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 "Utopia"
Sandrokottos Offline




Beiträge: 924

29.10.2007 22:24
RE: Kapitel 3 - Expansion antworten

Um die Seleukiden am Eindringen nach Kleinasien zu hindern, errichtete Diazelmis Befestigungen im Taurus, die die Pässe sperren und den Vormarsch verlangsamen sollten.

Unterdessen bereitete sich Brinkazeis auf einen Einmarsch in Thrakien vor.
An den östlichsten Ausläufern des Balkangebirges schlug er ein Heer, das ihm den Weg nach Tylis zu versperren versuchte.

Etwa zur gleichen Zeit kapitulierte das belagerte Memphis und Taharqa Neos Philopator konnte sich nun gegen den König Hekhemmut und dessen Hauptstadt Alexandria wenden.

Die alexandrinische Garnison war verhältnismäßig schwach. Doch zur Sicherheit hatte Taharqa Verstärkung aus Cyrene angefordert.
Zuerst kamen die Bogenschützen zum Einsatz, die die Truppen vor dem eigentlichen Angriff dezimierten.

Es folge der Einmarsch in die Stadt. Die wenigen überlebenden Verteidiger, die sich auf den Platz gerettet hatten, leisteten jedoch erbitterten Widerstand, sodass man für die kleine Garnison unverhältnismäßig viele Ausfälle zu beklagen hatte.
Doch der König war tot und der Fall der restlichen Provinzen, Zypern und Phönizien, nur noch eine Frage der Zeit…


Wenig später traf eine Nachricht aus Massilia ein: Die Gallier hatten die Tore der Stadt von einem Spion öffnen lassen und den Sturm begonnen.

Der Führer des gallischen Heeres, der Prinz Eporedorix, war zwar von stattlichen Maßen, was insbesondere den Umfang seiner Arme betraf, doch hatten ihn die Götter offensichtlich nicht mit Weisheit gesegnet und so verließen die meisten seiner Soldaten die Rammböcke, als sie sahen, dass die Tore sich öffneten.

Sie alle stürmten in Richtung des Osttores der Stadt, doch die gut vorbereiteten Verteidiger nutzten ihren Übermut, indem sie ihren Vormarsch in einem Wall aus Speeren erstickten.


Nur wenige Gallier hatten trotz der allgemeinen Euphorie ihre Stellung gehalten und an der Nordostseite die Mauer durchbrochen.
Doch auch hier konnten sie von den Hopliten aufgehalten und aus der Stadt gedrängt werden.


Die fliehenden Feinde wurden von den barbarischen Hilfstruppen der Massilier verfolgt und erschlagen, es war ein vernichtender Sieg!

Im Sommer des nächsten Jahres stand ein makedonisches Heer vor Larissa, um die verlorene Stadt zurückzuerobern.
Demosthenes wusste, dass ein Kampf in der Stadt dazu führen würde, dass er seine Kavallerie nicht einsetzen könnte.
Daher rief er Esau aus Athen zu sich, um die Makedonen auf offenem Feld stellen zu können.

In gewohnt arroganter Art befanden es die Antigoniden nicht für nötig, sich besonders auf diese Schlacht vorzubereiten.
Ein Fehler, den bereits vor Antiochos von Gonni einige Feldherren begangen hatten.

Wieder einmal war die Kavallerie der Athener in der Lage, die Phalanx der Makedonen Einheit um Einheit aufzureiben.

Der Feldherr Antiochos konnte nur knapp seinem Schicksal entkommen.

Der Sieg war vollständig, doch Demosthenes genügte es nun nicht mehr, hinter Mauern zu sitzen und auf die nächste makedonische Armee zu warten. Er wollte das Königreich im Norden ein für allemal vernichten.
Also zog er mit einer Armee vor Thessalonika, um den bereits stark angeschlagenen Antiochos zu belagern.

Noch ermutigt von seinem Erfolg vor Larissa handelte Demosthenes jedoch dieses Mal unüberlegt und konnte nicht verhindern, dass Skaris, einer seiner treuesten Anhänger, von Antiochos getötet wurde.

Demosthenes rächte sich später, indem er Antiochos eigenhändig erschlug. Die Kläglichen Reste seines Heeres wurden vom Schlachtfeld gejagt und verstreuten sich in alle Winde.

Nach dieser Schlacht war die Besatzung der makedonischen Hauptstadt vernichtet und Demosthenes konnte Thessalonika ohne Widerstand besetzen.

Im Winter desselben Jahres erreichte Brinkazeis Tylis und eroberte die thrakische Hauptstadt mühelos, da der Hauptteil des Heeres immer noch in Dakien operierte.

