leibwache. Ein harte Kampf entbrannte, schließlich siegten die spartanischen Hopliten und töteten den römischen General.









Die cretischen Bogenschützen hatten nun die Mauern besetzt und nahmen die anrückende römische Verstärkung unter Beschuss, verstärkt durch die besetzten Türme der Stadtmauer. Die Römer verbluteten vor der Stadtmauer, auch ihr General fiel.







Die restlichen Truppen der Römer im Stadtzentrum waren schnell besiegt und der Sieg errungen.




Unterstützt von seinen Spionen schlug Milanion schnell und unerbittlich zu und eroberte die römische Hauptstadt. In den Kämpfen fiel die gesamte Garnison der Stadt, Milanion selbst verlor 1.600 Soldaten. Die Einwohner Roms, sofern sie nicht schon geflohen waren, wurden versklavt, insgesamt etwa 86.000 Menschen. Milanion verfügte darüber hinaus, dass Roma von nun an und für alle Zeit als Koloniestadt direkt der Verwaltung des Königs von Sparta unterstand. Somit genoss die Stadt zwar den Schutz des Hellenenbundes, hatte aber keinerlei diesbezügliche Rechte.

Unterdessen war Agapias mit seinen Truppen vor Antiochia angelangt und begann mit der Belagerung der Stadt. In Anbetracht der starken Mauern war ein längeres Unterfangen voraussehbar.

Als Zeichen der Götter wurde in diesen Tagen die Geburt von Patrobas, dem Sohn von Eucarpus von Messana, gedeutet und daraus ihr Wohlwollen für die Taten des spartanischen Königs Milanion abgeleitet.

Zum Ende des Sommers wurden die Truppen vor Antiochia von einer ägyptischen Entsatzarmee angegriffen, zu der dann noch die Garnison der Stadt stieß. Agapias sah sich dabei einer etwa 8.000 Mann starken Streitmacht gegenüber, die durchweg aus kampferfahrenen Truppen bestand. Obwohl Agapias zahlenmäßig klar überlegen war, immerhin zählten seine Truppen 17.000 Soldaten, wurde die Schlacht beinahe zum Debakel. Die Ägypter kämpften geschickt und fast schien es ihnen zu gelingen Agapias Truppen zu schlagen. Agapias führte, als die Schlacht auf des Messers Schneide stand, seine Leibwache eigenhändig in den Kampf und konnte die Ägypter dann schließlich doch noch schlagen. Der Blutzoll war aber weitaus höher als Agapias in seinen schlimmsten Vorstellungen erwartete. Die Ägypter wurden bis auf einige Dutzend Überlebende niedergemacht, dabei nahmen sie aber über 8.200 hellenische Soldaten mit in den Tod. Jedoch war Antiochia nun ohne Garnison und konnte von Agapias besetzt werden. Nach der Einnahme wurde die Stadt dann wieder an das Seleukidenreich übergeben. Agapias machte sich auf den Rückweg nach Tarsos.

Auf diesem traf Agapias dann im folgenden Winter auf eine versprengte Streitmacht der Ägypter. Diese zogen sich nach dem ersten Kontakt zurück, zu ihrem Unglück aber nach Westen in Richtung Tarsos und da wollte Agapias hin. Deshalb kam es doch noch zur Schlacht. Die Ägypter, etwa 1.100 Mann stark, waren gegen die 22.000 Soldaten des Agapias, die Truppen waren durch Söldner aufgefüllt worden, chancenlos. Jedoch verkauften sie ihre Haut teuer. 450 Ägypter fielen in der Schlacht, Agapias jedoch hatte bedeutend mehr Verluste erlitten, rund 1.400 Soldaten waren gefallen.

