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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Rome Total War-Kampagnengeschichte "Ascensus Romae"
Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

06.03.2008 18:23
RE: Kapitel VI Thread geschlossen

Der Feldzug gegen Alalia



Die Unruhen in den Städten Messana und Syracusae hielten auch in den folgenden Jahren an und eskalierten schließlich in blutigen Kämpfen zwischen Soldaten der Garnisonen und aufgebrachten Einwohnern die wieder unabhängig von Rom sein wollten. In Messana starben dabei 1.596 Bürger und 66 Soldaten der Legio „Consularis Sexta“, in Syracusae 6.288 Einwohner und 372 Soldaten der Legio „Consularis Octava“.

Zu dieser Zeit traf die „Classis Prima“ im Mare Tyrrhenum innerhalb kürzester Zeit auf zwei etruskische Flotte welche sie in beiden Fällen erfolgreich angriff. In der ersten Schlacht wurde die etruskische Flotte vernichtend geschlagen, sie büßte 12 Schiffe und 870 Tote ein. Auf römischer Seite gab es 390 Tote und 72 Verwundete. In der zweiten Schlacht konnten die Etrusker rechtzeitig den Rückzug antreten. 250 Soldaten waren gefallen auf Seiten der Etrusker, 90 Tote und 18 Verwundete gab es bei der „Classis Prima“. Nach diesen Siegen kehrte die Flotte nach Ostia zurück. Dort wurde sie im folgenden Sommer von einem schweren Sturm unvorbereitet getroffen. Zwar ging keines der Schiffe unter, aber unzählige Männer waren über Bord gegangen und ertrunken, von herabstürzenden Segelteilen erschlagen worden oder beim Einholen der Segel von den Masten der Schiffe auf das Deck gestürzt. Nachdem der Sturm vorüber war trieben 3.360 tote Männer im Hafen von Ostia oder lagen in ihrem Blut und mit zerborstenen Knochen auf den Decks der Schiffe.

Nahe Tarentum hatte auch die „Classis Secunda“ ihre Feuertaufe zu bestehen, als sie bei einer Manöverfahrt überraschend auf eine etruskische Flotte aus Ariminum traf. Es entwickelte sich ein schwerer Kampf in dessen Verlauf sich die doch eher unerfahrenen römischen Soldaten durchsetzen konnten. Die Etrusker traten den Rückzug an, bevor eines ihrer Schiffe verloren ging. 2.000 Tote hatte sie dieser Kampf gekostet, die „Classis Secunda“ verlor 2.490 Tote und 456 Verwundete, doch sie trug den Sieg davon.

Auch im Mare Tyrrhenum kam es wieder zu Kämpfen zwischen der römischen und der etruskischen Flotte, als diese erneut begann römische Häfen zu blockieren. Diesmal bedrohten die Etrusker Veii und Ostia. Die „Classis Prima“ lief aus dem Hafen von Ostia aus und griff die Blockadeflotte an. Nach kurzem Kampf zogen sich die Etrusker zurück. 438 Tote hatte es bei den Etruskern gegeben, auf römischer Seite waren die Verluste höher und betrugen 474 Tote und 78 Verwundete. Nun lief die Flotte nach Norden um die Blockade von Veii zu brechen. Bei Sonnenaufgang näherte sich die „Classis Prima“ von Süden her der etruskischen Flotte und ging dabei von einem für die Etrusker überraschenden Angriff aus. Doch schnell zeigte sich, dass man sich täuschte, denn die Etrusker erwarteten die römische Flotte und waren bestens vorbereitet. Der Angriff geriet zum Debakel für die „Classis Prima“, denn die Etrusker ließen sich in eine Falle laufen und nur das freiwillige Ablaufen der etruskischen Schiffe verhinderte die Niederlage. Die Etrusker konnten alle ihre Schiffe in Sicherheit bringen und hatten in den Kämpfen lediglich 800 Mann verloren, die „Classis Prima“ hingegen erlitt verheerende Verluste. 2.412 Tote und 132 Verwundete hatte man zu beklagen, dazu verlor die Flotte 18 ihrer Schiffe, die allesamt untergegangen waren. Die Flotte lief mit Höchstgeschwindigkeit nach Ostia zurück und die Schäden auszubessern und die Verluste zu ersetzen.


* * * * * *


Nachdem der Feldzug gegen Lilybaeum beendet und die Legio „Senatorius Prima“ nach Rom zurückgekehrt war, standen im Senat wieder einmal Veränderungen auf der Tagesordnung bzw. waren schon im Gange oder zum Teil abgeschlossen. Altersbedingt schieden innerhalb von 4 Jahren nacheinander die Senatoren Iulianus Varius Scato, Decius Aemilius Paullus, Aulus Vinicius Prisca, Publius Iulius Macro, Sextus Domitius Thalna, Gaius Publius Flaminius und Secundus Serius Syrus aus.

Die nachfolgenden neuen Senatoren waren Quintus Fabius Marcellus (für Iulianus Varius Scato), Marcus Aemilius Paullus (für Decius Aemilius Paullus), Titus Livius Arrius (für Aulus Vinicius Prisca), Quintus Furius Hortensis (für Publius Iulius Macro), Lucius Caecilius Metellus (für Sextus Domitius Thalna) und Publius Serius Syrus (für Secundus Serius Syrus). Einzig für Gaius Publius Flaminius konnte kein Nachfolger gefunden werden und so blieb sein Sitz unbesetzt.

Mit dem Ausscheiden der Senatoren Decius Aemilius Paullus und Publius Iulius Macro waren die Ämter des Censors und des Princeps Senatus vakant geworden. Deshalb bestand die erste Amtshandlung des nun wieder fast vollständigen Senatscollegiums durch Wahlen diese Stellen zu besetzen.

Für die Wahl zum Censor wurden die Senatoren Aulus Hostilius Mancinus und Marcus Cominius Auruncus vorgeschlagen. Fünf Senatoren stimmten für Auruncus, zwei Senatoren für Mancinus und die anderen vier enthielten sich der Stimme. Damit war Marcus Cominius Auruncus zum Censor gewählt worden.

Für die Wahl zum Princeps Senatus wurden die Senatoren Aulus Hostilius Mancinus, Spurius Iulius Vespasianus und Quintus Furius Hortensis vorgeschlagen, jedoch lehnte Senator Mancinus ab und stellte sich nicht zur Wahl. Er schlug dagegen Lucius Caecilius Metellus für das Amt vor. Fünf Senatoren stimmten für Metellus, zwei Senatoren für Vespasianus und die anderen vier enthielten sich der Stimme. Damit war Lucius Caecilius Metellus zum Princeps Senatus gewählt worden.

Kurz darauf wurde dies auf dem Forum Romanum dem Volk verkündet:


Bekanntmachung des römischen Senates


Bürger von Rom!


Der Senat gibt hiermit die Wahl eines neuen Princeps Senatus bekannt. Der bisherige Princeps Senatus, der ehrenwerte Publius Iulius Macro, ist nach 29 Jahren als Senator, davon 27 im Amte eines Princeps Senatus, aus dem Senat ausgeschieden.

Publius Iulius Macro übte sein Amt gründlich und pflichtbewusst aus und hat zur Größe Roms entscheidend beigetragen.

Durch sein Ausscheiden war es nun notwendig einen neuen Princeps Senatus zu wählen. Zur Wahl stellten sich die Senatoren:

* Lucius Caecilius Metellus
* Spurius Iulius Vespasianus
* Quintus Furius Hortensis

Nachdem der Großteil der Stimmen abgegeben war, hatte Lucius Caecilius Metellus ausreichend Stimmen erhalten um gewählt zu sein.

Lucius Caecilius Metellus wird von nun an bis zu seinem Ausscheiden aus dem Senat das Amt des Princeps Senatus bekleiden.



