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 "Spartas Rückkehr zur Macht"
Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

26.01.2007 15:57
RE: Kapitel III Thread geschlossen

Kapitel III
Sommer 249 v.Chr. – Winter 240 v.Chr.



Das Jahr 249 v.Chr. brachte zu Beginn zwei Geschenke der Göttin Artemis in das spartanische Königshaus. Dem Memnon wurde ein zweites Kind geschenkt, diesmal eine Tochter die den Namen Xanthippe erhielt. Dem Antidoros von Berytus wurde ebenfalls eine Tochter geschenkt. Ihr Name war Otonia.

Außerdem wurde wieder einmal Hochzeit gehalten als sich Nicanor, der zweite Sohn des Antigonos, mit der cretischen Prinzessin Enyo (geb. 261 v.Chr.) verheiratete.

Memnon bestieg in diesem Sommer mit seiner Armee in Messana die Schiffe der spartanischen Flotte um sich nach Pergamon bringen zu lassen. Das nächste Unternehmen galt der pontischen Hauptstadt Sinope, dafür hatte Memnon nahe Nicomedia ein großes Heer versammelt. Diesem wollte er sich nun mit seinen Veteranen anschließen und es auf dem Feldzug führen.

Im Winter 248 v.Chr. wurden die Einwohner der Stadt Byzantium erneut von den Göttern gestraft, sie schickten erneut den Tod in die Straßen der Stadt: 2.500 Bürger und 750 Soldaten kamen um.

Zur gleichen Zeit erhielt aber Sparta einen weiteren männlichen Nachkommen. Dem Eumenes wurde nochmals ein Sohn geschenkt. Er erhielt den Namen Lycophon.

Wohlwollen und Strafe der Götter lagen nahe beieinander. Fast schien es als würden selbst die Götter auf dem Olymp miteinander im Streit liegen, denn kein noch so weiser sterblicher Priester oder Gelehrter konnte das so unterschiedliche Verhalten der Götter deuten oder erklären. So blieb nur sich dem Willen der Götter auszuliefern und das Beste zu hoffen.

Durch den Angriff des ptolemäischen Ägyptens sah sich der Bund zu dieser Zeit gezwungen das 22 Jahre währende Bündnis mit den Karthagern zu beenden. Man wählte hierbei das kleinere Übel. Man konnte sich ein Zerwürfnis mit den Ptolemäern nicht leisten.

Im Sommer 247 v.Chr. griff die syracusische Flotte unter Admiral Endios die Reste einer römischen Flotte nahe Capua an. Obwohl stark unterlegen, kämpften die Römer verbissen. Admiral Endios verlor an die 100 Mann konnte die römische Flotte jedoch besiegen. Danach nahm die Flotte die Blockade Capuas wieder auf.

Unterdessen näherte sich die pergamonesische Flotte mit einer heiklen Fracht dem italischen Festland und ging nahe Tarentum zum Entladen vor Anker.

Memnon war indes nahe Nicomedia an Land gegangen und hatte die beiden Heere vereint und den Vormarsch begonnen. Insgesamt verfügte über rund 23.000 Soldaten, darunter etwa 6.500 cretische Bogenschützen und 11.000 Mann der verschiedenen Hoplitentruppen.

So als wollten die Götter den Feldzug unter ihren Schutz stellen, gab es in diesem Sommer gleich drei Geburten im Königshaus. Dem Nicanor wurde sein erstes Kind geboren: ein Sohn der den Namen Laodamas erhielt. Eurykratides von Zacynthos wurde ein ebenfalls zum ersten Vater, seine Tochter erhielt den Namen Argo. Auch Memnon, der große Spartanerkönig, wurde von den Göttern mit einer Tochter beschenkt, sie bekam den Namen Pales.

Im Winter 247 v.Chr. wurden die Seleukiden nach Jahren relativer Ruhe wieder aktiv und begannen eine Belagerung der Stadt Halicarnassus, die sie jedoch noch vor Ablauf des Jahres wieder abbrachen.

