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 "Renaissance des Reiches aus dem Westen"
Mandelus Offline




Beiträge: 4.651

27.10.2007 00:24
RE: Kapitel VIII Thread geschlossen

Kapitel VIII
Streitkräftereform, politische Veränderungen, Planungen


Anmerkendes Vorwort:
Dieses Kapitel legt in dieser Kampagnengeschichte ein wenig das reale römische System
Wieder, wie es in Wirklichkeit existierte. Ich bin bemüht, in meiner Kampagnengeschichte so historisch korrekt wie möglich vorzugehen, was nicht unbedingt immer die ideale Vorgehensweise sein muss. Daher möchte ich hier die nun folgende Veränderung im System meines konstantinischen Reiches darlegen.

Die Kapitel VI und VII beschäftigen sich ausführlich mit dem Geschehen in Gallien und Italien hinsichtlich der dortigen Kriegswirren.
In dem entsprechenden Zeitraum hat sich jedoch auch noch einiges andere zugetragen, welches der Übersichtlichkeit wegen nun in einem gesonderten Kapitel erzählt wird. Fangen wir mit der Streitkräftereform an:

A. Streitkräftereform

Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln vereinzelt dargelegt, besonders hinsichtlich der Heeresreform des Konstantin, wurden unsere Landstreitkräfte massiv umstrukturiert. Im Grund gab es ab dem Jahr 395 n.Chr. die Heeresreform II. Diese Reform umfasste diese Teilbereiche und strukturierte/ benannte sie nun auch klar.

a) Kommandostruktur
b) Feldheer
c) Territorialtruppen
d) Flotte

Kommandostruktur
In den vorherigen Feldzügen zeigte sich ein klares Manko bei der Befehlskette in unseren Streitkräften. Aufgrund der wachsenden Entfernungen zwischen dem Entscheidungsträger und der jeweiligen Örtlichkeit kam es zu Problemen. Konstantin umging diese Probleme unter anderem mit einer Generalvollmacht für Ceanatis, dem Befehlshaber der Legio I Britannica. Auf Dauer war dieses jedoch nicht tragbar. Es wurde daher nun diese Kommandostruktur nach langer Diskussion im Senat und unter den Seantoren festgelegt:


By Mandelus

Es handelt sich hier um eine klare Dezentralisierung der Kommandogewalt vom Imperator zu Untergebenen hin. Dieses bedeutet keinesfalls eine Abgabe der Macht des Imperators, im Gegenteil, allerdings delegiert er Entscheidungsgewalt auf von ihm ernannte Personen ab, behält sich aber grundsätzlich ein Vetorecht im Einzelfall.
Die 3 neuen Posten des Flottenadmiral, des Generalissimus und des Senators Auxiliarii sind mit einer großen Machtbefugnis verbunden. Sie haben entsprechend ihrer Kompetenzen nun eine alleinige Entscheidungsfreiheit und sind nur dem Senat und dem Imperator gegenüber verpflichtet.
Wirklich neu ist an sich der der Seantor Auxiliarii. Durch eine klare Trennung zwischen Feldheer und Territorialheer wurde auch eine Teilung der Befehlsgewalt erforderlich. Der Senator Auxiliarii ist daher nun für das Territorialheer verantwortlich, wobei er gleichzeitig einen zivilen Gegenpart zum Militär des Feldheeres darstellt.

Feldheer
Das Feldheer umfasste, wie bereits im vorherigen Kapital am Ende dargestellt um das Jahr 400 n.Chr. insgesamt 16 Legionen.
9 dieser Legionen waren nach dem bewährten Standardmodell des alten römischen Reiches zusammengestellt und bestanden aus einer flexiblen Mischung aus starker Infanterie mit unterstützender Reiterei und Fernkampftruppen.
Diese 9 Legionen unterschieden sich daher nur in kleinen Details voneinander.

Legio I Britannica
Legio II Britannica
Legio III Britannica
Legio IV Britannica (nur General und 1. Kohorte vorhanden, Rest wird bei Bedarf aufgestellt)
Legio I Gallicana
Legio II Gallicana (Reiteranteil derzeit an die Legio II Galbania abgegeben)
Legio I Galbania
Legio II Primae Italica
Legio III Primae Italica

3 Legionen Waren als Auxiliarlegion des Feldheeres eingerichtet worden, auch um die Kosten des Armeeunterhaltes im Rahmen zu halten.