Milanion hatte mittlerweile eine Gesandtschaft zu den Römern geschickt um über einen Frieden zu beraten. Die Senatoren konnten schnell dafür begeistert werden, jedoch gab es Bedenken über die Reaktionen der führenden römischen Familien. Aus diesem Grund erbat der Senat ein Protektorat durch den Bund um vor hitzigen Reaktionen geschützt zu sein und die Familien an den Verhandlungstisch zu bekommen. Das Protektorat sollte auf 6 Monate begrenzt sein und neben den Friedensabkommen mit allen römischen Parteien sollte es dem Bund die gigantische Summe von 2.900.000 Goldstücken bringen. Tatsächlich waren die Beteiligten schnell zu einer Einigung bereit und es wurde ein Friedensvertrag zwischen dem Bund der Hellenen und den Römern geschlossen.

Weiteren Grund zum Feiern boten die Hochzeit von Aesepus von Phoenicia mit der thebanischen Prinzessin Cyrene (geb. 198 v.Chr.) und die Geburt von Milto, der Tochter von Ceas von Zacynthos.

Im Sommer 176 v.Chr. brachen in Crotona schwere Unruhen aus. Seit der Eroberung der Stadt war das Volk immer unruhiger geworden und nun entlud sich dies in Aufständen in der Stadt. Bei Zusammenstößen von Garnisonstruppen und aufgebrachten Einwohner starben bislang 3.200 Bürger und 130 Soldaten.

Die Götter hielten in diesem Sommer aber noch weitere Schicksalsschläge und freudige Ereignisse parat. So starb Xanthippe, Tochter des verstorbenen Königs Memnon, im Alter von 73 Jahren. Nur kurz darauf wurde Danäe geboren, sie war die Tochter des Aschreas von Heracleia. Ebenso freudig wurde die Hochzeit von Arisbe, der Tochter von Damasos von Lilybaeum, mit Epeigeus von Magnesia (geb. 193 v.Chr.) gefeiert. Dieser wurde sogleich zum Verwalter der Stadt Nicomedia ernannt.


Die Unruhen in Crotona hielten auch im Winter des Jahres 176 v.Chr. weiter an. Wieder kam es zu schweren Straßenkämpfen in deren Verlauf 18.000 aufgebrachte Bürger und fast 1.000 Garnisonssoldaten zu Tode kamen.

Artemis war dem spartanischen Königshaus weiterhin gewogen und so wurde Iambulus von Samothrace zum ersten Mal Vater eines Sohnes, dieser erhielt den Namen Syagros.

Ein halbes Jahr später wurde dann Egina, Tochter von Dismas von Samos, geboren. Überschattet wurde die Geburt vom plötzlichen Tod von Philomache, Tochter des Doros, die im Alter von 68 Jahren starb.



Auch Perimos von Cos, Verwalter der Stadt Halicarnassus, verstarb kurz darauf, im Winter 175 v.Chr., im Alter von 66 Jahren.

Schließlich war auch Tarsos ohne Verwalter, denn Agapias starb dort im Sommer 174 v.Chr. im Alter von 72 Jahren.

Doch Artemis hatte ein Einsehen und so gab es in diesem Sommer auch eine freudige Feier als Agetos, der Sohn des Aesepus von Phoenicia, geboren wurde.

Außerdem wurde Eteonous, Sohn des Königs Milanion und designierter Thronfolger, erwachsen und übernahm nun zeitweise von seinem Vater, der zu dieser Zeit gesundheitlich angeschlagen war, das Kommando über die Streitkräfte des Hellenenbundes. In dieser Funktion bereitete er den nächsten Feldzug, der an der nördlichen Grenze stattfinden sollte, vor und ließ die syracusische Flotte ins Mare Hadriaticum einlaufen um die Truppen nahe Apollonia an Land setzen zu können.

Zwischenstand I

Zwischenstand II

Zwischenstand III

Zwischenstand IV

Zwischenstand V

Zwischenstand VI

Zwischenstand VII

Zwischenstand VIII

Zwischenstand IX

Die Flotte war im Winter 174 v.Chr. am vereinbarten Treffpunkt, sodass Milanion und Eteonous mit dem Heer an Bord gehen konnten. Erstes Ziel des Feldzuges sollte die thrakische Stadt Tylis sein, dafür waren die Truppen auf 16.500 Mann aufgestockt worden. Zahlreiche Neuaushebungen waren durchgeführt waren, auch um Roma, während der Abwesenheit des Heeres, bei Bedarf verteidigen zu können.