Zu dieser Zeit landete erneut ein römisches Heer, unter der Führung des amtierenden römischen Ädilen Valerius Poppaeus, bei Messana und begann eine Belagerung der Stadt

Im Sommer 246 v.Chr. traf Memnon bei seinem Vormarsch Richtung Sinope an der galatisch-pontischen Grenze auf eine Vorausabteilung eines pontischen Heeres. Diese wollte sich nach dem Zusammentreffen zurückziehen aber Memnon nahm die Verfolgung auf und stellte die Pontier zur Schlacht. Die etwa 1.100 pontischen Soldaten hatten gegen Memnons 19.500 Soldaten nicht den Hauch einer Chance. Und so endete die Schlacht mit der fast vollständigen Vernichtung der pontischen Truppe. Etwa 950 Soldaten waren gefallen, der Rest floh ziellos vom Schlachtfeld. Memnons Heer erlitt 200 Mann Verluste.

Eurykratides, der immer noch Verwalter der Stadt Messana war, unternahm unterdessen einen Ausfall. Hierbei war er den Römern, die etwa 1.500 Mann aufboten, stark überlegen. Die Römer nahmen, als sie die Absichten Eurykratides’ erkannten, vor den fast 7.000 Soldaten des Bundes Reißaus und zogen sich zurück.

In diesem Sommer wurde auch Iphicrates, der Adoptiv-Sohn von Doros, mit Eos, einer delphischen Prinzessin, verheiratet. Es wurde wieder einmal ein rauschendes Fest gefeiert und die Gunst der Götter für diese Verbindung erbeten.

Wenig später zeigte die Göttin Artemis erneut ihr Wohlwollen gegenüber Sparta, denn dem Eugenius, Sohn des Eumenes, wurde ein Sohn geboren. Dieser erhielt den Namen Agapias.

Jedoch ein halbes Jahr später schienen sich die Götter bereits wieder abgewandt zu haben, denn wieder suchte die Seuche die Stadt Byzantium heim. Diesmal fielen ihr 2.200 Bürger und 600 Soldaten zum Opfer.

Memnon erreichte unterdessen mit seinem Heer die Stadt Sinope. Ein Ultimatum zur kampflosen Übergabe der Stadt lehnten die Pontier ab. Sie fühlten sich hinter ihren Mauern und mit einer 15.000 Mann starken Garnison sicher. So begann Memnon die Belagerung der Stadt.

Im Sommer 245 v.Chr. wurden Trypho und Tyndareus erwachsen und konnten nun in den Dienst Spartas und des hellenischen Bundes treten. Trypho ging nach Thermon zu seinem Vater Antigonos und unterstütze ihn bei der Verwaltung der Stadt. Tyndareus ging nach Syracusae zu seinem Vater Dionysios um dort seine Können zu schulen. Syracusae, das einst von spartanischen Bürgern gegründet worden war, war nun die größte Stadt des Bundes. Sie war sogar größer als Sparta selbst, wurde von einer starken Flotte und einer starken Mauer vor ihren Feinden beschützt. Das die Stadt den Status der Hauptstadt nicht erhielt, obwohl sie es verdiente, lag an ihrer Entfernung zum hellenischen Kernland. Und lange Zeit war sie allerhand Gefahren durch expansionsgierige Völker ausgesetzt. Hier nun absolvierte Tyndareus, der von vielen aufgrund seiner Fähigkeiten als der nächste spartanische König gesehen wurde, seinen Dienst.

Sechs Monate später unterbrach Admiral Endios erneut die Blockade von Capua um ein weiteres Mal eine römische Flotte in der Nähe anzugreifen. Der Sieg gelang, die Römer wurden geschlagen, Admiral Endios verlor etwa 120 Soldaten. Anschließend nahm er die Blockade wieder auf.

Die erneute Belagerung Messanas, durch ein bereits gelandetes Heer, ließ sich dadurch jedoch nicht mehr verhindern. In Syracusae sammelte Tyndareus ein Entsatzherr und verließ die Stadt in Richtung Messana.