Legio I Flavia Gallicana (aus 3 Kohorten Legionäre bestehend, Rest Hilfstruppen)
Legio I Primigenia (aus 3 Kohorten Legionäre bestehend, Rest Hilfstruppen)
Legio II Ulpia Victrix (Infanterie aus Söldnerlegionären bestehend)

Die Planung sah vor, daß alle 3 Legionen bis auf die 1. Kohorte und den General mit der Leibgarde zu reinen Söldnerlegionen umstrukturiert werden. Da wir uns im Osten und auch im Süden an den Grenzen der unserer Rekrutierungsmöglichkeiten für reguläre Einheiten befanden, wurde ihre Bedeutung als schlagkräftiger Teil des Feldheeres größer. Die eventuell notwendigen weiteren Erweiterungen des Feldheeres aufgrund der veränderten Kriegsschauplätze in der Zukunft werden ausschließlich neue Söldnerlegionen umfassen. Ebenso ist es in Planung, nach dem Ablauf der 16 jährigen Dienstzeiten der Legionäre in den Legio II und III Primae Italica auch hier eine Umstellung zur Söldnerlegion vorzunehmen.
Vorzugsweise sollten hier Söldnerlegionäre rekrutiert / angeheuert werden, jedoch kann es auch hier zu einer Zeiteilung bei den Infanteriekräften kommen. Auch die Reiterei wird teilweise aus Söldnern in Zukunft gestellt werden.
Wir hofften mit dieser Neuerung auch für die zukünftigen Aufgaben vorbereitet zu sein.

Die letzten 4 Legionen unseres Feldheeres waren spezialisierte Einheiten. Die bisherige Erfahrung hatte uns gelehrt, daß wir hier auch Spezialkräfte benötigen, um mit besonderen Bedrohungsszenarien fertig werden zu können.
So wurde die Legio V Britannica zu einer Reiterlegion gemacht, die uns eine flexible Legion für den Kampf mit den stark berittenen Feinden ermöglicht.
Die Legio III Gallicana wurde als Gegenstück zur massiven reinen Infanterielegion umgebaut. Sie beinhaltet auch einen festen Bestandteil aus 2 Einheiten schwerer Onager und ist der zukünftige Vorschlaghammer unseres Reiches. Zurzeit befindet sie sich noch in Massilia wo sie entsprechend umgebaut wird.
In Mediolanium befindet sich die Legio I Ulpia Victrix. Sie ist hier als feste Garnison der Stadt vorgesehen und als Reserve vor allem für innere Angelegenheiten in Italien und Gallien auserkoren. Auch ist sie an sich die Ausbildungslegion unseres Feldheeres in allen Fragen.

Zu guter letzt haben wir die Legio II Galbania als Elitelegion auserkoren und ihr Infanterieteil besteht ausschließlich aus Praetorianii. Sie ist für den gesamten westlichen Mittelmeerraum und Nordafrika bis hin zu Karthago verantwortlich.

Die Elitelegion unseres Reiches an sich ist die Legio I Britannica. Es gab Planungen auch sie zu einer Praetorianiilegion umzubauen, doch wurden die Pläne wieder fallengelassen.

Aufgrund der zukünftig neuen Einsatzgebiete unseres Feldheeres wird ein Rotationsprinzip zwischen den Legionen aufgebaut. Da es uns nicht mehr möglich ist die Verluste unserer britischen Einheiten vor Ort auszugleichen, werden die Legionen nach Abschluss ihrer Aufgabe durch in der Heimat befindliche Legionen, Standorte = Samarobriva, Rom und Süditalien, getauscht, sobald dieses möglich ist.
Vor Ort wird immer eine der neuen Söldnerlegionen bleiben um hier ein Mindestmaß an offensiver Schlagkraft beizubehalten, sollte dieses erforderlich sein.

An und für sich ist hier nun auch der Transfer von Teilen einer Legion zu einer anderen Legion als Verstärkung oder zum Ausgleich von erlittenen Verlusten während eines Feldzuges geregelt. So haben die in der Heimat befindlichen Legionen also nicht immer eine volle Sollstärke aufzubieten.
Vor Ort ist jeder Kommandeur einer Legion dazu berechtigt, zeitweilig Söldner oder Hilfstruppen zu integrieren.

