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 Rome Total War-Kampagnengeschichte "Ascensus Romae"
Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

15.01.2010 16:32
RE: Kapitel XVIII antworten

Gallier-Katastrophe und Diktatur



Im Winter des Konsulatsjahres von Cnaeus Cornelius Scipio Asina konnte die Legio "Senatorius Quarta" einen weiteren Sieg über gallische Truppen, die über den Rhodanus gelangt waren und auf Massilia marschierten, verzeichnen. An der Druentia wurde der Vormarsch der Gallier gestoppt. In einem wahren Gemetzel zerschlugen die römischen Truppen die 15.000 Mann starke gallische Armee, wenige hundert entkamen, ein paar Dutzend wurden gefangen, der Rest lag tot über ein großes Schlachtfeld verteilt. Die Verluste der Legio "Senatorius Quarta" beliefen sich auf 1.308 Tote und 234 Verwundete. Durch diesen Sieg schien die Westgrenze wieder gesichert, doch schon bald sollte sich zeigen, welcher Trugschluss dies sein sollte.

Im Sommer des folgenden Jahres traf der neue Statthalter der Provinz Latovicia, Appius Cilnius Proculus, in Poetovio ein und übernahm offiziell die Verwaltung der Provinz und das Kommando über die Legio "Consularis Duovicesima" von Spurius Licinius Nerva, der auf Befehl des Konsuls Cnaeus Cornelius Scipio Asina in Personalunion diese Provinz und seine eigene, die Pannonia, geführt hatte. Der neue Konsul, Caius Aquillius Florus, hatte nun Proculus zum Statthalter berufen. Nachdem die Amtsübergabe erfolgt war, kehrte Nerva nach Aquincum zurück, das nur einige Tage zuvor das Nahen starker makedonischer Truppen gemeldet hatte. Gerade noch rechtzeitig erreichte er die Stadt bevor die Makedonen erschienen und zur Belagerung übergingen. Doch die Kräfte waren in diesem Kampf ungleich. Während die Garnisonslegion, die Legio "Consularis Undevicesima", gerade einmal rund 4.500 Mann aufbieten konnte, standen den Makedonen bei der Belagerung annähernd 14.000 Soldaten zur Verfügung. Nerva schickte daher Boten aus, die den Belagerungsring, der noch nicht vollständig errichtet war und Lücken aufwies, überwinden sollten um Verstärkung heranzuholen. Als die Boten Poetovio erreichten und ihre Botschaft überbracht hatten, wurden die konsularischen Truppen, die die Legio "Senatorius Prima Nova" beim Kampf um Poetovio unterstützt hatten, nach Aquincum in Marsch gesetzt. Die 14.000 Soldaten erreichten Aquincum nach Einbruch des Winters und als man Nerva ihre Ankunft meldete, ordnete er umgehend ein Ausfall mit allen Truppen an um die Makedonen zu vertreiben.








Es sollte ein harter Kampf werden, aber nachdem die Makedonen einige schwere Verluste erlitten hatten zogen sie sich unter Zurücklassung ihrer Toten, etwa 8.400 Mann, über den Danubius zurück. Die Legio "Consularis Undevicesima" meldete 2.298 Tote und 396 Verwundete, die Verstärkungstruppen verloren 5.622 Tote und 990 Verwundete.

Auch auf See wurde zu dieser Zeit gekämpft, nachdem nahe des Fretum Siculum eine Piratenflotte gemeldet worden war, lief die "Classis Tertia" unter ihrem Befehlshaber dem Praefectus Classis Titus Sentius Vibennis aus um sie zu bekämpfen. Bei Caulania gelang es der römischen Flotte die Piraten aufzuspüren und anzugreifen. Der großen Überlegenheit der römischen Flotte hatten die Piraten nichts entgegenzusetzen, innerhalb kürzester Zeit waren alle 18 Piratenschiffe gekapert und mehr als 1.000 Piraten im Kampf getötet worden. Den etwa 800 Piraten die sich ergeben hatten war die Hinrichtung ebenfalls sicher. Auf römischer Seite hatte es 192 Tote und 18 Verwundete gegeben.

Während die makedonischen Truppen vor Aquincum die römischen Truppen beschäftigten, hatte eine weitere Armee aus 12.000 Soldaten aus dem Norden kommend den Danubius an anderer Stelle überschritten und stand überraschend nahe Poetovio. Der Legio "Senatorius Tertia Aratia", Befehlshaber war Marcus Claudius Fronto, der es oblag die neue Provinz zu schützen bis die Garnisonslegion komplett aufgestellt war, eilte unverzüglich heran und griff die Makedonen bei Ivenna an und schlug sie zurück, dabei erlitt sie aber hohe Verluste, da die Makedonen aus einer überaus starken Verteidigungsposition heraus kämpften. Mehr als 6.000 Soldaten der Legion fielen, fast 1.100 wurden verwundet, die Makedonen büßten 7.600 Tote ein. Die großen Verluste der Legio "Senatorius Tertia Aratia" machten eine Rückkehr nach Rom notwendig um die Legion aufzufrischen. Nachdem sicher war, dass sich auch die makedonischen Truppen aus der Provinz zurückgezogen hatten, machte sich die Legion bereit zum Rückmarsch und erwartete nur noch den Abmarschbefehl aus Rom.

An der Westgrenze starteten die Gallier derweil überraschend einen Großangriff: mit 18.000 Kriegern bestürmten sie die Grenzbefestigungen am Alpis Graia, welche von der I., II. und V.Kohorte der Legio "Consularis Quintadecima" verteidigt wurden. Aber die nur rund 3.000 Soldaten hatten diesem Angriff nichts entgegenzusetzen. Nach kurzem Kampf wurden sie überrannt und restlos niedergemacht, die Gallier eroberten den Adler der Legion und brachten ihn nach Gallien wo er spurlos verschwand. Die Gallier hatte dieser Sieg zwar 3.400 Tote und 400 Verwundete gekostet aber sie hatten den Alpis-Graia-Pass überwunden und hatten nun die Möglichkeit auf römisches Gebiet vorzurücken. In mehreren Wellen strömten die gallischen Truppen ungehindert über den Pass in die Padus-Ebene. Mediolanum wurde von den Ereignissen überrascht, wie aus heiterem Himmel standen 20.000 gallische Krieger vor der Stadt.

Doch es sollte noch schlimmer kommen: auch den Rhodanus hatten gallische Truppen überwunden und waren in die Provinz Gallia Transalpina eingedrungen. Während eine Armee aus 8.500 gallischen Kriegern Massilia anstrebte und kurz darauf die Belagerung der Stadt begann, griffen 18.000 gallische Krieger die Legio "Senatorius Quarta" an. Diese war mit ihren 12.000 Soldaten gerade auf dem Weg ins Lager bei Alaunium. Sie sollte es nicht mehr erreichen. Die Gallier stellten die Legion zur Schlacht – und überrannten sie kurzerhand. Diese vernichtende Niederlage sollte als eine der größten Katastrophen in der Geschichte der Republik in die Annalen eingehen, zum ersten Mal seit der Heeresreform des Servius Cornelius Maluginensis vor 125 Jahren war eine senatorische Legion in der Schlacht vernichtet worden. Mehr als 10.000 Römer wurden von den Galliern abgeschlachtet, der gesamte Stab fiel zusammen mit dem Legatus Legionis Cnaeus Iulius Verus im Kampf. Rund 5.200 tote Krieger und 550 Verwundete hatten die Gallier zu beklagen.

Die wenigen Überlebenden unter der Führung des Tribunus Militum Sextus Laelius Regulus konnten sich ins Lager bei Alaunium retten, dass von der VII.Kohorte der Legio "Consularis Sextadecima" verteidigt wurde und in die Grenzverteidigung integriert war. Die Gallier begannen kurz darauf das Lager zu belagern um es einnehmen und weiter vordringen zu können, um sich mit den Truppen die über den Alpis-Graia-Pass kamen, zu vereinen.

Mit einem Schlag war die gesamte Verteidigung der Westgrenze in sich zusammengebrochen, in Rom herrschte Aufregung.


* * * * * *








Auf seinem Platz im Senat saß Aulus Atilius Caiatinus mit versteinerter Miene, auf seinem Schoß lagen die Schriftrollen welche die schlimmen Nachrichten überbracht hatten, die er nun den Senatoren mitzuteilen hatte. Mit kraftloser Stimme, ohne aufzustehen oder aufzublicken, informierte er die Senatoren über die Ereignisse an der Westgrenze: vom Durchbruch der Gallier am Alpis Graia, über den Verlust des Legionsadlers der Legio "Consularis Quintadecima", von der Niederlage und der fast vollständigen Vernichtung der Legio "Senatorius Quarta", von der Belagerung Mediolanums durch 20.000 gallische Krieger, von der Belagerung Massilia’s und nicht zuletzt davon, dass die Makedonen eine Armee von Iuvavum aus in Richtung Süden auf Patavium in Marsch gesetzt hatten.

Lucius Antonius Sabinus mahnte zu besonnenem Handeln, auch wenn sich eine kritische Lage gebildet habe, dürfe man nicht überstürzt handeln. Am wichtigsten schien ihn in diesem Moment der Aufbau einer Auffangstellung gegen die Gallier bevor alle ihre Truppen die Ebenen erreichten. Wenn man dies erreicht habe seien die bereits eingedrungenen Truppen abgeschnitten und könnten leicht besiegt werden. Außerdem sollte sich der Senat sich mit dem Gedanken anfreunden Massilia aufzugeben. Dort könne man seines Erachtens nicht mehr rechtzeitig eingreifen um die Stadt zu retten. Daher sollte der Senat sein Augenmerk auf die gallischen Truppen vor Mediolanum legen. Vernichtete man diese erst, könne man etwas unternehmen um Massilia zurückzuerobern. An den Konsul richtete er die Frage, wo sie die restlichen senatorischen Legionen befanden.

Der Konsul informierte die Senatoren dahingehend, dass sich die Legio "Senatorius Prima Nova" und "Legio Senatorius Tertia Aratia" noch in Pannonien befänden, wo sie das Gebiet sicherten und erfolgreich die Makedonen bekämpften. Beide Legionen seien aber angeschlagen und sollten in Kürze zur Auffrischung nach Rom zurückkehren. Die Legio "Senatorius Secunda" hingegen befände sich zurzeit in Rom und werde aufgefrischt, auch sie sei angeschlagen aufgrund der letzten Verluste in den Kämpfen gegen die Makedonen. Es sei vorgesehen, dass wenn die Legio „Senatorius Secunda“ nach Pannonien zurückgekehrt sei, die anderen beiden senatorischen Legionen zur Auffrischung nach Rom zurückkehren sollten. Die Reste der Legio "Senatorius Quarta" hätten sich in einem Lager nördlich von Massilia verschanzt, wo sie aber unter Belagerung durch starke gallische Truppenverbände stünden. Er rechne nicht damit, dass man diese Truppenreste vor dem sicheren Untergang retten könne.

Secundus Albinius Triferus schlug vor die Legio „Senatorius Secunda“ dazu einzusetzen um die Lage vor Mediolanum und Massilia zu bereinigen. Dann könne sie nach Ersetzen ihrer Verluste nach Pannonien zurückkehren und die beiden anderen Legionen ablösen. Es stelle sich aber noch die Frage was geschehen solle, sollte die Legio "Senatorius Quarta" vollends vernichtet werden. Eine Neuaufstellung sei kostspielig und bevor man nicht einen Blick auf die Staatsfinanzen geworfen habe erübrige sich eine Debatte.

Wie der Konsul ausführte habe sich die Finanzlage der Republik wie erwartet weiter verschlechtert. Im Moment verfüge die Staatskasse noch über einen Barbestand von 713.694 Aurei.

Senator Sabinus zeigte sich schockiert darüber, dass im Senat kein Engagement in irgendeiner Sache auszumachen sei und dies in Anbetracht der schwersten Krise in der jüngeren Geschichte. Da es ja die wenigsten Senatoren zu interessieren schien wie ernst es um die Republik bestellt sei und keine anderweitigen Vorschläge gemacht worden seien, unterstütze er den Vorschlag von Senator Triferus die Legio "Senatorius Secunda" zur Abwehr der gallischen Bedrohung einzusetzen. In Anbetracht der Dringlichkeit sollte darüber sofort abgestimmt werden.

Quintus Cornelius Lentulus sprach sich dafür aus Rücksicht auf die Staatsfinanzen die Legio "Senatorius Quarta" nicht neu aufzustellen sollte sie tatsächlich restlos vernichtet werden.

Auch Senator Triferus sprach sich dagegen aus, man sei sich damals über die Folgen für die Staatsfinanzen im Klaren gewesen wenn man neue Truppen aufstellte. Aber die Aufstellung war damals nötig gewesen, heute müsse man andere Maßstäbe anlegen und diese verböten eigentlich eine erneute Aufstellung die nur noch mehr Kosten verursachen würde, die die Republik im Moment nicht gebrauchen konnte.

