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 "Invasio Barbarorum - Beginn eines neuen Zeitalters"
Hattusili Offline




Beiträge: 1.431

08.02.2008 16:52
RE: Kapitel 8 - Eine alte Macht erhebt sich! antworten

Eine alte Macht erhebt sich!



Nach der Vertreibung der Sachsen tat sich viel auf dem Bereich der Diplomatie. Vor allem gingendie Bemühungen vom Weströmischen Reich aus. Erneut bezogen sich diese auf die Lage in Spanien. Militärisch verloren sie immer mehr an Boden gegen die Vandalen. Auch bemühten sie sich wieder als Vermittler zwischen Öströmern und Sassaniden, diesmal aber mit Erfolg.

Nach einer weiteren Nachricht hatte der Papst eine neue Doktrin erlassen, nach der er als Primat die unangefochtene Vormachtstellung als höchster Würdenträger inne hatte. Uns, die immer noch an die alten Götter glaubten und festhielten, die Rom einst so groß werden ließen, interessierte
es vor läufig noch nicht. Es könnte allerdings zu neuen Konflikten führen.



Im Süden wurde die Brücke über den Fluss, die der einzige Weg von Arelate nach Lugdunum war, von einer Gruppe Aufständischer blockiert.



Enestinus Castus zögerte nicht lange, um sie aus dem Weg zu räumen.


Während des Sachsenkrieges hatten die Weströmer eine Expedition nach Arelate unternehmen wollen. Als sie allerdings von unseren Erfolgen gehört hatten, da zogen sie sich auch schon feige zurück. Es war an der Zeit diesen unnötigen Krieg zu beenden. Erstaunlicherweise gingen die Weströmer auf unser Friedensangebot ein, ohne dabei auf irgendwelchen Bedingungen zu beharren. Ein Grund könnte vielleicht gewesen sein, dass die Alemannen die Grenzen ihres Reiches erneut bedrohten. Diplomatische Beziehungen mit den Alemannen schienen in Zukunft als gute Basis falls der Krieg erneut ausbrechen würde.

Etwa zur gleichen Zeit gelang uns ein weiterer Schlag gegen die Sachsen. Für ein wenig Gold wechselten sie gerne die Seiten und so gelang Vicus Juthungi in unseren Besitz. In nächster Zeit versuchten die Sachsen auch nicht die Stadt zurück zu erobern. Ähnlich verlief die Eroberung von
Tarraco. Hier ließen wir allerdings die Vandalen Vorarbeit leisten. In dem sie die Garnison schwächten wurden die Kosten für die Bestechung gesenkt. Durch den Aufbau einer starken Garnison gingen die Vandalen völlig leer aus. Glücklicherweise nahmen uns die Vandalen dies nicht übel in dem sie uns den Krieg erklärten für diese, aus ihrer Sicht, frevelhafte Tat. Ihr Eroberungsdrang richtete sich weiterhin gegen Westrom.

Schon bald tauchte ein neuer Feind an unseren Grenzen auf. Zwar gab es für einen Krieg keinen Grund, aber dennoch erhielten wir eine Kriegserklärung. Es waren die Westgoten, doch war es zu keiner Auseinandersetzung gekommen. Es war sicher wieder ihr barbarischer Übermut, der sie
zu so wahnsinnigen Handeln antrieb. Weit kamen sie aber nicht. Die Weströmer, die sie endlich aus den Städten in Norden Italiens vertreiben konnten, ließen den Westgoten kaum eine Chance. Ihre Horden wurden von den Legionen eine nach der anderen niedergemetzelt.



Niemand kennt den Weg des Schicksals. Madrun, der so viel für das Volk und Reich der Romano-Briten getan hatte, war nun von uns gegangen. Er war nicht lange auf dem Thron gewesen, denn Vortimers Tod war noch nicht lange her gewesen.



Vercassivellaunos, Bruder von Madrun und Vortimer, jüngster Sohn von Vortigern, wurde unser neuer Anführer.



