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 RE: Kapitel I: Die Prophezeiung

239 a.u.c. Paestum

Quintus Iulius und Flavius Iulius sassen in der Villa des Statthalters und genossen ein Becher Wein. Der Wein war fruchtig und schwer und hatte eine tiefrote Farbe. „Sehen wir den Tatsachen ins Gesicht Flavius, wir haben keine Ahnung wo sich Theophanes und seine Söldnerarmee aufhalten. Hannibal hat Reghion eingenommen. Auch die Verstärkung der evakuierten Truppen aus Messana konnten das Ergebniss nicht verhindern. Bei Jupiter wir haben dort beinahe 1500 Männer verloren, die getöteten Zivilisten nicht mitgerechnet. Ich bin mir nicht mehr sicher Flavius. Sechzehn Legionen haben wir bei Cannae verloren, Sechzehn! Wie können wir da mit unseren zwei kümmerlichen Legionen etwas gegen dieses Monstrum von Hannibal etwas ausrichten?“ „Vielleicht können wir nichts gegen die Karthager ausrichten, aber wenn wir es nicht versuchen, werden wir es nie erfahren und die römische Welt wird garantiert untergehen. So haben wir eine geringe Chance unser Land zu retten.“ Quintus nickte müde. Er hatte irgendwie erwartet, dass Flavius dieses Argument bringen würde. „Also dann, ich führe meine Legion zum Pass, ich hoffe du wirst rechtzeitig eintreffen, alleine können wir weder die eine noch die andere Armee besiegen, das weisst du.“ Flavius schaute zu Boden und rührte sich nicht. Mit einem schnauben verschwand Quintus aus dem Raum.
Und so geschah es. Theophanes Armee wurde am Pass gestellt.



Tatsächlich waren die beiden Legionen derart gut aufeinander abgestimmt, dass sie beinahe gleichzeitig auf dem Schlachtfeld eintrafen. Quintus befahl der Legion geordnet Vorzurücken. Die Velites schickte er dabei auf die linke Flanke, um die Elefanten aus dem Verkehr zu ziehen, bevor sie allzu grossen Schaden anrichten konnten. Die beiden Equiteseinheiten wurden direkt vorgeschickt um die lästigen Numidier auf ihren Pferden zu dezimieren.



Auf der linken Flanke schien der Plan aufzugehen. Während sich die Legion des Flavius so schnell wie möglich näherte hatten die Velites die Elefanten angelockt. Wie der Plan es vorsah trennten sich die beiden Manipel Velites. Während die eine immer weiter vor den Elefanten floh konnte die andere nun ohne Probleme ihre schweren Speere in das Fleisch der Dickhäuter werfen.



In der Zwischenzeit krachten die Karthager in die römischen Reihen. Da Theophanes aber einen Teil seiner Truppen zurückgehalten hatte, weil Flavius sich näherte hatten die Truppen des Quintus keine zu grosse Last zu tragen. Quintus selbst nahm sogar am Kampf teil, um das verhasste Karthagerblut an seinem Schwert hinunterlaufen zu lassen.



Noch bevor die letzten karthagischen Truppen in den Kampf verwickelt worden waren, flüchtete schon die Hälfte der kämfpenden Söldner. Trotzdem, dass es alle hervorragende Krieger waren und schon als Veteranen galten konnten sie der römischen Taktik nicht viel entgegensetzten, zumal Theophanes irgendwann im Handgemenge verletzt wurde und schnellstens das Schachtfeld verliess. Dann endlich konnten die Manipel des Flavius in die Schlacht eingreifen. Es war nur noch ein Gemetzel.



Quintus sass auf seinem Ross und schaute von dem kleinen Hügel aus über die Kampfszenen. Dann hörte er einen verzweifelten Hornstoss, blitzschnell drehte er sich um und konnte gerade noch erkennen, wie Flavius erstochen wurde. Der Diktator war tot, jetzt konnte man nur noch hoffen, dass seine Soldaten die Nerven behielten.
Glücklicherweise waren auch die römischen Truppen kamfgestählte Veteranen und überwanden den Tot des römischen Generals mehr oder minder gut. Durch dieses vorbildliche Verhalten konnten alle karthagischen Truppen in die Flucht getrieben werden. Da Quintus genau wusste, dass sie wohl nochmals gegen die Fliehenden antreten mussten, liess er sie verfolgen und so gut wie möglich vernichten.