Nachdem Senator Sabinus die weiterhin zurückhaltende Haltung mancher Senatoren schweigend zur Kenntnis genommen hatte riss ihm schließlich doch der Geduldsfaden. Erbost erhob er sich und kritisierte die Teilnahmslosigkeit der Mehrheit des Senates die diese Krise hinnehme ohne ihrer Aufgabe der Führung der Republik gerecht zu werden. Er halte den Senat nicht mehr für handlungsfähig. Daher stelle er den Antrag, den Staatsnotstand auszurufen und dem ersten Konsul die Amtsgewalten eines Diktators bis zur Überwindung der Krise zu übertragen.

Decius Livius Denter verteidigte sich, sein Schweigen habe keinesfalls mit Gleichgültigkeit zu tun. Er habe nur keine Vorschläge wie man der Situation begegnen konnte und habe sich daher bedeckt gehalten.

Quintus Cornelius Lentulus pflichtete Senator Sabinus in seiner Einschätzung bei. Er fand dass sich der Senat mittlerweile selbst überlebt habe, aber dies sei weder eine Neuigkeit noch eine Überraschung. Nur würden nun die augenfälligen Mängel dieser Institution immer mehr zu Tage treten. Die Republik könne sich aber diese Mängel nicht mehr länger leisten, daher sei es folgerichtig einen Diktator einzusetzen um die Republik vor weiterem Schaden zu bewahren.

Quintus Romilius Magnus äußerte er teile die Meinung von Senator Lentulus bezüglich des Senates zwar nicht, aber er stimme einer Ernennung eines Diktators aus Mangel an Alternativen zu. Die Verteidigung der Republik müsse in dieser Situation in einer Hand ruhen, wenn man verhindern wolle, dass die Westgrenze endgültig falle. Dass die Bedrohung sehr real und stark sei zeigten die Ausführungen des Konsuls überdeutlich.

Gaius Pomponius Clemens sah auch niemanden im Senat der das große taktische Geschick aufbringen könne, dieser Krise Herr zu werden. Damit schließe er auch sich selbst ein. Daher sei es nur recht, dem ersten Konsul freie Hand zu lassen, um diese ernste Bedrohung zu überwinden. Er gebe allerdings zu bedenken, dass das Amt des Diktators als Notlösung gedacht sei und die Amtszeitbeschränkung einen guten Grund habe. Daher werde er zwar der jetzigen Ernennung zustimmen, eine sofortige weitere Diktatur könne er aber mit seiner Überzeugung nicht vereinbaren, zumindest nicht für dieselbe Person.

Die Abstimmung darüber ob ein Diktator ernannt werden sollte, endete einstimmig mit der Annahme des Antrages. Aulus Atilius Caiatinus, dem das Amt übertragen wurde, erklärte den Senatoren, er werde das Amt solange ausüben bis die Gefahr für die Republik durch die Gallier beseitigt sei. Zugleich mache er es sich zur Aufgabe die Staatsfinanzen zu konsolidieren und werde dafür auch alles tun was möglich sei. Auch unpopuläre Maßnahmen wie Steuererhöhungen würden dabei durchgeführt werden. Weiterhin sei es Ziel seiner Amtszeit die Republik zu stärken wo es möglich sei, so dass sie gefestigt und mächtiger als zuvor aus dieser Krise hervorgehen werde.


* * * * * *


Mit diesem Senatsentscheid wurde Aulus Atilius Caiatinus zum Diktator berufen, um die Krise abzuwenden sollte. Erste Maßnahmen des Diktators waren neben der Entsendung der Legio "Senatorius Secunda" nach Mediolanum im folgenden Sommer sowie das Zusammenziehen konsularischer Kohorten zu einer kampfstarken konsularischen Armee in Gesamtstärke von 14.500 Mann, hierbei handelte es sich um die I. – III.Kohorte der Legionen "Consularis Prima", "Consularis Quarta", "Consularis Undecima", "Consularis Duodecima" und "Consularis Quartadecima Nova Pia Fidelis", auch eine gestaffelte Erhöhung der Steuern, bei der die Zeit Zugehörigkeit der Provinz zur Republik den Ausschlag gab um wie viel die Steuern erhöht wurden. Während neueren Provinzen nur geringe Erhöhungen aufgebürdet wurden, hatten Provinzen die schon viele Jahrzehnte der Republik angehörten wesentlich höhere Steuern aufzubringen als vorher. Aufgestachelt durch die Erfolge der Gallier im Westen und erbost über die Steuererhöhung erhoben sich in diesem Sommer zu allem Übel auch noch die Illyrer und Dalmater gegen Roms Herrschaft über ihr Land.

Im Winter dieses Jahres setzten die Gallier vor Mediolanum dann zum Sturm an. Die Legio "Senatorius Secunda", kurze Zeit zuvor eingetroffen, war bereit die Verteidiger zu unterstützen, jedoch war ein Eingreifen nicht nötig. Nachdem das Belagerungsgerät der Gallier im Laufe des Angriffes zerstört worden war zogen sich zurück. Rund 6.000 Tote blieben vor den Mauern der Stadt ohne die Gelegenheit gehabt zu haben ihren Fuß auf die Mauern der Stadt stellen zu können, die Verluste der Garnison, der Legio „Consularis Quintadecima“ waren gering, es hatte lediglich 72 Tote und 12 Verwundete gegeben.

Die Legio "Senatorius Secunda" rückte nach der Abwehr des Angriffes nach Westen ab und baute bei Eporedia eine neue Grenzverteidigung auf um die Gallier daran zu hindern mit neuen Truppen auf Mediolanum zu marschieren. Aus Mediolanum kamen die VI. und VII.Kohorte und bemannten die Befestigungen, während die Legio "Senatorius Secunda" im Gewaltmarsch versuchte das Lager bei Alaunium zu erreichen bevor die Gallier dieses überrannten und weitere Truppen in die Padus-Ebene schicken konnten.

Zur Verstärkung der Garnison Massilia’s gingen im Sommer des nächsten Jahres die I.Ala sowie die I. – III.Kohorte der Legio "Consularis Decima" unter dem Proconsul Caius Coelius Caldus aus Alalia an Bord der "Classis Prima" um nach Massilia gebracht zu werden. Caldus sollte aber Massilia nicht erreichen, er verstarb während der Überfahrt. Nachdem die Verstärkungstruppen gelandet waren und in der Nähe der Stadt erschienen, befahl Publius Aelius Donatus, Proconsul der Provinz und Befehlshaber der Legio "Consularis Sextadecima" den Angriff auf die gallischen Belagerer. Die Gallier vom Eintreffen der Verstärkung überrascht, zogen sich nach kurzem Kampf, in dessen Verlauf ihr Heerführer fiel, zurück. Mehr als 4.000 Tote ließen sie zurück, während auf römischer Seite nur geringe Verluste zu verzeichnen waren: die Truppen der Legio "Consularis Decima" hatten 54 Tote zu melden, die Legio "Consularis Sextadecima" beklagte 228 Tote und 48 Verwundete.

Zwar scheiterten die Gallier vor Massilia aber das Lager bei Alaunium fiel ihnen nach kurzem Kampf in die Hände, nachdem sie es mit 30.000 Kriegern angegriffen hatten. Die VII.Kohorte der Legio "Consularis Sextadecima" und die Reste der Legio "Senatorius Quarta" gingen kämpfend unter.














Den Galliern fügten sie jedoch noch Verluste von 2.800 Toten und mehr als 300 Verwundeten zu. Mit der Eroberung des Lagers war die Legio "Senatorius Quarta" vollständig vernichtet worden. Der Diktator Aulus Atilius Caiatinus ordnete umgehend, nachdem die Vernichtung in Rom bekannt geworden war, eine Neuaufstellung der Legion an.

Im nächsten Winter errang die "Classis Tertia" im Fretum Siculum einen weiteren Sieg gegen eine Piratenflotte. Sechs Schiffe der Piraten wurden versenkt, weitere sechs gekapert, 850 Piraten fielen ebenso im Kampf wie 66 römische Soldaten, 12 waren verwundet worden.

Zu dieser Zeit kämpften die Truppen der Legio "Senatorius Secunda" gegen die Gallier und nahmen Rache für die Vernichtung der Legio "Senatorius Quarta". Bei Caturigomagos wurden gallische Truppen, insgesamt 13.500 Krieger, angegriffen und zu großen Teilen vernichtet.




Marcus Favonius Toutius befahl die klassische Schlachtaufstellung für diesen Kampf. Während zehn Kohorten Legionäre, die erste Schlachtreihe bildeten, waren die Bogenschützen in zweiter Reihe aufgestellt, den Flankenschutz übernahmen die Prätorianerkohorten, sowie die beiden Alen der Hilfstruppen-Reiterei. Die schweren Waffen gingen vor den eigenen Linien in Feuerstellung.





Von dort begannen sie den Beschuss der gallischen Truppen und fügten diesen die ersten Verluste zu.








Nach dem Ende des Beschusses rückten die römischen Truppen schließlich vor.





Die gallischen Truppen rückten ebenfalls vor, jedoch ungeordnet und weit auseinander gezogen. Die III.Ala griff eine der vorgepreschten Einheiten der Gallier an und zerschlug sie.





Dieser Angriff war der Auftakt eines heftigen Reiterkampfes, die Gallier warfen ihrerseits einen Großteil ihrer schweren Reiterei in den Kampf, auf römischer Seite eilten die Alen I, IV und V der III.Ala zu Hilfe.








Während dieses Kampfes fiel der gallische Heerführer und die gallische Reiterei brach den Kampf ab und floh hinter die eigenen Linien.





Die Infanterie rückte daraufhin weiter vor, während die gesamte Reiterei der Legion versuchte die linke Flanke der Gallier zu umgehen und einen Flankenangriff zu starten.











Die Gallier warfen der römischen Reiterei ihre verbliebenen Reiter entgegen, aber diese konnten den Angriff nicht abwehren.





Nachdem die gallische Reiterei geflohen war fielen die Reiter der Legion über die gallischen Fußtruppen her.








Verfolgt von Reitern und einem Großteil der römischen Infanterie suchten die Gallier ihr Heil in der Flucht.






Mehr als 11.000 Gallier ließen dabei ihr Leben, auf römischer Seite fielen 2.346 Soldaten, 414 wurden verwundet. Die Überreste dieser Truppen wurden von der Legion im folgenden Sommer bei Cabellio restlos aufgerieben: 480 Tote und 84 Verwundete waren zu beklagen.

Trotzdem das politische Leben in Rom in diesen schweren Zeiten ruhte, während der Amtszeit eines Diktators trat der Senat nicht zusammen, gab es doch allenthalben Entscheidungen zu treffen, vor allem im Hinblick auf das immer noch etwas angespannte Konstrukt der Provinzverwaltung und der fehlenden Männer zur Besetzung einiger Posten in dieser Verwaltung. Einer dieser Posten wurden vom Diktator Aulus Atilius Caiatinus in diesem Sommer an Numerius Lusius Quietus vergeben. Dieser wurde Proconsul der Provinz Apulia und Befehlshaber der Legio "Consularis Septima", so dass sich Tertius Claudius Crassus, der die letzten neun Jahre die Provinz zusammen mit der Provinz Campania verwaltet hatte, wieder auf seine eigene Statthalterschaft konzentrieren konnte.

Im Winter des vierten Jahres der Diktatur des Aulus Atilius Caiatinus konnte der Aufstand der Dalmater niedergeschlagen werden. Die Legio "Consularis Septimadecima Fidelis Constans" unter dem Proconsul Aulus Cornelius Gaetulicus spürte die Aufständischen bei Delminium auf und besiegte sie in einer Schlacht. Die Verluste auf römischer Seite betrugen dabei 720 Tote und 126 Verwundete, während auf der Seite der Dalmater 2.900 der 4.800 Aufrührer ihr Leben ließen, aber auch den Überlebenden war kein anderes Schicksal bestimmt.

Unterdessen hatten Soldaten der Legio "Consularis Quintadecima" die Grenzbefestigungen am Alpis Graia wieder besetzen können, nachdem sich die Gallier zurückgezogen hatten. Nachdem die Fabri der Legion die Befestigungen wieder instand gesetzt hatten wurden die II., III. und IV.Kohorte mit der Verteidigung beauftragt. Es sollte nicht lange dauern bis die Gallier erneut mit voller Kraft angriffen. Mit mehr als 16.000 Kriegern erfolgte der Sturm der Grenzbefestigungen und wie schon Jahre zuvor konnten auch diese Kohorten den Angriff nicht aufhalten. Alle der annähernd 3.000 Soldaten wurden von den Galliern, die 2.094 Tote und 306 Verwundete zu beklagen hatten, niedergemacht. Wieder überwanden die Gallier den Alpis-Graia-Pass, wurden aber schon kurz darauf bei Eporedia von neuen Grenzbefestigungen aufgehalten, die man errichtet hatte um einen Durchbruch am Alpis Graia noch vor der Padus-Ebene aufhalten zu können.

