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 "Renaissance des Reiches aus dem Westen"
Mandelus Offline




Beiträge: 4.651

07.11.2007 18:42
RE: Kapitel XI Thread geschlossen

Kapitel XI
Krieg gegen die Sassaniden!


Nach der Eroberung von Konstantinopel wurde das Feldheer zunächst einmal wieder geordnet. Diverse Verluste und kurzzeitige Ersatzeinheiten in ihren Reihen wurden wieder durch reguläre Legionäre ersetzt.
Allgemein wurde unsererseits nun verstärkt mit der Rekrutierung von Veteranen – Commitatenses des weströmischen Reiches begonnen, welche nach dem Ende Westroms zu tausenden in unserem Reich und den angrenzenden als Söldner ihr Glück versuchten!
Da der Ersatz an britischen Legionären für Verluste und erforderliche Neuaufstellungen in den östlichen Kampfgebieten nicht mehr gewährleistet werden konnte, war diese Maßnahme letztlich unausweichlich gewesen.
Auf der anderen Seite wurde aber im Senat darüber heftig gestritten, denn einige Hardliner waren jeder Versöhnung gegenüber dem ehemaligen weströmischen Reich feindlich eingestellt. Einige Extremisten wollten sogar Rom vollkommen niederbrennen lassen, so wie Jahrhunderte zuvor Carthago von unseren Vorfahren nach dem 3. Kriege vollständig zerstört wurde. Die Beweggründe für diese Extremisten waren vielfältig, vor allem mündeten sie jedoch in der Ansicht, daß wir mittlerweile eine eigene Kultur, die Romano-britisch-gallische Kultur besitzen und diese ihre Heimat nicht mehr im alten Rom hat! Jede Erinnerung an die alten Zeiten sollten unwiderruflich vernichtet werden und Rom wieder zu dem werden was es in ihren Augen war: Ein unbedeutendes Dorf in Italien!

Zum Glück war dieses nur eine sehr geringe Minderheit, welche keine Basis hatte. Allerdings hatten wir tatsächlich eine eigene Kultur, denn schon das Geschlecht der Wledic war Romano-Britisch!
Nach langen Debatten wurde die Anheuerung und Rekrutierung der ehemaligen Commitatenses durch den Senat abgesegnet und auch deren Gleichstellung in unserem Heer.

Vorsorglich wurde neben den erforderlichen Neurekrutierung zum Ausgleich unserer Verluste auf dem Balkan auch die Aufstellung weiterer Legionen beschlossen, wobei hier allerdings zunächst nur die 1. Kohorte + General, zuzüglich 2-3 Kohorten Infanterie vorgenommen wurde.
Das Territorialheer unter dem Konsul Auxiliarii musste erhebliche Teile an Garnisonen abgeben, welche sich in Italien und Südfrankreich sammelten. Sie sollten als zukünftige Garnisonen im Osten dienen, ggfs. auch in Afrika!

Der Krieg gegen Ostrom ging nach dem Eintreffen der Verstärkungen weiter. Nachdem wir die Inseln Kreta, Rhodos und Zypern erobert hatten, wurden die Landbesitzungen in Kleinasien erobert, bis Ostrom letztlich nur noch Antiochia als letzte Stadt blieb.
Die Legio I Galbania wurde von Zypern aus auf eine Transportflotte gesetzt und sollte Antiochia erobern.
Situationsbedingt konnte sie allerdings nicht an der oströmischen Küste anlanden, sondern musste bei Tarsus auf sassanidischem Gebiet an Land gehen. Die erste Marschetappe sollte sie sofort vor die Mauern von Antiochia bringen, allerdings schaffte sie es nur bis kurz vor der Grenze.
Weder der Oberbefehlshaber des Feldheeres, noch unser Kaiser dachten sich dabei Böses, allerhöchstens wird eine diplomatische Note der Sassaniden erfolgen, wonach wir unverzüglich das Staatsgebiet verlassen sollten. Doch es kam anders!

