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 RE: Kapitel I: Die Prophezeiung

538 a.u.c. Feldlager der nördlichen Legion

Vibius Iulius sass in einem Zelt. Bisher hatten sich die Gallier nicht gross gerührt, aber das konnte sich ja jeden Moment ändern. Er nahm den tönernen Kelch und trank einen grossen Schluck von dem Wein. Ein halbes Jahr befand er sich nun schon hier. Es wurde langsam kalt, der Winter kam. Vor ein paar Wochen kam ein Bote mit der Nachricht, dass Genua an die Gallier gefallen war. Nun ja das war zu verkraften. Wie Flavius schon gesagt hatte, war sie keine wichtige Stadt, aber Reghion war an Hannibal gefallen. Das war doch schon ein wichtigerer Punkt, denn in Reghion hatten eigentlich die Flüchtlinge aus Messana landen wollen. Was war wohl aus seiner Frau geworden? Er ging hinaus. Sein Blick wanderte über die beinahe endlosen Reihen von Zelten. Immerhin hatten sie genug zu essen und dank der erhöhten Steuer war auch der Sold gesichert. Aus dem Augenwinkel sah er, wie sich das Tor des Forts öffnete. Ein Reiter galoppierte hinein und kam kurz vor Vibius zu stehen. „Herr, eine gallische Armee ist im Anmarsch, sie hält auf Arretium zu.“ Also war es endlich soweit. „Blast zum Auszug. Der Kampf steht bevor.“ Während die Hörner den Auszug aus dem Lager verkündeten legten ihm Sklaven die Rüstung an. Sein weisses Ross wartete schon vor dem Zelt auf ihn. An der Spitze der Marschkolonne ritt Vibius mit seiner Leibwache auch die Schlacht zu.
Am nächsten Tag war es soweit. Die Sonne schien und es war ein recht warmer Tag. Die römische Legion wartete schön in Reih und Glied bis die Gallier näher gekommen waren.



Auf ein Zeichen hin preschte die Kavallerie nach vorne und versetzte die gegnerischen Plänkler in Aufregung. Zum Kampf kam es dann aber zuerst an der rechten Flanke, wo ein doch ziemlich erheblicher Teil des Feindes in die römischen Truppen gekracht war.



Die Kavallerie schwenkte ab und schon bald flüchteten die ersten Gallier vom kombinierten Druck der römischen Soldaten. Aber das war nur eine einzige Einheit und der Kampf hatte sich nun auf die gesamte Länge der Schlachtlinie ausgebreitet.



Ein brutales Hauen und Stechen nahm seinen lauf in welchem keine Seite so richtig Oberhand gewinnen konnte.



Erst als die Triarii in den Kampf mit dem gegnerischen General eingriffen, wendete sich das Blatt zugunsten der Römer.



Nach dem Tod ihres Kriegsherren verloren alle Gallier den Mut zum kämpfen und nahmen die Beine in die Hand.



Auf Befehl von Vibius Iulius hin wurden die Flüchtenden verfolgt und so gut wie möglich niedergemacht.




Vibius überschaute das Schachtfeld. Ein grosser Sieg war errungen, beinahe 2000 Gallier hatten an diesem Tage sterben müssen, aber leider waren auch 600 gute römische Bürger gefallen. Vibius nahm seinen Helm ab und gab das Zeichen zum Rückzug. Viel Zeit würden sie nun nicht haben. Der andere Einfallsweg nach Italien, der von Genua her, musste nun gesichert werden. Noch einmal blickte er zurück. Die Körper waren auf riesigen Bergen zusammengetragen und angezündet worden. Der Kopf des Kriegsherren und die seiner Hauptmänner waren auf Speere gespiesst und rundherum aufgestellt worden. Die Flammen würden noch Meilenweit zu sehen sein.