Zur gleichen Zeit begann ein pontisches Entsatzheer die Belagerung des Sicherungsforts am Übergang des Flusses Halys. Doros verließ das Belagerungsheer und marschierte mit Verstärkung, etwa 2.200 cretischen Bogenschützen, zum Fort um es zu entsetzen. Dort angekommen attackierte er sofort die Pontier die über 3.500 Mann verfügten. Doros Streitmacht umfasste insgesamt über 4.000 Mann. Die Bogenschützen zahlten sich in der Schlacht aus, denn aufgrund ihrer großen Reichweite konnten die Pontier aufgerieben werden ohne dass es zu eigenen Verlusten kam. Alle pontischen Soldaten wurden getötet. Doros schloß sich nach dem Sieg wieder dem Belagerungsheer von Memnon an.

Die Götter belohnten diesen Sieg auf schnellem Weg mit der Geburt der Klytemnestra, dem ersten Kind des Nicanor.

Im Sommer 244 v.Chr. konnte Tyndareus in die Belagerung Messanas eingreifen, da er die Stadt mit seinen 9.000 Soldaten erreicht hatte, zusammen mit den etwa 10.000 Soldaten von Eurykratides, verfügte der Bund über eine ansehnliche Streitmacht in der Schlacht. Die Römer, geführt von dem amtierenden römischen Prätor Vibius Menenius und dem amtierenden römischen Zensor und ehemaligen Konsul Roms Valerius Poppaeus, zählten über 6.500 Soldaten.


Die Schlacht von Messana im Sommer 244 v.Chr.

Mächtige Krieger von Hellas,

wieder einmal sind euer Mut und euer Können von Nöten, denn es gilt eine unserer Städte vor den römischen Eindringlingen zu retten. Die schwächlichen Abkömmlinge Trojas scheinen zu glauben sie könnten uns standhalten. Anders kann ich mir ihr Verhaaren auf dem Schlachtfeld nicht erklären. Mut kann es nicht sein, denn so etwas besitzen sie nicht. Vielleicht ist es Trotz oder der Wahnsinn der sie befallen hat. Uns kann es gleich sein, denn wir tun unser Werk so oder so.

Nun denn, schicken wir die Römer-Brut zu Hades, der sie bereits erwartet!!!




Rechtzeitig zur Schlacht war auch die Verstärkung aus Messana eingetroffen.







Während sich die Verstärkung passiv verhielt, bildete die Armee von Tydareus eine breite Schlachtlinie aus Hopliten, an den Flanken von Peltasten gesichert, die Bogenschützen hinter der Schlachtlinie postiert, dazu die Reiterei. Die Römer mussten zur Verteidigung ihre Armee aufsplitten. Die Hopliten marschierten in breiter Formation auf die römische Linie zu und durchbrachen diese relativ schnell.



Mitten im Schlachtgetümmel fiel Tyndareus von Sparta. Doch eine Panik ob seines Todes blieb aus. Die Hopliten marschierten weiter und zerschlugen die römischen Linien. Danach wandten sich die Römer zur Flucht nur vereinzelt wurde noch Widerstand geleistet. Der Anführer der Römer entkam.




Schließlich konnte das römische Heer vernichtet werden, doch war der Preis, den die Götter forderten, wieder einmal sehr hoch. Mit Tyndareus starb die große Hoffnung Spartas und Syracusaes auf einen neuen legendären König, der denn Vergleich mit den größten Herrschern der Geschichte nicht scheuen brauchte.

Über den Verlust Tyndareus’ konnte auch die Geburt von Clymere, der Tochter des Eugenius, nicht hinwegtrösten.

Nach dem Rückschlag für die Römer bei Messana zu Lande, sollte auch auf See der entscheidende Angriff nicht lange auf sich warten lassen. Admiral Endios brach im Winter 244 v.Chr. die Blockade erneut ab um die Reste der römischen Flotte ein für alle Mal auf den Grund des Mare Tyrrhenum zu schicken. Er stellte die römische Flotte und vernichtete sie ohne eigene Verluste. Damit war die Herrschaft der Römer im Mare Tyrrhenum endgültig gebrochen und Sizilien sicher vor Invasionen über das Meer.