In Ihrem Marschlager wurde die Legio I Galbania unvermittelt von der starken Garnison aus Tarsus angegriffen und in eine heftige Feldschlacht verwickelt. Diese wurde zwar gewonnen, jedoch brach so der schlimmste Krieg unseres Reiches aus!
Der Kommandant der Legio I Galbania war nach der Schlacht nun zögerlich über den nächsten Schritt. Zwar wurden unverzüglich Boten zum Oberbefehlshaber des Feldheeres – Gaius Wledic – nach Rom geschickt, doch die Situation vor Ort bedurfte einer schnellen Entscheidung!
Die eigenen Verluste in der Schlacht ließen einen erfolgreichen Angriff auf Antiochia unwahrscheinlich werden, da hier eine starke Garnison stand. Andererseits war die Garnison von Tarsus nach der Schlacht nur noch ein Schatten der ursprünglichen Stärke, wonach eine Eroberung von Tarsus ein leichtes wäre!
Nur war die Frage, ob es nach der Schlacht nicht sinnvoller wäre, hier eine friedliche diplomatische Lösung zu suchen und der kommandierende General wusste auch nicht, wie seine Vorgesetzten entscheiden würden!
In einer gemeinsamen Stabssitzung der Legion, stimmten alle 20 Kommandeure der Kohorten einstimmig für einen Angriff auf Tarsus. Diesem einstimmigen Votum seiner Kommandeure gab General Arpagius nach und er eroberte Tarsus problemlos. Hier wartete er nun neue Befehle aus Rom und Londinium ab.
Die Nachricht vom Kriegsausbruch mit den Sassaniden traf den Senat während einer der langatmigen Sitzungen über die Glaubensfragen in unserem Reich und auch der Kaiser wurde von ihr vollkommen überrascht.
In einer eilends einberufenen Sitzung der Kammern des Reiches und des Staatsrates wurde über die Situation beraten.
Man war sich alles andere als einig in der Staatsführung, wie mit dieser Situation umzugehen sei und die Diskussionen würden wahrscheinlich noch heute geführt werden, wenn sich nicht der älteste Senator Julius Antonius Schweignix zu Wort gemeldet hätte!

„Hoch verehrter Imperator, wehrte Senatoren und Konsuln!
Es ist Krieg mit dem sassanidischen Reich und die Situation hat uns alle überrascht! Aber wie überrascht sind wir in unserem Inneren denn wirklich? Schauen sie alle tief in sich rein und lassen wir uns doch noch mal die Protokolle der letzten Sitzungen vorlesen, bei denen das sassanidische Reich auch nur teilweise Thema der Beratungen war! Es war uns allen hier klar, daß es über kurz oder lang zu einem Krieg mit den Sassaniden kommen wird und nun ist er da!
Sicherlich haben wir nicht jetzt mit dem Krieg gerechnet wehrte Kollegen, aber General Arpagius hat Fakten geschaffen, die so nun zur Entscheidung stehen! Ist General Arpagius ein Vorwurf zu machen? Das soll ein Untersuchungsausschuss bewerten, denn es ist bislang nicht klar, ob er eigenmächtig handelte, wie seine Befehlslage war und wieso er auf sassanidischem Gebiet anlandete.
Unabhängig vom Ergebnis dieser Untersuchung steh nun nur eine Entscheidung an! Krieg mit den Sassaniden führen oder den Frieden herstellen!
Ich plädiere eindeutig für den Krieg, denn er ist unausweichlich und lieber jetzt in dieser Situation als später!
Wir haben ein starkes Feldheer, was sich nicht vor den Sassaniden verstecken muss! Wir haben eine sichere Grenzverteidigung in Gallien wo es auch noch derzeit ruhig ist! Wir haben in Gallien keinerlei inneren Unruhen und auch in Spanien nicht. Wir sind in Nordafrika gelandet und die Berber werden derzeit in zwar bitteren Schlachten geschlagen, aber sie werden geschlagen!
Die Oströmer sitzen nur noch in Antiochia und welche Gefahr stellen sie außer vielleicht mit ihren restlichen Flottenverbänden dar? Keine!
Also Krieg wehrte Kollegen!“
Diese Rede des Senators brachte den Durchbruch und es wurden unsererseits keinerlei diplomatische Anstrengungen unternommen, den Frieden mit den Sassaniden zu suchen! Letztlich brachte die eingeleitete Untersuchung der Umstände wieso die Legio I Galbania auf sassanidischem Gebiet anlandete keinerlei verwertbares Ergebnis. Ich muss ganz offen sagen, daß hier von Seiten der politischen Führer auch kein großes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung bestand, da hier viele Fehler und Fehleinschätzungen machten. Auch dem kommandierenden General der Legio I Galbania konnte letztlich kein Vorwurf gemacht werden, denn nach seinen schriftlichen Befehlen die er erhielt, war er durchaus zu einer Landung auf neutralem Gebiet berechtigt, wenn es die Situation verlangt!