239 a.u.c Griechenland

Der Wagen rumpelte über die Strasse hinauf in die Berge. Viele Schlaglöcher machten die Reise zur regelrechten Qual. Manius und Appius taten schon alle Knochen weh von der unbequemen Fahrt. Beide brüteten vor sich hin. Manius hatte begonnen, mit dem Schicksal und den Göttern zu hadern. Warum hatten sie all diese schrecklichen Dinge geschehen lassen? Appius hingegen liess die letzte Zeit nochmals Revue passieren.
Damals in dem schrecklichen Sturm waren sie lange im Meer getrieben. Erst als die Sonne zögerlich ihre Strahlen über den Horizont reckte hatten sich die Winde gelegt und das Wasser sich beruhigt. Nicht weit von ihnen konnten die beiden treibenden Jungen nun einige Schiffe ausmachen. Schlanke, schnelle Schiffe. Sie hatten gelacht über die glückliche Fügung, aber nicht lange. Kaum waren sie an Bord, hatten sie feststellen müssen, dass sie Piraten in die Hände gefallen waren. Diese liessen sie an Deck arbeiten, während sie immer weiter in den Osten segelten. Trotz ihres Loses waren die beiden fasziniert von dem Alltag auf dem Schiff. Wie die Seemänner die Segel handhabten, wie der Steuermann den Kurs nach den Sternen berechnete. Das Essen war nicht speziell aber sicher auch nicht schlecht. Appius fand, eigentlich behandle man sie ganz gut, aber Manius wollte da nicht zustimmen. Er dachte noch immer an die Villa am Fusse des Ätna, an die Wachteln und die Diener. Doch auch er konnte sich der Faszination der Schiffe nicht entziehen. Einmal, sie waren gerade etwa zwei Wochen in Gefangenschaft, wurden sie unter Deck gebracht und eingeschlossen. Durch eine kleine Öffnung sahen sie, wie sich eine römische Flotte näherte. Sie hofften darauf, dass die Römer siegreich wären und sie von dem Joch befreiten. Diese Hoffnung löste sich aber bald in Wohlgefallen auf. Später dann, als wieder Land in Sicht kam, wurden sie erneut unter Deck angekettet. Man hörte nur noch das Trampeln der nackten Füsse an Deck,wenn wieder eine Kurskorrektur vorgenommen wurde. Dann waren Rufe zu hören, und ein leichtes schaben. Das ewige schaukeln des Schiffs hatte ein Ende.
Licht fiel durch die Luke, als diese geöffnet wurde. An den Armen wurden sie herausgeschleppt, weisse Gebäude blendeten sie. Steinerne Landungsstege ragten ins Wasser. Für Appius und Manius, welche beide noch nie einen richtigen Hafen gesehen hatten, kam das Geschäftige treiben rund um die Stege herum vor, wie eine andere Welt. Rufe schallten über das Wasser, Ladungen wurden gelöscht und neue Waren auf Schiffe gebracht. Lange konnten sie den das Treiben nicht geniessen. Die Piraten schleppten sie durch schmale Gassen hindurch. Diese Gassen standen in starkem Kontrast, zu den sauberen weissen Mauern vom Hafen. Hier war alles schmutzig. Bettler kauerten an Hausmauern, Kinder jagten sich gegenseitig und spritzten dabei Schlamm auf. Nach einiger Zeit in dieser Gegend erreichte die Gruppe den Sklavenmarkt..
Dort standen sie in der brütenden Sonne, sahen die Leute vorbeigehen. Alles Barbaren, dachte Manius, kein einziger schien hier zum Barbier zu gehen. Rundherum wurde gefeilscht und die Ware angepriesen. Natürlich waren sie nicht die beiden einzigen Sklaven, die die Piraten gefangen hatten. Die anderen waren alle älter und kräftiger gebaut als die Jungen und gingen daher schneller weg. Dann öffnete sich eine Gasse in der Menschenmenge. Ein kleiner Trupp Bewaffnete und einige Priester bahnten sich ein Weg durch die Leute. Sie blieben vor dem Podest der Piraten stehen und schauten die verbliebenen Sklaven an, diskutierten und schauten wieder. Einer der jüngeren und niederen Priester stieg auf das Podest und schaute sich die Ware genauer an. Auch Manius und Appius mussten die Tortur über sich ergehen lassen. Mit einem Sprung wollte der Priester das Podest wieder verlassen, dabei trat er aber auf seine Tunika, stolperte und fiel Kopfüber von der Holzkonstruktion. Die beiden Jungen konnten sich ein Grinsen kaum verkneifen. Mit wütender Mine stand der Priester auf, warf den beiden einen giftigen Blick zu und sprach ein paar Worte mit den älteren Priestern. Diese nickten und winkten den Piraten herbei, der den Verkauf abwickelte. Wieder begann ein ewiges Gefeilsche, dann wurden Appius und Manius losgekettet. Nur sie beide durften den Priestern folgen. Sie mussten in den Käfigwagen steigen, in welchem sie eben jetzt auch sassen und die lange Reise begann. Zwischendurch fragte Appius einen der Soldaten wohin es denn gehe. Der Krieger schaute nicht hin, er sagte nur: „Delphi.“



Markus Iulius, 14.11.2008 21:49
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