Das neue Jahr kam ohne dass die Gallier den Durchbruch in die Padus-Ebene erzwingen konnten. Als sich dann die vom Diktator Caiatinus gebildete konsularische Armee Eporedia näherte zogen sich die gallischen Truppen wieder zurück und erneut konnten die Befestigungen am Alpis Graia besetzt und wieder instand gesetzt werden. In Crotona verstarb zu dieser Zeit der Statthalter Quintus Fulvius Paetinus, vorübergehend wurde die Amtsgewalt und der Befehl über die Garnisonslegion an den Statthalter Messapiums, Spurius Lusius Quietus, übertragen bis ein geeigneter Nachfolger für Paetinus gefunden war. Der einzig verfügbare Kandidat, Appius Fabius Valens, war kurz zuvor von Aulus Atilius Caiatinus zum Statthalter von Sicilia berufen worden und nach Syracusae abgereist.

Im Osten ereignete sich in diesem Sommer etwas, dass weit reichende Auswirkungen, auch auf die Republik, haben sollte: in Corinthus kam es zu einer erfolgreichen Revolte gegen die makedonische Herrschaft. Die Stadt schloss sich wieder dem Bund der Griechischen Städte an und schon bald wurden tausende Soldaten von den griechisch-beherrschten Inseln im Mare Aegeum auf das Festland gebracht um die Stadt gegen makedonische Rückeroberungsversuche zu verteidigen. Nun hatten die Griechen, dass was sie brauchten um ihren Kampf gegen die Makedonen wieder aufnehmen zu können: einen Vorposten auf dem Festland.

Die Legio "Senatorius Secunda" drängte zu dieser Zeit die Gallier die den Rhodanus überschritten hatten immer weiter zurück. Bei Segustero kam es zur Schlacht gegen rund 14.500 gallische Krieger. Jedoch anders als zuvor erwiesen sich diesmal die Gallier als durchaus ebenbürtiger Gegner so dass die Legio "Senatorius Secunda" hohe Verluste erlitt. Zwar konnten die gallischen Truppen fast zur Gänze vernichtet werden, aber mit fast 7.000 Toten und mehr als 1.200 Verwundeten verlor die Legion die Hälfte ihres Mannschaftsbestandes. Dieser Sieg, falls man ihn denn als solchen bezeichnen kann, zwang die Legion zum Abbruch der Operationen gegen die Gallier und zur Rückkehr nach Rom um dort die Verluste auszugleichen.

Im nächsten Jahr wurde dann überraschend Publius Aelius Donatus als Proconsul der Provinz Gallia Transalpina abberufen und zum Statthalter der Provinz Sardinia ernannt. Die Nachfolge als Statthalter der Gallia Transalpina trat sein Sohn Lucius Aelius Donatus an. In Capua war unterdessen der Statthalter Tertius Claudius Crassus in hohem Alter gestorben. Daher übernahm Numerius Lusius Quietus, Statthalter der Provinz Apulia, vorübergehend auch die Verwaltung der Provinz Campania, bis ein neuer Statthalter berufen wurde.

Die Gallier nutzten derweil den Rückmarsch der Legio "Senatorius Secunda" und begannen noch in diesem Sommer den Rhodanus erneut zu überschreiten. Schnell drangen sie bis nach Massilia vor und begannen mit mehr als 17.000 Kriegern die Belagerung der Stadt. Zu Beginn des Winters erfolgte dann der Sturm der Stadt, die von 6.000 Soldaten der Garnisonslegion, der Legio "Consularis Sextadecima", sowie den drei Kohorten der Legio "Consularis Decima" aus Alalia, verteidigt wurde. Den Galliern war ein Erfolg aber nicht vergönnt, der Angriff blieb zu großen Teilen vor den Mauern liegen und die Truppen die in die Stadt gelangten fanden den Tod. Am Ende waren mehr als 16.500 Krieger gefallen, einige wurden gefangen genommen. Auf römischer Seite waren die Verluste bei weitem nicht so schwer: die Legio "Consularis Sextadecima" hatte 1.806 Tote und 354 Verwundete und die Kohorten der Legio "Consularis Decima" 1.278 Tote und 192 Verwundete.

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

15.01.2010 16:54
#2 RE: Kapitel XVIII antworten

Das neue Jahr brachte dann die Berufung von Tiberius Cassius Charea zum Proconsul der Provinz Calabria und Befehlshaber der Legio "Consularis Quinta". Er löste damit Spurius Lusius Quietus ab, der die Provinz bis dahin vorübergehend verwaltet hatte. Und es brachte die Rückkehr der Legio "Senatorius Secunda" an die Westgrenze. Die Rückkehr erfolgte zur rechten Zeit, denn die Gallier belagerten erneut die Stadt Massilia mit 10.000 ihrer Krieger. Die Legio "Senatorius Secunda" griff aus dem Marsch heraus an und schlug die Gallier in die Flucht, die dabei fast alle getötet wurden, nur rund 500 konnten entkommen. Die Legio "Senatorius Secunda" büßte 2.826 Tote und 498 Verwundete ein.

Am Alpis Graia aber konnten die Gallier erneut durchbrechen nachdem sie die Grenzbefestigungen belagert hatten, die IV.Kohorte der Legio "Consularis Quintadecima" wurde von 14.500 Galliern überrannt, die dabei 1.600 Mann an Toten und 250 Mann an Verwundete verloren. Der Vormarsch der Gallier wurde jedoch erneut bei Eporedia aufgehalten. Wieder konnten sie dort nicht durchbrechen und mussten zur Belagerung der Grenzbefestigungen übergehen, die sie schließlich aufgaben und sich hinter den Alpis Graia zurückzogen als sich die in der Nähe befindliche konsularische Armee für einen Angriff vorbereitete. Die Gallier wandten sich daher erneut gegen Massilia und sandten Truppen zur Belagerung der Stadt über den Rhodanus.

Im nächsten Sommer, drei Jahre nachdem sich Corinthus gegen die Makedonen erhoben hatten, revoltierte auch Sparta gegen die makedonische Herrschaft und schloss sich wie Corinthus auch dem Bund der Griechenstädte an, damit war Makedonien das südliche Griechenland verloren gegangen.

Zu dieser Zeit trat Cnaeus Flavius Fimbria, genannt der Ältere, nach seiner Ernennung durch den Diktator Aulus Atilius Caiatinus, sein Amt als Statthalter der Provinz Liguria an. Er folgte damit dem kurz zuvor verstorbenen Publius Iulius Libo nach.

Die gallischen Truppen vor Massilia, mehr als 16.000 Krieger, begannen wenig später den Sturm auf die Stadt. Die Truppen der Legio "Consularis Sextadecima", 6.000 Mann unter Lucius Aelius Donatus, wehrten den Angriff aber erfolgreich ab.





Bis auf einige hundert Krieger wurde die Armee der Gallier vernichtet aber auch die römischen Truppen büßten mehr als die Hälfte ihrer Soldaten ein: 3.144 fielen, 558 wurden verwundet.

Währenddessen fielen die Makedonen mit mehr als 8.000 Soldaten in die Provinz Epirus ein und begannen die Stadt Ambrakia zu belagern, die von 5.000 Soldaten der Legio "Consularis Octavadecima" verteidigt wurde. Cnaeus Cassius Charea, Proconsul der Provinz, forderte aus Vorsicht konsularische Truppen an, die seine Truppen bei der Verteidigung der Stadt unterstützen sollten. Da der Diktator Caiatinus mit weiteren Angriffen der Makedonen rechnete entschloss er sich alle entbehrlichen Truppen aus den südlichen Provinzen abzuziehen und nach Epirus zu schicken. So kam es, dass insgesamt 8.000 Soldaten aus Kohorten der Legionen "Consularis Secunda", "Consularis Tertia", "Consularis Quinta" und "Consularis Septima" nach Epirus verlegt wurden. Kaum gelandet und im Anmarsch auf Ambrakia befindlich befahl Cnaeus Cassius Charea den Angriff seiner Legion aus der Stadt heraus: zu früh wie sich zeigen sollte. Die Makedonen ignorierten die sich nähernden konsularischen Verstärkungstruppen und stellten sich den Kohorten der Legio "Consularis Octavadecima" zum Kampf. Übereilt in den Kampf geschickt, stürmten die Soldaten der Legion blind in die dicht gedrängten makedonischen Phalangen und wurden von den Sarissen der Makedonen regelrecht aufgespießt. Wären nicht die Verstärkungen eingetroffen hätten die Makedonen gesiegt, so aber zogen sie sich, nachdem sie selbst große Verluste erlitten hatten, rund 5.400 Tote lange tot auf dem Schlachtfeld, zurück. Die Bilanz dieser Schlacht: 2.622 Tote und 462 Verwundete bei der Legio "Consularis Octavadecima", 2.634 Tote und 450 Verwundete bei den Verstärkungstruppen.

In der Provinz Calabria hatte die Abwesenheit eines Teils der Garnisonstruppen unzufriedene Einwohner der Provinz ermutigt gegen die römische Herrschaft aufzubegehren. Die Aufständischen sammelten 4.000 Bewaffnete und begannen die Provinz zu verheeren. Der Proconsul Tiberius Cassius Charea musste sie vorerst tatenlos gewähren lassen, seine besten Truppen waren abgezogen worden und mit den verbliebenen Kohorten sah er sich nicht in der Lage die Ordnung wiederherzustellen.

Zwei Jahr nachdem sich Sparta von der makedonischen Herrschaft befreit hatte, war es auch in Athenae soweit: die Einwohner der Stadt jagten, zu Beginn des Sommers, die makedonische Garnison aus der Stadt und stellten ihre Souveränität wieder her. Anders aber als Corinthus und Sparta schloss sich Athenae nicht dem Bund der Griechenstädte an sondern blieb unabhängig.

Die Legio "Senatorius Secunda" unter ihrem langjährigen Befehlshaber Marcus Favonius Toutius befand sich derweil immer noch in Kämpfen gegen die gallischen Truppen die immer wieder über den Rhodanus kamen. Eine dieser Armeen, rund 5.000 Krieger belagerten wieder einmal Massilia, eine andere war sogar ungehindert bis in die westliche Padus-Ebene vorgestoßen, dort aber wurden die 7.000 gallischen Krieger von der Legion abgefangen und nach kurzem Kampf fast vollständig vernichtet. Dabei fielen 756 römische Soldaten und 132 wurden verwundet.

Gegen die Belagerung Massilia’s ging Lucius Aelius Donatus, der Statthalter der Provinz, im folgenden Winter selbst vor. Mit der Legio "Consularis Octavadecima" unternahm er einen Ausfall und schlug die Gallier in einer Schlacht. Mehr als 3.000 Gallier und 1.248 römische Soldaten kamen bei den Kämpfen um, weitere 1.026 römische Soldaten wurden verwundet.

Am Alpis Graia erlitten die römischen Truppen hingegen erneut eine Niederlage. Nachdem 13.000 Gallier die wieder besetzten und wieder aufgebauten Grenzbefestigungen belagert hatten, gingen sie ebenfalls noch in den Wintermonaten zum Angriff über. Die V. und VI.Kohorte der Legio "Consularis Quintadecima", welche die Befestigungen verteidigten, hielten sich nur kurz ehe die Gallier sie überrannt und niedergemacht hatten. Keiner der rund 2.000 Soldaten überlebte, die Gallier büßten etwa 2.500 Tote und 250 Verwundet ein. Doch wie bereits zuvor kamen sie nur bis Eporedia, wo sie zur Belagerung auch dieser Befestigungen übergingen.

Cnaeus Flavius Fimbria, genannt der Jüngere, erhielt im folgenden Sommer seine Ernennung zum Statthalter der Provinz Campania durch den Diktator Caiatinus. In Capua erfolgte die Amtsübergabe durch Numerius Lusius Quietus, der bis dahin die Provinz übergangsweise verwaltet hatte.

Aulus Atilius Caiatinus gelang es in diesem Sommer die Makedonen zu einem Waffenstillstand zu bewegen. Durch einen Vertrag wurden die Kampfhandlungen zwischen der Republik und dem Reich der Makedonen beendet. Der Vertrag wurde dann im folgenden Winter geändert und zum einem Bündnisvertrag erweitert, der der Republik eine sichere Ostgrenze bescheren sollte.

Noch im selben Winter erhoben sich die Epiroten gegen Rom und mehr als 3.000 Aufständische versammelten sich weit nördlich von Ambrakia um ihr weiteres Vorgehen zu planen. Mehrere Kohorten der Garnisonslegion, der Legio „Consularis Octavadecima“ wurden nach Norden entsandt um den Aufstand niederzuschlagen. Erst zu Beginn des Sommers konnten die Aufrührer aufgestöbert werden, der abschließende Angriff wurde aber den Makedonen überlassen, die ebenfalls eine Streitmacht aus mehr als 3.000 Soldaten entsandt hatten, da die Aufrührer auch makedonisches Gebiet verheert hatten. Die römischen Kohorten verfolgten den Kampf aus großer Entfernung und erlebten einen schnell erkämpften makedonischen Sieg.