Es war Abend geworden. Das viele Blut, das geflossen war, machte den Boden schlammig und rutschig. Langsam kehrten die Legionäre in Gruppen zurück. Keiner trug mehr die Rüstung. Teilweise hatten sie einen leichten Lederpanzer an, alle hatten den Gladius an ihrer Seite. Sie luden die Toten Legionäre auf einen Wagen. Die Söldner wurden auf einen Haufen geworfen. Da die Finanzen des Reiches noch immer alles andere als rosig waren, wurden auf Befehl hin alle Metallteile zusammengesammelt. Die Leibwache des Quintus barg den Leichnam des verstorbenen Diktators.
Während ein Grossteil der verbliebenen Legionäre in den Lagern am Pass blieben, zogen einige Auserwählte nach Paestum, als letzte Ehrengarde für Flavius Iulius. Die normalen römischen Soldaten wurden in einem Nahen Wald begraben, doch der erste Diktator seit dem Sturz der Könige sollte im Schrein von Paestum beigesetzt werden. Quintus Iulius verweilte die ganze Vorbereitungszeit in der Villa des Statthalters und überwachte die Arbeiten. Blumen fielen auf die Strasse, Fanfaren wurden geblasen und Soldaten marschierten in perfektem Gleichschritt, als die sterblichen Überreste des Flavius auf die letzte Reise geschickt wurden.
Noch bevor die Beerdigung an der Tagesordnung war, hatte sich die Kunde vom Tod des Diktators verbreitet. Es war als ob düstere Wolken über die Zukunft des römischen Reiches schweben würden. Flavius Iulius war trotz der extremen Steuererhöhung die er eingeführt hatte beliebt gewesen. Ausserdem war er als genialer Stratege bekannt gewesen. Nun sahen viele Römer keine Hoffnung mehr. Der neue Diktator war ein fauler Mann, der einzig und allein in Arretium sass und sich dort den Bauch vollschlug. Im Gegensatz zu Flavius war er nicht bewandert in militärischen Gegebenheiten und würde wohl auch keine grossen Truppenverbände ausheben. Was man ihm zugestehen musste war, dass er etwas von Geld verstand und so würden wohl ausschliesslich die Wirtschaft voran gebracht werden. Aber konnte das Reich alleine auf die Macht seiner Wirtschaft und der bereits bestehenden Legionen zählen?
Aufgrund der bedrückten Stimmung verliess Quintus Paestum gleich nach der Beerdigung. Die Soldaten in den Lagern verbreiteten hingegen gute Stimmung. Sie alle schwelgten noch im Glück über den errungenen Sieg. Es war eher ein gemächliches Treiben, es wurde gelacht und gezecht. Schwerter wurden gerade gebogen, Schilde ausgebeult und Kettenhemden ausgebessert.
Am Abend liess Quintus alle hohen Offiziere in seinem Zelt zusammenrufen.
„Meine Herren. Seit der Schlacht gegen Theophanes ist nun ein Monat vergangen. Die Truppen sind noch immer hochmotiviert und glauben im Gegensatz zu den Bürgern noch an einen Sieg über Hannibal. Um diese Stimmung auszunutzen habe ich entschieden morgen den Marschbefehl gegen Rhegion zu geben.“
Decius Cato meldete isch zu Wort. „Ich stimme zu, wir sollten die Motivation ausnutzen sollten. Ich bin aber der Meinung wir sollten gegen Taras marschieren. Theophanes muss vernichtet werden. Jetzt ist er noch schwach, aber wie wird es erst sein, wenn wir Rhegion eingenommen haben? Theophanes könnte eine neue Armee ausheben.“ Einige der Offiziere nickten.
Serxtus Iunius, ein Offizier der Legion des Flavius, ergriff Partei für Quintus: „Auch dein Standpunkt hat etwas für sich Cato, dennoch, Hannibals Truppen sind Veteranen während frisch ausgehobene Männer von unseren Soldaten überrannt werden können. Hannibal ist die wahre Bedrohung. Sollte er eine weitere Armee ausheben, haben wir so gut wie keine Chancen mehr die Karthager vom Festland zu vertreiben. Wir haben keine Ahnung wie die finanzielle Lage der Karthager aussieht, unsere hingegen ist nach wie vor katastrophal. Flavius hat derart viele Bauprojekte gestartet, dass wir unsere eigenen Truppen unmöglich aufrüsten können. Mit anderen Worten bedeutet das, dass unsere Legionen auf Jahre hinaus nicht grösser werden. Die einzige Möglichkeit Hannibal zu vernichten ist jetzt, mit beiden Legionen zuzuschlagen.“ Diese kurze Rede überzeugte viele der Anwesenden, wenn auch nicht alle. Trotzdem sah Quintus keinen Sinn in weiteren Diskussionen. „ Bereitet die Legionen vor. Morgen um die Mittagszeit marschieren wir los.“ Mit einem Schlag mit der Faust auf die Brust verliessen alle das Zelt.
Nach dem Morgenessen, welches aus ein paar weissen Trauben bestand, ging der Feldherr hinaus und beobachtet das geschäftige Treiben zwischen den Zelten.
Wasserkessel wurden über Feuerstellen gelehrt, Zelte zusammengelegt und auf Karren verfrachtet. Gegen Mittag wurde zum Abmarsch geblasen. Eine gewaltige Marschkolonne von gut 10000 Mann ergoss sich aus dem Lager. Vorneweg die höheren Offiziere mit den Legionsstandarten auf ihren Pferden. Quintus Iulius, der nun der alleinige Befehlshaber der beiden Legionen war, stach mit seinem weissen Ross aus den ansonsten dunklen Reittieren heraus.



Markus Iulius, 15.11.2008 23:22
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