* * * * * *


Die erste Sitzung des neu gebildeten Senates eröffnete Lucius Caecilius Metellus. Er berichtete von Kriegsvorbereitungen der Griechen, die, seitdem sie das Königreich Makedonien vernichtet hatten, unaufhörlich neue Truppen aushoben. Er äußerte die Befürchtung, Rom könne das Ziel sei, da die Griechen Rache für den Verluste von Tarentum, Crotona, Messana und Syracusae wollten. Er rief dazu auf die Stärke der Griechen nicht zu unterschätzen, v.a. im Hinblick auf die enorme Stärke der spartanischen Truppen. Grund zur Sorge gebe auch das Bündnis der Griechen mit den Etruskern und dagegen müsse Rom vorgehen. Da er aber die Verluste bei einem Unternehmen gegen Arretium oder Ariminum als zu hoch einschätze schlug er einen Angriff auf Alalia vor und ersuchte seine Senatskollegen um Unterstützung.

Marcus Aemilius Paullus hatte den Platz seines Großvaters Decius Aemilius Paullus im Senat eingenommen und nahm nun an seiner ersten Senatsdebatte teil. In einer langen Rede ließ er den Aufstieg Roms Revue passieren und verdeutlichte Roms Stärken. Diese Stärke gelte es zu erhalten um Rom zu einer Großmacht zu machen, die ihresgleichen suche. Der erste Schritt müsse eine Unterwerfung der Etrusker sein, damit schloss er sich offen der Meinung des Senators Metellus an.

Auch der amtierende Erste Konsul Caius Sulpicius Peticus erhob sich um zum Senat zu sprechen. Er informierte die Senatoren darüber, dass auch die letzte vom Quinquevirat in Auftrag gegebene Flotte, die „Classis Tertia“ nun einsatzbereit war und im Hafen von Syracusae lag. Ferner teilte er mit, dass Rom nun in der Lage war größere Schiffe als Triremen zu bauen und durch den Bau des neuen Marinehauptquartiers in Ostia, Rom nun die Möglichkeit hatte zentral gelenkte Flottenoperationen durchzuführen. Dies wolle er denn auch gleich nutzen um das Mare Tyrrhenum in einer groß angelegten Operation von etruskischen Flotten zu säubern. Dazu bedurfte es aber der neuen Schiffstypen und die sollten mit Einverständnis des Senats unverzüglich gebaut und der „Classis Prima“ zugeführt werden, die diesen Schlag gegen die Etrusker ausführen sollte.

Aus den Reihen des Senates kam breite Zustimmung was die Aufstockung der „Classis Prima“ anging. Senator Mancinus erklärte, da es sich um eine gezielt punktuell durchgeführte Verstärkung handelte die auch vor allem dem Schutz des römischen Handels zugute kam, sei seine Zustimmung gewiss. Senator Quintus Fabius Marcellus sicherte seine Unterstützung zu, auch in Hinblick darauf, dass dies ein Zeichen setzen würde, dass Rom nun auch auf den Meeren ernst genommen werden wollte und musste. Quintus Furius Hortensis stimmte ebenfalls zu, die Herrschaft über das Mare Tyrrhenum würde auch Angriffe auf das etruskische Kernland erleichtern. Senator Lucius Caecilius Metellus erklärte sogleich ebenfalls seine Bereitschaft und lobte den Konsul dafür, dass er den Senat um Zustimmung gebeten hatte, obwohl dies nicht notwendig war, da die Flotte und alles was mit ihr in Zusammenhang stand direkt den Konsuln unterstand. Amulius Tullius Longus stimmte als einer der letzten für die Flottenerweiterung. Nachdem der Ausbau nun beschlossene Sache war hielt es Quintus Fabius Marcellus für angebracht in Hinblick auf kommende Operationen deutlich zu machen, dass mit einem Sieg über die etruskischen Flotten auch die Einnahme Corsicas ohne große Verluste durchgeführt werden konnte.

Der Erste Konsul Caius Sulpicius Peticus wandte sich dann nochmals an die Senatoren um sie über die neuesten Finanzentwicklungen zu informieren, die sich seit der Einnahme Lilybaeums ergeben hatten. Mit Karthago wurde über die Händler in Lilybaeum gehandelt, dies brachte der Republik in einem halben Jahr 18.768 Goldstücken Gewinn ein. Mit Hadrumetum handelte Lilybaeum ebenfalls, hier betrug der Gewinn nach einem halben Jahr 13.830 Goldstücke, der Handel mit Caralis brachte 5.754 Goldstücke, damit betrug das Handelsvolumen das allein über Lilybaeum lief 38.352 Goldstücke. Unter Berücksichtigung aller weiteren Einnahmen und Ausgaben erwirtschaftet Lilybaeum allein pro Halbjahr 39.282 Goldstücke für die Republik. Der Barbestand in den Kassen Roms betrug derzeit 126.516 Goldstücke, und einiges mehr an Geld steckte in den umfangreichen Baumassnahmen in den Städten der Republik.

Marcus Aemilius Paullus zeigte sich hocherfreut über die positive Entwicklung der Finanzen und stimmte dem Vorschlag von Senator Marcellus bezügliche eines Schlages gegen Alalia zu. Die Etrusker würde der Verlust der Stadt und des Hafens sicherlich treffen. Damit würde die etruskische Flotte geschwächt werden und auch der eigene Handel eine größere Sicherheit bekommen. Senator Mancinus war überrascht wie stark der Einfluss war, den die Eroberung Lilybaeum mitbrachte. Er erkannte die Richtigkeit dieses Unternehmens in Nachhinein an, da er sich der Stimme bei der Abstimmung enthalten hatte.

Senator Hortensis versicherte Mancinus, dass es zum Zeitpunkt der Abstimmung richtig war nicht für dieses Unternehmen zu stimmen, da die Stadt zu diesem Zeitpunkt noch karthagisch war und erst kurze Zeit später eine Revolte in der Stadt ausbrach. Dass es zu dieser glücklichen Entwicklung kam, hatte man wohl den Göttern zu verdanken. Hortensis machte auch nochmals klar, dass er Operationen im Stile des ursprünglichen geplanten Angriffes gegen das karthagische Lilybaeum nie unterstützen werde und alles tun werde um so etwas in Zukunft zu verhindern. Er sah persönliche Interessen einiger Senatoren in diesem Unternehmen und wollte eine Rechtfertigung der Senatoren die für den Angriff gestimmt hatten, da ja nicht einmal Sextus Domitius Thalna, einer der größten Gegner Karthagos, für den Angriff gestimmt hatte. Doch seine Forderung verhallte ungehört.

Nachdem nur noch gegen die Etrusker Krieg geführt wurde, hatte der Erste Konsul Publius Valerius Poplicola drei Feldzugsvorschläge vorbereitet die alle zu einer mehr oder weniger schweren Schwächung des Etruskischen Städtebundes führen würden. Diese Vorschläge legte er nun dem Senat zur Beratung vor:


Derzeitige politische Situation:

Die Republik ist verbündet:

- mit dem Königreich Ägypten
- mit dem Königreich Parthien
- mit den Stämmen Germaniens
- mit den Stämmen Skythiens
- mit dem Königreich Numidien
- mit dem Königreich Karthago


Die Republik unterhält Handelsbeziehungen:

- mit dem Persischen Reich
- mit den Stämmen Galliens
- mit den Stämmen Dakiens
- mit dem Bosporanischen Reich
- mit den Stämmen Iberiens
- mit den Stämmen Arabiens
- mit den Stämmen Britanniens
- mit dem Bund der Griechischen Städte


Die Republik führt derzeit Krieg mit:

- mit dem Etruskischen Städtebund



Vorschlag 1:













Feldzug gegen die etruskische Stadt Arretium, Einnahme der Stadt und dauerhafte Besetzung durch römische Truppen

Während die Garnison der Stadt nur rund 1.400 Mann umfasst, haben die Etrusker sehr starke Truppenverbände entlang der Grenze zu Rom stationiert. Ob zu Defensiv- oder Offensivzwecken ist unbekannt. In drei voneinander unabhängigen Verbänden stehen insgesamt 13.600 etruskische Soldaten bereit. Bevor man Arretium angreifen kann müssen diese Truppen erst in einer Feldschlacht vernichtet werden. Im Hinterland Arretium haben Speculatores weitere Verstärkungen ausgemacht, zwar sind es nur 2.500 Mann, aber diese gehören zu den etruskischen Elitetruppen und werden vom etruskischen Thronfolger und damit dem Sohn des etruskischen Königs angeführt.