Bei Eporedia setzten die Gallier zu dieser Zeit zum entscheidenden Angriff auf die römischen Befestigungen an. Mit 13.500 Kriegern überwanden sie schließlich die beiden Kohorten der Legio "Consularis Quintadecima" die die Befestigungen verteidigten. Zwar erlitten die Gallier einige Verluste, mehr als 2.800 Tote und 250 Verwundete, aber sie hatten auch diesen zweiten Abwehrriegel überwunden und der Weg in die Padus-Ebene stand ihnen frei. Wieder strömten zehntausende Krieger über den Alpis-Graia-Pass und fielen in römisches Territorium ein.

In Rom ahnte man davon nichts, denn anders als zuvor entschloss sich der Diktator schlechte Nachrichten so weit es ging unter Verschluss zu halten. Aber er reagierte auf die neue Situation in dem er die Truppenstärke der konsularische Armee im Norden massiv erhöhte, weitere Kohorten aus verschiedenen Legionen wurden ihr zugeführt, so z.B. von der Legio "Consularis Tertiadecima". Damit verfügte diese Armee nun über rund 20.000 hervorragend ausgebildete Soldaten. Ferner wurde die Legio "Senatorius Secunda" unter ihrem Befehlshaber Marcus Favonius Toutius nach Eporedia entsandt um dort einen neuen Abwehrriegel aufzubauen und zu verhindern dass weitere Gallierhorden in die Padus-Ebene gelangten.

Unabhängig von diesen Ereignissen galt es immer noch die Verwaltung der Provinzen endlich wieder ins Lot zu bringen. Wieder einmal traf es dabei den verdienten Publius Aelius Donatus, er wurde als Statthalter der Provinz Sardinia abberufen und durch Sextius Caecilius Delmeticus ersetzt. Der Diktator Caiatinus übertrug Donatus dafür die Statthalterschaft der Provinz Corsica, wo er Publius Flavius Fimbria ablöste, der die Provinz in den letzten acht Jahren neben seiner eigenen Provinz Latium verwaltet hatte.

Ein Jahr nachdem Donatus sein neues Amt angetreten hatte brach in der Provinz eine schwere Seuche aus, die beinahe zwei Jahre andauerte und mehr als 60.000 Bewohner der Provinz und 1.446 Soldaten der Legio "Consularis Decima" das Leben kostete.

Seit mehr als 60 Jahren hatte es innerhalb der Grenzen der Republik keine Seuche mehr gegeben und die Bevölkerung wertete dies als schlechtes Omen für die Zukunft, es schien als stünde eine weitere große Katastrophe unmittelbar bevor. Als dann die Nachricht von einem Aufstand in Pannonien in Rom eintraf schien sich die Furcht der Menschen zu bestätigen. Der Diktator Caiatinus sah sich genötigt für positive Nachrichten zu sorgen, deshalb befahl er den Angriff der konsularischen Armee im Norden gegen die Gallier. Eine 11.000 Mann starke Armee der Gallier bei Brigantio war das Ziel. In nur einem wuchtig vorgetragenen Angriff wurden die gallischen Horden zerschlagen mehr als 6.000 gallische Krieger fielen innerhalb kurzer Zeit woraufhin sich die restliche Streitmacht zurückzog. Auf römischer Seite fielen 3.594 Soldaten während 618 verwundet wurden. Nach diesem ersten Erfolg wandten sich die Truppen wieder nach Norden um Eporedia zu erreichen wo die Fabri der Legio "Senatorius Secunda" neue Befestigungen errichtet hatten, die aber kurz nach Fertigstellung schon wieder von gallischen Horden belagert wurden.

Der Frieden an der Ostgrenze hielt nur bis zum nächsten Sommer, denn die wieder erstarkten Griechen streckten ihre Hand nach Epirus aus. Ein erster Vorstoß wurde von den Grenzbefestigungen aufgehalten, welche die Griechen nun belagerten: es herrschte von nun ab wieder Krieg. Aulus Atilius Caiatinus zögerte keine Sekunde, er setzte die Legio "Senatorius Quarta Nova" in Marsch. Die Legion war zu großen Teilen neuaufgestellt und einsatzbereit. Quintis Volcatius Saranus, dem das Kommando übertragen worden war, sollte mit der Legion nach Tarentum marschieren dort an Bord der "Classis Secunda" gehen und zur griechischen Insel Creta segeln. Die Insel hatte in den Augen von Caiatinus nicht nur strategische Vorteile sondern auch militärische und vor allem wirtschaftliche. Er plante die Kampfkraft der senatorischen Legionen zu erhöhen indem er die berühmten cretischen Bogenschützen anstelle der regulären Bogenschützen in die Legionen integrierte, dies sollte den Legionen immense taktische Vorteile verschaffen. Zudem war Creta eines der Handelszentren im Mare Aegeum, mit dem Besitz dieser Insel konnte Rom mit den reichen Persern im Osten Handel treiben und mit einer dort stationierten Flotte die Griechen bekämpfen indem deren Handelslinien angegriffen wurden.

Im Winter des gleichen Jahres wurde Decimus Flavius Arrianus von dem Diktator Caiatinus zum Statthalter der Provinz Siculum ernannt. Er übernahm das Amt von Sextus Fabius Valens, der als Statthalter von Sicanium die Verwaltung Siculums vorübergehend mit übernommen hatte als der Republik nicht ausreichend Statthalter für alle Provinzen zur Verfügung standen. Ein Umstand der nun während der Diktatur Stück für Stück beseitigt wurde.

Bei Paestum konnte Tiberius Cassius Charea dann endlich den Aufstand der Calabrier beenden, nachdem er jahrelang dem Treiben keinen Einhalt bieten konnte, schlug er nach der Rückkehr der abberufenen Kohorten seiner Legion sofort zu. Er spürte die Aufständischen auf und besiegte sie in einer kurzen Schlacht.








Seine Legion hatte dabei 486 Tote und 396 Verwundete zu beklagen, mehr als 2.000 der 4.000 Aufständischen wurden im Kampf getötet, der Rest nach dem Sieg an Ort und Stelle gekreuzigt.

Nach dem Eintreffen der konsularischen Armee bei Eporedia bereitete die Legio "Senatorius Secunda" ihren Angriff auf die Gallier vor. Mit den 16.000 Soldaten der Legion sowie den 14.400 Soldaten der konsularischen Armee war man den Galliern haushoch überlegen. Jedoch wurden schwere taktische Fehler begangen welche dazu führten, dass es bei der Legio "Senatorius Secunda" zu schweren Verlusten kam. Während die Gallier rund 7.500 Tote zurückließen, verlor die Legion 8.310 Tote und 1.446 Verwundete. Da die konsularische Armee nicht mehr mit vielen Truppenteilen in die Schlacht eingreifen konnte beliefen sich ihre Verluste auch nur auf 534 Tote und 96 Verwundete. Nachdem die Gallier vertrieben waren, marschierte das Gros der konsularischen Armee nach Massilia. Die Stadt stand erneut unter Belagerung gallischer Truppen in Stärke von 11.500 Kriegern. Der Angriff auf die Belagerungsarmee erfolgte bei Dinia und nach kurzem Kampf waren die Gallier geschlagen. Mehr als 7.000 Tote hatten sie zu beklagen während die römischen Truppen 3.144 Tote und 552 Verwundete zu verzeichnen hatten.

Im folgenden Sommer versuchten es die Gallier erneut, bei Dinia wurde jedoch eine Streitmacht aus 3.000 gallischen Kriegern zum Großteil vernichtet, während die Garnison, die Legio "Consularis Sextadecima" unter Lucius Aelius Donatus, vor den Mauern Massilias eine weitere 2.500 Mann starke Barbarenhorde fast vollständig zerschlug.

Es war das zwölfte Jahr der Diktatur des Aulus Atilius Caiatinus als die Truppen der Legio "Senatorius Quarta Nova" auf Creta landeten und unverzüglich zum Angriff antraten. Der Angriff galt den bei Cydonia versammelten griechischen Truppen. Zu diesen rund 8.000 Mann stießen bei Beginn des Angriffes auch die mehr als 2.000 Soldaten der Garnison Cydonia’s. Doch auch zusammen konnten sie der Überlegenheit der 13.000 römischen Soldaten nichts entgegensetzen. Am Ende der Schlacht standen der Sieg der römischen Legion und der Tod von fast 9.500 griechischen Soldaten. Die Verluste der Legio "Senatorius Quarta Nova" betrugen 2.712 Tote und 480 Verwundete. Ohne auf weiteren Widerstand zu stoßen konnte die Legion Cydonia besetzen, der griechische Widerstand auf Creta war mit einer Schlacht gebrochen. In der Stadt fiel den römischen Truppen reichlich Beute in die Hand: aus den Schatzkammern der Stadt wurden mehr als 173.000 Aurei erbeutet und rund 183.000 Sklaven, zusammengetrieben von der ganzen Insel, wurden mit der Beute nach Rom verschifft. Die Aufstellung einer Garnisonslegion, der Legio "Consularis Tertiavicesima", begann kurze Zeit später.

Derweil war die "Classis Tertia" erneut zu einem Einsatz gegen Piraten ausgelaufen, die die Küstengewässer unsicher machten und immer wieder Handelsschiffe angriffen und plünderten. Nachdem die Flotte erst nahe der Küsten nach den Piraten gesucht hatte, lief sie schließlich mehrfach kreuzend ins Mare Siculum. Schließlich konnten die Piraten aufgestöbert werden, sie waren für die große römische Flotte keine Gefahr. Die sechs Piratenschiffe stellten sich sogar dem Kampf, doch nachdem mehr als 200 Piraten getötet waren gaben die restlichen auf und ließen sich gefangen nehmen, ihre Schiffe wurden gekapert.

Die Gallier bewiesen unterdessen ihre Hartnäckigkeit, denn sie schickten auch in diesem Winter mehr als 10.000 Krieger nach Massilia die die Stadt belagern und erobern sollten. Nachdem sie alle Vorbereitungen getroffen hatten stürmten sie im folgenden Sommer die Stadt, doch wie unzählige Male zuvor konnte die Legio "Consularis Sextadecima" unter dem Befehl des Statthalters Lucius Aelius Donatus den Angriff abwehren und die meisten Belagerungsgeräte der Gallier zerstören bevor sie damit an die Mauer kamen. Die gallischen Krieger die die Mauern erreichten und sie überwanden wurden in den Straßen Massilias bekämpft und niedergemacht. Am Ende waren mehr als 9.000 Gallier gefallen, auf römischer Seite beklagte man 396 Tote und 324 Verwundete.





Etwa zu dieser Zeit erhielt Sextus Potitius Collatinus, Befehlshaber der Legio "Senatorius Prima Nova" vom Diktator Aulus Atilius Caiatinus den Marschbefehl für die Legion. Wie aus diesem hervorging sollte die Legion nach Norden vorstoßen und die Stadt Iuvavum von den Makedonen erobern. Collatinus ließ die Legion nach Norden abmarschieren ohne den Befehl zu hinterfragen. Er war sich bewusst, dass es auch nichts gebracht hatte, der Diktator würde seine Gründe haben warum er einen Verbündeten angreifen ließ.

Ein Jahr später erfolgte dann der Angriff auf die Stadt, Collatinus setzte dabei voll auf den Überraschungseffekt. Als die Legion vor Monaten mitten im Winter Iuvavum erreicht hatte ließ er einige Meilen westlich der Stadt ein Lager bauen in dem die Truppen unterzogen. Er schickte einen seiner Militärtribunen in die Stadt und ließ dem makedonischen Statthalter mitteilen, die Legion würde nahe der Stadt ihr Winterlager aufschlagen und im Sommer wieder aufbrechen um einen Feldzug jenseits des Danubius zu unternehmen. Die Makedonen schenkten ihm Glauben, auch da der Diktator dem makedonischen König durch einen Boten genau die gleiche Botschaft hatte übermitteln lassen. So waren die Makedonen arglos und wurden vom Angriff völlig überrascht.







Entlang der Südpalisade hatten die Kohorten VII – X, die I. und II.Ala sowie die schweren Waffen Aufstellung genommen.





Vor dem Westtor standen die III. und IV.Kohorte, eine Kohorte Bogenschützen und die IV.Ala.





Weiter nördlich befanden sich die beiden Prätorianerkohorten, die I.Kohorte und die III.Ala auf dem Marsch zum Nordtor.





Die II., V. und VI.Kohorte, eine Bogenschützenkohorte sowie die V.Ala eilten zum Osttor um von dort anzugreifen.














Währenddessen schlugen die schweren Waffen zwei Breschen in die Palisaden, je eine links und rechts des Südtores.





Anschließend rückten die Truppen vor der Südpalisade vor ...














... und stürmten schließlich durch das offene Tor und die beiden Breschen hindurch in die Stadt. Die makedonischen Truppen die versuchten sie aufzuhalten wurden nach kurzem Kampf aufgerieben oder zurückgetrieben.





Die II., V. und VI.Kohorte gelangten kampflos durch das Osttor, da die Bogenschützen die Makedonen mit präzisem Beschuss vertrieben hatten.