Der Bund der Hellenen verlor in diesem Winter zwei seiner wichtigsten Verwalter. Damasos von Lilybaeum starb im Alter von 67 Jahren in Sparta, wo er seit vielen Jahren gedient hatte. In Syracusae, der Tochterkolonie Spartas, verstarb der dortige Verwalter Ceas von Zacynthos im Alter von 68 Jahren. Der Verlust dieser beiden wichtigen Männer konnte vorerst nicht kompensiert werden und die Posten blieben vorläufig unbesetzt.

Erfreuliches gab es aber auch noch in diesem Winter, nämlich die Geburt des ersten Sohn von Posidonios, der den Namen Cleombrotos erhielt.

Der Sommer 173 v.Chr. brachte sowohl Gutes als auch Schlechtes. Zu Beginn des Sommers starb der Verwalter der Stadt Lilybaeum, Maleos von Zacynthos, im Alter von 71 Jahren. Kurz darauf wurde Koré geboren, die Tochter von Dismas von Samos. Zum Ende des Sommers wurde dann die Hochzeit von Nicomachos, dem Sohn von Laodamas und Verwalter der Stadt Crotona, mit der cretischen Prinzessin Eurycleia (geb. 185 v.Chr.) gefeiert.

Großes Unglück brach über den Bund und das Königreich Sparta im folgenden Winter herein: König Milanion starb im Alter von 65 Jahren auf dem gerade begonnenen Feldzug. In allen Teilen des Reiches herrschte Trauer, Milanion reihte sich nun unter den großen Königen Spartas ein, er hatte in den 36 Jahren seiner Herrschaft Unglaubliches erreicht, das Reich stark vergrößert und finanziell stark gemacht. Nun folgte ihm sein Sohn Eteonous als König und Hegemon auf dem Thron nach. Da Eteonous selbst noch keine männlichen Nachkommen hatte, ja er war noch nicht einmal verheiratet, musste ein anderer, vorläufig, die Stelle des Thronfolgers einnehmen. Eteonous entschied sich für seinen Cousin Posidonios, den Sohn seines Onkels Laodamas. Eteonous war auch erst der zweite, seit der Gründung des Bundes, der seinem Vater auf den Thron folgte. Jedoch hatte er eine schwere Aufgabe zu bewältigen, denn mit dem Tode Milanions schien das gefestigte Reich zu bröckeln.

Eines der ersten Geschehnisse war der Angriff und die Blockade der Römer auf den Hafen von Nicomedia. Somit war das Werk Milanions für das er so lange gekämpft hatte schon wieder dahin. Anstatt eines friedlichen Nebeneinanders würden nun wieder die Waffen sprechen. Eteonous reagierte aber entsprechend und brach den Feldzug gegen Tylis ab und marschierte nun auf das römisch besetzte Bylazora zu. Er plante einen allgemeinen Angriff auf die römischen Besitzungen diesseits des Mare Hadriaticum.

Aber auch im Inneren brodelte es, das ohnehin schon unruhige Crotona wurde mit dem Tod Milanions noch unruhiger und schließlich brachen wieder Kämpfe in der Stadt aus, die blutig niedergeschlagen werden mussten. Fast 20.000 Einwohner und 1.700 Soldaten der Garnison kamen bei den Kämpfen ums Leben. Als wäre eine rebellierende Stadt nicht genug, erhoben sich nun auch wieder die Bürger der Stadt Tarsos, die sich seit dem zuletzt statuierten Exempel ruhig verhielten. Auch hier kam es zu schweren Kämpfen in den Straßen der Stadt. Über 19.000 Bürger und fast 1.200 Garnisonstruppen starben.

