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 Kapitel I: Die Prophezeiung - Eine neue Antwort erstellen Ihre Schreibrechte
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 RE: Kapitel I: Die Prophezeiung

541 a.u.c. Tempelstadt von Delpi

Manius fegte einen der breiteren Wege und befreit ihn vom Laub. Wie schon so oft schaute er sich um und betrachtete die Berge um die Stadt herum. Dort in weiter ferne musste Italien liegen und damit auch Rom. Er träumte oft von einem einfachen und friedlichen Leben in der Hauptstadt, auch wenn es ihm und Appius in der Sklaverei nicht schlecht erging. Das Essen war wesentlich besser als Manius es erwartet hatte und am Abend konnten sie manchmal bei einem Lehrer zuhören und noch etwas lernen. Es war auch die einzige Möglichkeit wie man an Informationen aus der Welt herankam. Trotzdem waren solche Abende selten aber sie lockerten die Atmosphäre ganz deutlich auf. Am Tag schauten die beiden Jungen zu den Tempeln und den Strassen, lasen Trauben von den Weinbergen und transportierten sie in die Weinkellereien.

Irgendwann, es war Hochsommer, lehrte sich die gesamte Tempelstadt zu einer Zeremonie, einzig ein paar wenige Sklaven blieben um die Stadt zu säubern. Allen Sklaven war das betreten der inneren Tempel beim Tode verboten und so kamen sie eigentlich auch nie an den grossen Apollontempel heran, jetzt aber gab Manius Appius einen Wink. Langsam schlich er sich an das unbewachte Tor heran. Eine einzige Patrouille war zurückgeblieben und als diese vorbeimarschiert war, rannten die beiden von einem Busch zum nächsten. In der Nähe des grossen Tempels war ein Teich, den man nur von einer Seite knapp einsehen konnte. Sie gingen dorthin und liessen die Füsse reinbaumeln. Das Wasser war angenehm kühl und glasklar. Jeder einzelne Stein war am Grund des Beckens auszumachen und die Sonnenstrahlen zeichneten sicht ständig verändernde Muster. Eine zeitlang sassen sie so da, dann stand Appius auf und trat hinter seinen Freund. Mit einem leichten Stoss rutschte Manius in den Teich hinein. Prustend tauchte er auf, lachte und spritze das Wasser umher. Appius stand grinsend am Rand des Beckens als Manius plötzlich verschwand. Erst dachte er sich nichts dabei, aber es dauerte lange bis er wieder auftauchte. Als sein Kopf dann endlich die Wasseroberfläche wieder durchbrach, erklang ein Schrei wie nicht von dieser Welt. Erschrocken schaute sich Appius um, bis er merkte das Manius schrie. Er schrie aus Leibeskräften und wollte nicht aufhören. Er schlug das Wasser als sei es etwas Böses, dass im ungeheure Schmerzen bereitete. Ohne lange zu überlegen sprang Appius ins Wasser und zog Manius an Land. Er konnte keinen Grund ausmachen, weshalb Manius so schrie.
An Land schienen Manius Schmerzen langsam nachzulassen, nach und nach wurden aus den Schreien ein erbarmungswürdiges Gewimmer. Bevor Appius aber nach dem Grund dafür fragen konnte, waren sie von der Patrouille umstellt. Wie Verbrecher wurden sie abgeführt und Appius hatte keinen Zweifel daran, dass sie nun hingerichtet werden würden. Eingesperrt waren sie in einem Keller unter einem der Tempel. Kein Licht drang durch und Manius war noch immer nicht ansprechbar. Irgendwann schlief er ein. Erst als er einen Tritt in die Rippen bekam wachte er wieder auf. Sie wurden auf den grössten örtlichen Platz geführt wo einige Soldaten und eine riesige Menschenmenge standen. Die beiden Jungen wurden auf die Knie gezwungen. Manius, der noch immer kein Wort gesprochen hatte schaute zum Himmel. Er dachte daran wie ihn die Götter auf Sizilien gerettet hatten und fragte sich wo sie jetzt blieben. Anstatt einer Lichtgestalt erschien in Priester in schwarzen Roben mit einem blutroten Streifen. Die schon Anwesenden Priester in ihren weissen Roben erstarrten. Alle Köpfe wanden sich dem Schwarzgewandeten zu. Die Gesichtsausdrücke sprachen eine klare Sprache. Alle wussten wer der Mann war, alle fürchteten ihn bis zu einem gewissen Grad und doch zeigte sich gerade auf den Gesichtern der Priester des Apollon ein gewisser Trotz. Einer der Priester in ihren weissen Gewändern trat vor: „ Was wollt ihr hier?“ Es war eine rethorische Frage und alle Anwesenden wussten das. Der Neuankömmling deutete auf die beiden am Boden knienden Jungen. „Ihr wisst nur zu gut warum ich hier bin. Wartet ihr nicht seit dem Tod Alexanders vor gut 100 Jahren auf unser erscheinen? Habt ihr diesen Tag nicht immer gefürchtet?“ Eine kurze Pause bevor der Priester antwortete:
„ Ihr könnt doch nicht im Ernst noch immer glauben, dass Alexander nicht der Auserwählte war. Vorallem nicht wenn ihr hier diese Knaben anseht. Keiner von den beiden kann der sein von dem die Prophezeiung spricht. Seht sie euch an, es sind zum Tode verurteilte Sklaven. Gewandet in das billigste Leinen... menschlicher Abschaum.“ Der Schwarzgewandete schüttelte den Kopf , dann schaute er Manius an und sprach zeig mir deine Hüfte Junge, die Linke. Manius war verwirrt, tat aber was der Mann ihm gesagt hatte. Alle schauten auf die feine Narbe die er dort hatte. Einige der Priester des Apollon wurden bleich, der Wortführer gab ich jedoch noch immer kämpferisch. „Pff, das beweist noch gar nichts. Ich will deine Rechte Handfläche sehen, Junge, sofort!“ Manius tat wie ihm geheissen Was er bisher noch gar nicht bemerkt hatte zeigte sich nun. Auch auf der Handfläche war ein Phönix zu sehen. Der wortführende Priester schnappte nach Luft. Doch bevor er etwas sagen konnte hob der „Retter“ seine Hand. Auf dieses Zeichen erschien eine ganze Hundertschaft an Soldaten. Gerüstet mit goldenen Rüstungen, bewaffnet mit Speeren aus Silber umstellten sie den Platz mit allen darauf befindlichen Menschen. „Genug, ich bin dieser ewigen Diskussion mit der Priesterschaft müde.“ Ein Wink mit der Hand und die neu angekommenen Soldaten begannen die Menschen auf dem Platz zu töten. Schnell liefen Bäche aus Blut über das Pflaster. Auch die Priester des Apollon wurden nicht verschont. Der schwarze Priester ging zu den beiden Jungen hin, nahm sie beim Arm und führte sie von dem Platz weg.