Die I.Kohorte und die Prätorianer hatten am Nordtor ebenfalls wenig Mühe in die Stadt zu gelangen.





Als letztes fiel das Westtor, ebenfalls ohne Kampf und Verluste.





Derweil versuchten die Makedonen die römischen Truppen vom Nordtor zu vertreiben.











Auch am Südtor formierte sich nun Widerstand, der aber schnell von den römischen Truppen gebrochen werden konnte.











Am Westtor kam es nun ebenfalls zu Kämpfen nachdem die Makedonen ihren Gegenangriff begonnen hatten.














Der letzte ernsthafte Versuch der Makedonen das Blatt zu wenden fand am Südtor statt brachte aber keinen Erfolg, unter den römischen Speeren fiel dann auch der makedonische Garnisonsbefehlshaber.











Die römischen Truppen näherten sich dem Stadtzentrum, wo sich die restlichen makedonischen Truppen gesammelt hatten, von Norden und Süden gleichzeitig.











Innerhalb kurzer Zeit waren die makedonischen Truppen vernichtet und die Stadt gefallen.






Obwohl die makedonische Garnison fast 11.000 Soldaten umfasste waren sie chancenlos gegen den durch alle Stadttore geführten Angriff. Die römischen Truppen, klug verteilt, zwangen die Makedonen ihre Kampfkraft aufzuteilen, mit der Konsequenz dass sie an keiner Stelle des Angriffes in eine zahlen- oder kräftemäßige Überlegenheit gelangten. Trotzdem kämpften die Makedonen überall bis zum Tod – allein es nutzte nichts. Die Legio "Senatorius Prima Nova" nahm Iuvavum unter Verlust von 2.076 Toten und 366 Verwundeten ein. Decius Porcius Varro, einer Tribunii Angusticlavii der die VII. – X.Kohorte führte wurde für die Leistungen seiner vier Kohorten mit der Hasta Pura ausgezeichnet. An Beute stellten die Truppen mehr als 37.000 Aurei und fast 42.000 Sklaven sicher. Collatinus verfügte als erstes die Aufstellung der Legio "Consularis Quartavicesima", welche die Garnison von Stadt und Provinz sein würde.

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




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15.01.2010 17:04
#3 RE: Kapitel XVIII antworten

Auch an anderer Stelle, in Epirus, wurde eine makedonische Streitmacht, etwa 2.500 Mann, in einem Überraschungsangriff vernichtet.














Sie wurden bei Ulcinium von Truppen der Legio "Consularis Octavadecima" unter Cnaeus Cassius Charea angegriffen und geschlagen. Bis auf rund 100 Soldaten die in Gefangenschaft gerieten überlebte keiner der Makedonen. Die Verluste auf römischer Seite betrugen 630 Tote und 114 Verwundete.

In Alalia war unterdessen Publius Aelius Donatus, langjähriger Statthalter der Republik, überraschend verstorben. Der Diktator Caiatinus berief als Nachfolger Cnaeus Gellius Publicola zum neuen Proconsul der Provinz Corsica.

Eine weitere Anordnung des Diktators in diesem Sommer war der Bau einer weiteren Flotte, welche in Cydonia stationiert sein sollte. Unter Federführung durch den Statthalter Creta’s, Herius Clodius Macer, der im vorangehenden Winter aus Rom kommend in Cydonia eingetroffen war, wurde unverzüglich mit dem Bau der ersten Schiffe begonnen. Das Kommando über die "Classis Quarta" wurde an den Praefectus Classis Caius Vestrius Elerius übertragen.

Ein Jahr später kam es bei Eporedia zu einer weiteren Schlacht römischer Truppen gegen gallische Horden die versuchten in die Padus-Ebene zu gelangen. Nachdem sie mit 5.500 Kriegern begonnen hatten die von der Legio "Senatorius Secunda" verteidigten Grenzbefestigungen zu belagern unternahm die Legion einen Gegenangriff mit den ihr verbliebenen rund 7.000 Soldaten.














Durch massiven Beschuss durch Bogenschützen und schweren Katapulten erlitten die Gallier bereits einige Verluste, als dann der Angriff der römischen Reiterei einsetzte brach der Kampfeswille der Gallier zusammen und sie zogen sich eilig aus der Schlacht zurück. Auf dem Schlachtfeld blieben fast 2.700 tote gallische Krieger, die Legio "Senatorius Secunda" hatte 18 Tote und 6 Verwundete zu verzeichnen. Dies sollte der letzte Kampf der Legion unter ihrem Befehlshaber Marcus Favonius Toutius sein. Nach diesem Sieg wurde die Legion nach Rom zurückbeordert wo sie aufgefrischt werden sollte, Marcus Favonius Toutius wurde nach 19 erfolgreichen Jahren an der Spitze der Legion abgelöst und ehrenvoll entlassen, neuer Befehlshaber wurde Caius Ateius Metellus.

Vom Diktator Caiatinus erging etwa zum selben Zeitpunkt die Anweisung zur Aufstellung einer weiteren Flotte, der "Classis Quinta". Das Kommando über die Flotte wurde Caius Seius Rutilus übertragen und der Stützpunkt der Flotte würde Massilia sein wo die Schiffe auch gebaut wurden.

Zu dieser Zeit traf Spurius Claudius Canina in Iuvavum ein und übernahm die Amtsgeschäfte als Statthalter der Provinz Noricum und Befehlshaber der Legio "Consularis Quartavicesima". Nach dem Eintreffen des Statthalters marschierte die Legio "Senatorius Prima Nova" ab und wandte sich nach Norden um gegen eine makedonische Armee, rund 10.000 Mann, bei Ratisbona zu ziehen. Erst zu Beginn des Winters konnte diese Armee schließlich zur Schlacht gestellt werden. Kräftemäßig der Legio "Senatorius Prima Nova" weit unterlegen, leisteten die Makedonen nur kurz Widerstand, ehe sie sich nach immer mehr steigenden Verlusten über den Danubius zurückzogen. Fast 5.000 makedonische Soldaten waren gefallen, ebenso 288 römische Soldaten, weitere 48 waren verwundet worden.

Unterdessen war zum Ende des Jahres in Rom der Diktator Aulus Atilius Caiatinus gestorben. Mit seinem Tod erloschen auch seine Amtsbefugnisse und die Führung der Republik ging wieder in die Hände der Konsuln und des Senates über, der sich zu Beginn des neuen Jahres unter dem Vorsitz des Ersten Konsul Caius Lutatius Catulus in der Curia Hostilia zur Beratung versammelte. Die einzig wichtigen Entscheidungen die Catulus als Konsul treffen musste waren die Vergabe einer Statthalterschaft sowie die Verlegung konsularischer Truppen nach Epirus. Als im Winter dieses Jahres mit Spurius Lusius Quietus der Statthalter der Provinz Messapium in Tarentum verstarb ernannte er Appius Vettus Gratus zum Nachfolger. Und nachdem die Exploratores zahlreiche griechische Truppen im Anmarsch auf Epirus meldeten wurden Kohorten der Legionen "Consularis Prima", "Consularis Secunda", "Consularis Quinta" und "Consularis Septima" in Gesamtstärke von rund 11.500 Mann nach Ambrakia entsandt. Diese Verlegung sollte sich auch bald als sinnvoll erweisen als die Griechen mit rund 10.000 Soldaten eine Belagerung Ambrakia’s begannen.


* * * * * *


Caius Lutatius Catulus, der erste Konsul seit 16 Jahren der nicht nur nominell an der Spitze der Republik stand sondern auch wieder der höchste Beamte im Staat war, sprach im Senat vor den versammelten Senatoren des Römischen Senates. Seiner Meinung nach sollte der Senat als erstes klären ob er selbst im Verbund mit den Konsuln wieder die Führung der Republik übernehmen wolle oder ob es sinnvoller wäre nochmals einen Diktator zu ernennen um die Arbeit, die Aulus Atilius Caiatinus begonnen hatte, zu Ende bringen zu können.

Senator Clemens wollte eine solch wichtige Entscheidung nicht treffen ohne Kenntnis über die genaue gegenwärtige Lage zu haben.

Konsul Catulus teilte den Senatoren mit, dass sich an der Gesamtlage nur wenig Wesentliches geändert habe. Die Republik führe weiterhin Krieg mit den Makedonen und den Galliern, wobei letztere immer noch unentwegt die Westgrenzen bestürmten, aber bisher nur geringe Erfolge erzielen konnten. Die Makedonen verhielten sich ruhiger und sammelten ihre Kräfte. Was aber auch darin begründet liege, dass sie diverse Aufstände zu bekämpfen hatten die sich in ihrem Reich nach einer Seuche ausbreiteten. Weiterhin führe die Republik nun auch wieder Krieg gegen die Griechen was in der Eroberung Creta’s durch römische Truppen gemündet sei. Ferner berannten die Griechen die Grenzverteidigung in Epirus. Seit Sparta und Corinthus gegen die Makedonen revoltierten und die Griechen auf das Festland zurückgekehrt seien wären sie nun wieder auf dem Vormarsch, Aetolien sei an sie gefallen ebenso wie Thessalien, nachdem beide Gebiete revoltierten und im Anschluss von den Griechen erobert wurden. Noricum sei nun römische Provinz nachdem man die Makedonen dort angegriffen und geschlagen hätte. Die Legio "Senatorius Quarta" sei nach ihrer endgültigen Vernichtung neuaufgestellt worden, ferner zwei neue konsularische Legionen sowie zwei weitere neue Flotten. Die Staatskasse verfüge derzeit über rund 825.000 Aurei, ein Plus von mehr als 100.000 Aurei gegenüber von vor 16 Jahren und v.a. erwirtschafte die Republik kein Defizit mehr wie seiner Zeit sondern mache jedes Jahr Gewinn.

Secundus Albinius Triferus erklärte, in Anbetracht der Tatsache, dass die Republik nun auch gegen die Griechen Krieg führe, halte er es für geradezu fahrlässig den Weg, den man die letzten anderthalb Jahrzehnte gegangen sei, zu verlassen.

Decimus Cornelius Arcavius, er hatte den Platz des aus dem Senat ausgeschiedenen Quintus Cornelius Lentulus eingenommen, sah es als ersichtlich an, dass die Gefahr für die Republik weiterhin präsent und trotz der Erfolge noch nicht abgewendet sei. Daher halte er es für zwingend notwendig nochmals einen Diktator zu ernennen.
Gaius Nautius Rutilus war der gleichen Auffassung wie die Senatoren Triferus und Arcavius. Die Diktatur habe sich bewährt und solle fortgesetzt werden. Erst wenn man an allen Grenzen Frieden habe sei die Diktatur nicht mehr nötig.

Senator Clemens war gänzlich anderer Auffassung. Die bedrohliche Lage der Vorzeit sei abgewendet, die Gallier seien zurückgedrängt, das makedonische Imperium wanke beträchtlich. Nun sollte der Senat schleunigst das Heft des Handelns übernehmen und einen Angriff gegen das makedonische Kernland befehlen, um dieses Geschwür endlich zu tilgen. Danach sollte sich die Republik den Griechen widmen und auch diese vernichten, aber alles zu seiner Zeit. Eine Diktatur sei dafür jedoch nicht vonnöten, es sei denn, die strategischen Fähigkeiten der Mehrheit des Senates seien in der letzten Zeit dermaßen verkümmert, dass sie sich davor fürchten müssten, wieder Verantwortung zu übernehmen.

Marcus Prifernius Rufinianus, ein weiterer neuer Senator und Nachfolger von Lucius Antonius Sabinus, verstand nicht wie man davon reden könne, dass eine bedrohliche Lage abgewendet sei, wenn die Republik an drei Fronten gegen drei Gegner gleichzeitig kämpfen müsse. Wo seien die Gallier denn zurückgedrängt worden, sie bestürmten immer noch unentwegt die Grenzen der Republik, nur weil ihnen ein größerer Erfolg bisher verwehrt geblieben war seien sie nicht endgültig besiegt. Aber man könne von einem Senator der nicht gedient habe nicht erwarten, dass er die Lage richtig erfassen könne, wie sich gerade gezeigt hatte. Die Lage sei weiterhin ernst, wenn nicht sogar gefährlich. Es sei dringend notwendig militärische Entscheidungen sofort treffen zu können ohne sich in den zeitraubenden Mühlen des Senates zu verfangen. Man könne nur dann die Lage meistern wenn man alle Kräfte und Anstrengungen bündele und in eine Hand lege. Genau dafür diene das Amt des Diktators und diese Amtsvollmachten müssten umgehend wieder vergeben werden.

Senator Clemens entgegnete, wenn der Senat ein solch unfähiges Gremium sei, wäre es wohl besser einen Antrag zu stellen mit dem der Senat endgültig aufgelöst werden würde. Dies sei vielleicht mehr im Interesse einiger.

Die abschließende Abstimmung zu dieser Frage brachte eine klare Mehrheit zugunsten des Antrages.