Auch ein Eingreifen der Griechen, die mit den Etruskern verbündet sind, ist zu erwarten. Welche Größenordnung diese Unterstützung haben könnte, ist unbekannt.



Politische Verhältnisse des Etruskischen Städtebundes:

Verbündet mit den Stämmen Britanniens, mit den Stämmen Iberiens, mit dem Griechischen Städtebund

Im Krieg befindlich mit der Römischen Republik und den Stämmen Germaniens


Konsequenzen für die Republik:

keine



Vorschlag 2:





Feldzug gegen die etruskische Stadt Ariminum, Einnahme der Stadt und dauerhafte Besetzung durch römische Truppen.

Dieser Feldzug birgt, wie auch ein Feldzug gegen Arretium, ein gewisses Risiko weil er das etruskische Kernland zum Ziel hat. Ariminum verfügt über eine Garnisonsstärke von 9.000 Mann die vom etruskischen König höchst selbst befehligt werden. Zwar könnte ein Angriff auf die Stadt schnell erfolgen in dem man die etruskischen Grenztruppen umginge, aber bestünde die Möglichkeit, dass diese im Eilmarsch heranrücken und der Legion in den Rücken fallen.

Auch ein Eingreifen der Griechen, die mit den Etruskern verbündet sind, ist zu erwarten. Welche Größenordnung diese Unterstützung haben könnte, ist unbekannt.


Politische Verhältnisse des Etruskischen Städtebundes:

Verbündet mit den Stämmen Britanniens, mit den Stämmen Iberiens, mit dem Griechischen Städtebund

Im Krieg befindlich mit der Römischen Republik und den Stämmen Germaniens


Konsequenzen für die Republik:

keine


Vorschlag 3:





Angriff auf die etruskische Stadt Alalia auf der Insel Corsica, Einnahme der Stadt und dauerhafte Besetzung durch römische Truppen.

Auf der Insel Corsica haben die Etrusker etwa 3.000 Mann in der Stadt Alalia stationiert. Ein Angriff auf Corsica wäre eine „kleine“ Lösung im Krieg gegen den Etruskischen Städtebund und hätte wahrscheinlich keine direkten Auswirkungen auf die Bedrohung der Nordgrenze.


Politische Verhältnisse des Etruskischen Städtebundes:

Verbündet mit den Stämmen Britanniens, mit den Stämmen Iberiens, mit dem Griechischen Städtebund

Im Krieg befindlich mit der Römischen Republik und den Stämmen Germaniens


Konsequenzen für die Republik:

keine


Derzeitige Stärke der Flotte der Republik:

„Classis Prima“ (Ostia)

6 Corvus-Quinquiremen mit 1.200 Mann Besatzung
12 Quinquiremen mit 2.400 Mann Besatzung
54 Triremen mit 6.480 Mann Besatzung
24 Biremen mit 1.920 Mann Besatzung

Gesamtstärke: 96 Kriegsschiffe mit 12.000 Mann Besatzung


„Classis Secunda“ (Tarentum)

54 Triremen mit 6.480 Mann Besatzung
36 Biremen mit 2.880 Mann Besatzung

Gesamtstärke: 90 Kriegsschiffe mit 9.360 Mann Besatzung


„Classis Tertia“ (Syracusae)

54 Triremen mit 6.480 Mann Besatzung
36 Biremen mit 2.880 Mann Besatzung

Gesamtstärke: 90 Kriegsschiffe mit 9.360 Mann Besatzung


Gesamtstärke der Flotte der Republik:

276 Kriegsschiffe mit 30.720 Mann Besatzung

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




Beiträge: 9.697

06.03.2008 18:28
#2 RE: Kapitel VI Thread geschlossen

Derzeitige Stärke der Armee der Republik:

Legio "Senatorius Prima"

966 Mann Extraordinarii (2 Alen)
2.916 Mann Principes (3 Kohorten)
1.944 Mann Velites (2 Kohorten)
972 Mann Triarier (1 Kohorte)
1.944 Mann Sagitarii (2 Kohorten)
1.944 Mann Hastati (2 Kohorten)
732 Mann Equites (1 Ala)
984 Mann Sondertruppen (2 Kohorten)
660 Mann Hilfstruppen-Kavallerie (1 Ala)
1.944 Mann Hilfstruppen-Infanterie (2 Kohorten)
24 schwere Onager mit 396 Mann Besatzung

Gesamtstärke: 15.402 Mann (14 Kohorten, 4 Alen)


Legio "Consularis Prima" (Roma)

1.944 Mann Principes (2 Kohorten)
2.916 Mann Velites (3 Kohorten)
972 Mann Triarier (1 Kohorte)
1.944 Mann Sagitarii (2 Kohorten)
3.888 Mann Hastati (4 Kohorten)
2.196 Mann Equites (3 Alen)
17.484 Mann Hilfstruppen-Infanterie (17 Kohorten)
18 Mann Hilfstruppen-Kavallerie (1 Ala)
24 Ballisten mit 300 Mann Besatzung

Gesamtstärke: 31.662 Mann (29 Kohorten, 4 Alen)


Legio "Consularis Secunda" (Tarentum)

1.944 Mann Principes (2 Kohorten)
1.944 Mann Velites (2 Kohorten)
972 Mann Triarier (1 Kohorte)
1.944 Mann Sagitarii (2 Kohorten)
1.944 Mann Hastati (2 Kohorten)
1.464 Mann Equites (2 Alen)

Gesamtstärke: 10.212 Mann (9 Kohorten, 2 Alen)


Legio "Consularis Tertia" (Capua)

1.944 Mann Principes (2 Kohorten)
1.944 Mann Velites (2 Kohorten)
972 Mann Triarier (1 Kohorte)
1.944 Mann Sagitarii (2 Kohorten)
1.944 Mann Hastati (2 Kohorten)
1.464 Mann Equites (2 Alen)

Gesamtstärke: 10.212 Mann (9 Kohorten, 2 Alen)


Legio "Consularis Quarta" (Veii)

318 Mann Extraordinarii (1 Ala)
1.944 Mann Principes (2 Kohorten)
1.944 Mann Velites (2 Kohorten)
972 Mann Triarier (1 Kohorte)
1.944 Mann Sagitarii (2 Kohorten)
1.944 Mann Hastati (2 Kohorten)
1.464 Mann Equites (2 Alen)

Gesamtstärke: 10.530 Mann (9 Kohorten, 3 Alen)


Legio "Consularis Quinta" (Crotona)

318 Mann Extraordinarii (1 Ala)
1.944 Mann Velites (2 Kohorten)
972 Mann Triarier (1 Kohorte)
1.944 Mann Hastati (2 Kohorten)
1.464 Mann Equites (2 Alen)

Gesamtstärke: 6.642 Mann (5 Kohorten, 3 Alen)


Legio "Consularis Sexta" (Messana)