Das Schicksal hatte damit eine Wendung für die Romano-Briten eingeschlagen, die nicht gerade günstig war. Durch den Tod von Madrun sah sich der Kaiser des Weströmischen Reiches nicht mehr an die Verträge des Waffenstillstands gebunden und erklärte uns den Krieg. Inzwischen konnten sie den Krieg mit den Alemannen beilegen und es schien so, als würden auch sie bald gegen uns losschlagen. Dafür waren die Alemannen bereit, ihre Allianz mit den Vandalen zu brechen.

Es dauert nicht einmal ein ganzes Jahr und schon hatten die Weströmer die Alpen überquert. Sie hatten die befestigte Straße über die Alpen genutzt, was sie gefährlich nah an Lugdunum heranführte.



Ohne genaue Kenntnisse über die feindliche Armee zu haben, zog Ceanatis, ein noch unerfahrener General in die Schlacht. Die feindliche Armee, zwar von einem Hauptmann angeführt, hatte vom Ankommen der Armee des Ceanatis Nachricht erhalten und erwarteten ihn an einer Brücke nördlich von Lugdunum.



Schon bald musste Ceanatis erkennen, dass das Zurückziehen hinter den Fluss ein strategischer Vorteil für die Weströmer darstellte. Mit ihren schweren und massiven Onagern konnten sie großen Schaden unter den Romano-Briten anrichten, ohne über den Fluss schreiten zu müssen. Dies würde Ceanatis zwingen möglichst schnell über die Brücke zu schreiten, bevor die Verluste durch die Onager zu großen Schaden anrichten würden. Die Onager stellten dabei noch nicht einmal das größte Problem da. Die feindliche Armee bestand zu einem großen Teil aus gut ausgebildeten Legionären, die von der Ausrüstung her sogar die unsrigen übertrafen. Dabei setzte sich die feindliche Armee aus insgesamt drei ehemaligen Legionen zusammen, der Legio III Sabini, der Legio X Primani Seniores und der Legio IX Leones Juniores.



Die Schwertkämpfer des Ceanatis schritten schnell über die Brücke und stellten sich den Legionen zum Kampf.



Die Kavallerie attackierte zuerst die an der rechten Flanke der Weströmer stehende Kavallerie, die auf Grund ihrer geringen Anzahl auch schnell überwältigt waren, und bereitete sich vor den Legionen in den Rücken zu fallen.



Ganz ohne Probleme verlief der Plan des Ceanatis nicht. Die Kavallerie wurde öfters, auch vom feindlichen General, gestoppt und ein wenig geschwächt. Verhindern konnten es die Weströmer jedoch nicht.



Die feindliche Infanterie konnte dem Kavallerieangriff nicht standhalten. Auch der verzweifelte Versuch des Generals, von hinten in unsere Kavallerie zu stürmen, konnte das Blatt nicht mehr wenden. Die restlichen Soldaten Westroms ergriffen die Flucht. Dabei gelang es unseren Reitern die komplette Legio III Sabini zu erschlagen.



Wahrlich ein demütigender der Tag für das weströmische Imperium. Ihre Rache würde sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

Bevor die Rache der Weströmer erfolgte erreichte uns die Nachricht, dass die Oströmer einen Krieg
gegen die Ostgoten starteten.


Schon nach einem Jahr kam dann die Antwort:


Unter dem Feldheeren Augustulus Carausius startete mit einem pompösen Auftreten die Legio XIV Leones Iuniores den Angriff auf Lugdunum. Der feindlichen Armee fehlte es fast an nichts. Elite-Söldner, schwere Legionen und sogar Kataphrakte. Mit Ballisten und Türmen gedachten sie
die Mauer zu überwinden. Unser sehr geringer Zahlenvorteil würde sicher nicht ausschlaggebend sein. In einer direkten Konfrontation würden wir auf jeden Fall unterliegen.



Die schweren Ballisten hatten genug Durchschlagskraft, um die Mauer zu Fall zu bringen. Doch Ceanatis ließ einen Trupp Reiter aus der Stadt, um das Schlimmste zu verhindern, eine Bresche in der Mauer.



Den Reitern gelang es die Besatzung der Ballisten auszuschalten. Danach zogen sie sich schnell in die Stadt zurück. Gewonnen war damit die Schlacht jedoch noch lange nicht.