* * * * * *


Nachdem der Senat sich mit einer deutlichen Mehrheit dafür ausgesprochen hatte erneut einen Diktator zu berufen um die Kriegsführung sowohl im Westen gegen die Gallier als auch im Osten gegen die Griechen optimal leiten zu können, trat Caius Lutatius Catulus nach dem Ende des Konsulatsjahres sein Amt als Diktator an.

Im Sommer des folgenden Jahres wurde Cnaeus Vergilius Capito von dem nunmehrigen Diktator Catulus zum Statthalter der Provinz Umbria und Befehlshaber der Legio "Consularis Duodecima" ernannt. Er folgte dem kurz zuvor verstorbenen langjährigen Statthalter Cnaeus Livius Drusus.

Wenig später erfolgte dann der Angriff der griechischen Truppen auf Ambrakia, den die 6.000 Soldaten der Legio "Consularis Octavadecima" unter Cnaeus Cassius Charea aber leicht abwehren konnten. Als die konsularischen Verstärkungstruppen schließlich eintrafen, waren die griechischen Truppen vollständig vernichtet, die Garnison der Stadt verlor in den Kämpfen 246 Tote und 48 Verwundete.

Die Griechen verstärkten nach dieser Niederlage ihre Bemühungen und entsandten neue Truppen. So kam es in den Wintermonaten zu einer großen Schlacht bei Dodona. Dabei standen sich 17.500 römische Soldaten, bestehend aus den nach Epirus verlegten Kohorten vierer konsularischer Legionen zu denen nun noch Kohorten der Legio "Consularis Tertia" gestoßen waren, und insgesamt 19.000 griechische Soldaten gegenüber. Dazu hielten sich die 6.000 Soldaten der Legio "Consularis Octavadecima" und drei Kohorten der Legio "Consularis Septimadecima Fidelis Constans" bereit um bei ungünstigem Schlachtverlauf in den Kampf einzugreifen. Die Griechen erlitten in dieser Schlacht eine weitere schwere Niederlage, fast 11.000 ihrer Soldaten fielen, die Überreste der Armee zogen sich in ein Lager bei Orraon zurück. Die konsularischen Truppen hatten mehr als 5.000 Tote und 900 Verwundete zu beklagen, trotzdem nahmen sie die Verfolgung auf und als sie das griechische Lager erreichten schlossen sie es ein und bereiteten den Angriff vor. Es wurde ein schwerer Kampf aber schließlich kapitulierten die griechischen Truppen, nochmals hatten 4.500 von ihnen ihr Leben verloren, die überlebenden 3.500 gerieten in Gefangenschaft. Die römischen Truppen, wo auch die Legio "Consularis Octavadecima" und die Kohorten der Legio "Consularis Septimadecima Fidelis Constans" in den Kampf eingegriffen hatten, verzeichneten Verluste in Höhe von 5.376 Toten und 942 Verwundeten.

Zu Beginn des nächsten Jahres hatte der Diktator Catulus erneut zwei durch den Tod der Amtsinhaber vakant gewordenen Posten zu besetzen. Dem Statthalter Sextus Fabius Valens folgte Tertius Flavius Fimbria als Proconsul der Provinz Sicanium und Befehlshaber der Legio "Consularis Nona" nach. Aulus Livius Velus wurde neuer Praefectus Classis der "Classis Prima" nachdem der langjährige Befehlshaber Sextus Flavius Quietus gestorben war.

In der Zwischenzeit war die Legio "Senatorius Secunda" in Rom aufgefrischt worden und unter ihrem neuen Befehlshaber Caius Ateius Metellus wieder in die Padus-Ebene zurückgekehrt. Dort angekommen erhielt sie die Nachricht, dass es einer großen Gallier-Horde aus mehr als 15.000 Kriegern gelungen war kampflos in die Padus-Ebene zu gelangen. In Eilmärschen zog die Legion nach Taurinorum und stellte die Gallier zur Schlacht.




















Nur 1.000 Gallier sollten die blutige Schlacht überleben während auf römischer Seite 2.544 Soldaten fielen und 450 verwundet wurden.

Die Gallier standen zudem mit 15.500 Kriegern vor den Befestigungen bei Eporedia und mit 11.000 Kriegern vor den Mauern Massilia’s und belagerten die Stadt zum wiederholten Male. Der Sturm der Stadt erfolgte dann im hereinbrechenden Winter und wie die unzähligen Versuche zuvor auch blieb der Angriff erfolglos. Die Legio "Consularis Sextadecima" trotzte dem Angriff der zahlenmäßig weit überlegenen Galliern, es gelang diesen nur in kleinen Gruppen die Mauer der Stadt zu überwinden und kaum hatten sie einen Fuß in die Stadt gesetzt sahen sie sich gnadenlosen Attacken der römischen Garnison ausgesetzt. So wurden die gallischen Truppen nach und nach aufgerieben und nur ein paar hundert Krieger überlebten diesen Angriff. Die römischen Truppen büßten mehr als 2.000 Tote und 1.700 Verwundete ein.

Den Angriff der Gallier vor Eporedia kurze Zeit später hielt die Legio "Senatorius Secunda" auf, die von Taurinorum herangekommen war. Die Gallier wurden vom Erscheinen der römischen Legion überrascht und vollkommen unvorbereitet getroffen. Mitten hinein in den eigenen Angriff wurden die Gallier an den Flanken attackiert. Schnell brach Chaos aus und die Gallier fluteten zurück, gnadenlos verfolgt von römischer Reiterei. Mehr als 10.000 Gallier wurden niedergemacht, auf Seiten der Legio "Senatorius Secunda" fielen 1.578 Soldaten, 276 Soldaten wurden verwundet.

Im nächsten Sommer verlagerten sich die Kämpfe wieder vermehrt an die Ostgrenze, die Griechen zogen rund 23.000 Soldaten in zwei Armeen zusammen und schickten diese nach Epirus. Bei Pambotis wurden eine der beiden Armeen, etwa 9.500 Mann, von der Legio "Consularis Octavadecima", unterstützt von den Kohorten der Legio "Consularis Prima" und der Legio "Consularis Secunda", abgefangen und angegriffen. Nachdem mehr als 7.000 Soldaten der Griechen gefallen waren, zogen sie sich zurück. Die römischen Truppen hatten annähernd 5.000 Tote und fast 900 Verwundete. Die Überreste der griechischen Truppen suchten Zuflucht bei Orraon, aber die römischen Truppen verfolgten sie und vernichteten sie schließlich in einem weiteren Kampf, wobei nochmals fast 700 Tote und 150 Verwundete zu beklagen waren.

Auch die Makedonen wurden wieder aktiv, nachdem sie von den Überraschungsangriffen römischer Truppen Kenntnis erhalten hatten. Sie entsandten eine Streitmacht aus 3.000 Soldaten nach Poetovio um die noch schwach gesicherte und verteidigte Stadt zu erobern. Der Belagerung die noch im Winter begann, sollte schon bald der Angriff folgen, doch auf römischer Seite reagierte man sehr schnell – ein Vorteil wenn die Führung eines Reiches in einer Hand liegt. Die I.Ala, die I.Kohorte sowie die schweren Waffen der Legio "Consularis Unetvicesima Victrix" wurden nach Poetovio in Marsch gesetzt, persönlich geführt vom Proconsul Quintus Iulius Libo. Verstärkt durch diese Truppen wagten die Soldaten der Legio "Consularis Duovicesima" unter dem Befehl des Proconsuls Appius Cilnius Proculus zu Beginn des Sommers den Ausfall. Mit gemeinsamen Kräften wurden die makedonischen Truppen zum Rückzug gezwungen. Mehr als die Hälfte der makedonischen Truppen wurden getötet, die Legio "Consularis Duovicesima" hatte 30 Tote und die Legio "Consularis Unetvicesima Victrix" 318 Tote und 60 Verwundete an Verlusten.

Im weiteren Verlauf des Sommers griffen die Gallier mit 12.000 Kriegern zum nunmehr elften Mal Massilia an. Nachdem sie ihre Belagerung bereits in den vorangegangenen Wintermonaten errichtet hatten, erfolgte der Angriff bald darauf.








Die 6.000 Soldaten der Legio "Consularis Sextadecima" verteidigten sich erfolgreich, innerhalb kürzester Zeit waren alle Belagerungswaffen der Gallier zerstört, woraufhin sich die Gallier zurückzogen. Sie ließen rund 1.700 Tote zurück, die Garnison hatte 168 Tote und 138 Verwundete.

Was ihnen vor Massilia verwehrt blieb, glückte ihnen dann jedoch an anderer Stelle, zur gleichen Zeit als die Belagerung Massilia’s begann, wurde auch Iuvavum von gallischen Truppen eingeschlossen und belagert. Und während die gallischen Truppen vor Massilia geschlagen wurden, eroberten die vor Iuvavum die Stadt. Die rund 2.300 Soldaten der Legio "Consularis Quartavicesima" unter dem Statthalter Spurius Claudius Canina konnten der vierfachen Übermacht der Gallier nicht lange standhalten und wurden nach und nach im Kampf, ebenso wie der Statthalter, getötet. Die Gallier eroberten die Stadt aber unter großen Verlusten: 4.700 der rund 8.000 Krieger fiel, mehr als 800 wurden verwundet. Diese Tatsache begünstigte die Rückeroberung erheblich. Schon nach bekannt werden der Belagerung hatte der Diktator Catulus Truppen zum Entsatz in Marsch gesetzt, die aber die Stadt nicht mehr rechtzeitig erreichten. Nun ging diese Truppen, etwa 5.500 Soldaten bestehend aus Verbänden der Legionen "Consularis Quartadecima Nova Pia Fidelis" und "Consularis Duovicesima" zum Gegenangriff über und eroberten Iuvavum nur wenige Wochen nach dem Fall der Stadt zurück. Alle rund 3.000 Gallier wurden im Kampf getötet, die Legio "Consularis Quartadecima Nova Pia Fidelis" hatte 1.266 Tote und 360 Verwundete zu verzeichnen, die Legio "Consularis Duovicesima" weitere 786 Tote.

Sofort ging man an die Wiederherstellung der Verteidigungsbereitschaft, neue Truppen wurden ausgehoben und zur neuen Legio "Consularis Quartavicesima Nova" zusammengefasst, der neue Statthalter Tiberius Didius Iulianus traf kurze Zeit später ebenfalls in der Stadt ein.

Im folgenden Sommer erließ der Diktator Caius Lutatius Catulus neue Richtlinien für den Verteidigungsfall. Demnach wurden die senatorischen Legionen, sofern sie nicht für Offensivaktionen benötigt wurden, in die Grenzverteidigung integriert und sollten als operative Reserve im Hinterland der Grenzgebiete dienen um im Notfall schnell zur Stelle sein zu können und die Lage zu bereinigen. Während die Legio "Senatorius Prima Nova", Befehlshaber war nun Cnaeus Sergius Eliphas, der Sextus Potitius Collatinus auf Befehl des Diktators Catulus nachgefolgt war, weiterhin in Latium stationiert war um dem Senat zur vollen Verfügung zu stehen, erhielt die Legio "Senatorius Secunda" unter Caius Ateius Metellus als Einsatzgebiet die westlichen und einen Teil der nördlichen Grenzen, dazu wurde sie dauerhaft bei Mediolanum in einem festen Lager stationiert. Die Legio "Senatorius Tertia Aratia" unter Numerius Rabirius Marullinus sollte den anderen Teil der Nordgrenze sowie den Großteil der Ostgrenze die am Danubius verlief sichern, sie erhielt ein neues Lager bei Aquincum in der Provinz Pannonia zugewiesen. Die Legio "Senatorius Quarta Nova" unter Cnaeus Dellius Galvisius wurde in die Verteidigung der Provinz Epirus, sowie der südlichen Provinzbereiche der Dalmatia und Illyria eingebunden, sie bezog ihr neues Lager bei Ambrakia. Der Diktator sah in diesem Verteidigungskonzept eine sinnvollere Alternative als im Vergleich dazu immer wieder Kohorten aus Legionen aus grenzfernen Gebieten abzuziehen und in den Kampf zu werfen. Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hatte, konnte dies dazu führen, dass in den betroffenen Provinzen Aufstände ausbrachen.

Noch bevor die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet waren, begannen die Griechen ihren nächsten Versuch Epirus für sich zu gewinnen. Mit 10.000 Soldaten waren sie bereits in den vorhergehenden Wintermonaten vor den Mauern Ambrakia’s erschienen und hatten eine Belagerung aufgebaut. Mit Beginn des Sommers erfolgte dann der Angriff auf die Stadt.








Die 6.500 Soldaten der Legio "Consularis Octavadecima" unter Cnaeus Cassius Charea konnten den Angriff aber erfolgreich abwehren, nachdem die Belagerungswaffen der Griechen zerstört waren, zogen sich diese dann zurück. Sie büßten bei diesem Angriff fast 7.000 Soldaten ein, die Garnison Ambrakia’s verlor 570 Tote und 102 Verwundete.