318 Mann Extraordinarii (1 Ala)
1.944 Mann Principes (2 Kohorten)
1.944 Mann Velites (2 Kohorten)
972 Mann Triarier (1 Kohorte)
1.944 Mann Sagitarii (2 Kohorten)
1.944 Mann Hastati (2 Kohorten)
1.464 Mann Equites (2 Alen)

Gesamtstärke: 10.530 Mann (9 Kohorten, 3 Alen)


Legio "Consularis Septima" (Cannae)

306 Mann Extraordinarii (1 Ala)
1.944 Mann Velites (2 Kohorten)
1.944 Mann Sagitarii (2 Kohorten)
1.944 Mann Hastati (2 Kohorten)
1.464 Mann Equites (2 Alen)

Gesamtstärke: 7.602 Mann (6 Kohorten, 3 Alen)


Legio "Consularis Octava" (Syracusae)

306 Mann Extraordinarii (1 Ala)
1.944 Mann Principes (2 Kohorten)
1.944 Mann Velites (2 Kohorten)
972 Mann Triarier (1 Kohorte)
1.944 Mann Sagitarii (2 Kohorten)
1.944 Mann Hastati (2 Kohorten)
1.464 Mann Equites (2 Alen)

Gesamtstärke: 10.518 Mann (9 Kohorten, 3 Alen)


Legio "Consularis Nona" (Lilybaeum)

1.944 Mann Principes (2 Kohorten)
972 Mann Velites (1 Kohorte)
972 Mann Triarier (1 Kohorte)
1.944 Mann Sagitarii (2 Kohorten)
1.944 Mann Hastati (2 Kohorten)

Gesamtstärke: 7.776 Mann (8 Kohorten)


Gesamtstärke der Armee der Republik:

121.086 Mann (107 Kohorten, 27 Alen)


Ich bitte nun den Senat um eine Entscheidung.



Senator Mancinus nahm als erster das Rederecht in Anspruch. Er erklärte, erst müssen die Etrusker vollständig unterworfen sein bevor es Frieden geben könne. Zudem sprach die Stationierung starker etruskischer Verbände an den Grenzen zur Republik eine klare Sprache. Jedoch erachtete er es als falsch genau in diese Truppenansammlungen hinein anzugreifen. Vielmehr sollte man erst einmal die um das etruskische Kernland liegende Städte und Provinzen erobern. Corsica war so eine Provinz und eine Eroberung dürfte für die Truppen ein Leichtes sein. Er erklärte seine Zustimmung für dieses Unternehmen.

Publius Serius Syrus, der kürzlich den Sitz seines Großvaters Secundus im Senat übernommen hatte, ergriff nun das Wort. Er erläuterte, dass aufgrund des wahrscheinlichen Eingreifens der Griechen, welches auch in den Feldzugsplänen festgehalten worden war, es sinnvoller wäre gegen die Griechen im Norden des Etruskerlandes vorzugehen und ihnen damit die Möglichkeit zu nehmen den Etruskern zu Hilfe zu eilen. Ferner musste verhindert werden, dass sich die Griechen dauerhaft niederließen. Er erbat vom Ersten Konsul Auskunft über die Stärke der Griechen in Genau und Mediolanum und ersuchte seinen Vorschlag ebenfalls zu den Feldzugsplänen hinzuzunehmen. Der Erste Konsul erhob sich um Senator Syrus zu antworten. Er erinnerte daran, dass man mit den Griechen erst kürzlich einen Handelsvertrag und eine Neutralitätsvereinbarung getroffen habe, dies auf Druck Karthagos, und ein Angriff zwangsläufig Karthago zwingen würde sich zu einer Seite zu bekennen. Wenn Rom den Krieg beginne könne es durchaus sein, dass sich Karthago auf die Seite der Griechen stelle, zumal sie nun keinen Grund mehr für Krieg gegeneinander hatten seit Rom Sicilia erobert hatte. Er sicherte Syrus zu, Kundschafter auszusenden um genaue Truppenstärken in Erfahrung zu bringen. Bisher sei nur bekannt, dass Massilia, Genua, Mediolanum, Segestica und Salona griechische Städte waren, und Patavium mittlerweile etruskisch war. Dadurch war Rom vollkommen isoliert. Das von Syrus vorgeschlagene Unternehmen hätte zur Folge, dass die römischen Truppen in jedem Fall von Gegnern umzingelt sein würden und auch von jedwedem Nachschub abgeschnitten und zum Siegen verdammt wären, ansonsten drohte ihnen der Untergang.

Senator Syrus war erschüttert über die Informationen die ihm der Erste Konsul mitteilte, dass die Griechen in den letzten Jahren, als Rom im Süden beschäftigt war, so umtriebig gewesen waren, überraschte ihn sichtlich. Auch die vermuteten Truppenzahlen waren wenig erbaulich, wenn auch nicht übermäßig stark. In Genua 2.000 Mann als Garnison, in der Nähe der Stadt weitere 1.700 Mann. In Mediolanum 4.000 Mann, an der Grenze dieser Provinz außerdem weitere 3.000 Mann. Damit verfügen die Griechen mindestens über annähernd 11.000 Mann zur Abwehr des Angriffs. In kurzer Zeit konnten die Griechen auch aus Segestica Unterstützung erhalten, wo noch mal 2.400 Mann bereit standen.












Senator Lucius Caecilius Metellus, ein ausgewiesener Kenner der Griechen, ergriff das Wort. Er lehnte ein Unternehmen gegen die Griechen ab, da es in einem Desaster enden würde, denn die militärische Stärke der Griechen durfte nicht unterschätzt werden. Hingegen eine kleinere Operation wie gegen Alalia war klar zu favorisieren und er würde Seantor Mancinus mit seinem Ansinnen unterstützen.

Marcus Cominius Auruncus, ebenfalls ein Intimus der Griechen bezog jedoch eine gegensätzliche Meinung, es plädierte dafür die Griechen anzugreifen wo es nur möglich war. Er forderte explizit die endgültige Vernichtung der Griechen, je früher man damit anfange um so eher sei man dieses Problem los. Im Krieg müsse man halt auch Risiken eingehen wenn man siegen wollte, jedoch vertraue er auf die Erfahrung und Stärke der Legio „Senatorius Prima“. Auch wäre eine Abschneidung der Truppen nicht zwangsläufig, wenn man zuerst Genua angreifen würde, denn dann könnte die Flotte die Versorgung der Legion sichern. Danach konnte man sich um Mediolanum kümmern und die jenseits der Alpen liegende Stadt Massilia von den restlichen griechischen Besitzungen trennen. Er schlug außerdem vor mit den Galliern ein Bündnis zu schließen und sie bei einem Angriff auf Massilia zu unterstützen

Senator Longus warnte davor die eigenen Kräfte zu zersplittern und riet sich auf einen Gegner zu konzentrieren. Da man nun angefangen hatte die Etrusker auf dem Meer zu bekämpfen sollte man dies auch zu Lande tun. Quintus Furius Hortensis hielt einen Angriff auf Genua und Mediolanum für zu risikoreich und sprach sich dafür aus erst einmal Alalia zu erobern. In der Zwischenzeit sollte man weitere Truppen zur Verstärkung ausheben ehe man ins etruskische Kernland vordringe. Auch sprach er sich gegen einen erneuten Kampf mit den Griechen aus, auch weil die römische Flotte im Mare Hadriaticum zu schwach war um die römische Küste vor einer Invasion der Griechen abzusichern.