Unterdessen belagerte eine kleine pontische Streitmacht das Sicherungsfort an der pontisch-cappadozischen Grenze. Wieder rückte Doros zum Entsatz heran und führte die cretischen Bogenschützen mit. Die Pontier zogen sich beim Eintreffen von Doros sofort zurück, dieser aber nahm die Verfolgung auf und stellte die Pontier zur Schlacht. Wieder verbreiteten die Bogenschützen Angst und Schrecken in den pontischen Linien und brachten Tod und Verderben. Bevor alle pontischen Soldaten gefallen waren, flohen die Überreste vom Schlachtfeld. Doros hatte erneut ohne Verluste gesiegt.

Fast schon vorhersehbar brach in diesem Winter wieder die Seuche in Byzantium aus. Ihr sollten in den nächsten Monaten 2.000 Bürger und 900 Soldaten zum Opfer fallen.

Die Götter demonstrierten ebenfalls wieder ihre Uneinigkeit, indem sie dem Eurykratides von Zacynthos einen weiteren Sohn schenkten, der den Namen Maleos erhielt. Die Wege und Absichten der Götter waren für die Sterblichen nur schwer verständlich.

Im Winter 243 v.Chr. kam es an der pontisch-cappadozischen Grenze erneut zur Belagerung des dortigen Sicherungsforts. Doros kam erneut mit Verstärkung, diesmal jedoch nur seine Leibwache, heran und zwang die Pontier die Belagerung abzubrechen und den Rückzug anzutreten. Anschließend verfolgte er die pontische Streitmacht und stellte sie zur entscheidenden Schlacht. Da Doros diesmal über keine Bogenschützen verfügte konnte sein Sieg diesmal nicht ohne eigene Verluste erkämpft werden. Während von den Pontiern nur rund 20 Soldaten den Kampf überlebten, erlitten Doros’ Truppen etwa 140 Mann Verluste.

Noch bevor Doros sich wieder dem Belagerungsheer vor Sinope angeschlossen hatte unternahmen die Pontier, nach dreijähriger Belagerung, einen letzten verzweifelten Ausfallversuch. Der pontische Adlige Dionysos führte über 8.500 Mann in die Schlacht, Memnon verfügte zur Abwehr dieses Ausfalls über rund 18.500 Soldaten.


Die Schlacht um Sinope im Winter 243 v.Chr.



Männer, meine treuen Gefährten,

heute ist der Tag der Rache. Rache für jahrelang anhaltende Angriffe und Plünderungen unserer Städte. Gleich werden sie in Massen aus der Stadt strömen, die Pontier. Doch Massen sind gut, denn so haben unsere Bogenschützen genügend Ziele um ihre Köcher zu leeren. Wir werden ihren Angriff schon zerschlagen bevor er überhaupt beginnen kann. Danach nehmen wir uns die Stadt vor. Die Hauptstadt des pontischen Königreiches wird uns gehören und der Verlust der Stadt wird der Beginn des Untergangs des pontischen Reiches sein.

Rache ist ein Gericht das am besten kalt serviert wird!!!






Aus taktischen Gründen zog Memnon seine Armee auf die nahe gelegene Anhöhe zurück. Die Hopliten bildeten eine breite und tiefe Schlachtlinie, dahinter waren die cretischen Bogenschützen aufgestellt. Die Reiterei hielt sich für den Notfall bereit.











Durch den Beschuß der Bogenschützen verloren die Pontier schon die meisten ihrer Soldaten ehe sie überhaupt die Schlachtlinie erreichten. Diejenigen die durchkamen prallten auf eine bereitstehende Phalanx und stürmten in den Tod. Die wenigen Überlebenden wendeten sich zur Flucht und strömten zurück in die Stadt.













Nach dem der Großteil der pontischen Armee zurückgeschlagen war, konzentrierten die Bogenschützen ihr Feuer auf den Anführer der Pontier, der schließlich unter den Pfeilsalven den Tod fand.