Territorialheer
Das Territorialheer wurde unter eine zivile Befehlsgewalt gestellt, da es eine rein defensive Aufgabe besitzt und für den Schutz innerhalb des Reiches verantwortlich ist.
Vom Senat und dem regierenden Imperator wurde für die Dauer von 4 Jahren ein Senator Auxiliarii als oberster Verantwortlicher mit allen erforderlichen Vollmachten ernannt.
Diesem Senator Auxiliarii unterstanden die Provinzgouverneure und Statthalter im Reich, aber auch die Befestigungswerke (Forts und Wachtürme) an unserem Limes Maximus.
Somit hatte er die volle Befehlsgewalt über alle Garnisonen in unseren Städten und Forts und war für ihre Zusammensetzung und Stärke verantwortlich. Da ihm auch der Heimatschutz unterstand, war er auch für den inneren Frieden hinsichtlich des erforderlichen militärischen Armes zuständig, wobei er allerdings mit der Justiz und der Verwaltung eng zusammenarbeitete.

Ihm unterstand als direkte Eingreiftruppe eine kleine Armee in Stärke einer Legion (aber ohne Legionsstatus!), bestehend aus Praetorianii und Hilfstruppen, welche nahe Londinium stationiert war.
Die Garnisonen jeder Stadt in unserem Reich musste nun eine ständige Sollstärke aus 3 Einheiten Landmiliz, 3 Einheiten Hilfstruppen und 2 Einheiten Bogenschützen ausweisen. Sollte die öffentliche Ordnung eine unserer Städte einen stärkere Garnison bedürfen, so ist diese nach Rücksprache des zuständigen Statthalters mit dem Senator Auxiliarii entsprechend zu verstärken.
In allen grenznahen Städten ist ein Statthalter dazu verpflichtet, sofern es die Ausbaustufe des Ortes erlaubt, einen Vorrat von 2 Einheiten Artillerie (Onager / schwere Onager) für die Feldlegionen anzulegen und zu halten, falls diese sie im Kampf benötigen.

Grundsätzlich haben alle unsere Städte auf Befehl des Imperators und des Senates vorrangig Rekrutierungsaufgaben für das Feldheer vorzunehmen, sofern dieses notwendig sein sollte.

Dem direkten Kommando des Generalissimus des Feldheeres wurde der Limes Maximus entzogen, da es sich hier um ein reines Verteidigungsbollwerk handelt. Das Feldheer soll hier eine reine unterstützende Rolle spielen, also bei Bedarf den Limes bei massiven Angriffen des Feindes helfen. Da in Gallien ständig 2 Legionen stationiert sind, welche sich je nachdem mit anderen ablösen, ist hier auch die notwendige Schlagkraft vorhanden.

Sämtliche Forts dienen der reinen Verteidigung und sind Einrichtungen mit einer ständigen Garnison aus Hilfstruppen. Der Erhalt und Unterhalt dieses Bollwerks wird daher dem Senator Auxiliarii unterstellt, der somit auch für die defensive Reichsverteidigung zuständig ist.
Dieses ist umso wichtiger, da wir hier keine weiteren großartigen Eroberungen jenseits von Rhein und Donau vorhaben!

Flotte
Die Flotte unseres Reiches wurde mit der Zeit immer umfangreicher und ihre Aufgabenbereiche, wie auch die Wichtigkeit ihres Daseins erhöhte sich mit der Ausdehnung des Reiches.

Um hier nun direkt eine feste Struktur einzurichten, wurde ein Oberbefehl über die Flotten eingerichtet. Der Sitz des Flottenadmirals wurde in Rom angesiedelt. Ihm unterstand für operative Direktmaßnahmen jeder Art eine Flotte auf 10 Schiffen, welche in Rom stationiert sind.
Zur administrativen Aufgabenverteilung wurde eine Unterteilung in 3 Flottenbereiche unter dem Kommando eines Konteradmirals eingerichtet:

- Nord- und Ostsee mit Sitz in Londinium
- Westliches Mittelmeer mit Sitz in Carthago Nova
- Östliches Mittelmeer und derzeit auch schwarzes Meer mit Sitz in Tarentum

Jeder Konteradmiral unterhielt diverse Flotteneinheiten, welche primär den Schutz unserer Hafenanlagen vor feindlichen Blockaden zum Auftrag hatte. Sekundär war es die Aufgabe dieser Flotten auch feindliche Häfen zu blockieren und im Seekampf feindliche Flotten zu vernichten, einschließlich diverser Piratenflotten.
Bei Bedarf war die Stellung des notwendigen Transportraums für den Seetransport des Feldheeres und auch bei Bedarf von Einheiten des Territorialheeres zu stellen.