Der Krieg war nun da und wir schickten uns nun auch an, ihn zu führen! Durch unseren Geheimdienst wussten wir, daß die Sassaniden eine weit stärkere Armee hatten als wir. Vor allem die schwere Reiterei der Sassaniden war uns an sich schon bekannt, denn auch Ostrom verfügte bereits an sich über dieselben Reitereinheiten. Massiv wurden nun Legionen in Italien zusammengezogen und nach Kleinasien verschifft. Hierfür wurde ein ausgeklügeltes Transportsystem durch die Flotte ausgearbeitet. Die Flottille für das östliche Mittelmeer wurde durch Abgaben der anderen Flottillen und Neubauten verstärkt. Alle Einheiten für den neuen Kriegsschauplatz wurden nun in 2 Etappen transportiert:

Etappe 1: Tarentum nach Corinth
Etappe 2: Corinth Zielort

Für die weiter weg liegenden Zielorte, vor allem der Bereich um Tarsus wurde eine weitere Zwischenetappe auf Zypern eingelegt. Aufgrund dieses fließenden Systems konnten nun schnell Einheiten zum Kriegsschauplatz hin und angeschlagene Einheiten zur Auffrischung zurück nach Italien gebracht werden.

Zunächst wurde aber nun stück für Stück die Invasionsarmee aus den anderen Reichsteilen in Italien versammelt und dann umgehend nach Kleinasien gebracht.
Die Legio II Gallicana aus Tarraco in Spanien wurde nun auch für den Kriegsschauplatz Kleinasien in Marsch gesetzt, doch hier traf uns ein Schicksalsschlag bei Korsika! Nach einer ganzen Serie von Angriffen unentdeckter oströmischer Flottillen versank die gesamte Flotte mit der Legio II Gallicana in den Fluten!
Dieser Schlag war mächtig und die Untersuchung des Vorfalls brachte die unehrenhafte Entlassung des Flottillenchefs in Carthago Nova aus der Marine!

Trotzdem konnten wir insgesamt 10 Legionen nach Pergamum, Ephesus, Side und Tarsus gebracht werden. Weitere Legionen wurden nun aufgestellt, bzw. Reservelegionen auf Sollstärke gebracht und auch viele Hilfstruppen der Territorialheeres bei Athen in Bereitschaft gebracht.

Das Feldheer hatte sich nun stark verändert! Es ist angebracht diese Heeresrolle nun darzustellen:

Kriegsschauplatz Kleinasien:

Legio I Britannica – Rhodos
Legio II Britannica – Ephesus
Legio I Ulpia Victrix – Ephesus
Legio II Ulpia Victrix – Pergamum
Legio III Ulpia Victrix – Pergamum
Legio I Flavia Gallicana – Side
Legio II Flavia Gallicana – Side
Legio III Gallicana - Zypern
Legio I Galbania - Tarsus
Legio III Primae Italica – Zypern

Kriegsschauplatz Gallien:

Legio III Britannica – Samarobriva
Legio I Gallicana – Alesia
Legio I Primigenia – Augusta Treverorum
Legio IV Britannica – Londinium (Aufbau zur vollen Sollstärke)
Legio V Britannica – “Österreich”
Legio I Minerva – Colonia Agrippina (Neuaufstellung)

Nordafrika:
Legio II Primae Italica – Carthago
Legio II Galbania – „nordafrikanische Provinz“

Italien (Sammelpunkt aller weiteren Neuaufstellungen für den östlichen Kriegsschauplatz usw.):

Legio IV Primae Italica (Rom)
Legio III Flavia Gallicana (Massilia)
Legio II Primigenia (Mediolanium)
Legio III Galbania (Carthago Nova)


Des Weiteren wurden unzählige Söldner und Hilfstruppen angeheuert/ rekrutiert und im Verband nach Italien geschickt.

Mit dieser Streitmacht wurde nun der Krieg mit dem sassanidischem Reich geführt. Verfolgen wir ihn im folgenden Kapitel XII !!!!






"This is madness....!!!" - "Madness? THIS IS [color=navy]ANTIQUAE!!!"[/color]

NO retreat... NO surrender... THAT is Antiquae law! And by the law we will fight and win or dine in hell tonight! [color=red]Ahu !!![/color]

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