Im nächsten Jahr erreichte Taharqa Neos Philopator Judäa und wurde umgehend von zwei Armeen der Ägypter gestellt.

Aus Gründen, die sich Taharqa nicht erschlossen, kämpften die Truppen nicht und er konnte sie ohne Gegenwehr niedermachen.


Doch ein größeres Heer unter dem Befehl des Mutnodjmet Auletes war bereits unterwegs, um Taharqa aufzuhalten.

Das Heer war groß genug, um einer versuchten Einkesselung zu entgehen und konnte sogar einige Verbände aufreiben. Allerdings scheiterte auch diese Armee an den schnellen berittenen Bogenschützen der Beduinen.


Nach dem Tod ihres Feldherrn traten die Reste des Heeres den Rückzug an.


Von Tylis hatte sich inzwischen Brinkazeis aufgemacht, um die makedonischen Überreste in den Bergen zu beseitigen und Demosthenes bei seinem sicher nötigen Vorgehen gegen die Römer in Epirus behilflich zu sein.

Was nun folgte, war der Todeskampf eines Reiches, das seine reale macht bereits seit langem verloren hatte.
Die Generäle Euenus und Kleitarchos von Sizilien schworen ihre Männer auf den Kampf ein und weckten in ihnen einen Fanatismus, der es unwahrscheinlich werden ließ, die Stadt Bylazora mit wenigen eigenen Verlusten zu besetzen.
Die Peltasten versuchten, die makedonischen Hopliten von der Mauer zu verdrängen, doch bereits das gelang nicht, sie hielten ihre Position bis zum letzen Mann!

Folglich wurden die Soldaten, die von drei Seiten in die Stadt eindrangen, bereits an der Mauer aufgehalten und mussten sich den Weg mühsam freikämpfen.



Schließlich war es unter großen Opfern gelungen, die Außenbezirke einzunehmen und die Verteidiger auf dem Platz einzukesseln.
Doch hier formierte sich erneuter Widerstand und die Generäle ritten ihren Soldaten voran
-in den Tod.
Doch war der Sieg teuer erkauft gemessen an dem kleinen Häufchen, das die Bergfestung Bylazora besetzt gehalten hatte.



Aber trotz der zahlreichen Opfer war es ein großer Tag für die freien Völker, denn Makedonien war endgültig gefallen!

Doch schon erschien ein neuer bedrohlicher Feind auf der Bildfläche, der seine Aktionen gegen den griechischen Raum wieder intensivierte: die Römer!

Zuvor war es den Makedonen immer gelungen, die römischen Aktionen auf Epirus zu beschränken, doch nun fiel dieser Schutz weg und Demosthenes musste sich selbst dieses Problems annehmen.
Doch einer formellen Kriegserklärung von seiner Seite kamen die Römer zuvor, indem sie eine aus Illyrien kommende Armee angriffen, die nördlich der römischen Grenze in Stellung gegangen war.

Das Gelände kam den Römern nicht zugute und so kam es, dass die Illyrer sich auf einem steilen Abhang verschanzten und auf die römischen Truppen warteten.

Von dort war es leichter, die gut ausgebildeten und disziplinierten Legionen zu besiegen.



Doch forderte das Zusammentreffen viele Opfer auf beiden Seiten.

Der römische Feldherr Aulus Brutus ließ sich davon aber nicht abschrecken und führte bereits im nächsten Sommer ein Heer nach Osten in Richtung Makedonien.
Demosthenes begegnete diesem Vorstoß mit zwei Armeen, die Aulus einkesselten und sein Heer in einem Wald im Gebirge vernichteten.



Aulus selbst entkam jedoch erneut.

Unterdessen war Diazelmis ein erstes Mal gezwungen, seine Befestigungen gegen einen seleukidischen Angriff unter dem Befehl des Alcaeos von Arethusa zu verteidigen.

Alcaeos ging etwas entfernt vom Fort in Stellung und wartete den Angriff des Diazelmis ab.
Dieser scharte seine Kavallerie um sich und ritt aus, um die Bogenschützen und Peltasten des Gegners aufzureiben.

Nachdem ihm das gelungen war, zog sich das Heer zurück.

Taharqa wurde derweil bei der Belagerung von Jerusalem unterbrochen, da der Hauptmann Thutmose mit einem Entsatzheer erschienen war, um den belagerten Kiya zu unterstützen.

Dies sollte Taharqas letztes Gefecht werden.

Doch zu Anfang lief alles wie gewohnt, die Beduinen deckten die Gegner mit Pfeilen ein und ihre ersten Reihen wurden aufgerieben.