543 a.u.c. Rom

Der Senat tagte wieder einmal mehr. Die Frage der Getreideversorgung von Rom war gerade abgeschlossen worden und die Diktatur erhitzte die Gemüter. Der Vorsitzende des Senats, Tertius Atilius Sigilis, ergriff das Wort: „Senatoren Roms. Wir haben eine schwere Zeit hinter uns. Jetzt aber ist Hannibal mit all seinen Truppen vertrieben und auch die nördlichen Grenzen sind gesichert. Aber es schaut nicht überall so rosig aus. Unsere Truppenzahl beschränkt sich auf eine Legion an den nördlichen Grenzen. Der Diktator schert sich einen Dreck darum und frönt ein luxuriöses Leben in seinem Palast in Arminium. Was soll geschehen? Soll er noch länger dort sitzen und ...“

Ein Bote tritt in den Raum und geht zum Vorsitzenden. Er überreicht eine Pergamentrolle verbeugt sich und verschwindet dann wieder. Das Pergament trägt ein seltsames Siegel das noch niemals zuvor gesehen worden ist. Der Vorsitzende liest es durch.

„Nun, vielleicht haben wir ein grösseres Problem. In Ostia sind heute griechische Schiffe angekommen. Die beiden Legionen die damit transportiert wurden sind auf dem Weg nach Rom. Keine unserer Legionen wird genug schnell hier sein, sollte der General uns angreifen wollen. Was sollen wir tun?“

Als erstes meldete sich der Senator Flavius Amandus Octavius zu Wort:

„Sentatoren und Freunde Roms, es liegt eine sehr schwere Entscheidung vor uns! Wenn die Griechen wirklich in Ostia an Land gegangen sind, gehe ich nicht davon aus, dass sie direkt auf Rom marschieren. Nein, sie werden eher eine kleinere Stadt in der Umgebung angreifen. Doch auch das können wir nicht zulassen! Deshalb fordere ich so schnell wie es nur geht eine Armee hierher zu beordern, oder so viel Einheiten wie möglich im nächsten halben Jahr auszubilden!“

„Edler Flavius Amandus Octavius, welche Legion sollten wir nach Ihrem Gedünken hierhin beordern?
Freunde, hört meine Worte, wir müssen unverzüglich eine neue Legion ausheben! Unser Reich ist von allein Seiten bedroht. Unsere Garnisonen können keine ganze Armeen aufhalten, geschweige den zurückschlagen. Wir brauchen dringend eine neue Legion!“, antwortete Sextus Claudius Martialis darauf.

In diesem Stil ging die Diskussion weiter. Man überlegte was die Griechen wohl wollten, ereiferte sich über die Unfähigkeit des Diktators beratschlagte eben was zu tun war. Sollten vielleicht Soldaten aus dem Süden abgezogen werden? Nein dann würden die Bürger revoltieren. Neue Truppen ausheben? Mit was für Geld? Die Diskussion drehte sich mehr und mehr im Kreis bis man sich entschloss, einen Boten zu den Griechen zu senden.

Der Bote ritt auf der Strasse nach Ostia, doch das Durchkommen wurde immer schwieriger. Ochsenkarren, beladen mit Wein- und Ölamphoren, Getreide und getrocknetem Fisch schoben sich träge Richtung Rom. Schon lange hatte man nicht mehr so viele Nahrungsmittel von Ostia her transportiert. Von den Legionen die gegen Rom marschieren sollten war keine Spur zu sehen.

In Ostia selbst erwartete den Boten die nächste Überraschung. Es waren keine griechischen Phalangen und keine makedonische Kavallerie die, die Stadtmauern bewachten und die Stadt besetzt hielten. Hastati und Principes standen dort. Die Torwachen waren Triarii. Der Bote konnte ohne gehindert zu werden durch die Tore treten. Als er einen der Triarii ansprach wurde ihm höflich geantwortet. Auf seine Bitte hin wurde er zum Feldherren geführt.

Manius Iulius und Appius Livius waren bei den Docks und überwachten die Löschung der Nahrungsmittel. Ein Geschenk der Griechen an Rom. Manius grinste, es war wohl eher der kleinere Teil. Als der Bote zu ihnen gebracht wurde und den Gruss des Senats überbrachte schaute Manius ihn an. „Sag dem Senat, ich, Manius Iulius, stelle der römischen Republik meine Truppen zur Verfügung. Sag ihnen auch, dass die Prophezeiung des Apollon seinen Anfang genommen hat. Ich denke sie werden herausfinden was damit gemeint ist.“



Markus Iulius, 24.03.2009 21:19
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