Aufgrund all dieser Ereignisse wurde bei der Hochzeit des Podalinus, Sohn des Eumelus, mit der tarentinischen Prinzessin Europa (geb. 190 v.Chr.) der Rahmen schlicht gehalten und keine großen Feierlichkeiten in Athenae veranstaltet.

Bis zum Sommer des Jahres 172 v.Chr. hatte sich die allgemeine Lage wieder beruhigt und auch die Göttin Artemis versicherte Sparta ihr Wohlwollen, als Epicurus, Sohn des Eucarpus von Messana, geboren wurde.

Etwa sechs Monate später erreichte Eteonous mit seinem 16.500 Mann starken Heer die Stadt Bylazora und ging sofort zum Angriff über. Die Garnison der Stadt war schwach, denn der Angriff kam überraschend. Milanion ließ seine schweren Katapulte weite Teile der Stadt in Schutt und Asche legen, ehe er seinen Truppen den Befehl zum Angriff gab. Die etwa 1.300 Mann starke römische Garnison hatte dem Angriff nichts entgegenzusetzen und wurde komplett niedergemacht. Die Verluste des Bundes lagen bei 700 Soldaten. Die Stadt wurde eingenommen. Da es sich um eine vormals makedonische Stadt handelte gab es keinen Grund der Bevölkerung noch weiter Leid zuzufügen und so unterließ Eteonous weitere Maßnahmen. Aufgrund ihrer hellenischen Wurzeln erhielt Bylazora die Möglichkeit dem Bund beizutreten, was die Stadt auch tat. Nach kurzem Aufenthalt marschierte Eteonous weiter, sein Ziel war die Stadt Salonae, die als nächstes fallen sollte.

Unter dem cappadocischen Adligen Aspurgus von Amisus brach zu dieser Zeit ein Aufstand in Cappadocia aus. Eucarpus von Messana, Verwalter der Stadt Eusebia, rückte mit einer 6.000 Mann starken Truppe aus, um den Aufstand niederzuschlagen.

Unterdessen wurde die Hochzeit von Dorian von Pella mit der rhodischen Prinzessin Callisto (geb. 194 v.Chr.) gefeiert. Kurz nach der Hochzeit verstarb Endeis, die mit Laodamas verheiratet gewesen war, im Alter von 69 Jahren.

Der Sommer 171 v.Chr. brachte nicht weniger als vier Geburten im spartanischen Königshaus. Pandion, Sohn des Podalinus, war der erste zu Beginn des Sommers, Phaedre, Tochter des Hippias von Delphi, folgte kurz darauf. Als nächstes erblickte Deukalos, Sohn des Aschreas von Heracleia das Licht der Welt und zu guter letzt wurde Kypris, Tochter des Dorian von Pella, geboren. Auch Enops von Dimale erweiterte das Königshaus in dem er Arcesilaus von Same (geb. 206 v.Chr.), einen verdienten Söldnerführer, in seine Familie aufnahm.

Schienen sich die Götter durch die Geburten dem Haus von Sparta gewogen zu zeigen, wurde man vor Ende des Sommers eines besseren belehrt. Eine Seuche hielt Einzug in die Stadt Messana. Dieser fielen in der Folgezeit 57.000 Bürger und 2.500 Soldaten zum Opfer, ehe sie zum Ende des Sommers 170 v.Chr. ausgemerzt war.

Die Unruhen in Tarsos erreichten im Winter 171 v.Chr. wieder einen neuen Höhepunkt, erneut kam es zu Kämpfen, in denen die Garnisonstruppen nur mühsam die Oberhand behalten konnten, 18.500 getötete Bürger und 1.200 gefallene Soldaten waren die traurige Bilanz dieser Ereignisse.