Während die Türme sich den Mauern nährten oder gar schon erreicht hatten, versuchte ein kleiner Teil der Weströmer mit dem Rammbock durch ein anderes Tor einzudringen, dass sehr weit weg vom Zentrum der Schlacht.



Weit kamen sie damit aber nicht. Ceanatis stürmte mit der Kavallerie aus diesem Tor, bevor der Rammbock dieses auch nur erreichen konnte. Die kleine Truppe des Rammbockes konnte dem Ansturm nicht standhalten.



Die kleinen Truppenverbände die neben den Rammbock sich zum Tor aufgemacht hatten, warenleichte Beute für die Reiter.



Etwa zur gleichen Zeit war der zweite Turm an der Mauer angekommen. Kurz darauf kam es zu heftigen Gefechten mit der Legio XIV Leones Juniroes. Es schien so, als würde die Legio XIV Leones Juniroes die Oberhand gewinnen.



Jetzt war es dem Feind auch gelungen das Tor in der Nähe der Türme aufzubrechen. Sogleich drangen feindliche Reiter ein.



Beim ersten Turm gelang es den Schwertkämpfern die Weströmer nach und nach auf zu reiben. Danach eilten sie zum zweiten Turm, wo es ihnen gelang nach einem verlustreichen Kampf die Legio XIV Leones Juniroes auszulöschen.



Vor den Toren von Lugdunum wurde Ceanatis von den Kataphrakten und Clibinarii gestellt. Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung.



In dieser Auseinandersetzung wurde Ceanatis von hinten von mit einer Lanze tödlich getroffen und stürzte vom Pferd. Ihm war es nicht gegönnt einer der großen Feldherren der Romano-Briten zu werden.



Trotz des Verlustes ihres Anführers konnten die Kavalleristen ihre schwer gepanzerten Feinde besiegen.



Augustulus Carausius traf das gleiche Schicksal wie Ceanatis.



Der Sieg war schwer errungen. Dies hatte zur Folge, dass die Verteidigung im Süden stark geschwächt war und es war nur eine Frage der Zeit bis die Weströmer zurückkommen würden . Den Verlust von zwei ganzen Legionen würden sie niemals so einfach hinnehmen und sie waren viel zu arrogant, um mit uns über einen gerechten Frieden zu Verhandeln.


Im Osten gab es wenig später entscheidende Veränderungen. Ostrom meinte nun auch Krieg gegen die Hunnen zu führen. Dabei war es ihnen scheinbar egal, ob sie dabei die alte Antisassanidenkoalition zerstörten. Zwar ging der erste Angriff von den Hunnen aus, doch dies lag daran, dass sich die Oströmer immer weiter ins Hunnengebiet ausdehnten. Dies konnten jene nicht akzeptieren. Die Koalitionspartner waren nämlich auch mit den Hunnen verbündet, nun nur mit den Hunnen. Dafür würden sich die Oströmer sicherlich an den Lakhmiden und Hephthaliten rächen wollen, dass sie die Hunnen vorgezogen hatten. Durch den Krieg mit den Hunnen waren die Oströmer bereit Frieden mit den Ostgoten zu schließen. In der Zwischenzeit hatten die Westgoten einen verzweifelten Angriff gegen hunnisches Land gestartet, jedoch ohne Erfolg. Dies hatte zur Folge, dass die Allianz zwischen Hunnen und Vandalen ein Ende fand. Die Hunnen und Oströmer waren mit die mächtigsten Völker und nun stand ein großer und erbarmungsloser Krieg bevor.


(Kurz darauf starb Cunedda Septiums. Er wurde mit allen Ehren bestattet und war der letzte große Feldherr der ersten Generation der romano-britischen Nation. Einzig Vercassivellaunos war noch übrig geblieben. Doch mit seinen sechzig Jahren war er auch nicht mehr der Jüngste gewesen. Außerdem kämpfte er im Norden gegen die Barbaren. Wer würde in Zukunft den Süden gegen die rachsüchtigen Weströmer verteidigen?)

Ein Plan, der nicht verändert werden kann, ist schlecht.
In der Regel ist die Führung vieler dieselbe wie die Führung weniger. Es ist eine Frage der Organisation.
Phalanx-Fanatiker


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