Im folgenden Winter griffen dann konsularische Truppen, insgesamt 18 Kohorten mit 16.500 Soldaten aus den Legionen "Consularis Prima", "Consularis Secunda", "Consularis Tertia", "Consularis Quinta", "Consularis Septima" und "Consularis Septimadecima Fidelis Constans", bei Pambotis eine Armee der Griechen an und schlugen sie zurück. Von fast 14.000 griechischen Soldaten fielen mehr als 8.000, auf römischer Seite fielen 5.898 Soldaten während 1.044 weitere verwundet wurden. Nach diesem Erfolg marschierten die konsularischen Truppen umgehend nach Ambrakia, wo sich die Garnison einer weiteren Belagerung durch 12.000 griechische Soldaten gegenübersah. Die konsularischen Truppen, unterstützt durch die Garnisonslegion der Stadt, griffen die Griechen an und brachten ihnen eine weitere Niederlage bei. Fast 7.500 Soldaten starben dabei auf griechischer Seite, die Verluste der konsularischen Truppen betrugen 5.796 Tote und 1.014 Verwundete, die der Legio "Consularis Octavadecima" 2.208 Tote und 402 Verwundete.

Zu Beginn des neuen Jahres verstarb der Statthalter der Provinz Dalmatia, Aulus Cornelius Gaetulicus, in hohem Alter in Salonae. Die Amtsgeschäfte wurden daher in Ermangelung eines geeigneten Nachfolgers vorübergehend in die Hände des Statthalters der Provinz Illyria, Quintus Iulius Libo, gelegt.

Im Norden, bei Carnuntum, wurde die Legio "Senatorius Tertia Aratia" überraschend von makedonischen Truppen, rund 14.500 Mann, angegriffen. Doch die Makedonen hatten den Ort für ihren Angriff schlechte gewählt, denn sie mussten über eine Brücke den Danubius überqueren um angreifen zu können und konnten daher leicht aufgehalten werden. Auch der Versuch über eine östlich der Brücke gelegene Furt den Danubius zu überqueren brachte nichts ein, denn die römischen Truppen waren darauf vorbereitet.


























So stürmten die Makedonen zu Tausenden in den Tod ohne auch nur den geringsten Erfolg zu erzielen. Nachdem mehr als 9.000 Soldaten sinnlos geopfert worden waren, zogen sich die Makedonen schließlich zurück. Die Verluste der Legio "Senatorius Tertia Aratia" beliefen sich auf 342 Tote und 60 Verwundete.

Wenige Tage später landete die Legio "Senatorius Quarta Nova" in Epirus, ihrem neuen Einsatzgebiet. Genau zu dieser Zeit näherte sich eine griechische Armee mit mehr als 13.000 Soldaten der Stadt Ambrakia. Sofort erteilte Cnaeus Dellius Galvisius seiner Legion den Angriffsbefehl und bei Cassope trafen die Armeen aufeinander.




















Die Attacke der Legion traf die griechische Armee schwer, innerhalb kurzer Zeit waren 11.500 Soldaten gefallen und die griechischen Verbände lösten sich in wilder Panik auf und suchten ihr Heil in der Flucht. Die Verluste der Legio "Senatorius Quarta Nova" lagen bei 3.060 Toten und 2.508 Verwundeten.

Nachdem Appius Cilnius Proculus, Statthalter der Provinz Latovicia und Befehlshaber der Legio "Consularis Duovicesima", im Winter des gleichen Jahres in Poetovio gestorben war wurde Caius Licinius Nerva von dem Diktator Caius Lutatius Catulus zum neuen Statthalter berufen.

Unterdessen wurde die Legio "Senatorius Tertia Aratia", nachdem sie den Danubius überschritten hatte und in makedonisches Gebiet vorgerückt war, bei Eburodunum erneut angegriffen. Jedoch waren die 8.000 makedonischen Soldaten nicht einmal ansatzweise dazu in der Lage der Legion, die über mehr als 16.000 erfahrene Soldaten verfügte, wirklich gefährlich zu werden. Der Angriff führte die Makedonen geradewegs in ihren Untergang, einigen hundert war es vergönnt zu entkommen, der Rest fand den Tod. Auf römischer Seite hatte der Kampf 2.142 Tote und 378 Verwundete gefordert.

Bei Camerina hatte die "Classis Tertia" derweil bei einem erneuten Einsatz gegen Piraten, schnell waren diese gestellt und ihre Schiffe nach kurzem Kampf gekapert. Dabei hatte die Flotte 66 Tote und ein Dutzend Verwundete verloren, 252 Piraten hatten in dem Geplänkel ihr Leben gelassen.

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




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15.01.2010 17:12
#4 RE: Kapitel XVIII antworten

Nach drei Jahren der Ruhe wagten die Gallier erneut den Einfall auf römisches Gebiet. Diesmal fielen sie mit 10.500 Kriegern in die Provinz Noricum ein, wurden aber recht schnell nordwestlich von Iuvavum von der Legio "Senatorius Secunda" unter Caius Ateius Metellus aufgehalten.

















Die zahlen- und kräftemäßig weit unterlegenen Gallier hatten keine Chance den Angriff abzuwehren, die diszipliniert kämpfenden römischen Soldaten brachen schnell den Kampfgeist der gallischen Krieger. Zurück blieben nur Tote, 10.000 an der Zahl, während die römischen Kohorten lediglich 492 Tote und 84 Verwundete zu verzeichnen hatten.

Nicht viel besser erging es der makedonischen Armee, rund 6.000 Mann die auf Salonae marschiert war. Nachdem 3.000 Mann der Legio "Consularis Unetvicesima Victrix" aus Emona herangekommen waren, begann der Angriff, unterstützt von den 5.500 Soldaten der Legio "Consularis Septimadecima Fidelis Constans", die in Salonae als Garnison lag.

Zu dieser Zeit verstarb auch Caeso Claudius Canina, der Statthalter der Provinz Etruria, vorübergehend übernahm Cnaeus Vergilius Capito die Führung der Provinz und der Garnisonslegion.

Der folgende Winter sah die "Classis Tertia" erneut im Einsatz. Wieder einmal galt es Piraten, welche die Küstengewässer unsicher machten, auszuschalten. Bei Rhegium stieß die Flotte dann auf die 18 Schiffe der Piraten. Nach kurzem Kampf waren sechs versenkt, die restlichen zwölf gekapert und 650 Piraten getötet. Die Verluste bei der "Classis Tertia" beliefen sich auf 78 Tote und 12 Verwundete.

Bei Orraon griffen die Truppen der Legio "Senatorius Quarta Nova" eine griechische Armee, rund 12.000 Mann, an die die Grenze überschritten hatte und nach Ambrakia ziehen wollte. Die Truppen der Legio "Consularis Octavadecima" hielten sich in der Nähe des Schlachtortes für ein Eingreifen bereit welches aber nicht nötig wurde.





























Nachdem sie 8.000 Tote eingebüßt hatten zogen sich die restlichen griechischen Truppen zurück und die Legion konnte sich einen weiteren Erfolg an ihre Standarte heften, bezahlt wurde er mit dem Blut von 276 Toten und 228 Verwundeten.

Die Legio "Senatorius Tertia Aratia" unter Numerius Rabirius Marullinus griff derweil bei Cassovia eine makedonische Armee aus 6.000 Soldaten an und vernichtete sie vollständig, wer von den Makedonen nicht gefallen war geriet in Gefangenschaft. Auf römischer Seite waren 2.394 Mann gefallen und 420 verwundet worden.





























Zu Beginn des nächsten Sommers hatte die neue "Classis Quarta" ihre Feuertaufe zu bestehen als sie bei Astypalea auf eine kleine Flotte der Griechen stieß. Nach einem kurzen Gefecht zogen sich die Griechen infolge der großen zahlenmäßigen Überlegenheit der römischen Flotte zurück. Bei dem kurzen Zusammenstoß hatte es auf Seiten der Griechen rund 450 Tote gegeben, auf römischer Seite 250 Tote und 50 Verwundete.

Kurze Zeit später griff die Legio "Senatorius Quarta Nova" bei Orraon erneut eine griechischer Armee, etwa 9.000 Soldaten, an und besiegte sie in einer kurzen Schlacht. Anders als sonst traten die Griechen frühzeitig während der Schlacht den Rückzug an, trotzdem verloren sie annähernd 4.000 Mann, während die Legio "Senatorius Quarta Nova" 102 Tote und 84 Verwundete zu verzeichnen hatte.

Ein Jahr später erhielt Numerius Aquilius Venustinius das Kommando über die "Classis Tertia" nachdem der bisherige Befehlshaber Titus Sentius Vibennis verstorben war. Unmittelbar nach der Befehlsübernahme musste die Flotte schon auslaufen. Es galt eine kleine Piratenflotte aufzuspüren und zu vernichten. Nach mehreren Tagen der Suche im Mare Siculum konnten die Piraten gestellt werden und innerhalb kurzer Zeit waren alle Piratenschiffe aufgebracht worden. Mehr als 450 Piraten waren getötet worden, die "Classis Tertia" erlitt Verluste in Höhe von 120 Toten und 24 Verwundeten.

Da die Griechen zu Land keine Erfolge gegen römische Truppen erzielen konnten, versuchten sie es zunehmend auf dem Wasser. In diesem Sommer errichteten sie mit 24 Schiffen eine Blockade um den Hafen von Cydonia. Die "Classis Quarta" unter Caius Vestrius Elerius lief aus und griff umgehend die Blockadeschiffe an. Aber es war den Griechen auch hier kein Erfolg vergönnt, die zahlenmäßige Überlegenheit der römischen Flotte machte sich schnell bemerkbar. Die Griechen zogen sich dann mit allen Schiffen, einige zwar schwer beschädigt, aber keines gekapert oder versenkt, zurück. Die personellen Verluste hingegen waren schwer, mehr als 2.600 Tote hatte es allein auf den griechischen Schiffen gegeben, weitere 1.986 Tote und 348 Verwundete bei der römischen Flotte. Die Griechen ließen bei ihrem Rückzug sechs Schiffe zurück, die in Sichtweite zur Küste kreuzten und offensichtlich als Späher dienten. Gegen diese Schiffe ging die "Classis Quarta" dann wenig später vor. Nach 300 weiteren Toten zogen auch sie sich endgültig zurück, die "Classis Quarta" hatte nochmals Verluste in Höhe von 396 Toten und 72 Verwundeten.

In der Zwischenzeit war eine makedonische Armee, rund 5.000 Mann, über den Danubius gelangt und marschierte auf Poetovio. Bei Mogentinnae überrannten sie ein Vorpostenlager welches von der IV.Kohorte der Legio "Consularis Duovicesima" verteidigt wurde. 354 der 978 Soldaten der Kohorte starben, der Rest ergab sich der makedonischen Übermacht, die nur 66 Tote und 12 Verwundete durch diesen Kampf zu beklagen hatte.

In den Wintermonaten des Jahres musste die "Classis Prima" nahe Ostia eine kleine latinischer Piraten bekämpfen. Der Kampf währte nur kurz dann waren die Piraten geschlagen und ihre Schiffe in römischer Hand, rund 250 Piraten starben, ebenso 60 Mann der "Classis Prima", ein Dutzend weitere wurde verwundet.

Der Proconsul Quintis Gellius Publicola, Statthalter der Provinz Sabatinium verstarb dann im Sommer im hohen Alter und wie so oft in der Vergangenheit war es nicht möglich den vakanten Posten gleich wieder zu besetzen, so dass der Diktator Catulus auch in diesem Fall einen Übergangsstatthalter ernennen musste, der die Provinz so lange verwaltete bis ein Nachfolger gefunden war. Daher wurde die Führung der Provinz sowie der Legio "Consularis Quarta" dem Publius Flavius Fimbria, Statthalter der Provinz Latium, anvertraut.

Andernorts, nämlich bei Dodona, erlitten die Griechen ihre bisher größte Niederlage in diesem Krieg. Mit nicht weniger als vier Armeen mit zusammen über 40.000 Soldaten waren sie bis Dodona marschiert. Dort stellten sich ihnen die Legio "Senatorius Quarta Nova" sowie 15 Kohorten der Legionen "Consularis Secunda", "Consularis Tertia", "Consularis Quinta", "Consularis Septima" und "Consularis Septimadecima Fidelis Constans", insgesamt 28.000 Soldaten, entgegen. Obwohl zahlenmäßig weit unterlegen eröffneten die römischen Truppen die Schlacht und stürmten auf die griechischen Linien zu. Was eigentlich hätte den Untergang bedeuten müssen wurde zu einem der größten römischen Siege, die römischen Soldaten schlugen sich durch die griechischen Reihen und richteten ein Blutbad an. Nicht weniger als 23.000 Griechen starben an diesem Tag in dieser einen Schlacht. Aber auch die römischen Truppen verloren viele Soldaten, wenn auch bei weitem nicht so viele wie die Griechen. Bei der Legio "Senatorius Quarta Nova" fanden 5.220 Soldaten den Tod, 4.278 Soldaten wurden verwundet, die Verluste bei den konsularischen Truppen lagen bei 2.478 Toten und 2.028 Verwundeten. Dieser Sieg brachte Epirus zwei Jahre Frieden, denn die Griechen zogen alle Truppen von der Grenze ab und weit in eigenes Territorium zurück. Die Legio "Senatorius Quarta Nova" kehrte nach der Schlacht nach Rom zurück um die Verluste zu ersetzen die die Kämpfe gegen die Griechen verursacht hatten.