Mittlerweile war Eucarpus von Messana mit seinen Truppen den Aufständischen in Cappadocia auf den Fersen. Die 6.000 Rebellen hatten es nach dem ersten Zusammentreffen vorgezogen den Rückzug anzutreten. Eucarpus verfolgte sie bis zum Fluss Halys, wo sie sich endlich stellten. 2.500 von ihnen bezahlten ihren Mut mit dem Leben, Eucarpus hatte gerade einmal 200 Soldaten verloren.

Auch für Eteonous kam nun die Zeit an eine Heirat zu denken, zumal er als König dafür Sorge tragen musste, dass fähige Nachfolger verfügbar waren. Aus diesem Grund wurde in diesem Winter seine Hochzeit mit der miletischen Prinzessin Astera (geb. 194 v.Chr.) gefeiert.

Schlechte Nachrichten trafen dann kurz nach der Hochzeit bei Eteonous ein: die Römer standen mit einem Heer vor Roma und belagerten die Stadt. Er war aber zu weit entfernt um noch eingreifen zu können und entschloss sich daher seinen Vormarsch auf Salonae fortzusetzen. Die Garnison der Stadt musste ohne seine Hilfe auskommen.

Nach sechsmonatiger Belagerung stürmten die Römer dann die Stadt. Mit 11.500 Soldaten begannen sie ihren Angriff. Die Garnison der Stadt zählte 7.000 hellenische Soldaten, das Kommando führte der spartanische Hauptmann Olympiodoros. Wieder zeigte sich der berühmte Kampfgeist der Spartaner und auch die cretischen Bogenschützen zeigten ihren Wert. Der Angriff der Römer blieb vor den Mauern liegen und die Verteidiger wehrten alle Versuche der Römer, über Belagerungstürme in die Stadt zu gelangen, ab. Die Schlacht endete mit einem Heroischen Sieg Spartas über die Römer. Gerade einmal 1.000 hellenische Soldaten waren in den Kämpfen gefallen, dagegen wurde die Armee der Römer restlos zerschlagen und nur rund 400 römische Soldaten entkamen dem Blutbad, die restlichen 11.000 lagen tot vor oder auf den Mauern der Stadt.

Ebenfalls in diesem Sommer wurde wieder ein Sohn in die königliche Familie hineingeboren. Er war der zweite Sohn des Aesepus von Phoenicia und bekam den Namen Ennomus.

Nahe Messana kam es zu dieser Zeit zu einer lokalen Erhebung. Eine Truppe von 1.400 Soldaten der Stadtgarnison, unter dem Kommando des Hauptmanns Telys, rückte dann im Winter 170 v.Chr. aus um die 1.100 Mann umfassende Streitmacht der Rebellen zu stellen. Diese zogen sich jedoch an die Hänge des Etna zurück wo sie hofften nicht angegriffen zu werden. Hauptmann Telys tat ihnen aber nicht diesen Gefallen sondern verfolgte sie hartnäckig weiter um sie schließlich angreifen zu können. Der Kampf war kurz, nachdem 300 Rebellen gefallen waren, gab der Rest auf. Hauptmann Telys hatte fast gar keine Verluste.

Auch nahe Nicomedia in Bithynia war es zu einem Aufstand gekommen. Der Verwalter der Stadt, Epeigeus von Magnesia, handelte rasch und griff die Rebellen mit einer kleinen Streitmacht von 3.500 Soldaten an. Die etwa 4.500 Rebellen konnten dem schnellen Angriff nicht standhalten und unterlagen im Kampf, 1.400 waren gefallen, Eucarpus verlor etwa 300 Mann.

Eteonous war mit seinem Heer zwischenzeitlich nahe Salonae auf ein römisches Heer gestoßen, das er sofort angriff. Da er zahlenmäßig unterlegen war, seinen 15.000 Männern standen fast 19.000 römische Soldaten gegenüber, die durch die Garnison Salonaes verstärkt wurden, wählte er eine defensive Strategie und verließ sich auf seine überlegenen Waffen.


Die Schlacht bei Salonae im Winter 170 v.Chr.