B. Politische Veränderung

Das oberste Ziel unserer Politik war die Wiedervereinigung unserer Reichsteile, welche sich in den vorherigen Jahrzehnten getrennt hatten. Da die anderen beiden Teile nun auf ihre Eigenständigkeit beharrten und auch noch untereinander die eine oder andere Fehde austrugen, war dieses nur mit militärischer Gewalt zu erreichen.
Konstantin war in seiner Jugend von den republikanischen Systemen des alten Griechenland und auch des alten Roms beeindruckt gewesen. Er studierte diese Zeit intensiv und erkannte sowohl die Fehler, als auch die Vorzüge der Republik. Er kam letztlich zu dem Schluss, daß es hier einer Gewaltenteilung zwischen Imperator Rex und eines gleichberechtigten Senates bedarf, ohne das sich beide gegenseitig blockieren, falls es zu erwartenden Unstimmigkeiten kommt.
So wurden beiden Institutionen ein jeweiliges Vetorecht für die Entscheidungen des anderen eingeräumt. Sollte es hier zu keiner Einigung kommen, war als letzte Entscheidungsgewalt der Rat der Statthalter eingerichtet worden, dessen Einsetzung grundsätzlich vom Senat und dem regierenden Imperator genehmigt wurde.
Der Senat wurde alle 6 Jahre vom Volk gewählt. Der Imperator hingegen war eine Erbfolge des Geschlechtes der Wledic.
Grundsätzliche waren alle innenpolitischen Angelegenheiten vom Senat und vom Imperator zu bestimmen. Der Imperator selber hatte die oberste Befehlsgewalt in allen militärischen Angelegenheiten. Um aber hier auch einen Teil des Senates zu repräsentieren wurde der Senator Auxiliarii vom Senat gewählt, unterstand aber administrativ in militärischen Angelegenheiten dem Imperator direkt und war im Weisungsergeben.

Planungen
Nach langen Debatten im Senat und vor allem hinter verschlossenen Türen über unser weiteres Vorgehen wurde letztlich beschlossen, daß wir uns vorrangig um die Eroberung des östlichen Teils von Rom bemühen werden. Hierfür sind umfangreiche militärische und logistische Planungen in den Gang gesetzt worden, denn wir werden hier auf erhebliche Probleme treffen.
Ferner wurde auf diplomatischer Ebene ein Waffenstillstand mit den Franken, Wandalen, Sachsen, Hunnen und Langobarden vereinbart, um zumindest temporär eine gewisse Ruhe mit unseren direkten und indirekten germanischen Nachbarn zu bekommen. Diese Ruhe wird nur eine Frage der Zeit sein, was uns bereits bei Vertragsabschluss bewusst war, allerdings können wir diese Ruhe für die organisatorischen Vorbereitungen unseres Angriffes auf Ostrom nutzen.
Einige Stimmen im Senat zogen eine Eroberung von Nordafrika dem Kampf gegen Ostrom vor, aus diversen Gründen. Hauptgrund war die Sorge, daß man so über kurz oder lang bereits jetzt mit dem Reich der mächtigen Sassaniden in Konflikt gerät und man in Afrika so ohne größere Sorgen hinsichtlich Sassaniden weitere Ressourcen für unser Reich gewinnen könne.
Letztlich wurde gegen diesen Plan gestimmt, doch wurde zum Ausgleich die Eroberung von Karthago-Stadt beschlossen, auch wenn dieses einen sofortigen Krieg mit den Berbern bedeutet. Diesem Konflikt sahen wir jedoch mit Gelassenheit entgegen, jedoch schickten wir zur Sicherheit die beste Legion unseres Reiches nach Nordafrika – die Legio I Britannica






"This is madness....!!!" - "Madness? THIS IS [color=navy]ANTIQUAE!!!"[/color]

NO retreat... NO surrender... THAT is Antiquae law! And by the law we will fight and win or dine in hell tonight! [color=red]Ahu !!![/color]

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