Auch die Lage bei Mogentinnae wurde in diesem Sommer von römischen Truppen, die der Diktator Catulus in Marsch gesetzt hatte, bereinigt. Die Makedonen die nach der Einnahme des Vorpostenlagers dort untergezogen waren, sahen sich schließlich Truppen der Legionen "Consularis Unetvicesima Victrix" und "Consularis Undevicesima" in Gesamtstärke von mehr als 5.500 Mann gegenüber die alsbald den Angriff auf das Lager begannen. Nachdem fast 3.000 Makedonen gefallen waren kapitulierten die restlichen Truppen. Bei der Legio "Consularis Unetvicesima Victrix" gab es 480 Tote und 390 Verwundete, bei der Legio "Consularis Undevicesima" 582 Tote und 474 Verwundete.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Republik konnte im folgenden Winter erreicht werden. Mit dem mächtigen Reich der Perser konnte endlich wieder, nachdem Verhandlungen viele Male scheiterten, ein Bündnisvertrag geschlossen werden. Damit eröffneten sich alle Möglichkeiten für den Handel Roms im Osten. Im Vergleich dazu war die Ernennung von Placus Bellicius Torquatus zum neuen Statthalter der Provinz Dalmatia ein geradezu lächerlich unbedeutendes Ereignis.

Vier Jahre nach ihrer Niederlage bei Iuvavum nahmen die Gallier, die nun kräftemäßig sichtlich erschöpft waren, ihre Versuche wieder auf in die Padus-Ebene zu gelangen. Ein erster Versuch von etwas mehr als 3.000 Kriegern wurde von der Garnison Massilia’s, der Legio „Consularis Sextadecima“ unter Lucius Aelius Donatus, bei Reii aufgehalten. In dem kurzen Gefecht ließen 2.000 gallische Krieger ihr Leben, 732 römische Soldaten fielen ebenfalls, 606 weitere wurden verwundet.

Bei Eporedia versuchten im folgenden Winter 3.000 weitere gallische Krieger den Durchbruch. Sie wurden jedoch von der Legio "Senatorius Secunda" geschlagen und zurückgetrieben, so dass sie Schutz in einem verlassenen Lager suchen mussten. Aber auch dort waren sie nicht sicher, die Legio "Senatorius Secunda" griff das Lager an und eroberte es schließlich. Alle Gallier wurden getötet, die Legio "Senatorius Secunda" verlor in den beiden Geplänkeln 168 Tote und 30 Verwundete. Die Legion rückte dann zum Alpis-Graia-Pass vor, sicherte ihn mit neuen Befestigungen, die von der IV.Kohorte der Legio "Consularis Quintadecima" besetzt wurden, und überquerte schließlich den Pass und stieß auf gallisches Gebiet vor. Der Befehl, den der Diktator Catulus dem Befehlshaber der Legion, Caius Ateius Metellus, zukommen ließ, sah vor, dass die Legion bis nach Lugdunum vorrücken und die Stadt erobern sollte. Da der nun immer stärker hereinbrechende Winter weitere Truppenbewegungen verbot, verblieb die Legion in der Nähe des Oppidums Darantasia.

Derweil war Numerius Licinius Murena vom Diktator Catulus zum neuen Statthalter der Provinz Etruria ernannt worden und übernahm die Führung der Provinz von Cnaeus Vergilius Capito, dem Statthalter der Provinz Umbria, der vorübergehend beide Provinzen verwaltet hatte. Nur kurze Zeit nachdem Murena seinen neuen Posten angetreten hatte, starb mit Cnaeus Cassius Charea der Statthalter der Provinz Epirus, so dass hier Placus Bellicius Torquatus vorübergehend die Provinzverwaltung übernehmen musste.

Die Griechen errichteten zu dieser Zeit mit einer Flotte aus 18 Schiffen erneut eine Blockade um den Hafen von Cydonia. Als sich die "Classis Quarta" anschickte zum Kampf auszulaufen, brach die griechische Flotte die Blockade ab. Die "Classis Quarta" verfolgte die Griechen und stellte sie bei Rithymna zur Schlacht. Den Griechen gelang es sich im Laufe der Schlacht abzusetzen ohne eines ihrer Schiffe zu verlieren und schließlich der überlegenen römischen Flotte zu entkommen. Auf den griechischen Schiffen hatte es im Verlauf der Schlacht insgesamt 1.650 Tote gegeben, auf den römischen Schiffen 1.488 Tote und 264 Verwundete.

Zum Jahreswechsel wurde die Legio "Senatorius Secunda" dann von den Galliern bei Darantasia angegriffen, mit 16.000 Kriegern versuchten sie die Legion zu vertreiben. Die Legio "Senatorius Secunda" unterstützt von der IV.Kohorte der Legio "Consularis Quintadecima" wehrte den Angriff erfolgreich ab und fügte den Galliern schwere Verluste zu. Sie verloren fast 11.000 Krieger die im Kampf gefallen waren, aber auch auf römischer Seite hatte es zum Teil schwere Verluste gegeben. Die Legio "Senatorius Secunda" verzeichnete 8.196 Tote und 1.440 Verwundete, die IV.Kohorte der Legio "Consularis Quintadecima" hatte 426 Tote und 72 Verwundete.

Kurze Zeit später gelang der Legio "Senatorius Secunda" ein weiterer Sieg über eine gallische Streitmacht. Bei Genava wurde eine Horde aus rund 4.000 Kriegern angegriffen und vollständig vernichtet, dabei büßte die Legion 198 Tote und 36 Verwundete ein. Nachdem diese Bedrohung in der Flanke neutralisiert war marschierte die Legion unaufhaltsam auf Lugdunum zu und erreichte die Stadt noch im Sommer. In der Stadt selbst befanden sich mehr als 3.000 Krieger, weitere 4.000, wie Späher berichteten, südlich davon. Zwar verfügte die Legion selbst nur noch über ein wenig mehr als 8.200 Soldaten, aber Caius Ateius Metellus war von der Kampfkraft seiner Truppen überzeugt und so befahl er den Angriff.
































Tatsächlich gelang es den Truppen die Gallier unter sehr geringen eigenen Verlusten, 246 Tote und 42 Verwundete, vollständig aufzureiben und die Stadt im Sturm zu nehmen. Nachdem die Stadt gesichert war, begann man mit der Aufstellung der Garnisonslegion, der Legio "Consularis Quintavicesima". Die Legio "Senatorius Secunda" marschierte schließlich nach Rom zurück um die erlittenen Verluste auszugleichen. Vom Diktator Catulus erging der Befehl, dass die Legio "Senatorius Tertia Aratia" unter ihrem neuen Befehlshaber Caeso Tadius Mauricius, der erst kürzlich ernannt worden war, solange die Aufgaben der Legio "Senatorius Secunda" übernehmen sollte.

Mit dem Winter kam der nächste Versuch der Griechen Epirus zu erobern. Mit mehr als 9.000 Soldaten hatten sie die Grenze überschritten, kamen aber nur bis Pambotis wo die konsularischen Truppen ein großes Lager erbaut hatten mit dem sie die nach Ambrakia führende Straße sicherten. Die Griechen begannen einen Belagerung, doch kaum hatten sie damit begonnen unternahmen die römische Truppen, mehr als 16.000 Mann, einen Ausfall und schlugen die Griechen zurück. Dabei fielen auf griechischer Seite mehr als 5.500 Soldaten während die konsularischen Truppen 3.420 Tote und 618 Verwundete zu beklagen hatten.

Im Sommer des nächsten Jahres erhielten dann Amulius Petronius Secundus und Lucius Cornelius Gaetulicus ihre Berufungen zu Statthaltern der Republik. Secundus wurde Proconsul der Provinz Sabatinium und Befehlshaber der Legio "Consularis Quarta", Gaetulicus erhielt die Statthalterschaft der Provinz Epirus und den Befehl über die Legio "Consularis Octavadecima".

Derweil musste Decimus Flavius Arrianus, Proconsul der Provinz Siculum, gegen einen großen Aufruhr in seiner Provinz vorgehen. Mehr als 7.000 Aufständische hatten zu den Waffen gegriffen und damit begonnen Roms Herrschaft in der Provinz zu bekämpfen. Mit der kompletten Legio "Consularis Sexta" rückte Arrianus aus und ging gegen die Aufständischen vor. Bei Acium kam es dann zum Kampf der beiden Armeen aus dem die römischen Truppen als Sieger hervorgingen. Die Aufständischen hatten gegen die kampfstarken Soldaten nur wenig Chancen gehabt, aber sich trotzdem erbittert verteidigt als der Angriff erfolgte.








Fast 3.800 Aufständische wurden dabei getötet, der Rest geriet in Gefangenschaft und wurde schließlich hingerichtet. Die Truppen des Statthalters Arrianus verzeichneten Verluste in Höhe von 2.862 Toten und 492 Verwundete.

Nach dem Tod von Quintus Fabius Servilianus, dem Statthalter der Provinz Venetia, im folgenden Winter wurde Titus Stertinius Quintilianus vom Diktator Catulus zum Nachfolger bestimmt und als neuer Statthalter und Befehlshaber der Legio "Consularis Quartadecima Nova Pia Fidelis" eingesetzt.

Am Alpis-Graia-Pass war die Legio "Senatorius Tertia Aratia" nach ihrer Ankunft bei Berginnum in einem Lager untergezogen um die Wintermonate abzuwarten ehe sie nach Lugdunum weiter marschieren wollte. Jedoch griffen die Gallier das Lager unvermittelt mit 12.000 Kriegern an und belagerten es, so dass sich Caeso Tadius Mauricius veranlasst sah den Angriff zu befehlen.


























Dem konzentrierten Angriff von 16.500 römischen Soldaten hatten die gallischen Krieger nichts entgegenzusetzen, innerhalb kurzer Zeit waren ihre Linien durchbrochen und Chaos breitete sich aus. Es blieb ihnen schließlich nur noch die Flucht, dabei ließen sie ihre 5.700 Toten zurück. Auf römischer Seite waren 1.662 Soldaten gefallen und 294 verwundet worden. Die Legion setzte nach und verfolgte die gallischen Truppen nach Westen. Bei Lemincum schließlich endete die Verfolgung, hier waren die Gallier in einem Lager untergezogen. Die Legio "Senatorius Tertia Aratia" begann nach kurzer Vorbereitung ihren Angriff auf das Lager und eroberte es innerhalb kurzer Zeit. Die meisten der 6.000 gallischen Krieger fielen in der Schlacht, rund 1.000 gingen in Gefangenschaft. Die römischen Verluste betrugen 1.092 Tote und 192 Verwundete.

Zum Ende des Jahres legte der Diktator Caius Lutatius Catulus nach zwölf Jahren sein Amt nieder und beendete damit die Zeit der Diktatur. Zusammen 26 Jahre lang standen die beiden Diktatoren Aulus Atilius Caiatinus und Caius Lutatius Catulus an der Spitze der Republik und führten diese erfolgreich durch schwierige Zeiten. Mit Beginn des neuen Jahres würden wieder die Konsuln die Führung der Republik übernehmen.

Das neue Jahr brachte allerdings wenig frohe Kunde, so dass sich Spurius Carvilius Maximus Ruga, Erster Konsul in diesem Jahr, gleich mit einigen Problemen konfrontiert sah. Es waren dabei weniger die Nachrichten, dass sich die Noricer erhoben um endlich wieder ihre Unabhängigkeit zu erlangen, sondern vielmehr die Nachricht, dass Lugdunum unter Belagerung von 15.000 gallischen Kriegern stand und weitere 15.000 dort bald als Verstärkung eintreffen sollten. Zwar war die Legio "Senatorius Secunda" vor Ort aber es stand zu befürchten, dass dies nicht ausreichte um das neugewonnene Gebiet zu halten. Der Konsul wollte die Lage mit dem Senat beraten und eine Entscheidung durch diesen fällen lassen, so dass er sich nun erst einmal damit begnügte Cnaeus Licinius Nerva zum Statthalter des neuen Territoriums zu machen und ihn nach Lugdunum zu entsenden. Alles Weitere würde sich dann schon finden. Mit der Ernennung Nervas konnte Ruga auch die größte Misere in der Provinzverwaltung beheben: erstmals seit vielen Jahren waren wieder alle Statthalterschaften über die 25 Provinzen der Republik regulär besetzt.

RTWfreak! ( gelöscht )
Beiträge:

19.02.2011 23:07
#5 RE: Kapitel XVIII antworten

Hey,
sry dass ich so unhöflich frage aber...WAS IST DAS FÜR EIN GEILER MOD????????? kannst du mir mal bitte nen link dafür geben??? :bitte:
deine bilder sind auch schön, die historik ist korrekt!!!
tolle arbeit, mann!!!
danke im voraus

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

22.02.2011 20:50
#6 RE: Kapitel XVIII antworten

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