Danach ging Memnon zum Angriff über und ließ die Mauern Sinopes über zwei Belagerungstürme stürmen.



















Mit der Einnahme des Südtores war der Weg frei für die Reiterei. Die wenigen Überlebenden des Ausfalls wurden von der Reiterei niedergemacht.




Der Ausfall brach vor den Mauern schließlich zusammen. Die Verluste der Pontier waren verheerend nur rund 25 Männer entkamen dem Gemetzel. Der Rest lag tot vor den Mauern und in der Stadt. Sinope war gefallen. Memnon hatte in den Kämpfen etwa 1.000 Mann verloren. Etwa 19.000 Bürger der Stadt wurden in die Sklaverei verkauft. Vor die Wahl gestellt schloß sich Sinope dem Bund der Hellenen an.

Doros wurde erhielt kurz nach dem Fall der Stadt Nachricht aus Sparta, dass er erneut Vater geworden war. Artemis hatte ihm eine Tochter geschenkt die den Namen Philomache erhielt.

Memnon erhielt ebenso eine Botschaft. Jedoch nicht über eine Geburt sondern über den Erfolg seines heimtückischen Planes. Vor fast fünf Jahren hatte Memnon, entgegen dem Rat von Doros, beschlossen die Seuche die die Götter nach Byzantium geschickt hatten gegen seine Feinde zu verwenden. Er ließ bereits erkrankte Einwohner Byzantiums durch die pergamonesische Flotte in die römischen Gebiete jenseits des Mare Hadriaticum bringen. Dort breitete sich die Seuche dann rasant aus und befiel auch die römische Stadt Capua. Nun nach vier Jahren des Wütens der Seuche in der Stadt war das Ziel erreicht. Die Familie der Scipionen, den größten Widersachern Memnons, war durch den Tod des letzten männlichen Familienmitgliedes, durch die Seuche, ausgelöscht. Umgehend schickte Memnon eine geheime Nachricht an den Senat in der römischen Hauptstadt Roma. In dieser sicherte er dem Senat zu weiterhin die Abmachung, die einst sein Vater Kleomenes mit dem Senat getroffen hatte, einzuhalten. Dies habe er ja durch die Auslöschung der Scipionen bereits bewiesen. Warum der Senat die Auslöschung der Scipionen gewünscht hatte, wusste Memnon nicht. Er wusste nur dass durch den Vertrag die Eroberung ganz Siziliens ermöglicht wurde und dass der Senat die römischen Familien der Bruti und Iulier davon abhielt gegen den Bund zu Felde zu ziehen. Mehr interessierte ihn daran auch nicht. Der Schutz der Hellenen stand für ihn an erster Stelle.



Kurze Zeit später, im Sommer 242 v.Chr., näherte sich eine Vorausabteilung eines pontischen Heeres der Stadt Sinope. Memnon, durch die Geburt seiner dritten Tochter, die den Namen Deipyle bekam, beflügelt, zog den Pontiern mit etwa 2.900 Mann entgegen. Zuerst zogen sich die Pontier zurück, da Memnon aber nachsetzte waren die Pontier gezwungen sich der Schlacht zu stellen. Memnon kämpfte wie immer in vorderster Linie und trieb mit seiner Leibwache einen Keil in die pontischen Reihen. Der Sieg schien schon erreicht als seine Truppen sahen, dass Memnon von pontischen Sensenstreitwagen umzingelt wurde und sein Pferd schließlich verwundet stürzte und ihn unter sich begrub. Mühsam befreite sich Memnon aus der Klemme, während seine Truppen wutentbrannt in die gegnerische Schlachtlinie stürmten um ihren König zu befreien. Sie hatten ihn schon fast erreicht als ein pontischer Soldat Memnon das Schwert in die Brust stieß. Noch ehe Memnon zu Boden gesunken war hatte er bereits sein Leben ausgehaucht. Von Zorn erfüllt machten Memnons Männer daraufhin den Rest der pontischen Streitmacht nieder. Keiner wurde am Leben gelassen. Die eigenen Verluste betrugen 270 Mann.