Marcus Aemilius Paullus erhob sich. Sein Blick ging durch die Reihen der Senatoren ehe er seine Rede begann. Er gab seinem Vorredner Syrus Recht, dass die griechischen Eroberungen überraschend und gefahrvoll sind, jedoch sollte man sich erst mit dem naheliegendsten Problem beschäftigen und das waren die Etrusker. Diese mussten vernichtet oder in ein Protektorat gezwungen werden. Er hielt es für sinnvoll die Etrusker an ihrem schwächsten Punkt anzugreifen und das war Alalia, deshalb stimmte er für diesen Angriff. Nun nahm Marcus Aemilius Paullus wieder Platz und wartete die folgenden Wortmeldungen der anderen Senatoren ab. Amulius Tullius Longus, Quintus Fabius Marcellus, Spurius Iulius Vespasianus und Titus Livius Arrius schlossen sich mit ihren Stimmen ebenfalls einem Angriff auf Alalia an. Und so erging der Befehl des Senats zum Angriff auf Alalia


* * * * * *


Die erst kürzlich in Dienst gestellte „Classis Tertia“ hatte derweil ihren ersten Kriegseinsatz. Die Etrusker verlagerten ihre Flottenaktivitäten in die sicilischen Gewässer und errichteten dabei auch eine Blockade, die den Hafen von Lilybaeum sperrte, woraufhin die „Classis Tertia“ Anker auf machte und nach Lilybaeum segelte. Dort kam es dann zur Schlacht mit der Blockadeflotte der Etrusker in deren Verlauf die Etrusker sich zurückzogen. Rund 750 etruskische Soldaten starben bei den Kämpfen, auf römischer Seite ließen 786 Mann ihr Leben, weitere 144 wurden verwundet.

Derweil stießen auch die beiden neuen Offiziere zur Legio „Senatorius Prima“ die die Posten des Praefectus Extraordinarii und des Tribunus Laticlavius einnehmen sollten: Amulius Metilius Scaevola und Tertius Papirius Durio. Scaevola war der Nachfolger für Flavius Sergius Catilina und Durio der Nachfolger von Secundus Iulius Bamballio. Acidinus kannte Durio noch aus seiner Zeit als Tribunus Laticlavius bei der Legio „Consularis Sexta“. Zu dieser Zeit war Durio als Immunes dort im Dienst. Später trafen sich beide erneut als Acidinus als Tribunus Laticlavius bei der Legio „Consularis Tertia“ diente und Durio zu dieser Zeit als Centurio bei der Legion war.







Kur darauf traf auch der neue Feldzugsbefehl des Senats ein, das Ziel war Alalia, und Acidinus rief seine Offiziere ins Praetorium zur Besprechung. Kurz umriss er das Einsatzziel und gab die Truppenstärke der etruskischen Garnison, rund 3.000 Mann, den Truppenführern bekannt, im Anschluss bat er um Vorschläge zum Vorgehen der Legion.

Appius Aufidius Comitianus schlug vor auf dem schnellsten Weg nach Corsica überzusetzen und eine Belagerung des Ortes Alalia zu beginnen. Nach dem Bau von ausreichend Belagerungsgerät, sollte dann gestürmt werden. Er zog auch in Betracht durch die Entsendung von Speculatores die Stadt mit geöffneten Toren vorzufinden. Auch sollte die „Classis Prima“ die Gewässer um Corsica sichern und eine mögliche Landung von etruskischen Entsatztruppen vereiteln.

Secundus Cispius Iovius war ob der Formulierung des Senatsbefehl verstimmt, denn auf Corsica gab es wenig zu erbeuten und sollte man das wenige was die armen Bauern dort hatten etwa auch noch mitnehmen. Das konnte nicht das Ziel sein. Überhaupt sah Iovius in diesem Feldzug eine ernstere militärische Übung aber keineswegs ein wirklich schwieriges Unternehmen. Gefahr könnte nur drohen wenn die Etrusker noch Truppen nach Corsica verlegen würden und deshalb müsse man schon auf alles vorbereitet sein und auch dementsprechend handeln. Er schlug einen sofortigen Angriff vor nachdem die Onager die Palisade des Ortes an mehreren Stellen geöffnet hätten. Es konnte durchaus sein, dass die etruskische Garnison dann schon aufgeben würde, falls sie das nicht täte würde man halt des Soldaten blutiges Handwerk verrichten müssen. Decimus Fabius Maximianus, Befehlshaber der II. und III. Kohorte, schloss sich der Meinung des Primus Pilus Iovius an.

Unangekündigt betrat der Praefectus Alae Titus Fabius Sulla humpelnd und in Verbände gehüllt das Praetorium. Die Langeweile im Valetudinarium hatte ihn getrieben der Besprechung beizuwohnen. In Ermangelung einer richtigen Aufgabe im kommenden Feldzug beantragte er dass seine Ala nicht am Feldzug teilnehmen musste, stattdessen wollte er Kundschafteroperationen ins Gebiet der Etrusker unternehmen.

Nachdem Acidinus den Vorschlägen der Offiziere zugehört hatte fiel ihm ein, dass er die beiden neuen Legionsoffziere noch gar nicht vorgestellt hatte und holte dies umgehend nach. Dann antwortet er dem Iovius indem er ihn in seiner Meinung unterstützte, aber die Unsinnigkeit des Befehls mit dem für Politiker typischen weltfremden Denken entschuldigte, er vermutete die Senatoren sahen in Alalia eine Goldgrube. Aber die Legion sei auch nicht dafür zuständig für Politiker zu denken, sondern allein für die Eroberung der vom Senat vorgegebenen Ziele. Der Rest war Sache des Senats. Schließlich wandte er sich Titus Fabius Sulla zu und genehmigte dessen Antrag.

Tertius Papirius Durio, der neue Praefectus Extraordinarii, der mit Caius Manlius Acidinus schon einige Jahre in der gleichen Legion gedient hatte und nun für dessen Schutz auf dem Schlachtfeld verantwortlich war, brachte seine Freude zum Ausdruck nun in der besten Legion Roms zu dienen. Was das Ziel des Unternehmens anging zeigte er sich weniger erfreut, äußerte sich sogar dahingehend, dass seine beiden Alen ohne weiteres die Stadt allein einnehmen könnte.

Auch der zweite neue Offizier Amulius Metilius Scaevola, der nun als Tribunus Laticlavius und Stellvertreter des Acidinus dienen würde, brachte ähnliches vor. Die Eroberung der Stadt brächte keinen Ruhm, da die Stadt zu klein sei und die Verteidiger so wenige. Man müsse die Stadt erobern ohne einen einzigen Soldaten zu verlieren. Die Onager und die Bogenschützen sollten die Garnison niederschießen. Die Legion könnte sich derweil etwas in Leibesertüchtigung ergehen. Alles andere sei diesem Auftrag unangemessen.

Acidinus entnahm den bisherigen Vorschlägen eine allgemeine Handlungsweise, die darin bestand nach Corsica überzusetzen und unverzüglich den Angriff auf Alalia zu starten. So hatte er ebenfalls vorgehen wollen. Er forderte Offiziere mit anderen Meinungen auf diese nun zu äußern, wenn es sie den gäbe, ansonsten würde die Legion am folgenden Morgen nach Ostia abrücken um an Bord der „Classis Prima“ zu gehen.

Nun äußerte sich Numerius Caecina Lartius, Befehlshaber der Sondertruppen, dahingehend, dass er ebenfalls mit seiner Einheit zurückbleiben wollte, da es auch für seine Männer nichts zu tun gäbe auf dem Feldzug. Ein intensives Training schien ihm in dieser Zeit angemessener und sinnvoller. Auch diesem Antrag stimmte Acidinus zu. Als einer der letzten Offiziere gab Tomulus Bombadillus, der Praefectus Evocati, seine Ansichten bekannt. Für diesen, wie er es nannte, Spaziergang, sollte man die Rekruten losschicken, unterstützt von einer erfahrenen Infanteriekohorte, gerne auch seiner XII. Die gesamte Legion für die Einnahme Alalias einzusetzen war seiner Meinung nach unnötig.