Krieger von Hellas,

wir boten den Römern den Frieden, wir reichten ihnen die Hand für eine friedliche Zukunft. Doch was war ihr Dank? Verrat! Nun sie wollten den Krieg, wir werden ihn führen und sie endgültig vernichten. Die meisten von euch kämpften bereits unter meinem Vater und ihr seid im Kriegshandwerk hervorragend geschult. Nun kämpft ihr unter meiner Führung und ich weiß, dass ihr mir genauso gut dienen werdet wie meinem Vater. Diesen römischen Abschaum werden wir heute vom Schlachtfeld jagen wie Schweine aus dem Pferch und dann werden wir ihre Stadt nehmen.

Schärft die Klingen, packt die Schilde und schlagt den Feind!!!







Eteonous positionierte seine Truppen auf einer kleinen Anhöhe und erwartete dort die Ankunft der Römer auf dem Schlachtfeld.











Nachdem sie in Reichweite der Katapulte und Bogenschützen waren, ließen diese einen mörderischen Beschuss auf die Römer niederregnen. Die Verluste auf römischer Seite stiegen rapide an.





Urplötzlich kam das Signal zum Rückzug und die Römer verließen geordnet das Schlachtfeld.







Einige Einheiten reagierten auf das Rückzugssignal nicht schnell genug und wurden durch Pfeilhagel noch weiter dezimiert.





Schließlich griff Eteonous mit seiner Leibwache die fliehenden Römer an und ritten noch einige nieder.


Kaum war die Schlacht im Gange und die ersten Salven der schweren Katapulte und der cretischen Bogenschützen in den Reihen der Römer niedergegangen, traten diese den Rückzug an. Ohne Verluste hatte Eteonous die Römer geschlagen, die etwa 5.500 Tote auf dem Schlachtfeld zurückließen.

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

25.03.2007 12:39
#2 RE: Kapitel X Thread geschlossen

Unterdessen konnte sich Posidonios über die Geburt eines weiteren Kindes freuen. Nach einem Sohn wurde er nun Vater einer Tochter, sie bekam den Namen Calypso.

Nun waren 100 Jahre seit der Gründung des Bundes vergangen. In dieser Zeit erschufen fähige spartanische Könige, angefangen bei Kleomenes über Memnon, Doros zu Milanion, ein gewaltiges Reich, dass die Welt noch nicht gesehen hatte. Der Bund verfügte über das größte Gebiet, so groß dass daraus 26 Provinzen gebildet werden konnten. 26 große Städte waren die Verwaltungszentren dieser Provinzen. Insgesamt fast 4.000.000 Bürger lebten unter dem Schutz des Bundes, die Steuereinnahmen waren horrend und sorgten für überquellende Kassen, noch größer waren die Gewinne aus dem Handel und dem Abbau von Rohstoffen. Der Handel zur See wurde durch 8 große Flotten vor Piraten und anderen Feinden geschützt. Die Flotten waren in den Häfen von Syracusae (Admiral Kalchas), Crotona (Admiral Xenagoras), Sparta (Admiral Krokinos), Athenae (Admiral Kallinicus), Pergamon (Admiral Podes), Rhodos (Admiral Acrisias), Sinope (Admiral Pistias) und Tarsos (Admiral Demokritus) stationiert und umfassten insgesamt 456 Kriegsschiffe (72 Quinquiremen, 144 Triremen, 240 Biremen) mit 52.800 Mann Besatzung. Auch zu Lande waren die Streitkräfte des Bundes imposant und einzigartig, 337.650 Soldaten, davon etwa 65.000 Söldner, konnte der Bund aufbieten, sodass insgesamt 390.000 Soldaten sofort verfügbar waren.

Kein anderes Reich konnte sich damit messen und doch gab es einige, die der Meinung waren einen Krieg gegen den Bund führen zu können, so die Römer und die Ägypter. Die Zeit dürfte ihnen aber die Erkenntnis bescheren, dass sie falsch urteilten.



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