Doch eine gewaltige Anzahl von Streitwagen, die das Heer von Thutmose verstärkten, überflügelte die linke Flanke des Heeres und konnte einen Großteil der Infanterie des Taharqa sowie seine eigene Leibwache ausschalten.

Doch auch der ägyptische General Kiya starb in dem Gefecht.

Nachdem die Streitwagen vertrieben waren, war die Ausschaltung der restlichen ägyptischen Truppen nur noch eine Frage der Zeit.

Jerusalem kapitulierte daraufhin, doch das Heer war nun so geschwächt, dass es einen erneuten Kampf kaum überstanden hätte.
Daher wurde ein Hilfegesuch an Iollas gesandt, der auch sofort aufbrach, um mit seiner Flotte über Zypern nach Judäa zu gelangen.

In Epirus schien sich inzwischen das Blatt zugunsten der Griechen zu wenden, denn der General Saulius, Demosthenes war durch eine Verletzung ausgefallen, belagerte Apollonia.
Doch die Römer ließen sich nicht in die Enge treiben und so sandten sie eine weitere Armee unter dem Kommando des Titus Brutus über das adriatische Meer.
Diese griff unverzüglich die belagernden Truppen des Saulius an.

Aufgrund dessen, dass Saulius hauptsächlich über leichte Hoplitentruppen verfügte, ließ er eine Vierecksformation bilden, die den Sturm der römischen Legionäre so lange aufhalten sollte, bis die Kavallerie ihre Jagd auf die kommandierenden Generäle beendet hatte.
Cornelius und Titus Brutus starben bereits, bevor die Hauptstreitmacht eingetroffen war.


Als dann der Sturm auf die Formation begann, konnte Saulius die Kavallerie von ihrem Heer weglocken und vernichten, wobei die Generäle Cassius und Amulius getötet wurden.


Danach eilte Saulius den Hopliten zu Hilfe, die von den Speeren der Römer bereits stark angeschlagen und im Begriff waren, Lücken in der Formation zu öffnen.

Was nun folgte war eine Massenpanik innerhalb des römischen Heeres, als die Soldaten die gegnerische Kavallerie in ihrem Rücken bemerkten.
Der letzte Widerstand, der sich in einem kleinen Waldstück formiert hatte, war schnell ausgeschaltet und Saulius konnte einen überwältigenden Sieg verbuchen.

Nachdem sich Demosthenes von seiner Verwundung erholt hatte, führte er persönlich den Angriff auf Apollonia an.

Die Legionen Roms kämpften verbissen um jeden Meter der Straße, doch waren sie letztlich dem Ansturm nicht gewachsen.

Auch die wilden Bestien, die sie auf Demosthenes Soldaten losließen, konnten das Blatt nicht wenden.

Folglich wurde Apollonia unter den Jubelschreien der Bevölkerung wieder in Demosthenes Allianz integriert.

Iollas war es inzwischen gelungen eine Flotte aufzubauen und mit dieser nach Zypern zu segeln, wo sich einer der letzten Rückzugsorte der Ägypter befand.
Den Umständen geschuldet war die Hauptstadt Salamis nicht stark verteidigt und Iollas konnte die Insel ohne Probleme in Besitz nehmen.
Er konnte sich sogar rühmen, nur einen einzigen Mann in der Schlacht verloren zu haben.

Doch Zeit zu verweilen gab es nicht und so segelte er mit seiner Flotte weiter nach Phönizien, um die letzte ägyptische Bastion zu Fall zu bringen.

Die Ingenieure leisteten gute Arbeit und die Mauer wurde zum Einsturz gebracht.

Doch vor dem Eindringen in die Stadt musste zuerst Meryre gestoppt werden, der um die Stadtmauern herumgezogen war und nun Iollas Flanke bedrohte.
Nur mit Mühe und Not konnte er in die Stadt zurückgetrieben werden.


Nun folgten ihm Iollas Truppen durch die Breschen in der Mauer und deckten von einem kleinen Platz aus die heranrückenden Einheiten mit Pfeilen, Steinen und Speeren ein.
Alle Generäle wurden dabei getötet.
Unter den Toten war auch Teos Neos Philopator, der Bruder des Taharqa.
Auf dem Platz formierte sich Widerstand, doch reichten die Geschosse immer noch aus, um alle Soldaten dort zu töten.


Ägypten war gefallen und Iollas hatte nun eine gute Ausgangslage für Schläge gegen das Herz des Seleukidenreiches.

Sein Ehrgeiz kannte nun keine Grenzen mehr. Er schien alles erreichen zu können und wollte das meiste davon auch erreichen…

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