Scaevola beantragte nun auch noch, nicht alle Einheiten der Legion an der Schlacht selbst teilnehmen zu lassen. Diesem Antrag folgend wurden die I.römische Ala, die VIII. und IX.Kohorte, sowie die XIII. und XIV.Kohorte als taktische Reserve zurückgestellt, ebenso die I.Kohorte und da sich Publius Aurelius Cato auf Heimaturlaub befand entschloss sich Acidinus das Kommando über die Bogenschützenkohorten persönlich zu übernehmen.


* * * * * *

Luca Iulius Cinna Magnus Offline




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06.03.2008 18:35
#3 RE: Kapitel VI Thread geschlossen





Der vom Stab ausgearbeitete Plan sah den Angriff der II. und III.Kohorte auf das Westtor vor.





Die XII.Kohorte sollte das Osttor einnehmen, während der Großteil der Truppen, die I. und II.Ala der Extraordinarii, sowie die IV., V., VI. und VII. Kohorte, das Südtor einnehmen sollten.





Die XII.Kohorte erreichte als erster Truppenteil das Ziel. Schnell war das Osttor in römischer Hand.





Während sich die Lage auch am Südtor ebenso positiv entwickelte, handelte die XII.Kohorte entgegen ihren Befehlen und marschierte ins Stadtzentrum.





Unterdessen fiel der gegnerische Garnisonskommandant unweit des Südtores im Kampf.





Im Stadtzentrum wurde die XII.Kohorte in schwere Kämpfe verwickelt.





Die I. und II.Ala der Extraordinarii hatte inzwischen den Befehl zum Angriff ins Stadtzentrum erhalten um die XII.Kohorte aus ihrer brenzligen Situation zu befreien.





Den gleichen Befehl hatten die II. und III.Kohorte am Westtor ebenfalls erhalten. Auch diese Kohorten wurden in Kämpfe verwickelt, da der Angriff zu früh erfolgte.





Mittlerweile hatten die Extraordinarii die XII.Kohorte erreicht und griffen in den Kampf ein.





Schnell war dann der Kampf an dieser Stelle gewonnen.





Einzig am Westtor gab es noch Kämpfe, da die Etrusker dort immer noch den Angriffen der II. und III.Kohorte standhielten und diese abwehrten.





Erst der Angriff der I.Ala der Extraordinarii in den Rücken der etruskischen Truppen brachte die Entscheidung.






Die Schlacht nahm schließlich einen ganz und gar ungeplanten Verlauf, da der Praefectus Evocati Tomulus Bombadillus mit seiner Kohorte entgegen dem Plan ohne Unterstützung ins Stadtzentrum vorrückte und die dort stehenden etruskischen Truppen angriff. Die Konsequenz war das andere Truppen ebenfalls übereilt vordringen mussten und am Ende die Verluste bedeutend höher waren als veranschlagt. Alle 2.904 etruskischen Soldaten fanden in der Schlacht den Tod. Demgegenüber betrugen die eigenen Verluste 792 Tote und 138 Verwundeten. Unter den Verwundeten befand sich Tertius Papirius Durio, der Praefectus Extraordinarii, der nun im Valetudinarium lag. Ehe sich Acidinus mit diesem Problem beschäftigen wollte, musste er erst einige Dinge in die Wege leiten, u.a. ließ er die I.Hilfstruppen-Ala, sowie die Sondertruppen nach Corsica übersetzen und vereinte die Legion wieder, ferner ordnete er die Aushebung einer neuen Legion an, die als Garnison auf Corsica bleiben sollte: die Legio „Consularis Decima“.

Nachdem dann alle Truppen und ihre Offiziere in Alalia angekommen waren, rief sie Acidinus ins Praetorium um über den Vorfall während der Schlacht um Alalia zu sprechen. Acidinus wollte von Bombadillus wissen warum dieser vorschnell in die Stadt gestürmt war und sich ohne Unterstützung in den Kampf gestürzt hatte, obwohl weder das Südtor noch das Westtor in römischer Hand waren. So war er, Acidinus, gezwungen der II. und III.Kohorte am Westtor verfrüht den Angriffsbefehl zu geben und mit allen Extraordinarii durch das Südtor zu stürmen, um durch die Ansammlung des Feindes, das Stadtzentrum zu erreichen und die XII.Kohorte zu unterstützen. Acidinus wollte es nun seinen Offizieren überlassen wie weiter verfahren werden sollte.

Tertius Papirius Durio war aus dem Valetudinarium zum Praetorium geeilt um an Bombadillus die Frage zu stellen, ob dieser denn den Verstand verloren habe. Er erkannte zwar den Mut und Tapferkeit der Evocati an, aber ihr Leichtsinn konnte vielen den Tod bringen wie eben in dieser Schlacht. Und aller Mut und Tapferkeit hätten den Evocati im Kampf gegen überlegene Truppen nicht genutzt wenn nicht Durio und seine Extraordinarii herbeigeeilt wären. Dabei mussten sie frontal in die wartenden Speere der Etrusker reiten und erlitten dabei einige Verluste. Waghalsigkeit oblag nicht den Evocati und deren Offizier sondern einzig den Extraordinarii, den sie waren darin ausgebildet solche Kämpfe zu bestehen und verfügten auch über die notwendige Erfahrung in dieser Art von Kampf, zumal sich berittene Truppen leichter und schneller vom Feind lösen konnte als die Infanterie dazu in der Lage war.

Decimus Fabius Maximianus griff Bombadillus ebenfalls scharf an. Fast 800 Mann waren gefallen für eine Siedlung die nicht einmal diesen Namen verdiente, darunter auch viele Männer der II. und III.Kohorte, deren Befehlshaber Maximianus war. Denn diese mussten ebenfalls in wartende etruskische Truppen hineinstürmen um zum Stadtzentrum zu kommen. Auch Maximianus war sicher, dass die Evocati verloren gewesen wären, hätten seine Männer nicht auf Befehl des Legatus angegriffen. Maximianus zeigte sich sichtlich enttäuscht und wütend und forderte, dass Bombadillus für sein Verhalten zu bestrafen sei.

Als nun Titus Fabius Sulla, der Praefectus Alae, und zum Zeitpunkt der Schlacht viele Meilen entfernt, seine Kameraden aufrief Bombadillus in Ruhe zu lassen und lieber auf den Sieg zu trinken, denn man habe ja schließlich gesiegt, verlor der Tribunus Laticlavius Scaevola die Geduld. Er kritisierte Sulla für seine Worte, zu denen er auch nicht berechtigt war, da er weit weg von den Ereignissen weilte und auch nicht sein Leben riskieren musste um die XII.Kohorte zu retten. Scaevola fordert im gleichen Atemzug ein Militärtribunal gegen Tomulus Bombadillus, da sich dieser einer schweren Pflichtverletzung während der Schlacht um Alalia schuldig gemacht habe.

Sulla ging auf die Zurechtweisung durch seinen vorgesetzten Offizier ein und verbat sich solche Worte gegen seine Person und seine Einheit, vor allem den Vorwurf der Feigheit, zumal der ganze Vorgang mit dem Legatus abgesprochen war. Ferner legte er den anderen Offizieren nahe von einem Tribunal abzusehen, auch im Hinblick auf die Moral der Evocati. Amulius Metilius Scaevola ließ sich die Worte Sullas nicht gefallen und entgegnete dass Sulla gut beraten wäre die Grenzen nicht zu überschreiten. Sein Verhalten nehme das seiner Männer, Barbaren aus dem Norden, an und Sulla beginne seine römische Erziehung zu vergessen. Er könnte sich schnell neben Bombadillus vor einem Tribunal wieder finden, wegen ungebührlichem Verhalten gegenüber einem vorgesetzten Offizier. Die Begründung für die Nichtteilnahme am Feldzug, die Anstrengungen der Schlacht um Syracusae seien immer noch nicht überwunden, wischte Scaevola beiseite, schließlich lägen zwischen Syracusae und Alalia dreizehn Jahre, und sprach der Ala des Sulla die Kriegstauglichkeit ab, besser wäre es sie als Sklaven zur Feldarbeit einzusetzen. Und es sei umhin eine Tatsache an der nicht zu rütteln sei, die I.Hilfstruppen-Ala war fern des Kampfes und in Sicherheit. Und wenn der Legatus ihren Einsatz nicht forderte, bewies das nur, dass die Legion sehr gut auf die Ala verzichten konnte. Wenn Sulla und seiner Männer Mumm in den Knochen gehabt hätten, hätte Sulla auf einen Einsatz bestehen müssen.