Der Tod ihres Königs stürzte Sparta und den Hellenenbund in große Trauer. Memnon genoss allseits hohes Ansehen und war nicht nur auf militärischem Gebiet eine Ausnahmeerscheinung wie einst Alexander der Große. Auch auf dem Gebiet der Verwaltung zeichnete sich Memnon durch großes Können aus. Unter seiner Führung gelangte der hellenische Bund zu einem sagenhaften Reichtum wie ihn einst der große lydische König Kroisos besaß.

Nun war Memnon, getreu dem spartanischen Ideal, wie einst der legendäre Leonidas in der Schlacht gefallen. Die Thronfolge als spartanischer König und als Hegemon des Bundes trat sein Neffe Doros, der Sohn des Antigonos, an. Doros hatte in den letzten fast 20 Jahren an der Seite Memnons gekämpft und hatte sich ebenso seine Meriten verdient wie Memnon selbst. Doros kam nun, da selbst schon annähernd 40 Jahre alt, die Aufgabe zu, das hellenische Reich zu stabilisieren, einen fähigen Nachfolger zu finden und diesem ein intaktes Reich mit einer gefüllten Kriegskasse zu übergeben.

Durch den Unglücksfall rückte die Geburt des dritten Kindes des Eurykratides von Zacynthos in den Hintergrund. Das Kind, ein Sohn, erhielt den Namen Ceas. Wieder trat die Spaltung der olympischen Götter zu Tage. Auf der einen Seite nahmen sie Sparta einen seiner größten Könige, auf der anderen sicherten sie den Bestand des spartanischen Königshauses.

Kein halbes Jahr nach Memnons Tod schickten die Götter wieder den Tod nach Byzantium. 1.800 Bürger und 800 Soldaten starben.

Im Sommer 241 v.Chr. rückte Doros mit seinen Truppen aus Sinope ab um eine, schon lange anhaltende, Rebellion im galatisch-pontischen Grenzgebiet niederzuschlagen und das neu eroberte Territorium zu sichern. Die rund 4.000 Aufständischen hatten jedoch nicht vor sich einem viermal stärkeren Heer aus erfahrenen Soldaten zu stellen. Sie traten den Rückzug an. Doros ließ jedoch keine Gnade walten und verfolgte das gegnerische Heer. Schließlich stellten sich die Rebellen doch zur Schlacht. Sie bezahlten diese Entscheidung schließlich mit der Niederlage und über 3.300 Toten. Doros’ Verluste waren aufgrund des Einsatzes der gefürchteten cretischen Bogenschützen verschwindend gering.

Unterdessen war es im Winter 241 v.Chr. auf Sizilien zu einer Erhebung gekommen. Die Aufständischen sammelten an den Hängen des Etna eine etwa 3.500 Mann umfassende Streitmacht. Der Verwalter von Syracusae, Dionysios, sammelte ein Heer von annähernd 5.000 Soldaten und rückte aus um die Erhebung niederzuschlagen.

Im Sommer 240 v.Chr. kam es zu einem ersten Zusammentreffen der beiden Heere. Doch die Rebellen zogen sich zurück. Sie rechneten allerdings nicht mit dem Nachrücken des Dionysios und sahen sich überraschend zur Schlacht gezwungen. Den geübten Soldaten des Bundes waren die Aufständischen nicht gewachsen. Während Dionysios’ Truppen lediglich etwas über 100 Männer verloren hatten, starben auf Seiten der Rebellen etwa 1.500 Mann.

Zu dieser Zeit erreichten Eumelus, der Sohn Memnons und Perseas, der Sohn Doros’ das Mannesalter und traten ihren Dienst an. Eumelus, der wahrscheinlich an Stelle von Doros zum Thronfolger ernannt worden wäre, wäre sein Vater nicht gefallen, sollte in Sparta bleiben und die Stadt führen. Perseas wurde nun zum offiziellen Thronfolger ernannt und sollte mit seinem Vater zusammen das Heer führen um sein militärisches Können zu schulen.



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