Sulla tadelte im Gegenzug Scaevola für seine, in Sullas Augen, schlechte Erziehung und meinte er schäme sich Römer zu sein, wenn sich Scaevola als Römer bezeichnete. Zudem bezeichnete er das Verhalten der Tribunalsandrohung und der Heranziehung der römischen Militärhierarchie als Schwäche. Auch zeugten die Äußerungen von Scaevola gegenüber den Hilfstruppen von Arroganz und seien ganz und gar unrömisch, durch diese an den Tag gelegte Dekadenz würden die Moral und die Kampfbereitschaft sowie der Zusammenhalt der Legion leiden. Scaevola schlug zur Überraschung aller dann einen gänzlich ungeahnten Weg ein, der aber durchaus in seiner Zuständigkeit lag. Er teilte Sulla mit, dass er Recht habe, ein Tribunal gegen ihn würde nichts bringen, außer einer Beleidigung der Richter, daher wählte er einen besseren Weg. Er würde die Auflösung der I.Hilfstruppen-Ala in die Wege leiten und Sulla würde in Kürze versetzt werden. Damit hatte Scaevola für Ruhe gesorgt und da Acidinus als Legatus seinem Tribunus Laticlavius nicht widersprach oder dessen Ankündigung zurücknahm, wussten alle Offiziere dass Acidinus voll hinter Scaevola stand und damit das Ende der I.Ala beschlossen war.

Deshalb ging Tertius Papirius Durio auch nicht auf den Disput der beiden Offiziere ein, sondern kehrte zum Grund der Besprechung zurück. Er sprach sich gegen ein Tribunal aus, weil in seinen Augen wirklich damit zu rechnen war, dass der Zusammenhalt innerhalb der Legion Schaden nehmen konnte. Vielmehr sollte man sich wieder auf den Kampf gegen die Etrusker besinnen. Iovius, der Primus Pilus, war der Meinung man solle abwarten wie sich Bombadillus dazu äußern würde. Erst dann sollte man entscheiden welche Maßnahmen zu ergreifen seien, vor allem sollte der gesamte Vorgang innerhalb der Legion geregelt werden.

Acidinus gab dem Primus Pilus recht, ein Tribunal wäre durchweg ausreichend, ein Militärgerichtsprozess auf dem Forum Romanum würde der Sache mehr Aufmerksamkeit bescheren als sie wert war.

Alles wartete nun auf die Worte des Bombadillus. Dieser war nun auch gewillt sich zu verteidigen. Er erklärte dass er während der Schlacht eine günstige Gelegenheit erkannt habe und diese nutzen wollte, als er mit seinen Männern ins Zentrum stürmte. Er und seine Männer waren der festen Überzeugung den Kampf allein bestehen zu können. Da der Weg ins Stadtzentrum frei war, lag es nahe vorzurücken. Auch habe er dem Legatus einen Boten geschickt um die Genehmigung zum Angriff einzuholen, da dieser Bote aber nicht mehr zurückkehrte, entschloss er sich auf eigene Initiative zu handeln, wie jeder andere Offizier wohl auch.

Acidinus wollte nun abwarten ob der Stab entschied ein Tribunal abzuhalten oder ob Bombadillus mit einem blauen Auge aus der Sache kam. Vorsorglich hatte er aber schon die Zusammensetzung des Tribunals beschlossen: neben ihm selbst und Amulius Metilius Scaevola, der das Tribunal beantragt hatte, würden drei weitere Offiziere dem Tribunal angehören. Es waren dies: Decimus Fabius Maximianus als weiterer direkt beteiligter Offizier, sowie Amulius Marcius Acilianus und Secundus Cispius Iovius, die nicht an der Schlacht teilgenommen hatten.


* * * * * *





Wenige Wochen später traf die Nachricht vom Sieg über Alalia im Senat ein. Aber die Zahlen waren ernüchternd, Alalia war am Boden, die Etrusker hatten es bis auf das Letzte ausgepresst. Es würde Jahre dauern bis Rom die Provinz wieder in Schuss gebracht hatte und es würde einiges an Geld kosten.

Im Senat war die Enttäuschung greifbar, nur Quintus Fabius Marcellus und Quintus Furius Hortensis sahen einen positiven Aspekt, der Rest der Senatoren blieb stumm.


* * * * * *


Im Legionslager vor den Toren Alalias trat derweil das Tribunal zusammen, denn die Mehrheit der Offiziere hatte sich dafür ausgesprochen und so begann der Prozess gegen Tomulus Bombadillus. In der Principia herrschte großes Gedränge denn Caius Manlius Acidinus hatte beschlossen das Tribunal hier abzuhalten und die halbe Legion, kurz gesagt alle Männer die dienstfrei hatten, hatten sich eingefunden.

An einem langen Tisch saßen fünf Offiziere des Stabes der Legion. In der Mitte der Legatus Acidinus, rechts flankierend saß der Tribunus Laticlavius Scaevola, links flankierend hatte der Primus Pilus Iovius Platz genommen. Rechts außen saß der Magister Equitum Acilianus und links außen der Tribunus Angusticlavius Maximianus.

Vor dem Tisch stand der Offizier über den das Tribunal zu richten hatte: der Praefectus Evocati Tomulus Bombadillus

Caius Manlius Acidinus eröffnete das Tribunal, er legte nochmals kurz den Grund für die Einberufung des Tribunals dar und erklärte kurz den Ablauf, dazu er ermahnte den Angeklagten Bombadillus wahrheitsgemäß auf alle Fragen des Tribunals zu antworten. Dann übergab er Amulius Metilius Scaevola die Eröffnung des Tribunals. Scaevolas erste Frage war, wie der Befehl lautete den die XII.Kohorte erhalten hatte, während Iovius, als zweiter Fragensteller, wissen wollte ob Bombadillus nach der Einnahme des Osttores überhaupt Sichtkontakt zu den anderen Truppenteilen am Süd- und Westtor gehabt hatte.

Bombadillus antwortete auf die Frage des Scaevola seine Kohorte hatte Befehl durch das Osttor anzugreifen. Weitergehende Befehle habe er keine erhalten, seine Aufgabe war daher selbstständig zu handeln.

Scaevola hatte diese Antwort erwartet und hielt nun vor den Augen und Ohren der halben Legion schon sein Schlussplädoyer:


In der römischen Armee wird nicht selbstständig gehandelt, Präfekt und was dabei herauskommt wenn man es doch tut hat man in Alalia gesehen! Disziplin in jeder Hinsicht ist die Garantie der Erfolge unserer Truppen.

Ihr hattet Befehl durch das Osttor in die Stadt einzudringen und mehr nicht! Ihr hattet keinen direkten Befehl zum Angriff ins Stadtzentrum und ihr hattet auch nicht die Erlaubnis eure Truppen nach eigenem Gutdünken einzusetzen.

Die Wirksamkeit dieses Angriffes zielte auf das perfekte Ineinandergreifen der Vorgehensweise der gesamten Truppe.

Ihr habt nicht einmal abgewartet, bis alle Tore befehlsgemäß eingenommen waren. Dadurch war Maximianus gezwungen durch das Westtor voreilig einzubrechen und lief mit seinen beiden Kohorten mitten in die etruskischen Speere. Seine Kohorten hatten deswegen 414 Tote und 18 Verwundete, eure Kohorte hatte 228 Tote und 108 Verwundete.

Präfekt, wisst ihr eigentlich was es bedeutet römischer Offizier zu sein und was es bedeutet Befehle zu befolgen?

Euer Verhalten hat gezeigt, daß ihr das nicht wisst und deshalb werdet ihr auch nie mehr als ein Präfekt sein!

Ihr habt mit eurer Aussage ganz klar und eindeutig zugegeben, dass ihr eigenmächtig den Angriff ins Stadtzentrum befohlen und eure Kohorte somit in größte Gefahr gebracht habt, da ihr ohne Sicherung durch andere Kohorten blindlings nach vorne gestürmt seid, ohne Rücksicht auf das Leben der euch anvertrauten Männer.

Vorerst habe ich keine Fragen mehr an euch. Ihr solltet nun die Frage des Primus Pilus beantworten.



Bombadillus reagierte sprachlos auf die Worte des Scaevolas und musste von Acidinus aufgefordert werden nun auch die Frage die der Primus Pilus gestellt hatte zu beantworten. Scaevola merkte an, Bombadillus könne wohl nichts mehr zu seiner Verteidigung vorbringen. Daher könne man sich auch jetzt schon zur Urteilsfindung zurückziehen.

Jedoch hatte Bombadillus noch etwas zu sagen, er legte die herrschende Situation dar in der er den Befehl zum Vorrücken gab, er wies darauf hin, dass er einen Boten zum Legatus geschickt habe, der aber nicht zurückkam und wie sich später herausstellte kann nicht erst zu Acidinus durchkam. Dadurch sei er gezwungen gewesen allein zu entscheiden was das Richtige in dieser Situation war. Dass der Bote, von dessen Antwort Bombadillus abhängig war, nicht sein Ziel erreichte, konnte in den Augen Bombadillus nur bedeuten, dass es Verräter innerhalb der Legion gab.

Als Bombadillus dies geäußert hatte ging ein ungläubiges Raunen durch die Reihen der Soldaten. Viele schauten Bombadillus ratlos an, andere blickten voller Hass und Verachtung auf Bombadillus, denn was er da offen behauptete konnte das Ende der Legion bedeuten, v.a. wenn etwas Wahres in der Behauptung steckte. Scaevola regierte schnell auf die Worte von Bombadillus und stellte klar dass dies eine Beleidigung aller Soldaten und Offiziere der Legion, ja aller Soldaten Roms darstelle. Er zeigte sich auch enttäuscht mit welchen billigen Mitteln sich Bombadillus aus der Verantwortung stehlen wollte. Ein Offizier der sich so verhalte sei unwürdig in den Legionen Roms zu dienen. Bombadillus stellte in Frage, dass die Möglichkeit des Verrates überhaupt nachgeprüft worden war und überhaupt hätten seine Männer den Feind auf jeden Fall geschlagen auch wenn sie auf sich allein gestellt gewesen wären.

Scaevola wollte Bombadillus keine weitere Möglichkeit mehr geben seine abstrusen Verleumdungen zu verbreiten und ersuchte den Legatus einzuschreiten, da das Verhalten des Bombadillus nicht länger tragbar sei. Nicht nur, dass er sich nachgewiesener Weise einer Pflichtverletzung schuldig gemacht hatte, nun bezichtigte er römische Soldaten der Kollaboration mit dem Feind, ohne auch nur den kleinsten Beweis dafür vorlegen zu können. Ein solcher Offizier müsse umgehend aus der Legion entfernt werden.

Acidinus stimmte Scaevola zu und unterbrach das Tribunal. Er wollte sich mit den anderen Offizieren des Tribunals zuerst beraten über die Entwicklung während des Prozesses. Nach kurzer Beratung kehrten die Offiziere Acidinus, Scaevola, Acilianus, Maximianus und Iovius in die Principia zurück, das Tribunal konnte fortgesetzt werden. Caius Manius Acidinus blieb an seinem Platz stehen, während alle anderen sich wieder setzten, er sah Bombadillus mit ernstem Blick an und sprach:

Tomulus Bombadillus, Praefectus Evocati in der Legio "Senatorius Prima", Befehlshaber der XII.Kohorte. Ziel dieses Tribunals war es ursprünglich zu klären ob es während der Schlacht um Alalia durch eure Person zu einer Pflichtverletzung kam.

Zeigtet ihr euch zu Beginn der Befragung noch kooperativ, habt ihr im weiteren Verlauf eine Seite an den Tag gelegt, die eines römischen Offiziers unwürdig ist.

Ihr habt euch Schande gemacht, indem ihr die unbewiesene Behauptung aufgestellt habt, innerhalb der Legion gäbe es Verräter die sich an die Etrusker verkauft hätten. Ihr habt damit jeden Offizier und Soldaten dieser Legion auf das Schwerste beleidigt. Überhaupt habt ihr ein Verhalten gezeigt, welches absolut gegen den römischen Ehrenkodex verstößt.

Da ihr weder einen Beweis vorbringen konntet und es auch keinerlei Hinweise auf das von euch Behauptete gibt, bleiben eure Behauptungen das was sie waren: Schutzbehauptungen um von eigenen Fehlern abzulenken. Diese vorzubringen ist nicht nur erbärmlich und feige sondern auch abstoßend. Anstatt wie ein Römer euren Fehler einzugestehen und Besserung zu geloben, habt ihr euch herausgeredet.

Die Offiziere dieses Tribunals waren auf das Äußerte empört und schockiert, denn eure Behauptungen gefährden den Zusammenhalt und die Stärke der Legion und geben ebenso ein schlechtes Vorbild für eure Kameraden ab.

Dieses Tribunal hat deshalb entschieden, auf eine Klärung der Vorfälle von Alalia zu verzichten und das Verfahren einzustellen.

Da ein Offizier, der ein solches Verhalten an den Tag legt wie ihr es getan habt, nicht nur für die Legion sondern auch für das römische Militär nicht länger tragbar ist, ja sogar unwürdig ist ein römischer Bürger zu sein, hat das Tribunal folgendes entschieden:


Mit 5:0 Stimmen, und damit einstimmig, hat das Tribunal entschieden euch mit sofortiger Wirkung unehrenhaft aus dem Armeedienst zu entlassen. Ihr seid hiermit nicht länger Angehöriger der Legio "Senatorius Prima" und über eure Person und Dienstzeit in der Legion wird die Damnatio memoriae verhängt. In dieser Legion hat es niemals einen Offizier mit Namen Tomulus Bombadillus gegeben und niemand kennt euch mehr.

Bürger, verlasst umgehend dieses Lager und geht dahin, wohin es euch beliebt.



So endete das Tribunal mit dem Ausschluss des Tomulus Bombadillus aus der Legio „Senatorius Prima“. Aber es standen weitere Veränderungen im Stab an, denn der Tribunus Angusticlavius Titus Iulius Magnus nahm aus privaten Gründen seinen Abschied aus der Armee und der Posten des Befehlshabers der schweren Waffen war ebenfalls seit vielen Jahren vakant. Auch das Schicksal der I.Hilfstruppen-Ala und der Verbleib des Titus Fabius Sulla blieben vorerst ungeklärt. Nach der Rückkehr der Legion nach Rom, die für das kommende Frühjahr geplant war, wollte sich Caius Manlius Acidinus intensiv mit den Neubesetzungen der offenen Stellen im Stab beschäftigen und auch darüber entscheiden ob es notwendig war weitere Änderungen innerhalb der Legion durchzuführen.

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